⇐ Zurück

Öffentlicher Personennahverkehr

ÖPNV - Straßenbahnlinie Ulm - Pfuhl - Ludwigsfeld

von NUWOG am 24.10.2012 | 16:43 | Kommentare: 1 |

Den Ausbau des ÖPNV-Netzes halten wir für eine bedeutende Säule im fortgeschriebenen VEP und für eine zukunftstaugliche Verkehrsinfrastruktur für Ulm/Neu-Ulm. Zum einen um dem motorisierten Individualverkehr entgegenzuwirken und damit auch die Umweltbelastung zu verringern. Zum anderen um möglichst vielen Menschen durch die ÖPNV-Anbindung Mobilität anzubieten. Mobilität ist für die Menschen in Ulm/Neu-Ulm ein wesentliches Bedürfnis im alltäglichen Leben und bietet Mehrwert. Dadurch gewinnen auch die entsprechenden Stadtteile, die an das ÖPNV-Netz angeschlossen sind an Attraktivität, was zu einer nachhaltigen Lageentwicklung beiträgt.
Für die Option B des Entwicklungsszenarios, der Straßenbahnlinie von Ulm nach Pfuhl und Ludwigsfeld möchten wir darauf hinweisen, die Streckenführung wohlbedacht durch bestehende Stadtquartiere zu führen, so dass keine gewachsenen Strukturen oder bestehende, gut funktionierende Quartiere gestört werden (Beispiel Quartier Vorfeld). Auch sind die Standorte für die Haltestellen nach diesen Kriterien auszuwählen.

Ergänzend möchten wir für die Straßenbahnlinie anregen, hinsichtlich der Trassenführung auch über die Anbindung des Areals Elefantensiedlung/ehemaliges Mutschler-Center nachzudenken bzw. diese ggf. über den Ausbau der Buslinie an die Straßenbahn anzubinden.

Jasmin Kemmler (NUWOG)

Um den Beitrag zu kommentieren, müssen Sie sich kurz anmelden oder einloggen.

 

Kommentare

Klee am 24.10.2012 17:23:55

Ich finde es schön, dass die NUWOG (deren wichtige Arbeit ich sehr schätze, auch wenn die Stadtpolitik dem Bedarf nach sozialem Wohnungsbau in der Region nicht unbedingt gerecht wird...) sich mit diesem Beitrag zu Wort meldet, und ich kann mich der Forderung unbedingt anschließen.

Für meine Begriffe würde eine Streckenführung der Linie 2 durch das Wiley-Nord, in dem die NUWOG, soweit ich weiß, ab 2015 etwa 75 Wohnungen realisieren wird (und wohl noch mehr privat entstehen wird), viel Sinn ergeben - zumindest mehr Sinn als der umständliche Abstecher via Escheugraben und Rühmann-Straße, der momentan auf Finanzierbarkeit abgeklopft wird. Dort könnte mit modernen Bauten viel günstiger Wohnraum geschaffen werden, der mit kluger Gestaltung und guter ÖPNV-Anbindung so etwas wie ein Zukunftsquartier Neu-Ulms werden und soziale Probleme entschärfen könnte.

Das Vorfeld weiter im Osten (~Bradleystraße) scheint mir mit dem 5er verhältnismäßig gut erschlossen zu sein, doch der Umweg der Strab 2 über den Escheugraben wirkt auf mich wie ein fauler Kompromiss - nahe der Memminger Straße mag man einige Pendler ins westliche Gewerbegebiet anzusprechen, doch viele Stadtbewohner proftieren von diesem fahrtzeitverlängernden Schlenker nicht.

Stattdessen würde eine Linienführung, die die Memminger Straße auf Höhe der FOS/BOS verlässt, durch den Escheugraben oder die Riedstraße führt, und dann klug in ein sowieso völlig neu zu planendes Wiley-Nord integriert wird, wesentlich mehr Menschen erreichen - so meine Laieneinschätzung. Die Straßenbahn könnte ohne weiteres über die Wileybrücke die Hochschule erreichen und weiter durch das Wiley-Süd nach Ludwigsfeld, wo ebenfalls so viele Menschen wie möglich abgedeckt werden sollten.

Als Nebeneffekt wäre eine weitere, allerdings städtebaulich und verkehrstechnisch verträglichere Nord-Süd-Trasse geschaffen, die vor allem dem ÖPNV dienen würde und die unfreiwillige Stadtautobahn Memminger Straße von Pendlerbewegungen entlasten könnte. Für mich ist dies einer weiteren Massierung des Verkehrs entlang der anwohnerschwachen und chronisch überlasteten Memminger Straße, gerade im Kreuzungsbereich mit der B10, unbedingt vorzuziehen.

Ähnliches gilt für Offenhausen und Pfuhl - bestens zu erreichen und in der Lage, sehr viele Neu-Ulmer anzusprechen. Gerade hier, wo man trotz der Nähe nicht über einen echten Stadtbus verfügt, sondern auf Überland- und Regionalbusse angewiesen ist (auch eine psychologische Sache), würde eine Straßenbahn den ÖPNV um einen Schlag bereichern und die Lebensqualität der Menschen wesentlich erhöhen. Zumal die topographischen Bedingungen besser kaum sein könnten.

Insofern kann ich Frau Kemmler nur zustimmen, Nahverkehrspolitik ist auch Gesellschafts-, Bevölkerungs- und Zukunftspolitik.

FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 589 Livediskussion Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 155
Öffentlicher Personennahverkehr: 197
Verkehrsmanagement: 145
Radverkehr: 136
Weitere Hinweise: 123
Stadtraum und Mobilität: 83
Strukturierung des Straßennetzes: 60
FREUNDE EINLADEN
FREUNDE EINLADEN!