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Öffentlicher Personennahverkehr

Stellungnahme des Vorstands des Jugendparlaments Ulm

von Jugendparlament Ulm am 20.10.2012 | 21:07 | Kommentare: 2 |

Der Vorstand des Jugendparlaments Ulm begrüßt das Bestreben der Stadt Ulm, in Zukunft den Nahverkehr weiter zu stärken und auszubauen. Insbesondere die Anbindungen an die Schulzentren der Region sind wichtig, da Schüler ganz besonders auf den Öffentlichen Nahverkehr angebunden sind. Die Fokussierung auf den Ausbau der Straßenbahnlinien erachten wir als sehr richtig, da die Straßenbahn ein viel umweltfreundlicheres und effizienteres Verkehrsmittel ist als der klassische Stadtbus.
Im Stadtgebiet Ulm ist der Ausbau der Buslinien bereits weit fortgeschritten, was das JuPa begrüßt. Doch im Raum Neu-Ulm, in den weiter außerhalb liegenden Stadtteilen sowie in der Region sehen wir Verbesserungsmöglichkeiten. Im Mai dieses Jahres haben wir im Zuge unserer Aktion „The Wall“ diesbezüglich auch von der Ulmer Jugend viel Resonanz bekommen. Hier wurden viele konkrete Verbesserungsvorschläge gemacht, die wir an dieser Stelle nochmals (in Teilen) aufführen möchten:
Ein Ausbau der Busverbindungen wurde für folgende Orte gefordert: Herrlingen Birk-Ebene, Lehr, Mähringen, Weidach, Illerzell. Dies zeigt für uns ganz eindeutig, dass gerade im Umland noch einiges getan werden sollte, um den Jugendlichen, die wirklich auf den ÖPNV Angewiesenen, eine merkliche Verbesserung zu bieten. Die Idee einer S-Bahn-Linie finden wir gut, dennoch glauben wir nicht, dass damit alle Probleme gelöst würden.
Des Weiteren wurde gewünscht, das Angebot der Nachtbusse sowohl räumlich als auch zeitlich auszuweiten. Nachtbuslinien nach Erbach und Dietenheim wurden beispielsweise gefordert, sowie der Einsatz der Nachtbusse am Donnerstag, da viele junge Menschen auch schon am Donnerstagabend gerne ausgehen und dies sonst schwer möglich ist.
Ein weiterer Verbesserungsvorschlag, der uns auf die Meinungswand geschrieben wurde, war, dass zu Stoßzeiten mehr E-Busse eingesetzt werden. Auch diese Forderung halten wir für richtig. Leider wurde in Ulm der Fehler begangen, alle Schulen an einen Ort zu bauen, weshalb wir heute starke Probleme zu Stoßzeiten haben. Überfüllte Busse machen allen Schülern zu schaffen, doch besonders die jüngeren leiden darunter, da sie oft aus den Bussen gedrängt werden oder gar nicht erst hereinkommen. Dies hat sich zum Glück stark verbessert, seitdem die SWU Personal einsetzt, um das Ein- und Aussteigen am Morgen besser zu koordinieren. Dennoch denken wir, dass ein noch stärkerer Einsatz von E-Bussen die Situation weiter verbessern könnte. Außerdem sollte eine noch stärkere Staffelung der Unterrichtsanfangszeiten in Erwägung gezogen werden.
Das Jugendparlament hofft, dass der Ausbau des Nahverkehrs nicht nur in Angriff genommen wird, sondern auch zügig vorangebracht wird. Die Entwicklung unserer Gesellschaft weg von der Auto-Gesellschaft hin zur ÖPNV-, Fußgänger- und Fahrradgesellschaft ist wichtig und sollte mit allem nötigen Druck geschehen. Auch die Erwägung, den Nahverkehr völlig kostenlos zu machen, halten wir für nicht indiskutabel.

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Kommentare

Jimmy am 22.10.2012 7:24:07

@JoBe:
Das Jugendparlament hat doch formuliert:
"Die Entwicklung unserer Gesellschaft weg von der Auto-Gesellschaft hin zur ÖPNV-, Fußgänger- und Fahrradgesellschaft ist wichtig und sollte mit allem nötigen Druck geschehen."
Eine der Voraussetzungen hierfür ist ein hinreichendes ÖPNV-Angebot und dazu gehören auch die angesprochenen Nachtbusse und ein für Benutzer weitgehend kostenloses ÖPNV-Netz. Hierbei handelt es sich nicht um das Privatvergnügen einzelner sondern um Voraussetzungen für eine funktionierende, moderne Stadtgesellschaft.

JoBe am 21.10.2012 20:55:23

Was die Forderungen zu einer ordentlichen Bewältigung des Weges zur Schule, Ausbildung, Studium betrifft, sind Ihre Vorstellungen sicher berechtigt. Ihre Forderungen zum verstärkten Einsatz von Nachtbussen, insbesondere ab Donnerstag, halte ich für etwas daneben - es sei denn - dass man sich gleichzeitig für das Selberzahlen stark macht.
Generell halte ich es für höchst unsozial, dass man die der Vergnügung des Einzelnen dienenden Fahrten der Nachtbusse am Wochenende dem Steuerzahler aufbrummt.

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