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Verkehrsmanagement

Schön und gut... aber...

von Gerhard am 09.10.2012 | 14:25 | Kommentare: 2 |

Ich habe mich sehr gefreut, heute einen Flyer dieser Planungsorganisation in die Finger zu bekommen. Hierzu erstmal Glückwunsch zu der Entscheidung, auch die Außenwelt in die Planung mit ein zu beziehen.

Ich habe selber einige Zeit in Ulm/Neu-Ulm gewohnt und hatte wirklich nie den Eindruck, dass Verbesserungspotential im Bezug auf die innerstädtische Mobilität bestünde. Ich bin morgends als auch nachts mit den öffentlichen Verkehrsmitteln immer gut "gefahren". Natürlich könnten die Taktzeiten kürzer sein, aber ich bin enspannt vorangekommen.
Nun wohne ich allerdings knapp 20km außerhalb von Ulm und arbeite aber immer noch am Eselsberg. Jetzt habe ich leider KEINE Möglichkeit mehr, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Der erste Bus fährt erst um 7:30Uhr an der Haltestelle los und ich wäre nach knapp 4 Umstiegen um 10:14 in Ulm. (HBF) Für mich untragbar. Deshalb musste leider ein Fahrzeug angeschafft werden.
An sich auch kein Problem, aber die Parksituation am oberen Eselsberg ist eine Katastrophe. Scheinbar sind die Parkplätze für die Studenten und Angestellten nun Kostenpflichtig und einige weichen auf (unsere) Betriebsparkplätze und Seitenstreifen aus, was es fast unmöglich macht nach 7Uhr noch einen freien(kostenlosen) Parkplatz zu bekommen. Einige Kollegen weichen schon auf die kostenpflichtigen Parkplätze der Universität/Klinik aus.
Ich sehe es ja ein, dass die Strategie, die Leute langsam in die öffentlichen Verkehrsmittel zu drängen langfristig ein Umdenken schaffen wird, und auch muss.
Aber die Leute, die aktuell noch mit Privatfahrzeugen fahren, haben sicher einen Grund dafür. Denn aus reiner Bequemlichkeit fahren nur sehr wenige mit dem priv. Fahrzeug zur Arbeit.
Letztlich möchte ich nur anregen, dass es genug Leute gibt, die keine andere Möglichkeit haben, als mit privaten Autos zu fahren und denen sollte auch die Möglichkeit geschaffen werden, parken zu können. Nun ist am Eselsberg ein ganzer Haufen an Parkplätzen durch die Privatisierung der Uni/Klinik-Parkplätze weggefallen. Evtl. könnte ein Teil der Gelder, die für die Verkehrsentwicklung bereitgestellt werden z.b. in einen öffentlichen Parkplatz fließen. Denn aktuell ist (für mich) der "Standort Ulm" nicht der attraktive Arbeitsplatz, den ich mir auch für die Zukunft wünsche.
In diesem Sinne,
Gerhard

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Kommentare

stk am 09.10.2012 18:02:51

Die Parkraumbewirtschaftung im Umfeld der Uni durch die TSU ist ein gutes Stichwort: Sprechen sich Stadt und Land/Uni eigentlich im Rahmen dieser Planung ab?

Maike am 09.10.2012 16:00:15

Aus Amsterdam kenn ich die Variante, dass an den Stadtgrenzen Parkhäuser angelegt werden und die Fahrer mit dem ÖPNV in die Innenstadt weiterreisen können.

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