Zusammenfassung

Von grünen Wellen für Radfahrer, neuen ÖPNV-Haltepunkten und Verbindungen - Zusammenfassung 11.-12.10.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

wie viele Aspekte ein Verkehrsentwicklungsplan für Ulm und Neu-Ulm berücksichtigen soll, wird anhand der Beiträge im Forum greifbar.
Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der neuen Inhalte vom 11. und 12. Oktober.


- ÖPNV:
Der Beitrag zum Neubau von Haltepunkten wurde ergänzt: Sinnvolle Haltepunkte seien auf folgenden Verbindungen denkbar:
Filstalbahn: Jungingen, Ulm-Nord;
Donautal-(Blautal-)bahn: Lindenstraße;
Neu-Ulm-Augsburg: Offenhausen und/oder Pfuhl-Süd, Burlafingen, Unterfahlheim
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Bus oder Straßenbahn - was sagen die Passagiere?
Eine ruhigere Fahrweise spräche für die S-Bahn, zudem sei darin mehr Platz. Allerdings sei sie kaum schneller und führe nicht öfter als ein Bus. Die hohe Investition für die Umstellung auf Straßenbahnen solle genau und insbesondere aufgrund der demographischen Entwicklung langfristig durchgerechnet werden.
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Für zahlreiche Pendler aus Ludwigsfeld/Pfuhl könne morgens und abends ein alternativer Verlauf der Buslinie über die alte B10 einen zeitlichen Vorteil bringen.
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Express-Buslinien können in Stoßzeiten dem ÖPNV mehr Attraktivität verleihen. Über 3-4 Punkten pro Stadt könne eine Buslinie z.B. zwischen 7-9 Uhr in sehr kurzem Takt, z.B. 5-10Min, mit nur 1-2 Stopps zu den üblichen Arbeitsgebieten fahren, z.B. Science Park, Industriegebiete usw. Die Negativargumente von unbeliebten langen Wartezeiten und überfüllten Verkehrsmittel würden ausgeräumt. Auf direkte Fahrten (Linie 4 zum Kuhberg und Linie 3 zur Wissenschaftsstadt und Wiblingen, sowie Linie 10, Donautal) wird verwiesen. Die vorgeschlagenen Direktverbindungen werden kritisch gesehen, da die Busse nicht voll würden und es zur Verunsicherung führe, wenn Personen nicht genau wissen, welche Haltestellen der Bus berücksichtigt.
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Eine neue Buslinie im 30 Minutentakt vom Westplatz über die Einsteinstraße nach Söflingen würde die Anbindung der Anwohner im Raum Einsteinstraße an die Straßenbahn verbessern.
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Der Blick für ÖPNV-Verbindungen solle auch auf die Ortschaften gelenkt werden. Dort solle es möglich sein, zwischen den Ortschaften mit dem Bus o.ä. zu fahren.
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Ein Einzelticket mit den Kosten von 2 Euro läge im Vergleich zu anderen Großstädten für Kurzstrecken im oberen Preisbereich. Ein Kurzstreckenticket habe sich in anderen Städten bewährt und solle in Ulm eingeführt werden, z.B. für 6 Stationen ohne umsteigen.
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- Strukturierung des Straßennetzes:
Die Überlegungen über die fehlende Donaubrücke im Osten wurden weiter geführt: Ein Steg für Fußgänger und Radfahrer könne auf Höhe Schweinmarkt/Jahnufer oder von der Adlerbastei zum Schwal hilfreich sein. Alternativ wird über eine Verbindung entlang der Bahnbrücke nachgedacht, die um einen Parallelsteg ergänzt, den Kobelgraben oder die neue Kommunikationshochschule mit Neu-Ulm verbinde und zugleich einen Fuß-/Radweg vom Ulmer Bahnhof zum Glacis und zum Neu-Ulmer Bahnhof schaffe. Ein Nutzer sieht die Herdbrücke als wesentliche Verbindung zwischen den Innenstädten an und fragt nach den Auswirkungen falls die Brücke renoviert würde. Die Funktion und Wichtigkeit einer Brücke wird Wichtigkeit zugesprochen und demnach wird eine kreative und große Lösung mit Bezug zu Neuen Mitte/Frauenstraße/Donaustraße und zur Marienstraße gewünscht.
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Die geradlinige Verbindung für Fuß- und Radverkehr von der Maximilianstr. zum Fußgängersteg über den Bahnhofstrog würde auf S. 15 des VEP berücksichtigt, was begrüßt wird.
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Im Wohngebiet Lettenwald sei geplant eine Durchfahrtstraße anzulegen, wodurch erhöhter Verkehrslärm aufkäme. Dieses Vorgehen entspräche nicht dem Leitbild des VEP, was die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr zum ÖPNV beabsichtige.
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- Radverkehr:
Eine Verbesserung der Radwege, die direkt an der Landstrasse verliefen, z.B. zwischen Breitenhof und Finningen, sei sinnvoll, da insbesondere nachts ein entgegenkommendes Fahrzeug mit Fernlicht Radfahrer zum Anhalten zwinge.
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Eine breite Fahrradstraße am Ehinger Tor sei hilfreich. Fußgänger und Radfahrer würden den Weg beidseitig nutzen. Als Lösungsmöglichkeit wird angebracht, eine Autofahrspur in eine Fahrradspur umzuwandeln und zudem den Fahrradweg in Richtung Stadtmitte oder Weststadt fortzusetzen. Aus Sicht eines Autofahrers sei es in der Gegend für Radfahrer unter anderem gefährlich, da die rote Ampel über die Abbiegespur Richtung B10/Dornstadt ignoriert werde. Für Radfahrer und Fußgänger sei momentan an der angesprochenen Abbiegespur keine grüne Welle vorhanden, was viele zur Fahrt über Rot verführe.
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Generell sollen mehr Radwege und Abstellmöglichkeiten mit Überdachung zum Schutz vor Regen und Rost in Ulm realisiert werden.
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- Stadtraum und Mobilität
Der ständige Stop an einigen Ampelanlagen (z.B. beim Finanzamt) für Fahradfahrer/Fußgänger sei ärgerlich, da der Autoverkehr von der grünen Welle profitiere. Dadurch würde zur Durchfahrt durch die Stadt motiviert. Es sei sinnvoller, Fußgängern und Radlern Vorrang einzuräumen und Autos durch Stop-and-Go und Stau zur Umfahrung dieser Strecken zu motivieren.
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Dank ÖPNV sei es in Ulm teilweise gut umsetzbar ohne Auto mobil zu sein. Für Familien jedoch sei es kompliziert, da Car to go nicht nutzbar sei. Confishare sei eine Alternative, die auf jeden Stadtteil ausgeweitet und durch die Stadt beworben und unterstützt werden solle. Die herausfordernde Stellplatzsuche für Carsharing-Fahrzeuge sei möglich und solle auch für andere Anbieter eingerichtet werden.
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- Verkehrsmanagement:
Es sei in manchen Fällen ein hoher Zeitaufwand aus dem Umland von Ulm/Neu-Ulm mit dem Bus rechtzeitig an die Universität zu gelangen. Alternativ böte sich das kostspieligere Auto an. Um Fahrgemeinschaften zu bilden können Social Media Verbindungen genutzt werden.
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Dauerparker in Neu-Ulm blockieren Straßenränder, was dazu führe, dass sich Radfahrer einen neuen Weg suchen müssen und es durch das Ein- und Ausladen von LKWs zu Rückstau und damit verbundenen Emissionen käme. Im Gegensatz zu den Parkflächen auf der Straße seien Parkhäuser (Beispielsweise in der Bahnhofstraße) wenig belegt, was auf den Preisunterschied von Anwohnerparkausweisen zu den Jahresgebühren im Parkaus zurückgeführt werden könne. Eine Lösung könne durch einen Angleich der Preise erzielt werden, indem für den Anwohnerparkausweis ein ökonomischer Preis verlangt wird.
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- weitere Hinweise
Der Instandhaltung von Straßen sei vor dem Neubau Vorrang einzuräumen. Zudem solle darauf geachtet werden, dass nicht zu viele Baustellen entstehen. Verkehrsprojekte sollen bezüglich ihrer Eignung besser überprüft werden.
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Verkehrsvorschriften sollen leicht verständlich sein.
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Wie ist Ihre Sicht der Dinge? Können Sie den eingebrachten Vorschlägen und Hinweisen Ihre Zustimmung geben oder sind Sie anderer Meinung? Nach einer kurzen Registrierung können Sie weitere Anregungen und Argumente in die Diskussion einbringen.  Link

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