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Öffentlicher Personennahverkehr

Strassenbahn Olgastrasse / Lebensgefährlicher Zustand für Schüler

von Frau Schmid am 20.10.2012 | 18:21 | Kommentare: 1 |

Seit diesem Jahr ist mein Kind "stehender Passagier" der unmenschlich und kriminell, wie ich finde, überfüllten Busse aus Richtung Illerkirchberg, und der überquellenden Strassenbahn und der daraus resultierenden lebensgefährlichen Strassensituation in Richtung Justizgebäude Olgastrasse Ulm. Es wird eingequetscht und in verbrauchter Luft im Bus und in der Bahn gestanden, die Kinder springen wie Lemminge aus den Fahrzeugen, überqueren rennend die Strassen, ohne nur die Chance zu haben, zur Ampel zu kommen. Sie springen schon wie blind am Ehinger Tor zwischen den fahrenden Bussen und Bahnen hindurch, in Massen und unkontrolliert in Eile. Ich kann diesen Zustand nicht weiterhin verantworten und dulden, - auch andere Eltern sind entsetzt und haben Angst um das Leben ihrer Kinder. Die Autofahrer morgens bremsen verdutzt, wenn die Kinder über die Olgastrasse springen, über die Absperrungen, zwischen den fahrenden Autos ! - Und weil die Masse so mächtig ist, macht es jedes Kind im Zuge des Drucks von hinten notgedrungen mit. Mein Kind erzählte mir, es wäre am Freitag fast von einem Autofahrer überfahren worden... - ausserdem hatte es am Montag aufgrund der quetschenden Masse, des Stehens und der schlechten Luft einen Kreislaufzusammenbruch mit Schulausfall für 3 Tage.
Meine Anregung: 1. Mindestens 2 Busse und Bahnen hintereinander, 2. Engere Fahrzeiten in diesen Stosszeiten, 3. ! Verkehrslotsen für die Kinder, 4. ebenso Ausgang Olgastrasse Gymnasien Schülerlotsen/Verkehrslotsen, 5. umstrukturierte und gesichterte Gehwege direkt an den Ausgängen der Busse und Bahnen mit jeweils einer Ampel, einem Strassen-Übergang zusätzlich.
Diese Situation ist lebensgefährlich für die Kinder!
- Bei einem Bus/Bahnunfall mit diesen überfüllten Fahrzeugen - unvorstellbar, wenn all diese stehenden und eingequetschten Kinder zu Schaden kommen würden! Sie Sicherheit im Bus und Bahnverkehr ist nicht gegeben, im Gegenteil, ich sehe dort eine fahrlässige Gefährdung. - Wie lange soll da gespart und zugeschaut werden? Problemlösungen bitte.

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Kommentare

Jimmy am 21.10.2012 9:49:54

Liebe Frau Schmid,
ich war selbst in den 70ern und 80ern als Schüler dort per Straßenbahn fast täglich unterwegs. Volle Straßenbahnen und Busse gab es auch damals. Was niemals vorkam, waren die von Ihnen beschriebenen, chaotischen und lebensgefährlichen Zustände. Es hat also viel besser funktioniert als heute bei mindestens gleicher Anzahl von Schülern, fragt sich woran das lag.

Zur Taktfrequenz des ÖPNV damals kann ich keine genauen Angaben machen, ich kann mich jedoch erinnern, dass in den Stoßzeiten immer mehrere Straßenbahnen nacheinander kamen, ungefähr im 3-Minuten-Rhythmus. Vermutlich ist das heute ähnlich.

Die Verkehrssituation in der Innenstadt insbes. der Olgastraße war jedoch völlig anders. Heute ist die Olgastraße eine extrem befahrene, vierspurige Stadtautobahn. Damals konnte relativ gefahrlos an der Haltestelle gequert werden, denn die Verkehrsdichte war gering. Es war sogar ohne weiteres möglich, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren (als ca. 10-jähriger benutzte ich dazu Olgastraße, Bahnhofstraße und Wagnerstraße - heute undenkbar!).

Die Lösung des beschriebenen Problems liegt m.E. im Rückbau der Stadtautobahnen und dem Zurückdrängen des Pkw-Verkehrs zugunsten des ÖPNV.

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