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Strukturierung des Straßennetzes

Fehlende Donaubrücke im Osten zwingt Verkehr zum Zentrum

von Donaubrücke im Osten von UL/NU am 09.10.2012 | 17:53 | Kommentare: 10 |

Ein Blick auf die Karte im Flyer des VEP-Forum zeigt für alle Vorbehaltsnetze die Gestalt einer Niere/Banane mit einer großen Eindellung im Osten von Ulm/Neu-Ulm. Grund ist eine fehlende Donau-Brücke im Osten. Dieser Mangel hat zur Folge, dass unabhängig von der Verkehrsart der Verkehr mit Quelle und/oderZiel im Osten zunächst gezwungen wird, die Zentren von UL/NU unnötigerweise zu belasten.
Dabei würde eine zusätzliche Donaubrücke etwa auf Höhe der Kreuzung Böfinger Steige/Böfinger Straße/Talfinger Uferstraße nicht nur die Zentren von UL und NU vom MIV entlasten, sondern würde auch vom ÖPNV genutzt werden können (Stichwort: Straßenbahn NU-Pfuhl). Zumal eine angedachte Pfuhl-Straßenbahnlinie ohne diese Brückenverbindung noch unrentabler und damit unwahrscheinlicher sein wird als jene nach Ludwigsfeld, da auf der Pfuhlstrecke auch noch solch markante ÖPNV-highlights fehlen wie z.B. die Hochschule NU, die rotiopharm-Arena etc.
Eine zusätzliche Donau-Brücke im Osten von UL/NU wäre also ein Gewinn für alle Verkehrsteilnehmer.

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Kommentare

Klee am 24.10.2012 17:38:22

Besten Dank an die Städte für diese weiteren Informationen. Als Laie würde ich weiterhin eine Südtangente und eine Osttangente als Ergänzung zur Nordtangente und Westtangente spannend finden (in dieser globalen Betrachtung würden sich dann auch eventuell einige Zahlen verschieben), aber ich gehe davon, dass die Städte hier haben richtig rechnen lassen. Womöglich wird das ja ein Thema zum nächsten VEP...

Moderation am 23.10.2012 17:26:49

Zum Thema Querspange B 10/B 28/B 30 gibt es aus Ulm und Neu-Ulm noch die folgende Zusatzinformation:
"Die Stadt Neu-Ulm hat in einem intensiven Abstimmungs- und Abwägungsverfahren (Ausbau B 10/Europastr. vs. Neubau Querspange B 10/B 28/B 30) im Jahre 2003 dem Bund als Baulasträger empfohlen, die bestehende B 10/Europastraße leistungsgerecht zu ertüchtigen und da wo erforderlich, mit Lärmschutzwänden auszustatten. Der Bund ist dieser Empfehlung gefolgt, indem er die B 10-Ausbauplanung in den sog. "vordringlichen Bedarf" (höchste Priorität) des Bundesverkehrswegeplanes eingestuft hat. im Gegenzug wurde die Querspange B 10/B 28/B 30 seinerzeit dem sog. "weiteren Bedarf" zugeordnet. Allerdings mit der Maßgabe, dass die hierzu erforderliche Trasse als Daseinsvorsorge frei gehalten werde. Das ist bis heute in allen entsprechenden Plänen so erfolgt. Zum mittelfristig angelegten B 10-Ausbauplan gehören der inzwischen fertig gestellte Kreisverkehrsplatz am Knotenpunkt B 10/Wiblinger Str., die realisierte Untertunnelung der Memminger Str., der im Bau befindliche Kreisverkehrsplatz inkl. Untertunnelung am Knotenpunkt B 10/Reuttier Str. sowie der künftige 4streifige Ausbau der B 10/Europastraße zwischen Breitenhof und der Anschlussstelle der A7 bei Nersingen.
Aus den dargelegten Gründen wurden die Überlegungen hinsichtlich einer möglichen Querspange B 10/B 28/B 30 im Rahmen der derzeitigen Fortschreibung des VEP U/NU nicht weiter verfolgt."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 17:06:51

Liebe Teilnehmende,
zum Thema Donaubrücke haben wir von den Städten Ulm und Neu-Ulm folgende Hintergrundinformationen erhalten:
"Wir haben die Wirkung einer "Donaubrücke im Osten" mit Hilfe des Verkehrsmodells Ulm/Neu-Ulm geprüft und dabei festgestellt, dass sich nur ein kleiner Teil des Kfz-Verkehrs von der Gänstorbrücke dorthin verlagern würde. Noch weniger von der Herdbrücke und am wenigsten von der Adenauerbrücke. Erkenntnis daraus lautet, dass ein Großteil der hier verkehrenden Kfz-Verkehre in die erweiterten Zentren von Ulm und Neu-Ulm möchte. Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass Kfz-Verkehre diese neue Brücke nutzen würden, die bisher weiter östlich fahren. Der prognostizierten geringen Nutzung stehen ein hoher Finanzierungsaufwand und Eingriffe in die Naherholungsbereiche gegenüber. Aus diesen Gründen wurden die Überlegungen hinsichtlich einer zusätzlichen östlichen Donaubrücke für den Kfz-Verkehr nicht weiter verfolgt.
Auch für eine mögliche Straßenbahn nach Puhl/Burlafingen erscheint die Lösung einer zusätzlichen Donaubrücke wenig sinnvoll, da auch hier die potenziellen Fahrgäste überwiegend eine Direktführung zu den Zentren von Neu-Ulm und Ulm wünschen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 22.10.2012 12:26:09

Eben habe ich mir noch einmal kurz die Unterlagen des Entwicklungsszenarios angeschaut (  Link ), und da wird auf der letzten Seite die vierte Donaubrücke, die wir hier diskutiert haben, ausdrücklich nicht empfohlen, ebenso wenig wie die Querspange B10/B30.

Wieso?

Erik am 17.10.2012 20:38:12

@ Klee: Eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zw. Ulm Hbf und NU Glacis gibt es auf der Eisenbahnbrücke. Innerstädtisch sind die Verbindungen in dieser Hinsicht wahrscheinlich absolut ausreichend.

Ich glaube zwar nicht an den Ausbau einer geschlossenen Ulm/Neu-Ulmer Tangente, aber reizvoll ist der Gedanke schon. Und zwar als Verbindung zwischen der Einmündung der Böfinger Steige am Ostende der Friedrichsau und der Kammer-Krummen-Straße zwischen Offenhausen und Pfuhl.

Für die Straßenbahn nach Pfuhl sehe ich hier keinen Gewinn: diese muss über die Neu-Ulmer Innenstadt geführt werden und damit über die Herdbrücke. Hier würde sich in der Tat die Frage stellen, ob die alte Brücke all diesen Anforderungen überhaupt gerecht werden kann. Da eine Neu-Ulmer StraBa in ferner Zukunft liegt, bleibt genug Zeit, dies mit einem möglichen Herdbrücken-Neubau zu koordinieren-oder eben nicht.

Cortauri am 17.10.2012 13:42:51

Am sinnvollsten sehe ich einen Äußeren Ring für Ulm und Neu-Ulm. Dieser besteht ja schon teilweise (Berlinger Ring, etc.)

Ideal wäre es, wenn am Kreisverkehr vor Böfingen (B10 aus Seligweiler), die Ringstraße an Böfingen vorbei Richtung Talfingen über die Donau bis zur B10 gebaut wird, am besten natürlich 4-spurig.

Autoradler am 16.10.2012 0:59:35

Die Donau stellt als natürliche Barriere für den Verkehr eine Herausforderung dar.

Die Adenauer-Brücke leistet hier sehr gute Dienste - sollte diese aber einmal gesperrt oder verstopft sein, so gibt es kaum Alternativen und in ganz Ulm/Neu-Ulm ist mit Verkehrschaos zu rechnen.

Die Gänstorbrücke ist in der Leistungsfähigkeit durch die LSA im Zu- und Abfluss begrenzt. Ein Brückenbau ist recht teuer, vielleicht sollte man zunächst die Knotenpunkte beiderseits der Gänstorbrücke baulich verbessern und die LSA-Phasen optimieren.

Klee am 11.10.2012 17:29:13

Eine Verbindung zwischen Ulm und Neu-Ulm kann ja nur über die Donau erfolgen, und da sehe ich uns mit Adenauer-Brücke, Herdbrücke und Gänstorbrücke eigentlich überhaupt nicht so schlecht aufgestellt. Anlässlich der Frage habe ich mir überlegt, ob noch ein weiterer Steg für Fußgänger und Radfahrer hilfreich wäre, etwa auf Höhe Schweinmarkt/Jahnufer oder von der Adlerbastei zum Schwal - aber das würde ich in unserer städtischen Donaulandschaft eher als störend empfinden.

Allenfalls eine Verbindung entlang der Bahnbrücke könnte ich mir gut vorstellen, mit einem benachbarten Parallelsteg, der Kobelgraben oder die neue Kommunikationshochschule mit Neu-Ulm verbindet und damit einen Fuß-/Radweg vom Ulmer Bahnhof zum Glacis und zum Neu-Ulmer Bahnhof schafft. Das ist teuer, aber eine Überlegung wert, wenn eh schon eine Brücke in der Landschaft rumsteht.

Zentral ist für mich, wie man die Herdbrücke als DIE Verbindung zwischen den Innenstädten neu aufbauen will, wenn sie unweigerlich mal, und zwar eher früher als später, aus Altersgründen ersetzt werden muss. Damit wird die Zukunftsfähigkeit der zwischenstädtischen Verbindungen stehen und fallen, denn potentiell haben wir hier starken MIV, Busse, ein bis zwei Straßenbahnlinien, Fußgänger, Radfahrer,... in hoher Frequenz, und alle müssen befriedigend geregelt werden.

Angesichts der herausragenden Funktion und auch der Wichtigkeit im Stadtbild würde ich mir da eine kreative und große Lösung wünschen, die auch auf Neue Mitte/Frauenstraße/Donaustraße und die Marienstraße ausstrahlt. Vielleicht auch eine, die die Donauwege integriert? Da sind dann aber vor allem Architekten, Ingenieure und Stadtplaner gefordert, ich selber bin mit meinem Latein am Ende.

Moderation am 11.10.2012 9:36:39

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
ich möchte diese Diskussion um eine neue Donaubrücke aufgreifen, um zu fragen, inwiefern es weitere Anregungen dazu gibt, wie die Verbindungen zwischen Ulm und Neu-Ulm möglicherweise in Zukunft noch verbessert werden können?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 09.10.2012 23:26:29

Ich glaube nicht, dass für die Pfuhler eine Straßenbahnführung über eine Donaubrücke und dann die Donauhalle und weiter nach Ulm sonderlich interessant wäre. Die Pfuhler als Neu-Ulmer brauchen in erster Linie eine gute Anbindung an die Neu-Ulmer Innenstadt, und mit der der Augsburger Straße und der Leipheimer Straße oder Hauptstraße hat man bereits eine perfekte Linienführung für diesen Zweck vor der Haustür.

Unbedingt unterschreiben würde ich aber, dass eine weitere Donaubrücke irgendwo entlang der Talfinger Uferstraße realisiert werden sollte, wenn man einen Beitrag dazu leisten will, die Innenstädte vom Automobilverkehr zu entlasten. Optimal wäre es, wenn man den Gedanken der Stadtumfahrung, wie sie die West- und Nordtangente bis Böfingen verwirklichen, damit verknüpfen könnte - also noch einen Baustein mit einer Osttangente hätte, die wohl über die Böfinger Steige laufen müsste, im weiteren Verlauf dann aber die B10 und letztlich die A7 erreichen würde. Ich denke, dass damit viel Durchgangsverkehr aus den Innenstädten abgeleitet werden könnte.

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