⇐ Zurück

Verkehrsmanagement

TSU am ob. Eselsberg

von KuRe am 10.10.2012 | 09:28 | Kommentare: 4 |

Hallo zusammen,
ich komme aus Brandenburg und bin hier Student an der Uni Ulm. Zum Thema TSU muss ich leider sagen, dass es (wie ich finde) eine ziemliche Sauerei ist, in der vorlesungsfreien Zeit schnell die Uni-Parkplätze zu privatisieren und "uns" Studenten am Semesteranfang auf einmal zur Kasse zu bitten. Es ist traurig, dass Leute, die öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen können, und deshalb auf den teuren Individualverkehr angewiesen sind, nun auch noch zusätzlich mit den Parkgebühren belastet werden :(
An der Situation selber hat sich ja nichts geändert. Dadurch sind nicht mehr Parkplätze frei geworden. Einziger Unterschied, die TSU verdient daran.
Die Behauptung der TSU, Fremdparker würden die Universitätsparkanlagen nutzen kann ich nicht nachvollziehen. Die auf dem oberen Eselsberg ansässigen Unternehmen stellen Ihren Mitarbeitern kostenlose Parkplätze in ausrechendem Umfang und in unmittelbarer Nähe bereit. Die vereinzelten Besucher und Gäste fallen sicher nicht stark ins Gewicht und sind meiner Meinung nach duldbar. Kein Daimler/Takata o.ä. Mitarbeiter käme auf die Idee weit entfernte Parkbereiche auf Uni/Klinik-Grund zu nutzen.
Schade Ulm... 2 Semester noch, dann bin ich wieder weg. Was bleiben wird, ist, dass Ulm zwar eine sehr schöne Stadt ist, aber leider nicht attraktiv mit öffentlichen Verkehrsmitteln im umliegenden Bereich genutzt werden kann und die auf individualverkehr angewiesenen Leute durch Firmen wie die TSU zusätzlich ausgeblutet werden.
MA

Um den Beitrag zu kommentieren, müssen Sie sich kurz anmelden oder einloggen.

 

Kommentare

FloDiehl am 10.10.2012 20:58:36

also ich kann das Vorgehen der TSU durchaus nachvollziehen, an anderen Unis wird das genauso gehandhabt. Dass das in den Semesterferien durchgezogen wurde, und viele Studenten nichts davon mitbekamen ist schade und man sollte sich bei der TSU diesbez. mal melden. Ich bin imMitarbeitermailverteiler, und bin mehr als ausreichend über die Umstellung informiert worden, viell. war das bei den Studis anders.
Was man bedenken muss: die Uni besteht nicht nur aus Studenten. Es gibt auch Mitarbeiter die irgendwo parken muessen. Zusaetzlich das Klinikum und die Patienten bzw. Gäste die irgendwo parken müssen.
Darf ich fragen wo sie parken? Meines Wissens nach gibt es an der Uni West auch Parkplätze. Also ein Mangel sollte nicht herrschen, und wie gesagt, dass man 5 Schritte zum Hoersaal laufen muss ist an anderen Unis auch normal, und dass Parken Geld kostet auch.
Ich sehe immer noch haeufig genug Autos an die Uni fahren in denen nur der/ FahrerIn sitzt. Fahrgemeinschaften wie Sie sie bereits machen waere doch das beste. So kann man sich die Kosten fuers parken auch teilen.

Die Leute verwenden Facebook und Twitter fuer jeden Scheiss, aber man koennte es auch verwenden um sich Carsharing-technisch abzusprechen...

Klee am 10.10.2012 11:34:00

Darf ich denn fragen, von welchem Bahnhof aus es nach Ulm geht?

Teil der S-Bahn-Planungen ist ja, soweit ich weiß, von einigen wichtigen S-Bahn-Halten aus den Busverkehr in den ländlichen Raum auszubauen. In Weißenhorn etwa wird ein neuer Busbahnhof direkt entlang des Bahngleises gebaut, von dort aus werden verschiedene Buslinien in die Umgebung ausstrahlen und entsprechend wieder zurückzukommen, den Abfahrtszeiten der S-Bahn entsprechend.

Wäre das für Leute aus deinem und den benachbarten Dörfern ein Angebot, das akzeptabel genug wäre, um auf den ÖPNV umzusteigen? Theoretisch klingt das ja alles schön, aber wenn ich für meine Mutter und meine Tanten Reisen plane, schlagen die schon bei einem Umsteigehalt die Hände über dem Kopf zusammen und fahren dann doch lieber Auto...

KuRe am 10.10.2012 11:10:40

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Ich wohne in einem eher ländlichen Bereich (knapp 25km von Ulm entfernt.) Der erste Bus, der unseren Ort verlässt, ist ein Schulbuss, der die Grundschüler in das nahegelegene Schulzentrum fährt (Abfahrt 7:20). Von diesem Schulzentrum aus fährt ein anderer Bus zum Bahnhof. Von dort aus mit dem Zug zum Ulmer-HBF und erst dann mit den Stadtbussen an den Eselsberg.
Die Umsteigezeiten sind nicht sonderlich lange, aber letztlich bin ich mit dieser Methode erst um kurz vor 10Uhr an der Universität (meißtens leider viel zu spät).
Ich fahre manchmal trotzdem mit dem Bus, wenn es zeitlich passt. Aber auch nur das ist möglich, wenn ich abends eine gesicherte Mitfahrgelegenheit nach Hause finde. Denn einer der Busse, auf den ich angewiesen bin, ist nur dann unterwegs, wenn die Schüler der Grundschule Sportunterricht haben (?!), was ich aber auf dem Fahrplan nicht einsehen kann. Ein ziemliches Risiko, was im schlimmsten Falle eine Wartezeit bis zum nächsten Bus von knapp 1,5h aus macht. Sehr unschön. Eine reine öpnv-Lösung ist für mich also leider nicht kalkulierbar.
Letztlich habe ich mich damit abgefunden, mit dem PKW untwerwegs zu sein. In der Regel kann ich auch eine Fahrgemeinschaft mit zwei weiteren Personen bilden.
Finanziell lohnt es sich leider auch nicht, nur einen Teil mit dem PKW zurück zu legen, denn ein 7-Waben-Ding-Ticket kostet leider trotzdem mehr, als auch die restliche,verbleibende Strecke mit dem PKW zurück zu legen (auch mit TSU-Gebühr).
Leider kann ich Ihnen keine Lösung anbieten, die gleich einer größeren Gruppe von Nutzen sein wird, denn das Reiseaufkommen aus unserem und den anliegenden Dörfern ist leider sehr gering bis gar nicht vorhanden. Deshalb wird es sich für kein Bus/Bahnunternehmen lohnen, diese Strecke weiter auszubauen. Das verstehe ich auch. Aber so, wie ich den Flyer verstanden habe, liegt die Konzentration bei diesem Planungsunternehmen in Ulm und naher Umgebung, also Bereiche, die meines Erachtens sowieso schon gut angebunden sind. Einziger Anreiz den ich geben könnte, wäre, auch einen Teil der Planung in den Ausbau der Verkehrsabindungen in den ländlichen Regionen zu stecken.
Viele Grüße
MA

Moderation am 10.10.2012 9:59:43

Hallo KuRe,

danke für Ihren Beitrag. Können Sie genauer beschreiben, wen Sie mit "Leute, die öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen können" meinen? Warum sind diese Leute nicht in Der Lage, ÖPNV zu nutzen? Sollte der VEP diesen Personen den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern? Und wenn ja, wie?

Viele Grüße,

John Heaven
Moderation

FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 589 Livediskussion Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 155
Öffentlicher Personennahverkehr: 197
Verkehrsmanagement: 145
Radverkehr: 136
Weitere Hinweise: 123
Stadtraum und Mobilität: 83
Strukturierung des Straßennetzes: 60
FREUNDE EINLADEN
FREUNDE EINLADEN!