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Stadtraum und Mobilität

Wozu Parkplätze bei Sportstätten?

von Jimmy am 14.10.2012 | 13:08 | Kommentare: 5 |

Wie fast überall sind die Sportstätten in Ulm von großen Parkplätzen umgeben. Ein Negativbeispiel ist das Hans-Lorenser-Sportcenter (HaLo). Vor dem HaLo wurden vor einigen Jahren sogar die Hälfte der Fahrradabstellplätze und ein Basketball-Kleinspielfeld geopfert, nur damit eine Handvoll Autos dort zusätzlich Platz findet.

Wozu eigentlich? Sportstätten werden IMMER in der Freizeit besucht und zwar AUSSCHLIESSLICH von Personen, die körperlich in der Lage sind, Fahrrad oder ÖPNV zu benutzen. Parkplätze werden somit nicht benötigt und können komplett wegfallen. Auf den Flächen könnten z.B. Sport- und Spielgeräte und Fahrradabstellplätze angelegt werden.

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Kommentare

Jimmy am 19.10.2012 13:46:10

@Autoradler:

Das HaLo war nur exemplarisch gemeint. Selbstverständlich sind auch Parkplätze an den anderen genannten Orten fehl am Platz, zumindest in der aktuell völlig überdimensionierten Form.

Über die Tatsache, dass es schmerzt, in der Stadt Parkraum vorzuhalten, sind wir uns ja einig. Leider wird es trotzdem in extremem Ausmaß getan.

Autoradler am 16.10.2012 19:44:00

In der Stadt schmerzt es immer Parkraum vorzuhalten, er verhindert immer eine anderweitige Nutzung. Für eine überschaubare Stadt wie Ulm sollte es aber noch gut möglich sein ausreichend Platz für Autos anzubieten.

Mit der Begründung, dass die Besucher alle fit sind, müsste man auch den Parkplatz am Wonnemar, an der Uni, an allen Schwimm-, Turnhallen und Badeseen auflösen.

Das HaLo wird nicht nur von Ulmer Innenstadtbewohnern genutzt. Die Bereitstellung von Parkraum ist daher sinnvoll - die tatsächliche Nutzung des Angebots zeigt das auch. Bei regelmäßigen Besuchen sind Parkgebühren schlecht zumutbar. Aus Sicht der Straßenführung wäre es natürlich besser gewesen, wenn die Straße hinter dem Haus verlaufen würde, dann kreuzen sich Fußgängen/Radfahrer und Autofahrer weniger.

Für Besucher des Stadions macht das Vorhalten von stadtnahem Parkraum weniger Sinn, da dieser Parkraum nur in wenigen Stunden pro Woche Auslastung wird. Hier ist ein Park&Ride-Angebot mit einem Kombi-Ticket (Fahrt und Eintritt) sinnvoll.

Jimmy am 15.10.2012 13:37:09

Liebe Frau Hohberg,
das Wohngebiet Eichenhang könnte als Vorbild dienen: Parkplätze in geringer Anzahl im Randbereich, ansonsten nur Rad- und Fußwege. Auf die Situation am Stadion/SSV/HaLo übertragen wäre eine Tiefgarage am Anfang der Stadionstraße denkbar, finanziert durch Parkgebühren. Ansonsten sollte der gesamte Bereich um die Sportanlagen autofrei sein. Damit könnten Autofahrer nach wie vor mit dem PkW anfahren und die freiwerdenden Flächen könnten sinnvoll genutzt werden.

Moderation am 15.10.2012 8:20:03

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
es ist nicht immer einfach, den geringen Raum in der Stadt optimal aufzuteilen. Wie können verschiedene Nutzungsansprüche, wie zum Beispiel die hier angesprochenen Sportstätten und Parkplätze, unter einen Hut gebracht werden?
Gibt es Beispiele, wo das besser klappt?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 14.10.2012 21:28:03

Besuchsverkehr, Anreise von außerhalb, Transport von Sportgut... ich kann mir einige gute Gründe denken. Dass Sportstätten wirklich ausschließlich von Leuten genutzt werden, die körperlich gut in Schuss sind, ist für mich haltlos.

Aber es geht ja auch nicht um entweder-oder bei solchen Dingen. Du scheinst von der Situation beim HaLo genervt zu sein - völlig legitim. Aber das dann pauschal ausweiten auf wirklich alle Sportstätten?

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