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Wiki Stadtraum und Mobilität

Kurzbeschreibung

Im Wiki Stadtraum und Mobilität wurden Anregungen zu den Themen Verbesserung für Fußgänger, Barrierefreiheit, Ampelschaltungen, Parken sowie Anreize zur Verhaltensänderung gesammelt.

Beschreibung

Im Wiki Stadtraum und Mobilität wurden Anregungen zu den Themen Verbesserung für Fußgänger, Barrierefreiheit, Ampelschaltungen, Parken sowie Anreize zur Verhaltensänderung gesammelt.

Deutlich mehr Ressourcen für Radverkehr/Fußgänger, um Ziele zu erreichen

Wenn die "Handlungsempfehlung zur Radverkehrsförderung in Ulm" und die Ziele "Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs" wirklich ernsthaft verfolgt werden sollen, müssten so lange überproportional Mittel (Geld, Ampelzeiten, Straßenraum ...) bereitgestellt werden, bis das Ziel erreicht wurde. Dies wird bei den vorgestellten Modal-Split-Szenarien von einigen Teilnehmenden angezweifelt, weil „Rad Fuß konstant bei ca. 34%“ bliebe — „wobei der Fußverkehr sogar abnimmt und der Radverkehr weit von den für 2020 beschlossenen 20 % entfernt“ sei.
Es wird konstatiert, dass die Aufwendungen fast immer den KfZ-Verkehr, auch bei Mehrfachnutzung (ohne KfZ-Verkehr wären z.B. keine Ampeln notwendig) beträfen. In der öffentlichen Wahrnehmung würden die Ausgaben auch unterschiedlich gewichtet. Für den Bau von Radwegen würde wegen 100 T€ diskutiert, aber z.B. für die Tunnelsanierung der B10 werden bedenkenlos Millionen € ausgegeben.
Laut der Stadt Neu-Ulm sei diese Frage nicht leicht zu beantworten, da verkehrliche Einrichtungen (Straßen, Beschilderung, Ampeln, etc.) häufig von mehreren Verkehrsmitteln gleichzeitig genutzt werden. Daneben werden diese nicht selten aus mehreren "Töpfen" finanziert (Kommune, Landkreis, Land, Bund). Die (Finanz-) Haushaltspläne der Stadt Ulm für die einzelnen Jahre seit dem letzten VEP sind einsehbar.

Konkrete Verbesserung für Fußgänger:

Der Fußgängerverkehr im Allgemeinen und die Innenstadt-Situation sei hier im Besonderen zu betrachten.

- Weite Teile der Innenstadt sollten autofrei gehalten und stellenweise ausgeweitet werden.

- Fußgängerräume würden bei völliger Abwesenheit von Pkw am besten angenommen: so würde die Zwitterlösung Herrenkellergasse von Fußgängern deutlich geringer frequentiert als die echte Fußgängerzone Platzgasse.

In den Randbereichen sollte Mischverkehr akzeptiert werden, der für Lieferverkehr und Anwohner offen steht, die Anteile aber abwägen.

- Ausweitung reiner Fußgängerzonen, z.B. die Sedelhöfe würden autofrei gestaltet, und dass die Anwohner des Wengenviertels seien demgegenüber aufgeschlossen, Glöcklerstraße entlang der Blau

- bei Dreiköniggasse, Herrenkellergasse, Rosengasse und Hafenbad sollten für Anwohner in Innenhöfen etc. Parkmöglichkeiten bestehen bleiben. Leute, die zum Einkaufen fahren, sollten hingegen die Tiefgaragen nutzen.

- Eine Tiefgarage bei den Gebäuden entlang der Frauenstraße zwischen Schuhhausgasse und Hafengasse

- bei einigen Großkreuzungen v.a. entlang der Olgastraße, der Neutorstraße und der Karlstraße, aber auch über die B10 auf Höhe Ehinger Tor, könnte und müsste man Ampelschaltungen überarbeiten, insofern das möglich ist.

- Für die Frauenstraße wäre eine Lösung ähnlich wie in der Neuen Straße zwischen Rathaus und Scholl-Platz denkbar, mit verschiedenen Übergängen im Mittelteil und im Südteil.

Fußgänger- und Kinderwagenfreundliche Wege:

Im Bereich Neu-Ulm seien die Wege für KinderwagenlenkerInnen und Fußgänger mit vielen "Stolpersteinen" belegt
Beispiele:
- Fußgänger / KinderwagenlenkerIn müssen oft Umwege gehen, während den Autofahrer meist der direkte Weg gewährt würde. dadurch entstünden Trampelpfade und es sei mühsam, "direkt" an sein Ziel zu gelangen
- Ampeln, Straßenlagternen, Particketautomaten sind oft sehr ungünstig auf dem Gehweg plaziert, sodass ein Passieren nur mit Mühe möglich sei
- Das Gebiet Wiley sei auf Zone 30 bzw. Schrittgeschwindigkeit begrenzt. Bereits an Anfang bzw. Ende der Martin-Luther-King-Allee müsse überlegt werden, wie man weiterlaufen möchte, da zwischen Beginn der Allee und der Busspur zum Beispiel kein Fugängerüberweg ist, um zum Beispiel in die Margaret-Mitchell-Straße einzubiegen.Außerdem befände sich genau in der Mitte auf dem Fußweg auf Höhe des Betty-Friedan-Rings eine Straßenlaterne, um die herumlaufen, oder auf die Straße ausgewichen werden muss.
Vom Wiley über die Brücke zum Dietrich Theater müsse mit Kinderwagen ein Umweg genommen werden, da auf der einen Seite ein kleiner Wall ist, der nur über Treppen oder besagten Trampelpfad bzw. den längeren Fußweg zu überwinden ist. Alternativ, vom Wiley über die Brücke nach Vorfeld, müssten Fußgänger an fast jedem Straßenübergang "Umwege" laufen - um die Kurve herum, etwas die Straße runter um die Straße zu überqueren und dann alles wieder zurück.
- Was Hindernisse, wie Parkautomaten, Ampeln o.ä. betrifft, so fänden sich diese in der Nähe der Neu-Ulmer Post (Hermann-Köhl-Straße). Die Gehwege hier seien sehr sehr schmal, sodass man mit Kinderwagen eigentlich schon den kompletten Gehweg in Anspruch nimmt. Hinzu kommen die besagten Hindernisse.

Es wird daher vorgeschlagen, dem Fußgänger / dem/r KinderwagenlenkerIn seinen / ihren Weg zu erleichtern und die Verkehswege und -gestaltung in Zukunft auch im Sinne dieser nicht gerade kleinen Zielgruppe zu planen.

Positive Beispiele:

- Es gäbe viele und schöne Kinderspielplätze und einige schöne Grün-/Freizeitanlagen zwischen dem Wiley und Neu-Ulm. Außerdem sei es toll, dass man an der Donau entlang so schön spazieren gehen kann.

- die Planung der Fußwege und vielen Querverbindungen zwischen Straßen am Eselsberg seien wunderbar


Barrierefreiheit bei der Planung und Umgestaltung neuer Wohngebiete, ÖPNV-Anbindungen sowie Ampeln

Anhand des Wohngebiets Türmle wird auf den Bedarf hingewiesen, die Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs (Linie 3) ebenfalls barrierefrei zu gestalten, so dass sie für Menschen mit Behinderung erreichbar sind.

Das Überqueren einiger Hauptstrassen in der Innenstadt ist für Menschen mit Behinderung oder ältere Menschen in der festgelegten Zeit quasi unmöglich. Beispiel: Olgastrasse-Neutorstrasse. Es wird um Einsicht in die Taktzeiten der Ampelschaltungen gebeten, um das Thema mit Vertretern auch der Behindertenverbände und anderer Bürger zu diskutieren, die Erfahrungen zu bündeln und Schlüsse daraus zu ziehen.


Ampelschaltung zugunsten von Fußgängern und Radfahrern

Viele Teilnehmende bemängeln die Ampelschaltungen, die eine Überquerung in der gegebenen Zeit insbesondere für Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern auch schwermachen. Dies trifft insbesondere dort zu, wo die Straße in mehreren Etappen (Verkehrsinseln) überwunden werden muss.

Zur Verbesserung vorgeschlagen werden:

- mehr Ampeln, die von Fußgängern gesteuert werden können. Das führt einfach dazu, dass man bei wenig Verkehr und endloser Rotphase nicht bei rot die Straße überquert. So könnte bei vielen Ampeln auf Nebenstrecken auf Handbedienung oder alternativ auf eine Lösung mit Induktionsspulen zurückgerüstet werden.

- eine komplette Grünphase für alle „mehrteiligen“ Fußgängerampeln, dass Fußgänger mindestens ohne zwischendrin anhalten zu müssen durchgängig die andere Straßenseite erreichen können.

- An jeder Kreuzung Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer in jeder Richtung, so dass auch Diagonalquerungen möglich sind.

- Anpassen der "grünen Welle" für Pkw-Verkehr auf 30 km/h.

Konkrete negative Beispiele:

- die vielgenutzte Fußgängerampel Ecke Hafengasse-Frauenstraße. Wurde kürzlich auf Dauergrün für den Straßen-Verkehr umgestellt. Nur noch auf Anforderung schaltet die Ampel - nach langer Wartezeit - für 6 sec auf Fußgängergrün. Oft steht schon eine ganze Fußgängertraube an der Ampel und wartet, bis jemand bemerkt, dass ohne Drücken nie Grün wird. Wie passt dies zum "Leitbild Förderung des Fußgängerverkehrs"?

- Haltestelle Theater (auch auf der Seite des Theaters): hier warten die Passanten kurz an der Neutorstraße bis zum ersten Grün für Fußgänger, um die Straßenmitte zu erreichen. Dort warten sie etwas länger aufs zweite Grün, um die Ecke Neutor-/Olgastraße auf der Seite der Bundesbank zu erreichen. Anschließend warten sie noch einmal, um das Grün für Fußgänger zu erhalten, das zur Straßenbahnhaltestelle führt. Da viele Leute aufgrund dessen von der Straßenmittenwartestelle direkt zur Straßenbahnhaltestelle quer rüberrennen, wenn die Straßenbahn in Sicht ist, bewirkt erhöhtes Gefahrenpotential.
Auch die Straßenbahn müsse hier mitunter mindestens 3 komplette Phasen warten, die die Autos in die verschiedenen Richtungen fahren durften, bis sie in die Haltestelle einfahren könne.
Eine Besserung für diese Haltestelle wird erwartet, wenn die Haltestelle (im Zuge der Bauarbeiten der Linie 2) vorverlegt wird und dann zwischen Theater und Bärengärtle liegt. Dennoch würden hier mit Olgastraße und Neutorstraße weiterhin zwei Hauptachsen im Straßenverkehr zusammentreffen.
Lösungsvorschlag: Die Ampelschaltung vom Theater auf die andere Straßenseite sollte die ganze Strecke grün werden. Das gehe jedoch nur, wenn bei der Rechtsabbiegerspur ein Gelbes Warnsignal für die Fußgänger installiert werde. Obwohl eine extra Rechtsabbiegerspur fehle, sollte der Rückstau nicht zu groß werden.

- Olgastraße: mittags hätten Fußgänger entlang der Olgastrasse in Ost-West-Richtung immer eine „rote Welle“, was die Wegzeit deutlich verlängere.

- Blaubeurer Straße Höhe Kaufland-Ikea oder am Willy-Brandt-Platz: Fußgänger und Radfahrer müssen bis zu dreimal auf eine grüne Ampel warten müssen, weil keine durchgängigen Phasen zur Überquerung der kompletten Kreuzung geboten werden.

- Ampel beim Finanzamt: hier müssen Fahrradfahrer/Fußgänger an der Ampelanlagen mehrfach stoppen, während der Auto- und Schwerlastverkehr aber sauber mit der grünen Welle durchfahren könne, was zur Durchfahrt durch die Stadt ein Einsparung der Autobahnmaut zusätzlich motiviere.

Konkrete positive Beispiele:

Als Fußgänger/Radfahrerfreundlich werden genannt:
- Ampel an der Kreuzung Friedrichsaustr/Kammerkrummenstr. in NU. Die ist für Fußgänger immer grün. Bei Bedarf (Induktionsschleife in großem Abstand) bekommen KfZ Grün, bei Einhaltung des Tempoli mits sogar ohne Anzuhalten.

- Fußgängerampel zwischen Maritim und Arbeitsamt. Druckknopfampel die nur wenige Sekunden nach der Anforderung auf Fußgängergrün schaltet.

Information der Städte Ulm und Neu-Ulm dazu:
„Die Leitidee bei der Fortschreibung des VEP U/NU ist, Voraussetzungen zu schaffen, dass alle Verkehrsteilnehmer/innen und damit alle Verkehrsmittel grundsätzlich gleichberechtigt am Verkehrsgeschehen teilnehmen können. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die zur Verfügung stehenden Verkehrsräume und die -zeiten z.B. der Ampelschaltungen begrenzt sind. Hier gilt es, einen möglichst verträglichen Ausgleich für alle zu erreichen. U.a. deshalb sieht der VEP sog. Vorbehaltsnetze für den Radverkehr, für den ÖPNV und für den Kfz-Verkehr vor, auf denen die jeweilige Verkehrsart gegenüber den anderen bevorrechtigt werden soll. Besonders anspruchsvoll ist es dort, wo sich diese Netze überlagern. Auch hier gilt es, möglichst verträgliche Lösungen zu entwickeln, die auch akzeptiert werden. Das erfolgt in einer der nächsten vertieften Planungsstufen. Eine durchgängige Querung für Fußgänger wird an vielen Knoten zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit für den MIV führen. Ein Ergebnis dieser Diskussion könnte eine Festlegung im VEP sein, für Neuplanungen immer durchgängige Fußgängerquerungen zu schaffen.“


Mehr Alleen

Es wird angeregt, an den Straßen - Haupt- wie Nebenstraßen - mehr Bäume zu pflanzen, um ihnen ein natürlicheres Aussehen zu geben, das Klima zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen. Vorgeschlagen werden hier die Karlstraße in NU, die Neue Straße zwischen Ehinger Tor und Steinerne Brücke (die ÖPNV- und Fahrradtrassen könnten hier wie ab der Steinernen Brücke auf der Nordseite verlaufen (also direkt am Xinedome entlang), der MIV aber auf der Südseite, und eine Baumreihe in der Mitte MIV vom Umweltverband trennt). Auch in der Frauenstraße könnten, wenn man den Platz findet, neue Bäume Platz finden und die Straßen deutlich aufwerten.


Verkehrskonzept für Einsteinstraße-Magirusareal-Blautalcente r:

In ein paar Jahren würde laut eines Nutzers auf dem ehemaligen Gelände von Magirus Brandschutz in der Weststadt ja ein neues Quartier entstehen. Es wäre hilfreich, wenn die Fußgänger- und Radfahrerverbindung von Söflingen und der Weststadt aus über die Einsteinstraße und das neue Quartier neben dem Stadtregal hin zum Blautalcenter und zum (schönen) Weg entlang der Blau gestärkt wird.

Das würde auch beinhalten, die Einsteinstraße klug zurückzubauen: die Straße sei breit, unattraktiv und völlig zugeparkt. Sie biete sich indes für eine Allee an, und mittel- oder langfristig für eine Straßenbahnlinie, die vom Westplatz aus über die Einsteinstraße und die Lupferbrücke auf den Eselsberg und/oder nach Blaustein führen könnte.

Da mit dem Magirusareal und (hoffentlich auch) mit dem Marktkauf große Flächen neu überplant würden, könnte dort auch eine gute Lösung für die absolut berechtigten Parkansprüche geschaffen werden - gleichzeitig würde aber für Arbeiter und Angestellte (z.B. in den großen Bürobauten), Anwohner (Magirusareal, Stadtregal, angrenzende Straßen Söflingens) und Blautalcenter-Besucher eine sehr attraktive Möglichkeit geschaffen, mit dem Rad oder dem ÖPNV schnell und sicher in die Innenstadt zu kommen und umgekehrt, wovon auch das Blautalcenter profitiere, wenn sein schön gelegener, aber etwas versteckter Hintereingang an der Blau intensiver genutzt würde.
Es wird daher angeregt, dass die Stadt die Bautätigkeit am Magirusareal zum Anlass nimmt, ein kluges Verkehrskonzept zur Grundbedingung zu machen.

Söflinger Klosterhof autofrei:

Der Söflinger Klosterhof sei ein Ortszentrum mit hoher Aufenthalts- und Nutzungsqualität
- er liegt zentral in einem Ortsteil mit in den letzten Jahren stark gewachsenen Einwohnerzahl,
- er hat eine historische, sehr schöne Bebauung,
- hier sind öffentliche Einrichtungen (Musikschule), Gastgewerbe (Lokale und Biergärten), z.T. Einzelhandel, sowie Wohnhäuser
- es gibt Spielplätze, Sporteinrichtungen und die Möglichkeit zu kulturellen Veranstaltungen,
- es findet wöchentlich ein Markt statt,
- die Blau fließt hindurch und es gibt alten Baumbestand.
Leider würde der Klosterhof in großen Teilen als Parkplatz "missbraucht". Es wird angeregt, den Platz für Autos komplett zu sperren, um die Attraktivität zu steigern.



Parken

Organisation bei verschiedenen Nutzungsansprüchen:

Anhand des Beispiels Hans-Lorenser-Sportcenter (HaLo) wird ausgeführt, dass hier Sportstätten zugunsten von Parkraum reduziert wurden. So wurde vor dem HaLo vor einigen Jahren die Hälfte der Fahrradabstellplätze und ein Basketball-Kleinspielfeld für zusätzlichen Parkraum geopfert. Daran entzündet sich eine Diskussion darüber, inwiefern so viel Parkraum insbesondere an Sportstätten nötig sei bzw. inwiefern dieser Raum besser genutzt werden könne.
Als gutes Beispiel wird das Wohngebiet Eichenhang angeführt: „Parkplätze in geringer Anzahl im Randbereich, ansonsten nur Rad- und Fußwege. Auf die Situation am Stadion/SSV/HaLo übertragen wäre eine Tiefgarage am Anfang der Stadionstraße denkbar, finanziert durch Parkgebühren“.

Andere finden, dass eine überschaubare Stadt wie Ulm noch ausreichend Platz für Autos anzubieten habe. So würden Sportstätten auch nicht nur von Anwohnern genutzt. Die Bereitstellung von Parkraum sei daher sinnvoll - die tatsächliche Nutzung des Angebots zeigt das auch. Bei regelmäßigen Besuchen wären Parkgebühren schlecht zumutbar.
Aus Sicht der Straßenführung hätte die Straße besser hinter dem Haus verlaufen sollen, um sich nicht mit Fußgängen/Radfahrern zu kreuzen.
Für Besucher des Stadions mache das Vorhalten von stadtnahem Parkraum weniger Sinn, da dieser Parkraum nur in wenigen Stunden pro Woche ausgelastet würde. Hier sei ein Park&Ride-Angebot mit einem Kombi-Ticket (Fahrt und Eintritt) sinnvoll.

Einführung der "Brötchentaste" in Ulm:

Der Vorschlag, in Ulm die sog. "Brötchen-Taste" einzuführen, die in Neu-Ulm an einem Parkscheinautomat eine 20-minütige gebührenfreie Parkzeit für Kurz-Parker ermöglicht, wird von anderen Nutzern kritisch betrachtet, da diese das zusätzliche Autofahren fördert, welches ansonsten vermieden würde.
Die neue Regelung in Neu-Ulm (von 30 auf 20 Minuten kostenfreies Parken) habe dazu geführt, dass die Leute in die Parkscheiben-Zonen ausweichen wo man längere Zeit kostenlos bleiben dürfe.

Gehweg-Parken:

Besonders kritisch betrachtet wird das sogenannte "Gehweg-Parken". Dieses solle nach Meinung mehrerer Teilnehmender verboten und durch geeignete Maßnahmen unterbunden werden, da es

- Fußgängern öffentlichen Raum wegnähme,
- Kinder gefährde, da unübersichtliche Situationen erzeugt würden,
- Personen mit z.B. Kinderwägen zwinge, auf Straßen auszuweichen,
- Personen mit Krücken, Rollatoren oder Rollstühlen würde durch parkende KFZ der Zugang zu abgesengten Bordsteinen verwehrt
- den Autoverkehr beschleunige, weil mehr Platz auf der Straße sei.
- Radfahrer gefährde, z.B. in Kreuzungsbereichen

Konkrete Beispiele:

- Im Bereich Kreuzung Zeitblomstraße/Karl-Schefold-Straße - eigentlich nach Umbau vor einiger Zeit ganz gut gelungen, etwas frei wirkend: Radfahrer auf der Zeitblomstraße hätten durch die parkenden Fahrzeuge, ab und zu sogar größere Transporter, eine deutlich eingeschränkte Sicht).

- östlichen Teil der Frauenstraße: hier wurde vor einigen Jahren ein sehr schöner und bestimmt auch teurer Gehweg angelegt. Leider wurden auf diesem Gehweg kurze Zeit später Parkplätze markiert. Nun sei alles wieder mit Pkw zugestellt und die gewonnene Qualität dahin.

- Konkrete Anfrage zur Bockgasse: Könnte wenn ein Verbot des Gehwegparkens kurzfristig nicht machbar sei, die 2,50 m Gehwegbreite durch einen weißen Strich auf dem Gehweg markiert werden? Der Strich war schon vorhanden, wurde aber seit Jahren nicht mehr nachgezogen und ist nun nicht mehr sichtbar. Die Parkplätze haben sich in letzter Zeit immer mehr auf den Gehsteig verlagert. Das sei unpraktisch für Fußgänger.

Absolutes Halteverbot mit Kontrollen durchsetzen:

Es wird als sinnvoll erachtet, ein absolutes Halteverbot nur dort auszuschildern, wo dieses wirklich notwendig ist - es dann aber auch durchzusetzen. Zur Anhilfe wird die Einrichtung einer Website vorgeschlagen, wo man zeitnah solche Beobachtungen melden könnte.

An folgenden Stellen würde nie kontrolliert:

- oberer Teil des Sauerbruchweges, hier parken Autos oft über Nacht, trotz absolutem Halteverbot (hier ginge es beim Halteverbot darum, dass im Notfall eine Feuerwehr in die Rettungsgasse einbiegen kann)

- unterer Teil der Virchowstraße/Ecke Heilmeyersteige), hier parken Autos jeden Samstag und Sonntag Vormittag.

- Zufahrt zum Schulzentrum Kuhberg über Köllestraße (Feuerwehrzufahrt, enge, steile Straße, so gut wie immer von ca. 20 Pkw im absoluten Halteverbot zugeparkt).


Anreize zur Verhaltensänderung

Mehrere Teilnehmende haben sich Gedanken darüber gemacht, inwiefern Anreize geschaffen werden könnten, damit die Menschen selbst ihr Verkehrsverhalten zugunsten der Nachhaltigkeit verändern:

Einsatz spielerischer Anreize:

In Anlehnung an den Öko-Zähler in car2go-Wagen wird vorgeschlagen, eine sogenannte „Gamification“ in die innerstädtische Fortbewegung einzubringen. Es handelt sich hierbei um spielerische Elemente, die nicht nur, aber vor allem bei der jüngeren Generation mittels Punkte, Ranglisten, Aufgaben und Belohnungen zu nachhaltigem Verkehrsverhalten motiviert. Beispielsweise könnte jeder interessierte Bürger über ein Internetkonto zum Beispiel seine individuelle Ökobilanz einsehen, gefüttert aus Daten der DingCard, des car2go-Kontos, eines Schrittzählers, eines Fahrradcomputers. Mit entsprechenden Belohnungen (etwa eine kostenlose Monatskarte bei XX Ökokilometern) und Social Network-Einbindung (Abzeichen in Facebook-Konten). Hierbei sollte jedoch der Datenschutz beachtet werden. Zudem sollten sich die Anbieter selbst mit Ideen einbringen. Im Gegensatz zu einem Verkehrsleitsystem wird bei dieser Idee wenig technischer Aufwand vermutet.

Zur Umsetzung dieses Vorschlags müssten die Wege mit den verschiedenen Verkehrsmitteln elektronisch erfasst werden. Das könne unterschiedlich granular getan. Ein Tool für die grobe Erfassung wäre einfacher zu programmieren und mit Daten zu versehen.
Eine detaillierte Möglichkeit bestehe darin, ein individuelles Nutzerkonto zu führen, welches auf einem verkehrsmittelübergreifenden Datenbestand aufsetzt. Im Projekt RUDY 2005 wurde ein Schritt in diese Richtung gemacht, indem das Fahrplanauskunftssystem in Echtzeit mit dem Dispositionssystem der Taxi-Zentrale Neu-Um verbunden wurde und sich dadurch die Alternativen ÖPNV und Taxi ansehen, bzw. Teilwege mit dem Taxi dazubuchen ließen, wenn z. B. kein Bus mehr fuhr. Leider sei es von den Akteuren im ÖV, Taxi und auch der Politik nicht weiter verfolgt.


Ausbau und Verbesserung des CarSharings:

Ohne Auto Mobil sein, sei in Ulm teilweise schon gut umsetzbar, dank des ÖPNV und CarSharing. Dies könnte durch folgende Vorschläge noch verbessert werden:

- besseres Angebot für Familien: manche Anbieter hätten zu wenig Leihautos (mit Kindersitzen), so dass Familien mit den Kindern erst mit dem ÖPNV dort hinfahren müssten. Es wäre wünschenswert, dass die Stadt Ulm diese Art des Carsharing mehr bewirbt und stärker unterstützt, damit das Angebot noch besser und somit attraktiver gemacht werden könne. Manche Anbieter lieferten nur 2-Sitzer, die für mehr als 2 Personen nicht nutzbar seien.

- mehr Stellplätze: während Car2Go Vielzahl von Stellplätzen im Stadtgebiet eingerichtet hätte, mangele es anderen Anbietern wie Confishare daran.

- besseres Angebot für Fahrgemeinschaften (z. B. auch regelmäßige Einkaufsfahrten für Ältere): Die Fahrten könnten auch an bestimmten Haltestellen vorbei geführt werden, damit andere Interessierte zusteigen können. Sogenannte "Sammelfahrten" können auch an den ÖPNV-Haltestellen über die dortigen Displays angezeigt werden. Allerdings müssten diese Displays dann auch an allen ÖPNV-Haltestellen des DING-Verkehrs vorhanden sein und per App ein Zugang auf I-Phones geschaffen werden, in dem man die Fahrt anmelden kann und Fahrten einsehen kann. Eine Car-Sharing Sammelfahrt sollte vor der Fahrt und auch noch vom Auto aus aktuell über Internet oder I-Phone oder Display im Fahrzeug angemeldet werden können.

- Verbesserung vom Transport schwerer Lasten oder sperriger Gegenstände

- Mehr Smartphone-Unterstützung für alle Anbieter



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