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Strukturierung des Straßennetzes

Lettenwald

von Nina Leinmüller am 12.10.2012 | 10:18 | Kommentare: 3 |

In Böfingen sind die Wohngebiete durch Sackgassen erschlossen, das hat unter anderem den Vorteil, dass es kaum Verkehrslärm gibt. Nun gibt es im neuen, großen Wohngebiet Lettenwald Überlegungen, mit diesem Muster zu brechen, und eine Durchfahrtstraße zum Kreisel anzulegen.
Ziel sollte es doch sein, das Auto als Verkehrsmittel nicht immer noch attraktiver zu machen, auf Kosten des Anwohnerinnen und Anwohner, sondern den ÖPNV als Verkehrsmittel der Wahl auszubauen.

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Kommentare

Moderation am 12.10.2012 13:48:32

Hallo,
vielen Dank für den Beitrag und für die Kommentare.
Wie sollte Ihrer Meinung nach der Verkehrsentwicklungsplan auf diese Situation eingehen?
Beste Grüße
Dorothée Manière (Moderation)

Gast am 12.10.2012 13:19:31

Mit einer kategorischen Ablehnung allen Straßenbaus kommen wir aber nicht weit, dann bringen Diskussionsplattformen wie diese herzlich wenig. Ich behaupte nicht pauschal, dass diese Straße kommen muss, aber die Gründe dafür und dagegen sollten fair gegeneinander abgewogen werden.

Für mich ist der Lückenschluss an dieser Stelle ein sinnvoller, unter anderem mit dieser Verlängerung im Hinterkopf ist der Kreisverkehr (mitsamt Brücke und Verlängerung zur Tangente) auch angelegt worden. Zumal das mögliche Vorhaben alles Interessenten an einem Bauplatz im Lettenwald, wie ich selber weiß, bekannt war - man wusste, was eventuell kommen würde. Eine solche Straße würde wohl vor allem den Verkehr zwischen dem Bevölkerungszentrum Böfingens und der B10, den Gewerbegebieten im Junginger Süden und Norden, und der Uni beziehungsweise dem Oberen Eselsberg erleichtern.

Das ist heute schon möglich, aber recht umständlich über die Steige, die Eberhard-Finckh-Straße und dann die B19 wieder zurück zum Kreisel, wohlgemerkt durch besiedeltes und bereits stark befahrenes Gebiet. Kürzere Strecken sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kraftstoff und Lärm- und Abgasemissionen; jenseits des Wohngebietes Lettenwald (Teilstück der Straße wären hier kaum 300m) würde diese Straße zudem über freie Felder laufen und nicht durch die ja ebenfalls besiedelte Böfinger Steige, man würde also Transitverkehr aus dem Ort aufs unbesiedelte Land rausholen.

Man müsste also abwägen: eine neue Verbindungsstraße, die planerisch (Baumbewuchs, höhere Gebäude zur Lärmabschirmung) bereits dafür ausgelegt ist würde zweifellos das neue Wohngebiet auf einer kurzen Strecke be-, andere aber entlasten. Zumal ja nicht gesagt ist, dass ÖPNV, Fußgänger und Radfahrer nicht davon profitieren würden: ebenso, wie ich mir hier eine Buslinie Böfingen-Jungingen-Lehr-Uni vorstellen könnte, könnten Radfahrer und Fußgänger vom geringeren Verkehrsaufkommen auf der Steige nach Süden profitieren.

Wie gesagt: ich kämpfe hier nicht für die Straße, aber wohl kämpfe ich dafür, dass wir ausgewogen diskutieren.

Werner Korn am 12.10.2012 12:03:53

Die Idee, ein neues Wohngebiet wie den Lettenwald mit einer Durchgangsstraße zu kreuzen, ist nicht mit dem Leitbild des Verkehrsentwicklungsplans vereinbar. Ich zitiere: Stufenweise Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und Verlagerung von Verkehr auf den Öffentlichen Personennahverkehr, den Fußgängerverkehr und Radverkehr (Stärkung des Umweltverbundes)!
Je mehr Straßen gebaut und durchlässig gemacht werden, desto mehr Autoverkehr entsteht. Das Phänomen heißt "induzierter Verkehr".

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