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Verkehrsmanagement

Fernverkehr A8-A7 nicht durch Ulm

von Autoradler am 16.10.2012 | 01:06 | Kommentare: 10 |

Für den Fernverkehr ist es attraktiv die Ecke A8-A7 (oder umgekehrt) durch Ulm abzukürzen. Viele werden auch vom Navi bestimmt schon durch Ulm geleitet.

Möglicherweise könnte man bei angespannter Verkehrslage mit dynamischen Verkehrshinweisen auf der A8 und A7 (z.B. "Stau in Ulm: schneller über die A7") den überregionalen Verkehr auf den Autobahnen halten und den Stadtverkehr dadurch entlasten (die Einnahmen durch die Blitzanlagen ist bei Stau ohnehin Null ;-).

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Kommentare

Moderation am 23.10.2012 16:53:53

Liebe Teilnehmende,
zu diesem Thema haben uns die Städte Ulm und Neu-Ulm diese Information gegeben:
"Das Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr durch Ulm besteht bereits seit vielen Jahren, leider gestaltet sich die Kontrolle des Durchgangsverkehrs sehr schwierig. Nur durch einen hohen Personaleinsatz der Polizei oder technisch, mit sehr hohen finanziellen Aufwand, kann das Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr durchgesetzt werden. Eine dynamische Verkehrsbeeinflussung auf den Autobahnen 7 und 8 muss mit dem Regierungspräsidium Tübingen und der Autobahndirektion Bayern abgestimmt werden. Wir werden Ihren Vorschlag, sowie weitere Lösungen, den Verkehr bereits vor den Stadtgrenzen abzufangen und umzuleiten in den VEP aufnehmen und nachgehen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 20.10.2012 12:38:25

Jimmy: das ist wohl wahr, ja, ein durchgehender Tangentenring würde z.B: Böfingen, Thalfingen (Verlängerung Osttangente), Ludwigsfeld und Wiley-Süd (B30 zu B10) zu sehr belasten. Schade.

CG3 am 20.10.2012 11:59:10

Man könnte sich aber mal am Finanzamt treffen, und reihenweise schwere LKW anzeigen, die eigentlich die Abkürzung durch Ulm gar nicht fahren dürften! Sollten sie zu recht einen Auftag in Ulm/NU haben, könnten sie gegen eine Anzeige ja Einspruch erheben.

Jimmy am 20.10.2012 9:04:46

@Klee:
Ich finde Dein Anliegen, den Durchgangsverkehr durch die Innenstadt zu vermeiden, berechtigt. Der Vorschlag, eben diesen Verkehr in den Ulmer Westen und damit in Wohngebiete zu verlagern, will mir jedoch nicht so recht einleuchten. Mit den angeführten baulichen Veränderungen könnte sicher ein akteptabler Zustand geschaffen werden, sogar viel besser als der momentane Zustand. Aber wie ja schon mehrfach betont, wären die Kosten so exorbitant hoch, dass man sie gar nicht nennen will...

Dasselbe haben wir bei der von Cortauri angesprochenen Umfahrung im Ulmer Osten. Auch diese würde Wohngebiete stark belasten, es sei denn, man baut Tunnel, Einhausungen oder was auch immer - jedenfalls unbezahlbar.

Man sieht, dass die Idee des Tangentenrings, also eine Stadt quasi von außen durch schnelle, ringförmige Verbindungen erreichbar zu machen, einfach nicht funktioniert. In den Randbereichen liegen nun mal hauptsächlich Wohngebiete und diese werden von solchen Tangenten viel zu stark belastet.

Was mit Sicherheit schneller, kostengünstiger und einfacher zu realisieren wäre, ist

a) eine Einhausung bestehender Stadtautobahnen
b) eine Umgestaltung bestehender Tangenten zu reinen Anwohner- und ÖPNV-Straßen mit entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung und Lkw-Verbot.

Mit a) könnte der "notwendige Verkehr verträglich abgewickelt werden" wie es ja so schön heißt und mit b) wäre die Erreichbarkeit der Wohngebiete gewährleistet.

Klee am 19.10.2012 19:11:39

Wie wir in der Livediskussion diskutiert haben, fände ich es prinzipiell schon interessant, dem Durchgangsverkehr B10/B311 bzw. B10/B30, über die Nordtangente und Westtangente aus der Stadt herauszuholen. Aber die Finanzierbarkeit...

Für meine Begriffe hätte so ein Ausbau, der die Stadt nicht be-, sondern entlastet, fünf Aspekte:
* bestehende Nordtangente und Westtangente fit machen (Lärmschutz für Kliniken und Science Park, geschickte Kreuzungs-/Abzweigungslösungen, vierstreifiger Ausbau)
* Ausbau und Einhausung der Westtangente südlich der Einstein-Allee, wo sie zwischen Eselsberg (weißer Eselsberg) und Blaustein (Pfaffenhau, Ehrenstein) verläuft, um Lärm und Abgase aus dem Wohngebiet rauszuhalten und zusätzlich einen weiteren Grünstreifen zu schaffen
* vierstreifiger Ausbau der Brücke am Fuße des Eselsbergs zwischen Berliner Ring und Kurt-Schumacher-Ring
* Tunnel zwischen Brücke und Donautal (knapp 2,8 km...), der Kurt-Schumacher-Ring würde nur noch für den Anliegerverkehr/Ansässigenverkehr zum Kuhberg dienen
* neuer Verkehrsknotenpunkt B311/Wiblinger Allee, letzere würde im ausgebauten Zustand) den Verkehr vom Tunnel weiter zur B30 bringen

Für meine Begriffe wäre das eine gute Möglichkeit, den Durchgangsverkehr von der B10 bzw. A8 nach Westen und Süden, also ins Hohenzollerische und zum Bodensee, der bisher direkt durch Ulm gerollt ist, verhältnismäßig berührungsfrei und rasch durchzuleiten. Aber: Kernstück wäre ein fast 3km langer Tunnel - und so etwas ist pervers teuer. Eine Einhausung des Berliner Rings ist nicht völlig unrealistisch, ein neuer Verkehrsknoten B311/Wiblinger Allee (eh schon teils hoffnungslos überlastet!) wäre auch vorstellbar, ebenso ein vierstreifiger Ausbau der Tangente bis zur Einstein-Allee - aber der Tunnel, autsch.

Jimmy am 19.10.2012 18:49:03

Zitat TanteJu:
Was eventuell etwas Entlastung bringen könnte wäre ein Ausbau der Nord-/Westtangente (Berliner Ring - Kurt-Schumacher-Ring - Wiblinger Allee), um dem Durchgangsverkehr von der A8 Richtung B28, B311 und B30 eine Alternative zu bieten.

... und damit noch mehr Verkehr durch die Wohngebiete Eselsberg/Kuhberg/Lindenhöhe zu leiten. So ein Unsinn!

Cortauri am 17.10.2012 13:11:34

Ich denke langfristig würde eine autobahnähnliche Umgebung im östlichen Bereich von Ulm nur eine Entlastung bringen. Das wird aber nie kommen! Leider!

TanteJu am 17.10.2012 11:33:39

Solange es die beiden Tunnel zwischen Hindenburgring und Adenauerbrücke und damit die Abkürzung B10/B28 von der A8 zur A7 gibt wird diese auch genutzt.

Um eine wirkliche Entlastung des Stadtverkehrs zu erreichen und den Fernverkehr A8/A7 langfristig aus Ulm draußen zu halten müsste man diese beiden Tunnel dicht machen.

Das kann aber nicht wirklich gewünscht sein, denn dadurch würden wir Ulmer uns ja auch selber "ins Knie schießen".

Was eventuell etwas Entlastung bringen könnte wäre ein Ausbau der Nord-/Westtangente (Berliner Ring - Kurt-Schumacher-Ring - Wiblinger Allee), um dem Durchgangsverkehr von der A8 Richtung B28, B311 und B30 eine Alternative zu bieten.

Moderation am 16.10.2012 13:42:14

Hallo Autoradler und Klee, liebe Teilnehmenden,
ich möchte diese Anregungen aufnehmen und nachfragen, ob es noch weitere Vorschläge gibt, inwiefern der Fernverkehr langfristig stärker aus Ulm und Neu-Ulm herausgehalten werden könnten?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 16.10.2012 9:17:36

Finde ich eine prima Idee. Momentan laufen die Arbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A8 in unserer Nähe ja schon, da ließe sich das technisch sicher im Zuge der Maßnahmen zumindest auf der A8 umsetzen.

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