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Radverkehr

Ehinger Tor

von Radi am 11.10.2012 | 15:51 | Kommentare: 10 |

am Ehinger Tor gibt es einen schnellen Radweg in die Stadt, der von Radfahren und von Fußgängern in beide Richtungen genutzt wird (bekannt geworden durch Sprayer :)). Für die Autofahrer stehen 4 Spuren stadteinwärts und 4 stadtauswärts zur Verfügung. An der Stelle wäre eine breite Fahrradstraße sehr hilfreich!

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Kommentare

Radi am 25.10.2012 12:42:04

...vielen Dank für die Hintergrundinfo, das Problem des Radverkehrs bleibt also unberücksichtigt. Eine wirklich Fahrad freundliche Stadt ist allerdings nur mit Einschnitten für den MIV zu realisieren. Fahrradfahrer als ernstzunehmende, ökologisch agierende und gesundheitsbewusste Verkehrsteilnehmer hatten und haben es in Ulm also weiter schwer. Vielleicht würde eine Steuer für Radler ja dazu führen, dass sich mehr als nur die wenigen, die als Fahrradnutzer am Forum teilnehmen für ihre Rechte stark machen.

Moderation am 23.10.2012 16:44:19

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
zu dem Bereich Ehinger Tor hat uns die Stadt Ulm folgende Hintergrundinformationen gesendet:
"Die hoch frequentierte Neue Straße im Bereich Ehinger-Tor ist eine wichtige Verkehrsader für den motorisierten Individualverkehr (Pkw, Lkw, Zweiräder) in Ulm. Der Knoten Ehinger-Tor erreicht in diesem Bereich gerade zu Stoßzeiten seine Leistungsgrenzen. Die Reduzierung einer Spur würde den Verkehrsfluss stark dezimieren und einen Rückstau auf innerstädtische Straßen bedeuten, auch der Nahverkehr könnte dadurch betroffen sein. Dieses Beispiel zeigt die Herausforderung eines Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) und dass eine gesamtheitliche Betrachtung notwendig ist. Die im VEP beschriebenen Vorbehaltsnetze sollen künftig aufzeigen, wo und wie stark Verkehrsträger bevorrechtigt oder beschleunigt werden sollen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 20.10.2012 12:33:44

CG3: könnte schwierig werden mit der Tiefgarage, da im Untergrund ist jetzt eine Turnhalle drin... falls wir dieselbe Fläche meinen. Die Idee, das Ehinger Tor noch weiter zum Pendler-Umsteige-Punkt auszubauen finde ich aber generell prima!

Klang vielleicht so, als ob ich am Ehinger Tor den status quo wahren will - will ich aber gar nicht, im Gegenteil, und ich stimme meisten hier vollkommen zu. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die neuerlichen Bauarbeiten (UZ, Y) und anstehenden Bauarbeiten (Ehinger Tor selber mit Wendeschleife, Schillerrampe, Schillerstraße) uns auch eine große Lösung erlauben könnten.

Wie gesagt, dieser flache Vorbau des Universum-Centers könnte der Schlüssel sein, die Probleme zu beheben. Ohne ihn hätten wir mehr Möglichkeiten, mehr Platz, eventuell einen weiteren Ort für eine Parkgarage, und könnten einige Restflächen auch noch attraktiver innenstädtisch bebauen.

Parallel dazu könnte man sich auch überlegen, die Neue Straße an dieser Stelle (geb"s gerne zu, elend breite Betonwüste...) bis fast zur B10 etwas abzusenken und, wieder mein Vorschlag, gleichzeitig einzuhausen. Dann könnte man für Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV eine durchgehende Zone vom neuen Hochhaus am Südende über eine leicht ansteigende, begrünte Einhausung ( 2m?), die ungefähr die Osthälfte der Neuen Straße auf Höhe des Ehinger Tores abdecken würde, hin zu einer Art neuen Platz auf Ebene 1. Wer es superurban mag, könnte das sogar bis zur neuen Bebauung auf der Schillerrampe verlängern über eine große Grünbrücke, die die Schillerstraße an dieser Stelle überspannen könnte. MIV wäre dann auf den Ebenen -1 und 0, Radfahrer und Fußgänger auf 1.

Aber: auch so etwas wäre ein Projekt, wie es sich selbst eine große Stadt nur einmal alle paar Jahrzehnte leisten kann und will, sowohl finanziell wie auch vom Aufwand her. Und in Ulm stehen uns so einige dieser Projekte bevor... insofern wird das wohl nur ein pipe dream bleiben. Der Vorbau des Universum Centers darf aber trotzdem weg :-)

CG3 am 20.10.2012 11:46:14

Vielleicht sollte man den ganzen Bismarckplatz umgestalten und dabei wäre ein P R Platz mit (mit ÖPNV-Ticket kostenloser?) Tiefgarage auf der Grünfläche vor dem Scholl-Gymnasium eine Möglichkeit. Dann wären weniger Spuren für den MIV nötig (in beide Richtungen). Und keiner müsste als Radfahrer die lästigen Fussgänger ertragen, die (auch völlig zu Recht) im Tageslicht das Universumcenter passieren wollen, nicht unterirdisch oder mit 2 Rampen über wackeligen Waschbeton. Im Prinzip ist das Ehinger Tor perfekt als "West-Pendler-Umsteigepunkt" geeignet. Vielleicht mit einem zusätzlichen Steig Richtung Nord. Abgesehen davon: Nadelöhre für den MIV führen eher zum Umsteigen auf den ÖPNV als Vorfahrt und grüne Welle für den Autoverkehr! Wenn man mehr ÖPNV will, sollte man eben diesem mehr Raum geben, auf Kosten des MIV.

jutta am 19.10.2012 16:05:51

Das Ehinger Tor und die Bahnunterführung sind für viele Kuhbergler, Weststädter und Söflinger das Nadelöhr zur Innenstadt. Deshalb wäre es wünschensert, wenn dieser Bereich für Fußgänger und Radler attraktiver gestaltet werden könnte.
Die bereits von CG3 beschriebene Ampelschaltung mit garantiert "roter Welle" für Fußgänger und Radler ist nochmals zu prüfen. Vielleicht besteht die Möglichkeit zumindest an der Rechtsabbiegerspur Richtung Norden die Ampel durch einen Zebrastreifen zu ersetzten.
Entlang des Universum-Centers habe ich für jeden Fußgänger Verständnis, der nicht durch die Passage laufen möchte und statt dessen den Radweg nutzt. Doch leider ist der Weg momentan viel zu schmal, insbesondere bei Gegenverkehr.
Für die Rampe bis zur Bahnunterführung würde ich mir wünschen, dass dieser Bereich im Rahmen der Neugestaltung des südwestlichen Bahnareals mit eingebunden und aufgewertet wird. Es wäre toll wenn die Stützmauer entfallen und hierdurch die stark frequentierte Bahnunterführung optisch verkürzt werden könnte.
Passiert man als Radler das Ehinger Tor auf der anderen Straßenseite, also im Bereich der Bushaltestellen, so muss man sich irgendwie zwischen linksparkenden Taxis und rechtsparkenden Bussen hindurchzuwursteln. Fährt man weiter Richtung Ampelanlage an der Schillerstraße sind paradoxerweise gerade die Bereiche, auf denen man Kurven fährt, mit besonders glattem Stein abgesetzt. Bei Raureif oder Schnee hat der Radler hier keine Chance.
Grundsätzlich würde es mir schon reichen, wenn auch nur auf einer Straßenseite ein richtig attraktiver Radweg und Fußweg (getrennt) vorhanden wäre und die Schneise, die durch B 10 und Bahntrasse entsteht, etwas abmildert.

Bürger am 15.10.2012 22:20:33

@Radi: Die 8 Spuren sind die Summe der von Radi genannten "4 Spuren stadteinwärts und 4 stadtauswärts". Und die halbe Fahrradspur bedeutet, dass die Spur schmäler ist als eine MIV-Spur ;-)

Aber Spaß beiseite: An der Engstelle vor dem Universum-Center stehen auf ca. 100 m Länge sogar 5 MIV-Spuren zur Verfügung. Eine Umwidmung einer dieser Spuren zugunsten der Fußgänger könnte doch möglich sein, oder? Halte ich jedenfalls für realistischer als die Passage umkrempeln...

Klee am 11.10.2012 23:07:20

Naja, opfern heißt eben opfern ;-).

Das mit den 8 Spuren MIV ist ja auch etwas gewagt zusammengefasst - ich nehme an, du hast da die 3 Spuren der Zinglerstraße dazugeschlagen? Und wo ist eigentlich die andere Hälfte der Fußgänger/Radspur? ;-)

Ich bin ja ganz bei dir, aber das Ehinger Tor ist halt nun einmal ein neuralgischer Punkt, bei dem (auch auswärtigen!) Autofahrern Platz eingeräumt werden muss.

Wenn ich etwas opfern würde, dann wäre es dieser hässliche flache Vorbau des Universumcenters. Das Experiment ist ja tatsächlich gescheitert, diese halbe Untergrundpassage wird halt nicht angenommen. Wenn man diese ziemlich große Fläche neu überplant, gerne auch mit mehr Grün, dann könnte da eine schöne Trasse für Fußgänger und Radfahrer rausspringen, ohne dass ÖPNV und MIV eingeschränkt werden.

Aber das ist ja hier nicht das Thema...

Bürger am 11.10.2012 21:59:46

@ Klee: Was meinst Du mit "opfern"? Es ist doch hier genau andersrum: Der MIV hat sich 8 Spuren unter den Nagel gerissen. Der ÖPNV hat 4, und Rad und Fuß haben zusammen gerade noch eine halbe Spur abbekommen (und "opfern" damit seit Jahrzehnten ihren selber dringend benötigten Platz dem MIV ...). Das Experiment, den Fußgängerverkehr durch das Universumcenter schleusen zu wollen, ist ja wohl gescheitert.
Es ist hier an der Zeit, sich vom Credo der autogerechten Stadt zu verabschieden und auch dem Fuß- und Radverkehr einen fairen Anteil am Verkehrsraum einzuräumen.

CG3 am 11.10.2012 21:53:44

Hier wird man als Radfahrer/Fussgänger dazu verführt die Ampeln bei rot zu überfahren/laufen, da eine grüne Welle nur dem Autoverkehr vorbehalten ist. Sobald man die vorderste Ampel grün wird, wird die mittlere rot. Sobald diese grün ist, schaltet die letzte auf rot. Das nervt massivst! und viele "schalten" sich so ihre Welle eigenmächtig grün...gefährlich, aber nachvollziehbar.

Klee am 11.10.2012 16:18:42

Also eine der Fahrspuren für eine Fahrradspur opfern? Abhängig von der Verkehrsentwicklung wäre das sicher eine Idee, aber die müsste auch entsprechend fortgesetzt werden in Richtung Stadtmitte oder Weststadt... und da könnte es haarig werden.

Nebenbei: In der Gegend fahre ich nicht oft mit dem Wagen, aber innerhalb der letzten beiden Jahre habe ich vier Mal (!) fast einen Radfahrer abgeräumt. Grund: Allesamt haben die Radfahrer ihre rote Ampel über die Abbiegespur Richtung B10/Dornstadt ignoriert... ist die neuerdings nur optional?

Wer hat eine Idee, wie man diese Gefahrenstelle entschärfen kann? Mittlerweile rolle ich nur noch in Schrittgeschwindigkeit über die Abbiegespur...

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