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Stadtraum und Mobilität

Wie ist die Situation für Fußgänger?

von Moderation am 17.10.2012 | 09:21 | Kommentare: 2 |

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
viel haben wir inzwischen gehört über den ÖPNV, Rad- und KFZ-Verkehr. Wie aber sieht es für Fußgänger aus?
So wurde hier beispielsweise die Barrierefreiheit bei neuen Wohngebieten angesprochen (  Link )

oder aber auch die Schaltung von Ampeln:
 Link
 Link
 Link

Wo sehen Sie als Fußgänger Probleme?
Wo gibt es gute Lösungen für die Gestaltung von Fußgängerräumen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

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Kommentare

Gast am 21.10.2012 13:46:04

Ich denke, wir können hier den Fußgängerverkehr im Allgemeinen und die Innenstadt-Situation im Besonderen betrachten.

Es ist absolut richtig, weite Teile der Innenstadt autofrei zu halten und diese Teile stellenweise auszuweiten. In den Randbereichen müssen wir aber auch Mischverkehr akzeptieren, der für Lieferverkehr und Anwohner offen steht, die Anteile aber abwägen.

Die reinen Fußgängerzonen können wir stellenweise sicher ausweiten: die Sedelhöfe werden ja zum Glück autofrei gestaltet, und dass die Anwohner des Wengenviertels dem gegenüber aufgeschlossen sind, finde ich gut. Sollte jemals die Glöcklerstraße entlang der Blau umgebaut/neu bebaut werden können, wäre ich auch da stark dafür (könnte ein nettes kleines Nebenquartier neben der Blau werden) - ähnlich wie beim Judenhof.

Aber schon bei Dreiköniggasse, Herrenkellergasse, Rosengasse und Hafenbad wäre ich dafür, für Anwohner (nicht aber für Besucher!), insofern in Innenhöfen etc. Parkmöglichkeiten bestehen die Straßen nicht völlig dicht zu machen. Leute, die zum Einkaufen fahren, sollten hingegen die Tiefgaragen nutzen. Falls es absehbar ist, dass durch die Ausweitung der Fußgängerzone Parkplatzprobleme aufkommen, sollte die Stadt vielleicht eine weitere Tiefgarage projektieren für den Fall, dass eine Fläche sich irgendwann anbietet.

Ich könnte mir da z.B. vorstellen, dass die Gebäude entlang der Frauenstraße zwischen Schuhhausgasse und Hafengasse, vor allem ihrer einstöckigen Zwischenbauten wegen, irgendwann ersetzt werden. Dort könnte ich mir recht gut Platz genug für eine Tiefgarage vorstellen.

Beim Fußgängerverkehr im Allgemeinen (ich bin in der Stadt überwiegend zu Fuß unterwegs, danach in einigem Abstand in etwa gleichermaßen mit dem ÖPNV oder dem Wagen, da ich auf dem Land lebe) sehe ich keine wirklich kolossalen Probleme. Das Nadelöhr an der Friedrich-Ebert-Straße wird ja hoffentlich durch das Citybahnhof-Projekt mit einer großzügigen und hellen Untergrundpassage gelöst, bei einigen Großkreuzungen v.a. entlang der Olgastraße, der Neutorstraße und der Karlstraße, aber auch über die B10 auf Höhe Ehinger Tor, könnte und müsste man Ampelschaltungen überarbeiten, insofern das möglich ist.

Für die Frauenstraße könnte ich mir sehr gut an vielen Stellen eine Lösung ähnlich wie in der Neuen Straße zwischen Rathaus und Scholl-Platz vorstellen. Zugegeben, einige Autofahrer nutzen das Fehlen eines Zebrastreifens aus und ignorieren wartende Fußgänger, andererseits scheren sich manche Fußgänger und vor allem Radfahrer auch manchmal nicht um den querenden Verkehr. Aber insgesamt - und das erstaunt mich - kann ich hier schon so etwas wie eine Kooperation und ein Miteinander im Verkehr. Man sucht Augenkontakt, achtet aufeinander, regelt die Vorfahrt einfach auf persönlicher Ebene und oft kommen Autofahrer einem auch entgegen. Ich zum Beispiel mache mir einen Spaß draus, wenn ich mit dem Wagen durch die Neue Straße fahre, so vielen Fußgängern wie möglich die gefahrlose Passage zu ermöglichen.

Und wie gesagt - für die Frauenstraße könnte ich mir, ähnlich wie in ihrem Nordteil bei der Lichtburg auch im Mittelteil und im Südteil verschiedene solcher Übergänge vorstellen.

Jimmy am 21.10.2012 10:55:10

Fakt ist, dass Fußgängerräume bei völliger Abwesenheit von Pkw am besten angenommen werden.

Am Beispiel Herrenkellergasse - Platzgasse wird das sehr deutlich: die Zwitterlösung Herrenkellergasse ist mit Fußgängern deutlich geringer frequentiert als die echte Fußgängerzone Platzgasse.

Für die wirklich gute Gestaltung von Fußgängerräumen ist m.E. erste Bedingung die Abwesenheit von Autoverkehr (einschließlich Parkplätzen). Alles andere, wie z.B. Barrierefreiheit, ist dann Kosmetik.

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