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Kommentare

Jimmy am 26.10.2012 15:37:18

Klee hat alles so treffend formuliert, da kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen, außer: Danke Leute, beim nächsten Mal bin ich mit Sicherheit wieder dabei!
Jimmy

Moderation am 26.10.2012 15:26:53

Hallo Klee, liebe Teilnehmende,
vielen Dank für dieses sehr schöne Schlusswort!
Das Forum bleibt aber natürlich noch bis 16 Uhr geöffnet.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 26.10.2012 15:01:38

Bevor dieses Forum hier schließt, möchte ich mich gerne bei den Organisatoren und vor allem den Teilnehmern bedanken. Ich habe das Projekt aus verschiedenen Gründen mit Freude und Interesse verfolgt.

Natürlich haperte es hier und da. Die vielen verschiedenen Beiträge zeigen, dass den Bürgern einfach eine Möglichkeit fehlt, ihre Ansichten und Vorschläge in Planungsprozesse einzubringen - öffentliche Planauslegung hin, Kontakte mit Politikern her. Daher ging es auch öfter mal etwas durcheinander.

Auch merkte man dem Vorhaben an, dass es für viele Beteiligten ein echtes Experiment ist. Gerade in der Livediskussion zeigte sich, dass die Experten aus der Verwaltung vielleicht nicht so recht wussten, wie sie mit den Vorschlägen und Fragen umgehen sollten - statt einer Diskussion hatte das öfter den Charakter von rechtlich abgesicherter Abarbeitung von Anfragen. Das will ich gar nicht mal so sehr als Kritik meinen, schließlich waren sie in offizieller Funktion unterwegs und auch für sie war das alles neu, aber der etwas lockerere Ton gegen Ende oder der eine Beitrag der NUWOG hier gingen schon eher in die richtige Richtung. In einem Forum und einem Projekt wie diesem hier ist es eine Grundbedingung, dass sich interessierte Bürger wie Verwaltungsangehörige absolut auf Augenhöhe begegnen. Dann haben auch alle etwas davon.

Ob und wie das Projekt den VEP inhaltlich voranbringt und auf die Entscheider in der Politik einwirkt, wird sich zeigen müssen. Ich bin da tendentiell eher skeptisch, wenn ich an die Regierungsmannschaften der beiden Städte denke - andererseits sehe ich auch gute Chancen, dass diese Form der Beteiligung nicht nur ein Feigenblatt bleiben soll. Was wir hier getan haben war ein erster Schritt hin zu einer neuen Form der Willensbildung innerhalb der Stadtgesellschaft - wäre schön, wenn dem die nächsten Schritte folgen würden...

Ich selber kann für mich mitnehmen, viel gelernt zu haben. Einerseits konnte ich von Teilnehmern wie Jimmy oder Tram-Kenner inhaltlich viel Neues mitnehmen und teils neue Perspektiven auftun (als Fußgänger, Bahnfahrer und gelegentlicher Autofahrer habe ich zugegeben bislang oft nicht sehr an die Belange der Radfahrer gedacht...), andererseits war es schön, ein solches Projekt mal live und in Farbe fachlich mitzuverfolgen, nachdem ich den ähnlichen Versuch mit dem Citybahnhof verpasst habe. Ich bin zuversichtlich, dass man solche Plattformen in Zukunft noch weiter ausbauen und auch seitens der Verwaltungen von ihnen profitieren kann.

Peter Marrat am 26.10.2012 14:51:35

Hallo,

zum Thema Ampelschaltung Theater: Bus vs Straßenbahn.
Wenn man aus dem Bus von Richtung Universität aussteigt und zur Straßenbahn möchte dauert es aktuell ca 15 minuten. Das liegt daran, dass die Fußgängerampelschaltung die Fußgänger auf der Mitte der Straße warten lässt und während man auf der Straße steht die nächste Ampel zu Straßenbahnhaltestelle grün wird.

Die Lösung hierfür ist relativ einfach: Die Ampelschaltung vom Theater auf die andere Strasenseite muss die ganze Strecke grün werden. Das geht jedoch nur, wenn man bei der Rechtsabbiegerspur ein Gelbes Warnsignal für die Fußgänger installiert ;)
Obwohl es keine extra Rechtsabbiegerspur gibt, denke ich nicht, dass der Rückstau groß sein wird.

Vielen Dank,

Peter

akula715 am 26.10.2012 12:52:39

Ich möchte als Vorschlag einen Expressbus vom Ulmer Hauptbahnhof in Richtung Wissenschaftsstadt einbringen, der mit den Pendlerzügen synchronisiert ist und keine Zwischenhalte hat.

akula715 am 26.10.2012 12:50:16

Als Anwohner der Karlstraße kann ich bestätigen, dass die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung eine deutliche Lärmentlastung gebracht hat. Am schlimmsten stören jedoch Beschleunigungsvorgänge, so dass vermutlich durch eine grüne Welle bei Tempo 30 noch eine weitere Lärmreduktion erreicht werden könnte. Die Leute, die meinen, nachts vollgasheizen zu müssen, werden dadurch natürlich nicht abgeschreckt.

stk am 26.10.2012 12:38:45

Wie waere es denn mit einem kontaktlosen System wie „Oyster“, das Transport For London einsetzt? Beruehrt wird bei Ein- und Ausstieg; abgerechnet wird nach in Anspruch genommener Fahrleistung. So liessen sich Kurzstrecken abbilden; ausserdem werden bei Inanspruchnahme mehrerer Fahrten an einem Tag die Kosten erstmal beim Preis eines Tagestickets gedeckelt; bei mehreren Tagestickets in Folge deckelt eine Wochenkarte, etc.

Solch ein System geht als Nebeneffekt immer zugunsten der KundInnen aus, da nie mehr bezahlt wird, als in Anspruch genommen wurde (z.B. Wochenkarte gekauft, aber Fahrtkonstellationen gewaehlt, die guenstiger mit anderen Ticketkombinationen zu haben gewesen waeren)

Christian Frank am 26.10.2012 12:14:29

Hallo,

wohne zur Zeit in Amsterdam. Hier wird im öffentlichen Nahverkehr eine Chipkarte benutzt, auf die man Geld aufladen kann. Beim Einsteigen in den Bus / die Straßenbahn wird mit der Chipkarte an einem Lesegerät eingecheckt und beim Aussteigen ausgecheckt. Je nachdem welche Strecke mit dem Bus / der Straßenbahn zurückgelegt wurde, wird ein unterschiedlicher Betrag von der Chipkarte abgebucht. Vielleicht wäre das ja auch mit der DING Karte möglich?

Klee am 26.10.2012 12:05:25

Dem schließe ich mich liebend gerne an. Das wäre ein relativ radikaler, aber wichtiger und richtiger Einschnitt - vor allem, weil (ganz richtig, denke ich) viel Verkehr, der hier anfällt, vermeidbar ist.

Werner Korn am 26.10.2012 11:46:22

Für kostenfreie Parkplätze ist der teure Raum in der Innenstadt einfach zu schade.
Die Idee ist außerdem nicht mit dem VEP-Ziel vereinbar, weniger MIV zu haben. Je attraktiver das Angebot, desto größer die Nachfrage.
Übersetzt: Je mehr günstige oder kostenfreie Parkplätze, desto mehr Autoverkehr in der Innenstadt. Ein Phänomen des sog. induzierten Verkehrs.
Wenn schon, dann ordentliches Parkraummanagement (kostendeckende Preise, Park&Ride ...).

Anwohner am 26.10.2012 11:07:54

Zunächst: ich finde die Freischaltungen für Busse und Straßenbahn prima, m.E. muss der ÖPNV dieses Vorrecht genießen, um attraktiv zu sein.
Aber wegen der bereits angesprochenen Kreuzung beim Theater: ich verstehe, dass eine ampelschaltung eine komplexe Angelegenheit ist, aber sie hat nciht zuletzt durch ihre Priorisierung auch etwas mit Wertschätzung zu tun. Ich empfinde die Behandlung von Fußgängern hier jedesmal als entwürdigend. Während Autofahrer jeweils in einem Schwung die Kreuzung überqueren dürfen, haben Fußgänger sozusagen den niedrigsten Rang, und dürfen rüber, wenn es gerade sonst niemanden stört, und müssen dann entsprechend drei-viermal warten.

Klee am 26.10.2012 11:01:00

Naja, ganz so dramatisch muss man es auch nicht zuspitzen. Ich sehe zum Beispiel nicht, wie der vierstreifige Ausbau der B10 vom Gewerbegebiet in Neu-Ulm zur Autobahnauffahrt A7 den Innenstädten und Wohngebieten schadet. Auch bezahlbaren Parkraum erachte ich sogar eher als förderlich - je mehr Wagen wir in klug angelegten Parkhäusern und Tiefgaragen von der Straße bringen, desto mehr Platz haben wir im Verkehrsraum für andere Teilnehmer. Dann könnten wir sogar Parkstreifen zu Radwegen etc. umwidmen.

Grüne Wellen sind immer gut, aber wenn jeder grüne Wellen will, hat am Ende niemand eine grüne Welle ;-)

Also durchaus nicht gleich draufhauen, sonst kommen wir alle zusammen nie auf einen gemeinsamen Nenner (was wir als erwachsene und vernunftbegabte Menschen ja gerade noch schaffen sollten), und es bleibt immer ein Unfrieden in der Stadt.

Anwohner am 26.10.2012 10:59:04

Es gibt ja bereits "Regeln" zum Aus- und Einsteigen, nämlich erst aus- und danach einsteigen. Damit würde auch angesichts der vielen Türen, die die SWU-Busse inzwischen haben, ein zügiger Fahrgastwechsel möglich sein. Bei der Bahn klappt das auch, bei Bussen denken offensichtlich viele, wenn sie sich mittig vor die Tür stellen oder durch den Pulk der aussteigenden Fahrgäste hineindrängeln, ging es schneller. Diese Personen wird man auch mit Markierungen auf dem Boden nicht belehren, die "Regeln" werden im ÖPNV nicht respektiert (vgl. auch die Raucherzonen an den Bushaltestellen - haben die (anders als in den Bahnhöfen)irgendeine Relevanz?

Jimmy am 26.10.2012 10:53:46

Weiteres Beispiel:

Zufahrt zum Schulzentrum Kuhberg über Köllestraße (Feuerwehrzufahrt, enge, steile Straße, so gut wie immer von ca. 20 Pkw im absoluten Halteverbot zugeparkt).

Mir liegt jedes Denunziantentum fern, aber wäre es nicht der Überlegung wert, eine Website einzurichten, wo man zeitnah solche Beobachtungen melden könnte? Damit hätten die entsprechenden Kontrollorgane (also Politessen und Politeure), dort zu agieren, wo die meisten Verstöße aktuell auftreten.

Mit den "Blitzer-Warnungen" haben wir ja schon ein ähnliches System. Nur wird hier die Bestrafung von nicht rechtmäßigem Verhalten verhindert. Warum also nicht das gegenteilige ebenso ermöglichen?

Anwohner am 26.10.2012 10:45:52

Eine sinnvolle Forderung, wenn man eine Fußgänger- und Radfahrerfreie Stadt möchte.

Klee am 26.10.2012 10:37:49

Ohje, zu früh abgesendet.

Womit ich abschließen wollte: Kreisverkehre mit dem Status Quo des Straßenverkehrs sähe ich derzeit noch eher etwas nachteilig, Kreisverkehre mit auf die Schiene verlagerten Pendlerströmen dagegen ideal - dürfte sich dann auch gegenseitig verstärken: mehr Straßenbahnfahrer > weniger MIV, weniger MIV > kein Bedarf an breiten Stadtautobahnen, rückgebaute Straßen > Attraktivität der Straßenbahn steigt weiter.

Für Neu-Ulm wäre das in der Tat auch eine städtebauliche Chance: Ludwigsfeld und das Wiley könnten, so die Politik und die Bürger das wollen, zusammenwachsen, auf der anderen Seite könnte die Stadt das Ulmer Ried entwickeln. Eine zweistreifige Memminger Straße wäre dann keine große Trennung mehr.

Klee am 26.10.2012 10:33:16

Also stemmen tue ich mich sowieso nicht gegen die Kreisverkehre, ich mag solche Dinger eigentlich ganz gern und kann ihre Vorteile schätzen ;-)

Meine Ideallösung hier wären einstreifige Kreisverkehre mit Bypässen, wo diese sich der Verkehrsströme wegen anbieten. Verbunden mit einem Rückbau der Memminger Straße, natürlich, zumindest ab der Kreuzung mit der Kennedy-Straße. Dafür müsste aber der Straßenverkehr auf der Memminger Straße spürbar reduziert werden, denke ich, und da setze ich einfach mal große Hoffnungen in die Straßenbahn.

Klee am 26.10.2012 10:26:02

Ich finde es ganz gut, wenn die Tempobeschränkungen auf der Fahrbahn wiederholt werden - günstiger als die Schilder zu versetzen wäre es zum Beispiel, ein großes weißes "30" auf die Fahrbahn aufzubringen. Gerade in der Stadt mit ihrer Vielzahl an Schildern, ob Straßenschilder oder Ladenschilder, kann man das ein oder andere leicht übersehen. Wenn der Verkehr sich nicht gerade staut, ist so eine Fahrbahnmarkierung aber oft leicht zu erkennen.

AnnaESüd am 26.10.2012 10:15:59

Hallo Frau Hohberg,
leider weiß ich nicht, wie ich meinen Beitrag nun an der richtigen Stelle plazieren kann im Forum. Werde daher einfach so Kommentieren.

Zur Beantwortung muss ich meinen Fußweg mal im Kopf durchgehen. ...
Angefangen im Wiley.
Das Gebiet ist auf Zone 30 bzw. Schrittgeschwindigkeit begrenzt. Nimmt man die Martin-Luther-King-Allee so muss man sich am Anfang, bzw. am Ende der Straße bereits überlegen, wie man weiterlaufen möchte, da zwischen Beginn der Allee und der Busspur zum Beispiel kein Fugängerüberweg ist, um zum Beispiel in die Margaret-Mitchell-Straße einzubiegen.
Außerdem befindet sich genau in der Mitte auf dem Fußweg auf Höhe des Betty-Friedan-Rings eine Straßenlaterne um die man herumlaufen, oder auf die Straße ausweichen muss, möchte man in den besagten B-F-Ring einbiegen.
(auf der Straße gehen wäre in einem 30-er Zone Gebiet ja nicht so dramatisch, wäre hier nicht auch das Problem der Geschwindigkeitseinhaltung - erzeugt, durch die schnurgeraden Straßen, die zur Geschwindigkeitsüberschreitung animieren).

Geht man vom Wiley über die Brücke zum Dietrich Theater, läuft durch den kleinen Park um das Dietrich Theater herum, so muss man auch hier mit Kinderwagen einen Umweg nehmen, da auf der einen Seite ein kleiner Wall ist, der nur über Treppen oder besagten Trampelpfad bzw. den längeren Fußweg zu überwinden ist.

Bzgl. der längeren Wege möchte ich anmerken, dass ich gerne laufe und kleinere Umwege auch kein Problem sind. Der Mensch geht jedoch gerne den direkten Weg, vorallem, wenn man ein Ziel hat und nicht nur "zum Spaß" spazieren geht. Daher meine Anmerkungen.

Alternativ, wenn man vom Wiley über die Brücke nach Vorfeld läuft, in dem meines Wissens auch Tempo 30 herrscht, so muss man als Fußgänger an fast jedem Straßenübergang "Umwege" laufen - um die Kurve herum, etwas die Straße runter um die Straße zu überqueren und dann alles wieder zurück. Hier geht man auch gerne direkt auf der Straße, bzw. nimmt den Trampelpfad direkt.

Was Hindernisse, wie Parkautomaten, Ampeln o.ä. betrifft, so findet man dies in der Nähe der neu-ulmer Post (Hermann-Köhl-Straße). Die Gehwege hier sind sehr sehr schmal, sodass man mit Kinderwagen eigentlich schon den kompletten Gehweg in Anspruch nimmt. Hinzu kommen die besagten Hindernisse.

Positives möchte ich folgendes anmerken:
Es gibt viele und schöne Kinderspielplätze und einige schöne Grün-/Freizeitanlagen zwischen dem Wiley und Neu-Ulm.
Außerdem ist es toll, dass man an der Donau entlang so schön spazieren gehen kann.

AnnaESüd am 26.10.2012 9:58:34

@Klee
Das ist natürlich ein valides Argument. 2-streifige Kreisverkehre sind eine Herausforderung. Insbesondere der beim IKEA, wo doch nicht wenig Unfälle passieren. Auch ich sehe diese 2-streifigen Kreisverkehre immer wieder als Herausforderung an. Insbesondere, da es viele unsichere und auch egoistische Autofahrer gibt (wobei ich denke, dass es eher die Unsicheren sind, die dann auch entsprechend mit "Augen zu und durch" fahren und somit ein Einfädeln / Spurwechsel erschweren).
Nichtsdestotrotz bin ich immernoch für die Kreisverkehre an der Memmingerstraße.

Auch ist mir aufgefallen, dass viele die Memmingerstraße zwischen den Ampeln überqueren - sogar Kinder. Dies sehe ich als weiteres Argument für die "Entschleunigung" der Memmingerstraße durch Kreisverkehre.

Was die Zebrastreifenregelung angeht, da sehe ich kein Problem. Ob ein Auto nun an einer roten Ampel warten muss, oder beim Verlassen eines Kreisverkehres um einen Fußgänger über die Straße zu lassen .... in diesem Fall tendiere ich auch hier für den Kreisverkehr. Erstens, da die Ampelschaltungen für Fußgänger nicht optimal sind (man muss schon flott unterwegs sein, um die Fußgängerampel-Grüne-Welle auch zu schaffen, bzw. man muss auf der Insel mitten auf der Straße warten, bis die andere Ampel auf grün schaltet) - ich habe beobachtet, dass nicht nur die Schulkinder schon loslaufen wollen, obwohl erst eine der beiden Ampeln auf Grün geschaltet ist. Durch einen Kreisverkehr, legt man die Verantwortung und Aufmerksamkeit mehr auf die einzelne Person. Nicht eine Ampel entscheidet, wann man über die Straße kann (und schaut dann häufig nicht noch extra, ob die Autos auch wirklich halten, oder ob nicht noch einer bei "fast" grün (also orange/rot) doch noch "schnell" über die Ampel fahren möchte), sondern der Einzelne.

Jimmy am 26.10.2012 9:48:22

@UL/NU UL/NU UL/NU:

Zitat: "Nein ich bin kein mit fettem Wagen sinnlos in der Gegend rumfahrender Zeitvertreiber ;-)"

Das freut mich ehrlich, denn davon gibt es meiner Meinung nach leider viel zu viele!

Zitat: "Vielmehr berufstätig stark eingebunden, von daher viel unterwegs und auf zügigen Verkehrsfluss angewiesen. Ich bin gegen ein generelles oder weitgehendes Tempoli mit 30 oder 40 km/h für eine gesamte Stadt."

Dein Argument, beruflich auf ein Kfz angewiesen zu sein, akzeptiere ich sofort ohne wenn und aber. Egal ob Außendienst in jeglicher Form, Handwerker, Lieferanten, Polizei, Ärzte - hierfür irgendwelche "Rikscha-Phantasien" zu spinnen, wäre ja absurd.

Aber vielleicht liegt hier ja der Schlüssel, wie wir in unseren unterschiedlichen Positionen doch noch eine Schnittmenge finden. Um dem o.g. beruflich bedingten Verkehr eine hohe Priorität einzuräumen, könnte es doch sinnvoll sein, den reinen Bequemlichkeits- und Freizeitverkehr entsprechend einzudämmen. Den Weg dahin kann man ja diskutieren (ein generelles Tempoli mit wäre m.E. eine Möglichkeit die Attraktivität des Pkw-Verkehrs zu in diesem Sinne zu vermindern).

Aber mal generell und auf "gut deutsch" gesprochen: je weniger "Auto-Mami"s" ihre Kinder zur Schule chauffieren, je weniger "Sesselfurzer" sich nur per SUV in"s Büro bewegen und je weniger "Möchtegern-Supersportler" vorzugsweise mit dem Porsche ihre Sportlichkeit beweisen, desto besser für beruflich bedingte, sinnvolle Nutzung von Kraftfahrzeugen.

PS: Berufstätig stark eingebunden bin ich ebenfalls, auch einen Arbeitsweg von (einfach) 15 km habe ich mehrere Jahre lang mit dem Rad zurückgelegt. Allerdings bin ich nicht im Außendienst tätig und muss auch nichts transportieren, das macht die Sache für mich natürlich recht einfach.

Moderation am 26.10.2012 9:41:19

Hallo AnnaESüd, liebe Teilnehmende,
dies ist ein wichtiger Hinweis und passt zu diesem Strang an einer anderen Stelle:  Link

Wo befinden sich solche "schwierigen Stellen" und wie könnte die Situation aus Ihrer Sicht tatsächlich verbessert werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Jimmy am 26.10.2012 9:29:26

@Klee:
Vielen Dank für Deine Antwort, ich kann Deine Überlegungen nun gut nachvollziehen.

Allerdings möchte ich der Ansicht, dass dem Durchgangsverkehr "schnelle" Straßen zur Verfügungen gestellt werden sollen, eine zugegebenermaßen einfache Rechnung gegenüberstellen (ich weiß, Zahlenspiele sind Dir suspekt, aber in diesem Fall glaube ich hilfreich):

Im innerörtlichen Verkehr Ulm/Neu-Ulm beträgt die maximale Entfernung etwa 10 km (z.B. Böfingen-Söflingen oder Lehr-Ludwigsfeld). Die Fahrzeit bei konstanter Geschwindigkeit beträgt somit:

* bei 50 km/h: 12 Minuten,
* bei 40 km/h: 15 Minuten,
* bei 30 km/h: 20 Minuten.

Da 50 km/h an Kreuzungen und Abzweigungen nicht durchgängig eingehalten werden können, sinkt die mittlere Geschwindigkeit, sagen wir auf 40 km/h. Bei 30 km/h wird der Verkehrsfluss eher gleichmäßiger und die mittlere Geschwindigkeit dürfte kaum sinken.

Differenz somit ungefähr 5 Minuten. Über den Sinn und den Preis für diese 5 Minuten Zeitgewinn pro Stadtdurchfahrt können wir nun streiten.

Ein weiteres Problem bei wechselnen erlaubten Höchstgeschwindigkeiten ist das "Gefühl" für Geschwindigkeit. Menschliche Sinneseindrücke sind sehr stark relativ und eher weniger absolut (Beispiel: 1°C Temperaturdifferenz kann mit den Händen "erfühlt" werden, eine absolute Temperaturangabe auf 1°C Genauigkeit ist unmöglich). Genauso verhält es sich bei Geschwindigkeitsangaben. Man kann das sehr gut bei Autobahnabfahrten erkennen. Ein Beispiel ist die Abfahrt B10 in Lehr: von dort kommende Autofahrer "rasen" normalerweise mit einem enormen Tempo auf die Abzweigung nach Lehr zu - sehr gefährlich für Radfahrer, die dort abbiegen.

Wenn nun also ein Autofahrer von einer "50er-Straße" in eine "30er-Zone" fährt, muss er seine Geschwindigkeit fast halbieren. Geschwindigkeitsübertretungen werden damit provoziert, denn welcher Autofahrer "klebt" mit den Augen ständig am Tacho? Außerdem ist "30" im Vergleich zu "50" ein gefühltes Schneckentempo, eine gefährliche Fehleinschätzung in Wohngebieten mit spielenden Kindern.

Wenn also schon Autoverkehr in der Stadt, so würde ich stark für barabaras Vorschlag einer flächendeckenden Einführung von "30" plädieren.

Werner Korn am 26.10.2012 9:28:15

Hallo Bürger,

fein zusammengefasst. Mit nur einem Viertel richtig gelöster Aufgaben besteht man weder in der Schule noch sonstwo einen Test.

Werner Korn am 26.10.2012 9:24:56

Für Ulm/Neu-Ulm bedeutet das, dass die Stadtpromis mit gutem Beispiel vorangehen müssen, wenn sich die Einstellung zum Radverkehr deutlich wandeln soll. BM Wetzig auf dem FahrRad-Flyer ist ein prima Ansatz. Aber Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad ist eine Daueraufgabe. Je fantasievoller, desto besser ...

Jimmy am 26.10.2012 8:16:30

@UL/NU usw.:

Du hast recht mit der Einschätzung. Auch ich beobachte, dass für die "große Masse" Fortbewegung nur mit dem Auto denkbar ist. Ich habe jedoch noch nie ein sinnvolles Argument für dieses Verhalten gehört. Auch Du vertrittst offensichtlich die altbekannte Position, sinngemäß: "Ich will fahren, ich will Straßen, ich will Parkplätze. Das ist halt so und damit basta."

Zum Thread-Thema:

Die Einführung der "Brötchentaste" unterstützt solche Leute wie UL/NU in ihrem Verhalten. "Brötchen-Tasten" machen die Nutzung des Autos für Kurzstrecken und kleine Einkäufe etc. noch bequemer als jetzt. Damit stehen sie im Gegensatz zu Zielen des VEP und sind abzulehnen.

Radi am 26.10.2012 6:50:36

Da stimme ich voll zu! Die Hintergrundinformationen der Verkehrsplaner bzw. der Städte Ulm und Neu Ulm, die von der Moderation an die diskutierenden Bürger weitergegeben werden zeigen deutlich wie gering das Änderungspotential wirklich ist.

UL/NU UL/NU UL/NU am 26.10.2012 1:11:48

Zeiten ändern sich .... und mittlerweile ist es meiner Beobachtung nach aus wettbewerblicher Sicht für viele Läden Voraussetzung einen Parkplatz/Vergünstigung Tiefgarage etc. mit anzubieten. Tun sie dies nicht, nutzen die Kunden eben eher die großen Zentren außerhalb der Stadt, mit kostenfreien Parkplätzen.

Wir leben in einer Mobilitätsgesellschaft und da hat es sich eben so entwickelt, mag man´s finden wie man will.

UL/NU UL/NU UL/NU am 26.10.2012 1:01:58

@klee
Was z.B. den neuen Übergang im Zentrum betrifft, kann ich nur vollends zustimmen - alle profitieren.

Geschwindigkeitsbegrenzungen kann man nie pauschal ablehnen oder befürworten, natürlich kommt das auf die jeweilige Stelle an. Deswegen finde ich eben auch eine generelle Beschränkung Quatsch.
Man darf dem Autofahrer zudem schon noch zutrauen gewisse Dinge selbst richtig einzuschätzen und nicht alles überregulieren zu müssen. Nicht jeder bekommt schließlich den Führerschein einfach so, sondern unterzieht sich einer ausführlichen Ausbildung/Prüfung.

@jimmy
Schublade auf und rein ?!? - Nein ich bin kein mit fettem Wagen sinnlos in der Gegend rumfahrender Zeitvertreiber ;-)
Vielmehr berufstätig stark eingebunden, von daher viel unterwegs und auf zügigen Verkehrsfluss angewiesen.
Ich bin gegen ein generelles oder weitgehendes Tempoli mit 30 oder 40 km/h für eine gesamte Stadt.

Klee am 26.10.2012 0:54:05

Gerlenhofen und Senden wären eigentlich schon zu weit weg, wenn man da an die Fahrtzeiten denkt. Zumal beide ja Ende 2013 zu den Stationen der ersten S-Bahn-Strecke gehören, Senden bekommt mit Senden-Nord, Wullenstetten und Witzighausen sogar drei neue Haltepunkte spendiert (nur die Leute scheinen sich nicht so recht drüber zu freuen, wie immer, hehe).

Das Argument mit dem Geschlängel kann ich verstehen, wobei mir eine Streckenführung durch etwas dichter besiedelte Abschnitte sinnvoller erscheinen würde, da sie damit auch mehr Menschen erreicht. Die Elsa-Brandström-Straße bietet sich da ideal an, auch die Breslauer Straße, die mit der Allgäuer Straße ja einen schön weichen Bogen beschreibt, wäre da ohne größere Verrenkungen zu erreichen. Problematisch/doof ist eher dieser Schwenk Memminger Straße/Steubenstraße/Riedstraße/Heinz-Rühmann-Straße/Memminger Straße, der gerade untersucht wird. Da sind teils blöde Kurvenradien dabei.

jue71 am 26.10.2012 0:31:35

Und die frei werdenden Spuren könnten dann gleich für die Tram verwendet werden, damit diese ohne Geschlängel von A nach B kommt (hier Innenstadt - Ludwigsfeld (vielleicht auch mal nach Gerlenhofen, Senden?))

jue71 am 26.10.2012 0:28:27

Ich schließe mich der Meinung an, dass Vorzugs- und Schutzstreifen (Unterschied s.  Link recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/radfahrstreifen-und-schutzstreifen ) an vielen Stellen besser als Radwege sind. Diese zeigen deutlich, dass die Straße nicht den Autofahrern alleine gehören und die Radfahrer aber nicht mittels Radweg "aus dem Weg geräumt" werden.

Auf dem Radweg hat man an jeder Ein-/Ausfahrt, an jeder Querstraße ein Sicherheitsproblem, da viele Autofahrer erst die Bordsteinkante als Gefahrenlinie ansehen und nicht den Radweg, was im besten Falle mit einem behinderten Fortkommen des Radfahrers einher geht, im schlimmsten Fall zum Unfall führt.

Grob fahrlässig finde ich hierbei beispielsweise den kombinierten Rad-/Fußweg in der östlichen Bahnhofstraße Richtung Offenhausen: schlecht einsehbare Ausfahrten, aus denen jederzeit Autos oder Kinder kommen können sowie Hauseingänge, aus denen Kinder herausspringen können.

Ich verweise hierzu auch auf die einschlägige Literatur, wie z. B. "Empfehlungen für Radverkehrsanlagen" und auch  Link recht/radverkehr-gestalten/radverkehrsfuehrung/radweg-oder-strasse -bast-studie-zu-unfallrisiko-von-radfahrern
Letzteres berichtet von einer Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Zwei wichtige Fazits:

1) "Auf [baulich von der Fahrbahn abgesetzten Radwegen] ist die Zahl der Unfälle keinesfalls geringer als auf Radfahr- oder Schutzstreifen."

2) "wenn Behörden diese zum Teil verbindlichen Auflagen [von Verwaltungsvorschriften zur StVO (VwV-StVO), Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) u.a.] an die bauliche Ausgestaltung von Radwegen missachten, so besteht mit großer Wahrscheinlichkeit eine erhebliches Potenzial, als Radfahrer zu verunglücken."

 Link recht/gut-zu-wissen/unterwegs-mit-dem-rad/radwege-und-schutzstreifen

Für den Radverkehr hilfreich erweisen sich die Fahrradrouten z. B. zwischen Altem Friedhof und Ulmer Theater. Davon bitte mehr in alle Richtungen! Solche Routen reduzieren die Fahrtzeiten und machen den Radverkehr attraktiv.

In Neu-Ulm könnte ich mir z. B. die Kasernstraße als Radroute vorstellen: Sackgassen für KfZ mit Anwohnerparken, aber durchlässig für den Radverkehr!

In Neu-Ulm könnte ich mir auch vorstellen, dass der Radverkehr auf der grünen Brücke Vorfahrt bekommt, zuerst über die John-F.-Kennedy-Str. und Martin-Luther-King-Allee, später evtl. auch Bahnhofstr. und Kasernstr. - vielleicht sogar noch Augsburger Str.
Damit das der querende Verkehr auch wirklich berücksichtigt, könnte der Rad-/Fußweg die Straßen auf einer leichten Erhöhung queren.

Hilfreich wäre auch, dass die Wege anhängerfreundlich ausgestaltet werden:

1) Gängelgitter müssen der Vergangenheit angehören (z. B. Allgäuer Str. Richtung Gerlenhofen)

2) Bausünden wie der Zickzackkurs an der Brücke zur Landesgartenschau über die Europastraße sollten gar nicht entstehen. Warum kann man dies nicht statt mit zwei 180° Spitzkehren idealerweise mit einem großzügigen Bogen machen oder zur Not mit zwei Bögen? Dies würde auch den Winterdienst sicherlich deutlich erleichtern.

Ich denke, der ADFC kann und wird hier hilfreich zur Seite stehen.

Klee am 25.10.2012 23:22:33

Fände ich definitiv überlegenswert, wobei ich dem die Straßenbahn voraussetzen würde. Wenn sich größere Pendlerströme auf die Tram verlegen, dann müsste ein solcher Rückbau eigentlich zu stemmen sein, und für eine weitere Entwicklung des Viertels (Lückenschluss Ludwigsfeld-Wiley, Ulmer Ried) wären beste Voraussetzungen geschaffen.

kai_br am 25.10.2012 21:39:30

Stimmt! Immerhin hat sich die Situation schon in den letzten Jahren verbessert. Früher wurde man als Radfahrer hinter das Wartehäuschen der Bushaltestelle geleitet und war damit für die Autofahrer quasi unsichtbar.
Ich persönlich fahre aber auch lieber durch das Baumbühl oder durch das Hubenbühl.

Klee am 25.10.2012 17:51:05

Ich glaube - so mein Eindruck von der Moderation - die Stadt würde sich über sehr konkrete Hinweise freuen, also genaue Orte, an denen es hapert. Dann würde wohl am schnellste Abhilfe geschaffen.

Klee am 25.10.2012 17:42:18

Sorry, das hätte ich sauber ausformulieren sollen.

Die Memminger Straße ist in diesem Abschnitt ja überwiegend vierstreifig, dementsprechend würden die Kreisverkehre auch zweistreifig ausfallen. Mir persönlich macht das nichts aus, aber ich kenne durchaus einige Menschen, denen dabei mulmiger wird, zumal oft genug dann nur der rechte Streifen befahren wird.

Auch die Fußgängerübergänge müssten anders geregelt werden: ein Zebrastreifen quer über die Memminger Straße würde oft genug den Verkehr im Kreisel arg zum Stocken bringen, eine Ampel wiederum würde das Ziel verfehlen, und Unterführungen sind weder sonderlich zeitgemäß noch werden sie (vor allem von Frauen und Kindern) gerne angenommen. Überführungen wiederum sind besser, aber eben auch recht teuer und immer noch mit Treppensteigen bzw. Aufzug fahren (behindertengerecht) verbunden. Im konkreten Fall mit der John-F.-Kennedy-Straße kommt hinzu, dass hier die Linie 3, so sie denn kommt, von der Memminger Straße in das Wiley einschwenken würde, was die Sache zusätzlich verkompliziert.

Insofern bin ich bei Kreisverkehren hier etwas skeptisch, auch wenn es stimmt, dass viele die Strecke als Rennstrecke missbrauchen; als ich da letztes Mal durchgefahren bin, musste ein Neureicher in seinem dicken Panamera von roter Ampel zu roter Ampel Gas geben wie ein Gestörter, vor mir auf der B10 war er aber auch nicht...

Wo ein Kreisverkehr zur Tempoentschärfung Sinn machen würde, finde ich, wäre der Ortseingang von Ludwigsfeld.

Klee am 25.10.2012 17:30:23

Ich geb"s zu, dass war etwas arg platt, da habe ich den Ivo wohl etwas zu genau gelesen ;-)

Selbstverständlich gehören zur Lebensqualität gut gestaltete Verkehrswege, und gerade die Zonen ohne Autoverkehr - allen voran die Fußgängerzone - sind ja nicht von ungefähr diejenigen mit der besten Aufenthaltsqualität. Absolute Zustimmung, ich fühle mich da auch am wohlsten und würde - wie anderswo geschrieben - auch die Frauenstraße ähnlich umgebaut sehen wie die Neue Straße im Bereich des Rathauses. Das wäre ein großer Gewinn für die Innenstadt in ihrer Gesamtheit.

Ich bin nur immer etwas unglücklich über pauschale Forderungen, die alle Teile der Stadt und alle Straßen gleichermaßen behandeln. Ich würde lieber nach dem Prinzip verfahren, einige wichtige Durchgangsstrecken zu definieren und auf diesen eine zügige Fortbewegung per MIV zu gestatten (also Tempo 50), auf allen anderen aber Tempo 30 einzurichten. Das ist für mich ein Kompromiss, der sowohl den Anwohnern (durch Verkehrsberuhigung) und den Durchreisenden (durch schnelle Passage) dient.

Beispiel Dichterviertel: Wenn die neue, dreistreifige Schillerstraße in ein paar Jahren auch dazu dienen wird, Pendlerverkehr in das neue Parkhaus zu lenken und die Friedrich-Ebert-Straße bzw. die Innenstadt vom Nord-/Süd-Durchgangsverkehr zu entlasten, sollte sie für meine Begriffe bei Tempo 50 bleiben. Alle von ihr abzweigenden Straßen hingegen sind mit Tempo 30 gut bedient, in der Gartenstraße und in der Bleichstraße sollte das Tempo also reduziert werden, wenn das li mit nicht schon besteht (bei der Gartenstraße bin ich mir nicht sicher).

Dergleichen ließe sich auch an anderen Stellen so definieren. Die Wagnerstraße etwa ist die wichtigste Verbindungsstraße in die Weststadt und sollte weiterhin angemessen schnell zu passieren sein, ausnahmslos alle von ihr abgehenden Straßen hingegen sollten (weiterhin?) als Tempo-30-Zonen deklariert bleiben.

Für den Ausdruck entschuldige ich mich, das war doof; ich denke allerdings dennoch, dass einer expandierenden Doppelstadt wie Ulm/Neu-Ulm ein verhältnismäßig drastischer, flächendeckender Einschnitt wie die pauschale Quasi-Halbierung des Tempos (das ja auch für Busse und Straßenbahnen gelten würde...) in der Summe eher schadet.

AnnaESüd am 25.10.2012 17:01:22

Noch ein Argument, das für die Kreisverkehre spricht:
Es würde der Autoverkehr auf der Busspur, die vom Wiley nach Ludwigsfeld führt sicherlich auch reduzieren.
Der Abschnitt, der nur für die Busse erlaubt ist, wird gerne von den Autofahrern als "Ausweichstrecke" benutzt - sicherlich wegen den Ampeln auf der Memminger Straße.

AnnaESüd am 25.10.2012 16:58:50

@Klee:
welche Begründung gibt es für das "nicht sinnvoll" eines Kreisverkehrs an dieser Stelle? Die Vorteile, die durch Kreisverkehre an dieser Stelle entstehen würden, habe ich ja bereits in meinem Beitrag aufgelistet.

@UL/NU UL/NU UL/NU:
"schon wieder ein Kreisverkehr" - na und? Wenn sie gut sind, warum denn nicht?
Sind meine Argumente: Null Energiekosten, geringere Geschwindigkeit was auch zu erhöhter Sicherheit - nicht nur für die vielen Kinder, die in der Gegend wohnen - führt, flüssigerer Verkehr, geringere Spritkosten durch konstantere Fahrweise (werde ich gleich noch mit einem Beispiel belegen), Verringerung des Straßenlärms, etc. denn nicht gut genug? Welche Vorteile müssen sich denn noch ergeben, damit hier zwei Kreisverkehre gerechtfertigt und als sinnvoll erachtet werden?
Auch wenn die Memminger Straße eine Hauptverkehrsstraße ist, so würde es keinen Schaden für den Autoverkehr meines Erachtens in welcher Weise auch immer, ergeben. Ich sehe in der Schaffung der Kreisverkehre für alle Parteien nur Vorteile.
Zur Energiebilanz kann ich nur folgenden Kommentar abgeben:
Wenn man bei Ludwigsfeld schon sehen kann, dass die nächste und übernächste Ampel grün ist, dann soll man mir bitte einen Autofahrer nennen, der sich in dieser Situation tatsächlich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50km/h bzw. 60 km/h hält. Sprich, die meisten fahren schneller - teilweise bis zu schätzungsweise und streckenweise 100 km/h um noch die "Grüne Welle" zu erwischen > Folge: schlechte Energiebilanz. Welche negative Auswirkung dies auf die Reifen hat, brauch ich hier, denke ich, nicht extra zu erwähnen.

Also wenn mir nun jemand bitte eine gute, wirklich gut argumentierte Begründung geben kann, warum an dieser Stelle 2 Kreisverkehre nicht sinnvoll sind, dann ziehe ich meinen Hut. Argumente wie "schon wieder ein Kreisverkehr" sind für mich kein rationales Argument.

Jimmy am 25.10.2012 16:29:51

Zitat Klee: "Ulm/Neu-Ulm kann und darf nicht in den Status einer verschlafenen Provinzstadt zurückfallen, damit tun wir uns keinen Gefallen."

Bisher schätzte ich Deine Beiträge sehr, das sie gut begründete Argumente vorbrachten und verschiedene Ansichten gegeneinander abwägten. Aber mit dieser Aussage hast Du dich m.E. etwas "verrannt".

Was hat denn die Wahl des Verkehrsmittels und die Art der Verkehrsführung mit Großstadt-Ambitionen zu tun? Das erinnert mich stark an die Aussage unseres Herrn OB (Südwest-Presse 25.Oktober), der auf Beschwerden über die Auswirkungen des Autoverkehrs sinngemäß antwortete: Was wollen Sie denn, bei uns brummt halt die Wirtschaft.

Das halte ich für eine überkommene Ansicht, die sich hoffentlich in Zukunft in"s Gegenteil verkehren wird. Das Gefühl in einer modernen Großstadt zu leben, drückt sich m.E. auch aus durch die Gestaltung eines für alle angenehmen Lebensumfelds aus und nicht in der Anzahl von Autos, die dort möglichst schnell herumfahren.

Jimmy am 25.10.2012 16:16:07

Das ist in Söflingen eine ganz schwierige Ecke. Schon der Weg am Söflinger Friedhof entlang ist "kriminell" mit dem Fußweg, der gerade mal so breit ist wie ein Din A3-Blatt.

Die Kreuzung an der Endhaltestelle Straßenbahn mit den abgesenkten Bordsteinen ist an sich recht gut gelöst. Allerdings sind dort viel zu viele Autos unterwegs und vor allem auch viel zu schnell. Das liegt vielleicht an der Einbahnstraßen-Situation, welche die Autofahrer zu relativ schnellem Fahren verleitet. Außerdem gibt es dort auf kurzem Abstand mehrere Zu- und Abfahrten zu dieser Art Kreisverkehr. Als Fußgänger und Radfahrer muss man schon höllisch aufpassen, ob einer nicht im letzten Moment noch abbiegt oder geradeaus weiterfährt. Sehr unberechenbar eben.

Eine Verbesserung der Situation sehe nur in der drastischen Reduktion des Autoverkehrs (ich wiederhole mich, das gebe ich zu). Vielleicht wäre auch eine Umgestaltung im ganzen Söflinger Ortskern möglich, ähnlich wie in der Neuen Straße. Breite Fußwege, keine Parkplätze, in der Mitte Einbahnstraßen ohne Bordstein. Es sind ja schon Ansätze in der Richtung sichtbar, nur leider wird das ganze vom Autoverkehr völlig überrollt.

Jimmy am 25.10.2012 15:59:53

Nun, wenn"s um das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel geht, stoße ich immer auf positive Resonanz ("Find ich klasse!"). Wenn"s aber drauf ankommt, höre ich immer wieder dieselben Ausreden ("dauert zu lang, man kommt verschwitzt an, man kann nichts transportieren, ist mir zu anstrengend").

Gerade mit dem E-Fahrrad trifft das jedoch einfach nicht zu. Man muss die Leute halt informieren und überzeugen, und zwar auf eine Art, dass sie das Radfahren "cool" finden. Sowas wie die Palmer-Aktion eben.

Moderation am 25.10.2012 15:29:22

Hallo Werner Korn, liebe Teilnehmende,
inwiefern können Ulm und Neu-Ulm Ihrer Meinung nach von diesem Beispiel lernen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 25.10.2012 15:27:24

Hallo Radi,

wie müssten die Verbesserungen Ihrer Meinung hier nach konkret aussehen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 25.10.2012 15:07:53

Dass sich eine Tempo-Reduzierung positiv auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auswirken würde, ist denke ich unbestritten. Die Behauptung, dass dadurch Verkehrslärm und Schadstoffausstoß gemindert würden, finde ich fraglicher; die Autoschlange wird dadurch eher länger als kürzer, würde ich im Gegensatz behaupten. Deswegen glaube ich, dass man sich mit einer pauschalen und undifferenzierten Forderung nach einer Tempobeschränkung um fast die Hälfte in den eigenen Fuß schießen würde.

Und um mal offen zu sein: Ulm/Neu-Ulm ist eine gefühlte 200"000-Einwohner-Stadt, ein Oberzentrum mit politischer, verkehrlicher und infrastruktureller Zentralfunktion mit einer derzeit florierenden Wirtschaft - was nicht jede Stadt in Deutschland von sich behaupten kann. Bei uns herrscht Betrieb, und darüber sollten wir froh sein; wo sollen die teuren Infrastrukturprojekte denn bitte herkommen, wenn nicht aus den guten Steuereinnahmen?

Da werden wir es doch wenigstens akzeptieren müssen, auf einigen Durchgangsstraßen den Straßenverkehr zügig durch die Stadt zu leiten. Zum Ausgleich können wir uns davon einige schöne Projekte leisten - die Straßenbahn, weitere Radwege, Straßenumbauten -, und können punktuell, wo auch immer erforderlich, die Balance zwischen MIV und Umweltverbund neu austarieren.

Ulm/Neu-Ulm kann und darf nicht in den Status einer verschlafenen Provinzstadt zurückfallen, damit tun wir uns keinen Gefallen.

Wie man so schön sagt, no ned hudle.

Klee am 25.10.2012 14:52:33

Speziell in Neu-Ulm mit seinen engen und teils schon zur Überlastung neigenden Straßen hätten wir dann allerdings ein größeres Problem mit (lärmenden, stinkenden) Rückstaus, das sich auch auf Busse und eine oder zwei eventuelle Straßenbahnlinien negativ auswirken würde. Insofern fände ich es problematisch, den Querverkehr der Bahnhofstraße, der Kasernstraße und dann logischerweise auch der Augsburger Straße abzuwürgen.

Die Glacis-Galerie wird der Grünen Brücke übrigens, soweit ich weiß, nicht im Weg stehen. Meines Wissens wird sich an den Steg über die Gleise auch weiterhin eine direkte Wegführung zur Maximilianstraße anschließen.

Walter Radtke am 25.10.2012 14:32:15

Ein schöner Gedanke. Die "Grüne Brücke" wird aber vermutlich eher ungünstiger für Radfahrer, da zukünftig die Glacis-Galerie im Wege steht! Auch deshalb ist es erforderlich, die beiden anderen Süd-Nord Achsen (Memminger Straße zur Herdbrücke und Reuttier Straße zur Gänstorbrücke) radfahrfreundlich zu gestalten. Bisher sind das mit die gefährlichsten und radfahrunfreundlichsten Straßen in Neu-Ulm.

Walter Radtke am 25.10.2012 14:14:36

Eine Tempo-Reduzierung (30 km/h) wäre auf engen, vielbefahrenen städtischen Straßen ohne Radwege ein großer Sicherheitsgewinn auch für Radfahrer. Zudem würde der Schadstoffausstoß und der Verkehrslärm vermindert. Also eigentlich (fast) nur Positives. Der "Zeitverlust" für Autofahrer ist gering. Das wäre ein echtes Bekenntnis beider Städte zur Erreichung selbst aufgestellter Ziele im VEP.

Klee am 25.10.2012 12:56:38

Schöne und erkenntnisreiche Detailanalyse!

Radi am 25.10.2012 12:42:04

...vielen Dank für die Hintergrundinfo, das Problem des Radverkehrs bleibt also unberücksichtigt. Eine wirklich Fahrad freundliche Stadt ist allerdings nur mit Einschnitten für den MIV zu realisieren. Fahrradfahrer als ernstzunehmende, ökologisch agierende und gesundheitsbewusste Verkehrsteilnehmer hatten und haben es in Ulm also weiter schwer. Vielleicht würde eine Steuer für Radler ja dazu führen, dass sich mehr als nur die wenigen, die als Fahrradnutzer am Forum teilnehmen für ihre Rechte stark machen.

Jimmy am 25.10.2012 9:29:32

Zitat UL/NU usw.:"Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung."

Ich kann"s mir nicht verkneifen: Er ist besorgt wegen der Abnutzung seiner Reifen in Kreisverkehren - niedlich irgendwie.

Jimmy am 25.10.2012 9:20:52

Tolle Idee, danke für den Beitrag!

In Ulm wären die Fahrzeuge vermutlich vertauscht. Jetzt mal völlig ohne irgendwelche Wertung: ich würde gerne mal gegen Gönner und Kulitz bei einem solchen Rennen antreten - ich wähle das Fahrrad, von mir aus auch ohne E-Unterstützung.

Jimmy am 25.10.2012 9:06:19

Zitat UL/NU usw.:"Ich finde den hier dargestellten Vorschlag zur Verbindung der Augsburger und Schützenstraße gut."

Das glaube ich gerne, nachdem ich Deine bisherigen Kommentare hier gelesen habe. Könntest Du bitte ausführen, _warum_ Du den Vorschlag gut findest? Vielleicht finden sich ja neue, bisher nicht bedachte Argumente.

Jimmy am 25.10.2012 9:01:36

@UL/NU usw.:

Ich will Dir keinesfalls zu Nahe treten, aber mir drängt sich die Vermutung auf, dass es Dir keinesfalls um den "individuellen Einzelhanden" geht (was auch immer Du damit meinst), sondern um die Möglichkeit, direkt vor den Geschäften parken zu können.

Ich beobachte das häufig im Kollegen- und Bekanntenkreis: jeder noch so kleine Fußweg wird vermieden, am liebsten wird direkt vor der Tür geparkt.

Jimmy am 25.10.2012 8:53:57

Zitat UL/NU usw.: "Tempo 30 ??? - Trifft man als Autofahrer bald nur noch auf Beschränkungen?"

Endlich melden sich auch mal "eingefleischte" Autofahrer hier zu Wort!

Ich frage mal zurück: von welchen Beschränkungen redest Du eigentlich? Du kannst mit Deinem Fahrzeug so gut wie jeden Ort in Ulm und Umgebung problemlos erreichen und zwar 24 Stunden am Tag, 365 Tag im Jahr. Du kannst Dir ein noch so sinnloses Vehikel zulegen und mit mehreren Tonnen Blech und x PS alleine zum Spaß oder aus Bequemlichkeit durch die Gegend fahren. Es werden ständig neue Straßen gebaut oder bestehende ausgebaut (Tangenten, A8-Ausbau, Parkplätze, Parkhäuser etc.).

Empfindest Du es wirklich als Beschränkung, gelegentlich nur 30 statt 50 zu fahren (in der Realität wohl eher 45 statt 65)? Vielleicht "verlierst" Du damit ein paar Sekunden oder sogar eine Minute. Ist das wirklich so schlimm? Ich kann"s einfach nicht nachvollziehen.

Jimmy am 25.10.2012 8:38:57

Argumente wird er keine haben, er findet ja nicht mal einen aussagekräftigen Thread-Titel ;-)

Es braucht m.E. allerdings auch keine Begründung für solche Forderungen. Nach meiner persönlichen Erfahrung werden sie von der weit überwiegenden Mehrheit unterstützt, leider.

Klee am 25.10.2012 1:54:07

Naja, wenn man sich nur und ausschließlich als Autofahrer sieht, dann dürfte man es tatsächlich bald nicht mehr ganz so gut haben wie bisher. Die unmäßige Bevorteilung des MIV wird zugunsten umweltfreundlicherer Fortbewegung zurückgefahren.

Ich als Autofahrer bin dabei durchaus zu Einschnitten bereit, wenn ich als Fußgänger, ich als Straßenbahnfahrer und ich als Radfahrer davon profitiere. Durch die Neue Straße zwischen Steinerner Brücke und Donaustraße etwa kommt man heute als Autofahrer gefühlt zehn Sekunden langsamer als noch bis vor fünfzehn oder zwanzig Jahren. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer - ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer - ist der Abschnitt aber unendlich viel attraktiver geworden. Unterm Schnitt gewinnen wir alle also.

Dass dabei in allem ein gewisses Maß gehalten wird, darauf vertraue ich mal den Verkehrsplanern - als Privatmensch will man wohl vor allem seine eigenen Maximalforderungen durchgesetzt sehen, wie man auch hier im Forum sieht. Tempo 30 wird es wohl auch weiterhin nicht flächendeckend und jederzeit geben (zum Glück, wie ich finde) - aber mehr Tempo 30-Zonen, die nachts gelten? Gerne.

Klee am 25.10.2012 1:47:23

Ich glaube nicht, dass an jeder Kreuzung/Hauptstraße Kreisverkehre gefordert werden oder sinnvoll sind. In diesem konkreten Fall, der Memminger Straße südlich der Kreuzung mit der B10, würde ich auch keinen Vorteil sehen.

Generell sind Kreisverkehre aber eine tolle Geschichte, die den Verkehrsfluss stabilisieren und die Unfallgefahr verringern. Wo auch immer sie Sinn ergeben und Platz haben - immer her damit, z.B., wie hier im Forum schon völlig richtig vorgeschlagen (  Link ), die Kreuzung NU8/ST2023.

Klee am 25.10.2012 1:41:43

Ohje, für so eine Maximalforderung braucht man hier im Forum aber gute Argumente ;-)

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:57:59

Brötchentasten - her damit!

Beleben den individuellen Einzelhandel (und nicht nur die in der Peripherie liegenden Einkaufszentren mit Massenware).

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:55:16

Brötchentasten - her damit!

Beleben den individuellen Einzelhandel (und nicht nur die in der Peripherie liegenden Einkaufszentren mit Massenware).

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:45:11

Tempo 30 ??? - Trifft man als Autofahrer bald nur noch auf Beschränkungen?

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:39:20

Bitte nicht noch mehr Kreisverkehre ....
Die Region ist schon völlig von Kreisverkehren gesättigt.
An einigen Stellen ist es meines Erachtens nach sinnvoll, aber nicht jede Kreuzung braucht einen Kreisverkehr. Und schon gar nicht die Hauptstraßen.
Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung.
Ich persönlich nehme gern eine Wartezeit an einer Kreuzung mit oder ohne Ampel in Kauf, das finde ich wesentlich entspannter als eine Kreisverkehrsdurchfahrt nach der anderen.

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:38:34

Bitte nicht noch mehr Kreisverkehre ....
Die Region ist schon völlig von Kreisverkehren gesättigt.
An einigen Stellen ist es meines Erachtens nach sinnvoll, aber nicht jede Kreuzung braucht einen Kreisverkehr. Und schon gar nicht die Hauptstraßen.
Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung.
Ich persönlich nehme gern eine Wartezeit an einer Kreuzung mit oder ohne Ampel in Kauf, das finde ich wesentlich entspannter als eine Kreisverkehrsdurchfahrt nach der anderen.

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:22:13

Ich finde den hier dargestellten Vorschlag zur Verbindung der Augsburger und Schützenstraße gut.

Sebastian Kaupper am 24.10.2012 21:31:18

Das ist seine sehr ungenaue Beschreibung, es wäre gut wenn man die Situation konkreter beschreiben könnte. Nötig sind Linien, Haltestellen und Abfahrtszeiten.

Klee am 24.10.2012 19:49:11

Ich glaube, das geht auf die Frage zurück, was man auf der Höhe Friedrich-Ebert-Straße/Hbf, wenn man für einen möglichst kreuzungsfreien Verkehr sorgen woll, eher unter die Erdoberfläche soll. Denkbar wäre ja prinzipiell beides, in Augsburg wird ebenfalls die Straßenbahn mi Bahnhofsbereich unter die Erde versenkt (siehe  Link ).

Ich muss ehrlich sagen, dass mir die momentanen Planungen eher zusagen. Zusammen mit dem Citybahnhof und den Sedelhöfen wird da so eine Art zweite Erdgeschossebene eingerichtet, die mit einer breiten (unterirdischen) Passage verbunden werden soll. Ich finde die Lösung relativ elegant: die Bahnhofstraße steigt ja nach Westen hin, zum Bahnhof, spürbar an. Ein paar Meter unterhalb des Scheitelpunktes oben würde dort dann ein neues großes Portal entstehen, das zu der besagten breiten (Einkaufs)passage führt, die die Ebert-Straße untertunnelt und nahtlos übergeht in die tiefergelegte Bahnhofshalle. Man kommt also barrierefrei und ohne jedweden motorisierten Kreuzungsverkehr ebenirdisch von der Bahnhofstraße bzw. von den Sedelhöfen zum Bahnhof und zum Dichterviertel.

Viele verbinden die unterirdische Führung von Fußgängern an dieser Stelle mit einer (verkehrstechnischen und psychologischen) Abwertung, was ich aber nicht so sehen würde. Wenn die Passage richtig gemacht ist (und dafür muss man nur etwas Geld in die Hand nehmen...), kann man das sehr attraktiv lösen und auch Tageslicht hineinleiten; eine zweite Klettpassage brauchen wir hingegen nun wirklich nicht.

Eine Tunnellösung für den MIV und den ÖPNV fände ich für eine Stadt wie Ulm nicht geeignet. Die Gründe sind die Konzentration der Abgasen, der multiplizierte Lärm, die hässlichen Tunnelportale und die hohen Kosten - und dass das für uns vielleicht einfach auch etwas überdimensioniert wäre. Auch aus Sicherheitsgründen würde ich den motorisierten Verkehr lieber oben entlangleiten.

Was natürlich nicht heißen soll, dass man die Stadtautobahn lässt, wie sie ist.

Yannik Heide am 24.10.2012 19:24:03

Ich meine damit das man eine Art unteridische führung machen könnte, also das man kürzere Wege hat man kann ohne die Strasse zu überqueren in den Dus einsteigen oder in die Bahn oder gleich zur Hirschstr laufen. Diese unterführung könnte man dan auch gleich zut Schillerstr und zu den Bahnsteigen im neuen Hbf verlängern.

Jimmy am 24.10.2012 19:06:46

Der Zweck der vorgeschlagenen Untertunnelung ist mir nicht klar.

Um den Bereich Bahnhof - Theater - Friedrich-Ebert-Straße sinnvoll nutzen zu können, muss in erster Linie der Pkw-Verkehr dort verschwinden. Das könnte durch eine Untertunnelung gelöst werden. Aber den Nahverkehr nach unten verlegen? Leuchtet mir nicht ein.

Klee am 24.10.2012 17:38:22

Besten Dank an die Städte für diese weiteren Informationen. Als Laie würde ich weiterhin eine Südtangente und eine Osttangente als Ergänzung zur Nordtangente und Westtangente spannend finden (in dieser globalen Betrachtung würden sich dann auch eventuell einige Zahlen verschieben), aber ich gehe davon, dass die Städte hier haben richtig rechnen lassen. Womöglich wird das ja ein Thema zum nächsten VEP...

Klee am 24.10.2012 17:23:55

Ich finde es schön, dass die NUWOG (deren wichtige Arbeit ich sehr schätze, auch wenn die Stadtpolitik dem Bedarf nach sozialem Wohnungsbau in der Region nicht unbedingt gerecht wird...) sich mit diesem Beitrag zu Wort meldet, und ich kann mich der Forderung unbedingt anschließen.

Für meine Begriffe würde eine Streckenführung der Linie 2 durch das Wiley-Nord, in dem die NUWOG, soweit ich weiß, ab 2015 etwa 75 Wohnungen realisieren wird (und wohl noch mehr privat entstehen wird), viel Sinn ergeben - zumindest mehr Sinn als der umständliche Abstecher via Escheugraben und Rühmann-Straße, der momentan auf Finanzierbarkeit abgeklopft wird. Dort könnte mit modernen Bauten viel günstiger Wohnraum geschaffen werden, der mit kluger Gestaltung und guter ÖPNV-Anbindung so etwas wie ein Zukunftsquartier Neu-Ulms werden und soziale Probleme entschärfen könnte.

Das Vorfeld weiter im Osten (~Bradleystraße) scheint mir mit dem 5er verhältnismäßig gut erschlossen zu sein, doch der Umweg der Strab 2 über den Escheugraben wirkt auf mich wie ein fauler Kompromiss - nahe der Memminger Straße mag man einige Pendler ins westliche Gewerbegebiet anzusprechen, doch viele Stadtbewohner proftieren von diesem fahrtzeitverlängernden Schlenker nicht.

Stattdessen würde eine Linienführung, die die Memminger Straße auf Höhe der FOS/BOS verlässt, durch den Escheugraben oder die Riedstraße führt, und dann klug in ein sowieso völlig neu zu planendes Wiley-Nord integriert wird, wesentlich mehr Menschen erreichen - so meine Laieneinschätzung. Die Straßenbahn könnte ohne weiteres über die Wileybrücke die Hochschule erreichen und weiter durch das Wiley-Süd nach Ludwigsfeld, wo ebenfalls so viele Menschen wie möglich abgedeckt werden sollten.

Als Nebeneffekt wäre eine weitere, allerdings städtebaulich und verkehrstechnisch verträglichere Nord-Süd-Trasse geschaffen, die vor allem dem ÖPNV dienen würde und die unfreiwillige Stadtautobahn Memminger Straße von Pendlerbewegungen entlasten könnte. Für mich ist dies einer weiteren Massierung des Verkehrs entlang der anwohnerschwachen und chronisch überlasteten Memminger Straße, gerade im Kreuzungsbereich mit der B10, unbedingt vorzuziehen.

Ähnliches gilt für Offenhausen und Pfuhl - bestens zu erreichen und in der Lage, sehr viele Neu-Ulmer anzusprechen. Gerade hier, wo man trotz der Nähe nicht über einen echten Stadtbus verfügt, sondern auf Überland- und Regionalbusse angewiesen ist (auch eine psychologische Sache), würde eine Straßenbahn den ÖPNV um einen Schlag bereichern und die Lebensqualität der Menschen wesentlich erhöhen. Zumal die topographischen Bedingungen besser kaum sein könnten.

Insofern kann ich Frau Kemmler nur zustimmen, Nahverkehrspolitik ist auch Gesellschafts-, Bevölkerungs- und Zukunftspolitik.

telepro am 24.10.2012 10:01:34

Zur Umsetzung dieses Vorschlags müssen die Wege mit den verschiedenen Verkehrsmitteln elektronisch erfasst werden. Das kann man natürlich unterschiedlich granular tun. Ein Tool für die grobe Erfassung kann man einfacher programmieren und mit Daten versehen.

Eine detaillierte Möglichkeit besteht darin, eine individuelles Nutzerkonto zu führen, welches auf einem verkehrsmittelübergreifenden Datenbestand aufsetzt. Im Projekt RUDY 2005 haben wir einen Schritt in diese Richtung gemacht, indem wir das Fahrplanauskunftsystem in Echtzeit mit dem Dispositionssystem der Taxi-Zentrale Neu-Um verbunden haben. Dadurch konnte man sich diskriminierungsfrei die Alternativen ÖPNV und Taxi ansehen, bzw. Teilwege mit dem Taxi dazubuchen, wenn z. B. kein Bus mehr fuhr. Leider ist es von den Akteuren im ÖV, Taxi und auch der Politik nicht weiter verfolgt worden. Die Gründe wurden nie offen diskutiert. Ähnliches brächte man heute unter der diskrimierungsfreien Einbindung der verschiedenen Car-/Bikesharer.

telepro am 24.10.2012 9:17:48

Mich würde interessieren, welche Daten, Funktionen und Dienste von den Akteuren des ÖV derzeit nicht (in der passenden Form) zur Verfügung gestellt werden, was weitere Programmierungen erforderlich macht. Im Projekt RUDY haben wir 2005 eine Schnittstellestelle zwischen Betriebsleitsystemen und Auskunftsystemen zur Übermittlung von Echtzeitdaten erstmals umgesetzt und als VDV-Standdard 454 eingebracht. Dieser wurde später in leicht veränderter Form sogar CEN-normiert. Insofern haben Ulmer Entwicklungen die Telematik im ÖV geprägt. Die Daten der Regionalbusse könnten prinzipiell genauso ins Auskunfssystem eingespielt werden. Warum sie es nicht sind, kann ich nicht beurteilen.

Nun von GTFS wusste man vor ein paar Jahren noch nichts... aber, wie gesagt, interessant wäre zu hören, welcher weitere Nutzen damit verbunden werden könnte, der nicht nur Google zugute kommt.

telepro am 24.10.2012 8:24:54

Prinzipiell ist das möglich durch Nutzung von technischen Schnittstellen zwischen den Betriebsleitsystemen von RAB und den Anzeigebetreibern. Diese wurden im Rahmen des RUDY-Projekts 2005 abgestimmt und später VDV-standardisiert und in abgewandelter Form auch CEN-Norm.

Jimmy am 24.10.2012 7:34:09

Das Leitbild ist so wunderbar formuliert, dass fast jeder in allen Punkten zustimmen kann. Genau das ist aber die Schwäche dieses Leitbilds: die genannten Punkte sind so schwammig, dass sie beliebig ausgelegt werden können.

Ich habe den Eindruck, dass das Leitbild von der Entscheidungsträgern, wer immer auch das ist, so ausgelegt werden, dass der MIV möglichst gut dabei wegkommt.

kai_br am 23.10.2012 21:40:19

Der Vorschlag ist sehr wichtig und gut. Nur wenn wirklich alle Busse verzeichnet sind, kann das System seine Vorteile gänzlich ausspielen.

kai_br am 23.10.2012 21:36:04

Wir nutzen als Familie mit 3 Kindern auch das Car-Sharing-Angebot von Confishare und sind sehr zufrieden damit.

Hat die Stadtverwaltung schon einmal daran gedacht, auf eigene Dienstfahrzeuge zu verzichten und stattdessen auf Car-Sharing zurückzugreifen?

kai_br am 23.10.2012 21:22:01

Die Sperrung des Mähringer Wegs Richtung Uni muss natürlich beibehalten werden! Sonst würden die Wohngebiete mit Durchgangsverkehr unnötig belastet sowie die Busse (bzw. die Straßenbahn ab hoffentlich 2016) würden unnötig im Stau stehen und unattraktiv werden.

Ich hoffe, dass sonst keiner auf die Idee kommt, vor der Uni den Wald abzuholzen nur um weitere Parkplätze zu bauen. Übrigens, der neu vergrößerte Parkplatz 10 an der Uni West ist auch jetzt zu Semesterbeginn nur zu maximal 1/3 ausgelastet. Die Gesamtzahl der Parkplätze ist also vollkommen ausreichend.

kai_br am 23.10.2012 21:10:18

Es ist in der Straßenverkehrsordnung aus guten Grund verboten, auf dem Gehweg zu parken (es sei denn, es ist explizit durch das Verkehrszeichen 315 erlaubt)! Diese guten Gründe hat Jimmy ja schon genannt. Deswegen verstehe ich die Haltung der Stadt Ulm nicht, dass sie hierzu keine einheitliche Meinung habe.

Ein Beispiel ist der Stifterweg oder der Trollingerweg auf dem Eselsberg. Hier verbleiben teilweise nur noch eine Breite von einem halben Meter für den Fussweg. Wie sollen Eltern mit Kinderwagen dort vorbeikommen? Oder ein Rollstuhl? Außerdem muss bedacht werden, dass Kinder bis 8 Jahren auf dem Gehweg radfahren müssen und bis 10 Jahren dort Radfahren dürfen.

Deswegen muss meiner Meinung nach die Stadt Ulm konsequent gegen Gehwegparker vorgehen und nur dort, wo ausreichend Platz ist, den Gehweg per Verkehrszeichen 315 freigeben. In dem Fall sollten aber noch mindestens 1,5 bis 2 Meter für die Fußgänger, radfahrende Kinder etc. freibleiben.

kai_br am 23.10.2012 20:42:54

Ein weiteres Beispiel, wo Radfahrer (und auch Fussgänger) an Kreuzungen benachteiligt sind, ist der Radweg parallel zum Kurt-Schuhmacher-Ring bei der Überquerung der Blaubeurer Straße. Hier muss man 3x das Grün per Druckknopf anfordern, so dass es zum Teil 3 Ampelphasen dauert, bis die gesamte Kreuzung überquert ist.

Alex am 23.10.2012 19:19:50

Dem Vorschlag die Kreuzung durch einen Kreisverkehr zu ersetzen kann ich mich nur anschliessen. Damit würde ein Punkt an dem schon Unfälle passiert sind entschärft.

Moderation am 23.10.2012 17:26:49

Zum Thema Querspange B 10/B 28/B 30 gibt es aus Ulm und Neu-Ulm noch die folgende Zusatzinformation:
"Die Stadt Neu-Ulm hat in einem intensiven Abstimmungs- und Abwägungsverfahren (Ausbau B 10/Europastr. vs. Neubau Querspange B 10/B 28/B 30) im Jahre 2003 dem Bund als Baulasträger empfohlen, die bestehende B 10/Europastraße leistungsgerecht zu ertüchtigen und da wo erforderlich, mit Lärmschutzwänden auszustatten. Der Bund ist dieser Empfehlung gefolgt, indem er die B 10-Ausbauplanung in den sog. "vordringlichen Bedarf" (höchste Priorität) des Bundesverkehrswegeplanes eingestuft hat. im Gegenzug wurde die Querspange B 10/B 28/B 30 seinerzeit dem sog. "weiteren Bedarf" zugeordnet. Allerdings mit der Maßgabe, dass die hierzu erforderliche Trasse als Daseinsvorsorge frei gehalten werde. Das ist bis heute in allen entsprechenden Plänen so erfolgt. Zum mittelfristig angelegten B 10-Ausbauplan gehören der inzwischen fertig gestellte Kreisverkehrsplatz am Knotenpunkt B 10/Wiblinger Str., die realisierte Untertunnelung der Memminger Str., der im Bau befindliche Kreisverkehrsplatz inkl. Untertunnelung am Knotenpunkt B 10/Reuttier Str. sowie der künftige 4streifige Ausbau der B 10/Europastraße zwischen Breitenhof und der Anschlussstelle der A7 bei Nersingen.
Aus den dargelegten Gründen wurden die Überlegungen hinsichtlich einer möglichen Querspange B 10/B 28/B 30 im Rahmen der derzeitigen Fortschreibung des VEP U/NU nicht weiter verfolgt."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 17:17:32

Hallo CG3, liebe Teilnehmende,
zu diesem Aspekt haben die Städte Ulm und Neu-Ulm folgende Information gegeben:
"Die Leitidee bei der Fortschreibung des VEP U/NU ist, Voraussetzungen zu schaffen, dass alle Verkehrsteilnehmer/innen und damit alle Verkehrsmittel grundsätzlich gleichberechtigt am Verkehrsgeschehen teilnehmen können. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die zur Verfügung stehenden Verkehrsräume und die -zeiten z.B. der Ampelschaltungen begrenzt sind. Hier gilt es, einen möglichst verträglichen Ausgleich für alle zu erreichen. U.a. deshalb sieht der VEP sog. Vorbehaltsnetze für den Radverkehr, für den ÖPNV und für den Kfz-Verkehr vor, auf denen die jeweilige Verkehrsart gegenüber den anderen bevorrechtigt werden soll. Besonders anspruchsvoll ist es dort, wo sich diese Netze überlagern. Auch hier gilt es, möglichst verträgliche Lösungen zu entwickeln, die auch akzeptiert werden. Das erfolgt in einer der nächsten vertieften Planungsstufen. Eine durchgängige Querung für Fußgänger wird an vielen Knoten zu einer reduzierten Leistungsfähigkeit für den MIV führen. Ein Ergebnis dieser Diskussion könnte eine Festlegung im VEP sein, für Neuplanungen immer durchgängige Fußgängerquerungen zu schaffen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 17:06:51

Liebe Teilnehmende,
zum Thema Donaubrücke haben wir von den Städten Ulm und Neu-Ulm folgende Hintergrundinformationen erhalten:
"Wir haben die Wirkung einer "Donaubrücke im Osten" mit Hilfe des Verkehrsmodells Ulm/Neu-Ulm geprüft und dabei festgestellt, dass sich nur ein kleiner Teil des Kfz-Verkehrs von der Gänstorbrücke dorthin verlagern würde. Noch weniger von der Herdbrücke und am wenigsten von der Adenauerbrücke. Erkenntnis daraus lautet, dass ein Großteil der hier verkehrenden Kfz-Verkehre in die erweiterten Zentren von Ulm und Neu-Ulm möchte. Darüber hinaus konnten wir feststellen, dass Kfz-Verkehre diese neue Brücke nutzen würden, die bisher weiter östlich fahren. Der prognostizierten geringen Nutzung stehen ein hoher Finanzierungsaufwand und Eingriffe in die Naherholungsbereiche gegenüber. Aus diesen Gründen wurden die Überlegungen hinsichtlich einer zusätzlichen östlichen Donaubrücke für den Kfz-Verkehr nicht weiter verfolgt.
Auch für eine mögliche Straßenbahn nach Puhl/Burlafingen erscheint die Lösung einer zusätzlichen Donaubrücke wenig sinnvoll, da auch hier die potenziellen Fahrgäste überwiegend eine Direktführung zu den Zentren von Neu-Ulm und Ulm wünschen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 16:58:20

Liebe Teilnehmende,
zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzungen lassen die Städte Ulm und Neu-Ulm folgende Hintergrundinformation ausrichten:
"Die Einrichtung eines generellen Tempo 30 li mits wird momentan deutschlandweit kontrovers diskutiert. Die Städte Ulm und Neu-Ulm verfolgen mit dem MIV-Vorbehaltsnetz in der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) das klare Ziel, die Beruhigung von Straßen besonders in Wohngebieten und den Verkehr auf Straßen aus dem Vorbehaltsnetz zu bündeln. Die eingeführten Tempoli mits (König-Wilhelm-Straße, Karlstraße, Zinglerstraße, etc.) in den Abend und Nachtstunden resultieren aus dem Lärmaktionsplan."

Viele Grüße,
Biorgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 16:53:53

Liebe Teilnehmende,
zu diesem Thema haben uns die Städte Ulm und Neu-Ulm diese Information gegeben:
"Das Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr durch Ulm besteht bereits seit vielen Jahren, leider gestaltet sich die Kontrolle des Durchgangsverkehrs sehr schwierig. Nur durch einen hohen Personaleinsatz der Polizei oder technisch, mit sehr hohen finanziellen Aufwand, kann das Durchfahrtsverbot für den Schwerverkehr durchgesetzt werden. Eine dynamische Verkehrsbeeinflussung auf den Autobahnen 7 und 8 muss mit dem Regierungspräsidium Tübingen und der Autobahndirektion Bayern abgestimmt werden. Wir werden Ihren Vorschlag, sowie weitere Lösungen, den Verkehr bereits vor den Stadtgrenzen abzufangen und umzuleiten in den VEP aufnehmen und nachgehen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 16:48:01

Liebe Teilnehmende,
zu diesem Aspekt hat uns die Stadt Ulm die folgenden Hintergrundinformationen zukommen lassen:
"Wie Sie wissen ist der Blaubeurer Ring einer der wichtigsten Knotenpunkte im Kernstadtgebiet zur Abwicklung von überregionalen und regionalen Verkehren und weist damit auch eine enorme Verkehrsbelastung auf. Die Reduzierung der Ringfahrbahn von 3 auf 2 Fahrstreifen, sowie die Herstellung der Bypässe im Rahmen der Ansiedlung des Möbelhauses IKEA vor rd. 10 Jahren haben zwar bereits zu einer starken Reduzierung der Unfälle geführt, dennoch ist es natürlich unser Ziel, alle Unfallhäufungsstellen weiter zu entschärfen. Wie Sie richtig erwähnen, handelt es sich bei dem Blaubeurer Ring nicht um einen Kreisverkehr, sondern um eine Ringfahrbahn mit vier separat beschilderten Einzelknotenpunkten. Die Ausweisung zu einem Kreisverkehr und damit zur Klarstellung der Vorfahrtsregelung an jedem der anschließenden Fahrbahnäste ist leider aufgrund der rechtlichen Planungsvorgaben nicht ohne weiteres möglich. So wird u.a. in den Einsatzkriterien für zweistreifig befahrbare Kreisverkehre in der Richtlinie festgelegt, dass Kreisausfahrten aus Sicherheitsgründen immer nur einstreifig ausgeführt werden dürfen. Die Verbesserung dieser Knotenpunktsituation ist bereits seit geraumer Zeit ein wichtiges Anliegen der Stadt Ulm, und so wurde schon im Jahr 2008 im Hinblick auf die verbesserte Erschließung des Dichterviertels und künftigen Citybahnhofes ein Konzept durch das Ingenieurbüro Modus Consult erarbeitet, welches als Grundlage dem aktuell laufenden Wettbewerbsverfahren zum Dichterviertel dient. Da dies jedoch nur einen Teilbereich des Blaubeurer Rings betrifft, lässt die Stadt Ulm nun den gesamten Blaubeurer Ring detailliert untersuchen. Das Verkehrszeichen (VZ 215) welches auf einen Kreisverkehr hinweist findet man am Blaubeurer Tor nicht."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 16:44:19

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
zu dem Bereich Ehinger Tor hat uns die Stadt Ulm folgende Hintergrundinformationen gesendet:
"Die hoch frequentierte Neue Straße im Bereich Ehinger-Tor ist eine wichtige Verkehrsader für den motorisierten Individualverkehr (Pkw, Lkw, Zweiräder) in Ulm. Der Knoten Ehinger-Tor erreicht in diesem Bereich gerade zu Stoßzeiten seine Leistungsgrenzen. Die Reduzierung einer Spur würde den Verkehrsfluss stark dezimieren und einen Rückstau auf innerstädtische Straßen bedeuten, auch der Nahverkehr könnte dadurch betroffen sein. Dieses Beispiel zeigt die Herausforderung eines Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) und dass eine gesamtheitliche Betrachtung notwendig ist. Die im VEP beschriebenen Vorbehaltsnetze sollen künftig aufzeigen, wo und wie stark Verkehrsträger bevorrechtigt oder beschleunigt werden sollen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 16:40:28

Hallo Moedi, liebe Teilnehmende,
die Stadt Ulm hat uns zu diesem Aspekt unbeleuchteter Landstraße folgende Information gegeben:
"Das ist ein grundsätzliches Problem an vielen straßenbegleitenden Fuss- und Radwegen: sie sind außerorts in der Regel unbeleuchtet. Das wird wohl auch so bleiben. Einzige Abhilfe/Problemverringerung wäre hier links und rechts eine weiße Fahrbahnrandmarkierung anzubringen. Dies wird derzeit allerdings nur dort gemacht, wo sich die Streckenführung des Radweges ändert."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Jimmy am 23.10.2012 14:54:17

Zitat Moderation: "Was könnte dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht aufeinander nehmen?"

Die Frage ist neutral formuliert. Sehen Sie die Notwendigkeit, mehr Rücksichtnahme von Fußgängern und Radfahrern gegenüber Autofahrern zu fordern? Ich glaube kaum. Folglich sollte besser gefragt werden "Was könnte dazu beitragen, dass Autofahrer mehr Rücksicht auf Fußgänger und Radfahrer nehmen?".

Meiner Meinung nach ist mit Appellen an die Einsicht wenig auszurichten. Es sind viel zu viele Personen beteiligt und im Einzelfall kann ein einzelner rücksichtsloser Autofahrer schon zur Gefahr für seine Umgebung werden.

Es bleiben m.E. nur bauliche Maßnahmen (starke Verengung von Fahrbahnen, Sperrung von Straßen für den Autoverkehr) sowie strikte und streng kontrollierte Geschwindigkeitsbeschränkungen.

Klee am 23.10.2012 14:54:14

An dieser Stelle schönen Dank für den neuen Schwung an Antworten und Informationen der Städte. Es ist schön zu sehen, dass die Städte dieses Forum durchaus ernst nehmen und auch der Ton schon etwas lockerer geworden ist.

Klee am 23.10.2012 14:51:58

Na, klingt doch schon mal ganz gut!

Moderation am 23.10.2012 13:56:14

Liebe Teilnehmende,
auf die Anregung zu dieser Verbindung hat uns die Stadt Neu-Ulm folgende Information gegeben: "Da das Radverkehrsnetz der Stadt Neu-Ulm naturgemäß an der Stadtgrenze endet, ist die o.g. Relation nicht Bestandteil des 2006 beschlossenen Radverkehrskonzeptes. Aus verkehrsplanerischer Sicht stellt allerdings die Holzheimer/Steinheimer Straße eine wichtige Radverkehrsverbindung zwischen diesen beiden Ortschaften dar. Es gibt zwar eine parallel verlaufende Alternativroute, die ist allerdings größtenteils nicht befestigt und damit nicht alltagstauglich. Die Holzheimer/Steinheimer Str. ist zwar bei einer durchschnittlichen Kfz-Belastung von rund 2000 Kfz/Tag grundsätzlich für den Radverkehr geeignet (d.h., auch ohne separaten Radweg), aber sie ist wegen der teilweise hohen Kfz-Geschwindigkeiten aus Verkehrssicherheitsgründen nicht ganz unproblematisch. Wann hier ein entsprechender Geh- und Radweg gebaut wird, ist derzeit allerdings noch offen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 13:54:29

Hallo Cortauri, liebe Teilnehmende, auf diese Anregung hat uns die Stadt Neu-Ulm folgende Information zugesandt:
"Die Relation Steinheim-Finningen im Zuge der Gemeindeverbindungsstraße ist Bestandteil des Neu-Ulmer Radverkehrsnetzes. Das beschlossende Radverkehrskonzept sieht hier mittel- bis langfristig einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg vor (Maßnahme Nr. 51, Priorität IV). Allerdings ist eine zeitnahe Realisierung sehr unwahrscheinlich, da die bestehende Autobahnbrücke hierfür zu schmal ist. Deshalb wurde als Alternativradroute für die Relation Finningen-Steinheim inzwischen der Feldweg ab Ende Brombeerweg (Höhe Schützenheim) in Richtung Steinheim und Burlafingen radverkehrsgerecht ertüchtigt."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 13:46:52

Liebe Teilnehmende,
auf die Frage nach einer Fahrradtrasse zwischen den Bahnhöfen Ulms und Neu-Ulms haben uns die Städte Ulm und Neu-Ulm diese Hintergrundinformation gegeben:
"Auf Ulmer Seite ist 2013 vorgesehen den Radweg durch den Kobelgraben mit der Weg der Lärmschutzwand der Bahnlinie zu verbinden. Der 1. Bauabschnitt (BA) dieser Route wurde bereits im August fertiggestellt. Der 2. BA wird mit der Beendigung der Leitungsarbeiten durch die Entsorgungsbetriebe Ulm im Frühsommer hergestellt. Für den Knoten Schillerstraße/Zinglerstraße liegen Planungen vor. Es sollen in beiden Richtungen Angebotsstreifen sowie vorgezogene Aufstellflächen für Radfahrer, bzw. ein aufgeweiteter Radaufstellstreifen geschaffen werden. Durch diese ersten Maßnahmen soll die Achse Donauradweg-HBF-Blaubeurer Ring gefördert werden.
Die genannte Relation ist auf Neu-Ulmer Seite im Radverkehrskonzept als zu entwickelnde Route enthalten. Allerdings gibt es hierfür noch keine verbindliche Zeitplanung."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 13:36:49

Hallo JoBe, liebe Teilnehmende,
zu diesem Aspekt hat uns die Stadt Neu-Ulm folgende Hintergrundinformationen gegeben: "Von den 392 Kfz-Stellplätzen im Parkhaus am Bf Neu-Ulm werden 370 zum Dauerparken vermietet. Nach aktueller Information sind hiervon i.d.R. 350-370 vermietet. Für Berufspendler/innen gelten andere Tarife und Öffnungszeiten als für Anwohner/innen; letztgenannte können das Parkhaus täglich 24 Stunden nutzen. Weitere freundliche Auskunft erhalten Sie unter Fon 0731 - 80 08-110."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 13:33:55

Hallo FloDiehl, liebe Teilnehmende,

auf Ihren Hinweis hat uns die Stadt Ulm folgende Informationen gegeben: "Mit der Umgestaltung des Citybahnhofes ist eine Umgestaltung für den gesamten Bahnhofvorplatz vorgesehen. Die Belange aller Verkehre sollen stärker berücksichtigt werden. Der ZOB hat eine sehr hohe Nutzung an Regionalen Busverkehren. Auch der Bussteig 5 ist für internationale Buslinien komplett belegt. Ein Konzept zur Umgestaltung des ZOB zum Optimieren der Nutzung liegt der Stadt vor. Die Realisierung ist auf Grund der Abhängigkeiten zum Projekt City-Bahnhof bisher noch nicht vorgesehen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 23.10.2012 9:16:38

Finde ich eine prima Idee! Vor allem, weil sie recht kostengünstig umzusetzen wäre.

Meine Überlegung dazu wäre, dass alle Busse, die die Uni anfahren, in den Stoßzeiten ein kleines "U" erhalten - also 3u, 5u, 6u, 13u, 15u, 45u. Das sollte auch vom Platz auf dem Display her kein Problem sein, sollten SWU/DING anführen, das Umschalten würde Leute verwirren, und könnte entsprechend kommuniziert werden (an den Hochschulen, auf den Anzeigen, an den Haltestellen).

Moderation am 23.10.2012 8:52:44

Liebe Teilnehmende,
in vielen Fällen passieren Unfälle, weil verschiedene Verkehrsteilnehmer sich nicht umsichtig verhalten. Wie könnte langfristig eine Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer erzeugt werden? An anderer Stelle war bereits von spielerischen Elementen die Rede, die ein nachhaltiges Verhalten unterstützen könnten (  Link ).
Was könnte dazu beitragen, dass Verkehrsteilnehmer mehr Rücksicht aufeinander nehmen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 23.10.2012 8:46:41

Hallo Cortauri, liebe Teilnehmende,
wo sehen Sie weitere gefährliche Orte? Und inwiefern können diese Ihrer Meinung nach sicherer gemacht werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Jimmy am 23.10.2012 7:42:22

Zitat Byzantiner: "Dass man auf einem Radweg entlang einer Vorfahrtstraße keine Vorfahrt hat, sind Ausnahmefälle; in UL/NU kenne ich keinen."

Im Stadtgebiet kenn ich keinen Fall, aber ein Beispiel aus dem Umland: Radweg Thalfingen - Oberelchingen, Einmündung aus dem Wohngebiet im Westen von Oberelchingen in die dortige Landstraße. Vor einigen Jahren hatte der Radweg entlang der Landstraße Vorfahrt. Die Einmündung ist jedoch für Autofahrer extrem großzügig dimensioniert, was vermutlich zu gefährlichen Situationen bei kreuzenden Radfahrern führte. Anstatt nun die Einmündung radfahrer-freundlicher zu gestalten wurde kurzerhand die Vorfahrtsregelung zugunsten der Autofahrer geändert - sehr ärgerlich! Das sollte unbedingt wieder geändert werden und ein entsprechender Umbau vorgenommen werden, z.B. durch Fahrbahnverengung oder eine Verkehrsinsel.

Zitat Byzantiner: "Anstatt den Radfahrern ihre Vorfahrt wegzunehmen muss ihnen an den Kreisverkehren das Linksherumfahren verboten werden..."

Warum denn das? Ich fahre oft linksherum auf dem Radweg um soche Kreisel. Das hat den großen Vorteil, dass ich den (Auto-)gegenverkehr sehe. Auf Vorfahrtsregelungen sollten sich Radfahrer ohnehin nicht verlassen, dazu sind Autofahrer viel zu unberechenbar.

Klee am 22.10.2012 20:57:34

Das sehe ich ganz genauso - ich kenne ja die Platzsituation entlang der Germanenstraße und Am Bahndamm, und ja, vernünftig ist auf der Westseite näher zur Ortsmitte nichts zu realisieren, da stimme ich auf jeden Fall zu. Auf der Ostseite wäre Platz, aber da ist nichts erschlossen. Ein Haltepunkt ohne Parkplätze für Wagen und Räder würde einfach nicht funktionieren. Das ist also definitiv ein Problem.

Jcobson am 22.10.2012 20:43:47

Unabhängig davon ob sich Gerlenhofen ausbreiten sollte oder nicht, diese Anforderungen sollte man an jeden modernen S-Bahn Haltepunkt stellen können (vgl. hierzu München).
Der neue Punkt mag zwar zentraler liegen, aber niemand hat Lust im Regen auf die Bahn zu warten, niemand hat Lust von Werzlen aus, der Kirche oder dem Sportplatz 500 bis 800 Meter zu Fuß zu gehen. Ich kann mich nur wiederholen, ohne dass eine vernünftige Abstellfläche für Fahrräder realisiert wird, wird man kaum jemanden dazu motivieren können mit der S-Bahn zu fahren.
Ich fordere ja keinen Kiosk, ein Hotel noch anderweitig abwegige Dinge ich fordere lediglich, dass ein neuer Haltepunkt vernünftig erschloßen wird und einen gewissen Mindeststandard bietet.

Klee am 22.10.2012 20:12:51

Das stimmt natürlich allerdings wieder. Sollte Gerlenhofen sich irgendwann mal östlich des Bahndamms ausbreiten, so circa zwischen Bahnstrecke und Baggersee, wäre ja da prinzipiell "ne schöne Gelegenheit, etwas Platz zu schaffen für P R, Räder und Wartehäuschen. Sieht mir aber nicht danach aus, wenn ich mir die Pläne aus dem Stadtrat anschaue ( https://neu-ulm.more-rubin1.de/sitzungen_top.php?sid=2007-STR-135 ), auch wenn ich das persönlich für eine schöne Chance für Gerlenhofen halten würde. Wohnraum wird sowieso gebraucht in der Gegend, supernahe an der S-Bahn und an der Natur...

Soweit ich weiß, ist der neue Haltepunkt aber auch gar nicht mal unmittelbar geplant - Ende 2013 soll die S-Bahn ja schon starten, bis dahin wird wohl eher nichts mehr verlegt werden (schätze ich) und solange wird dann wohl der übliche Haltepunkt bedient werden. Da die S-Bahn ja eher keine Haltepunkte überspringt, wird das alles wohl gar nicht mal so übel aussehen für euch :-). Und wer weiß, vielleicht habt ihr in ein paar Jahren ein schönes neues kleines Viertel neben der Bahnstrecke mit allem Drum und Dran.

Jcobson am 22.10.2012 19:33:28

Das mit der Verlegung des Haltepunktes ist auch ein interessanter Aspekt.
Der Haltepunkt soll Richtung Ortsmitte verlegt werden. An und für sich logisch. Die Argumentation dafür leuchtet mir auch ein.
Jedoch wurden meines Erachtens nach die örtlichen Gegebenheiten außen vor gelassen.

Es existiert entlang der Bahnstrecke kein Abschnitt mit mehr als 5 Metern Abstand zur Straße. Wo sollen dort ein Fahrkartenautomat, ein Wartehäusschen, ein Bahnsteig sowie eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder hin?
Ohne die Möglichkeit Fahrräder vor Ort vernünftig abstellen zu können, wird sich der Haltepunkt nicht rentieren.

Der bisherige Haltepunkt wäre prinzipiell geeignet gewesen und hätte sogar noch Platz für eine Art Park a n d Ride Parkplatz gehabt.
Leider hat die Bahn die dazu nötigen Grundstücke veräußert.
Da die Hausener und Jedelhausener über eine Busverbindung am Wochenende verfügen, die man nicht einmal so bezeichnen kann, wäre es gerade für diese sicherlich interessant gewesen in Gerlenhofen ihr Auto abzustellen und anschließend mit dem Zug weiterzufahren. Diese Möglichkeit wurde leider vertan. Am neuen Haltepunkt wo auch immer der genau sein soll, wird es definitiv diese Flächen nicht geben.
Zudem muss der neue Haltepunkt erst eingerichtet werden. Ich wage zu bezweifeln, dass dies zeitnah genug geschieht, so dass die erste S-Bahn mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder nur an Gerlenhofen vorbeifahren wird.

Neuer Haltepunkt hin oder her, es wäre schon ein erheblicher Vorteil, wenn zumindest die gegenwärtige Situation verbessert wird und man als überzeugter Nutzer des ÖPNV auch alle Züge nutzen könnte, die tatsächlich in Gerlenhofen halten.

Byzantiner am 22.10.2012 19:15:00

Dass an der Neutorstr. die Radfahrer und Fußgänger oft auf dem falschen Bereich unterwegs sind, liegt daran, dass der Gehweg an der Fahrbahnseite und der Radweg an der Häuserseite markiert ist. Normalerweise wird es ja umgekehrt gemacht. Für die umgekehrte Anordnung hat man sich offensichtlich deshalb entschieden, weil dann die Fahrgäste zur Bushaltestelle nicht den Radweg überqueren müssen und weil es an der Westseite der Neutorstr. keine Hauseingänge gibt.
Sämtliche Radwege rot oder grün zu markieren, halte ich für übertrieben; aber an Problemstellen wie in der Neutorstr. muss deutlicher markiert werden.
Auch bin ich mir in der Neuen Mitte immer unsicher wo der Radfahrerbereich aufhört.

Klee am 22.10.2012 18:29:11

Gerlenhofen hat man schon nicht vergessen ;-)

In den alten (  Link - S. 36f.) wie voraussichtlich in den neuen Planungen ist Gerlenhofen natürlich Teil der Strecke, mehr noch soll ein neuer Haltepunkt näher an der Ortsmitte errichtet werden, der dann hoffentlich auch attraktiver ist als der alte am Eck. Für meine Begriffe ist Gerlenhofen damit einer der größten Gewinner der neuen S-Bahn-Strecke (die ja nach Weißenhorn definitiv kommt, auch wenn sie wohl anfangs anders heißen wird), weil die Anbindung noch besser wird und noch besser zu erreichen ist.

Byzantiner am 22.10.2012 18:20:41

Dass man auf einem Radweg entlang einer Vorfahrtstraße keine Vorfahrt hat, sind Ausnahmefälle; in UL/NU kenne ich keinen.

Allerdings ist die seit 5-10 Jahren an den Neu-Ulmer Kreisverkehren praktizierte Vorfahrtsregelung ein großes Ärgernis.
Mit der Wegnahme der Vorfahrt für Radfahrer sollten die Unfallzahlen reduziert werden; leider ohne jeden Erfolg - der Allgäuer Ring ist weiterhin Spitzenreiter bei den Neu-Ulmer Fahrradunfällen. Die Umstelllung war nur für die Autohaftpflichtversicherungen ein Gewinn, denn wenn der Radler am Unfall schuld ist, müssen sie nichts zahlen.
Anstatt den Radfahrern ihre Vorfahrt wegzunehmen muss ihnen an den Kreisverkehren das Linksherumfahren verboten werden, das ist dort nämlich branntgefährlich und nur etwas für Lebensmüde.

Oft sind Radfahrstreifen bzw. Schutzstreifen (siehe z.B. Herdbrücke, Marienstr./Donaustr.) besser als bauliche Radwege, weil man vom Autoverkehr besser gesehen wird und der Übergang auf die Fahrbahn (z.B. beim Abbiegen) unkomplizierter ist. In Ulm und Neu-Ulm gibt es leider noch zu wenig von diesen sinnvollen Markierungen.

Jcobson am 22.10.2012 18:18:53

Es stimmt mich positiv zu lesen, dass die Planungen für die erste S-Bahn Linie Ulm-Weißenhorn schon recht weit fortgeschritten sind.
Diese Strecke hat sicherlich Potential.
Warum jedoch immer nur der Teilabschnitt Senden - Weißenhorn diskutiert wird, verstehe ich nicht.
In jeder Diskussion vermisst man den südlichsten Stadtteil von Neu-Ulm, Gerlenhofen. Dieser Ort hat bereits einen Bahnhof und jeder Gerlenhofener verbringt täglich bestimmt 40 Minuten damit an den geschlossenen Schranken zu stehen und den durchfahrenden Zügen hinterherzuschauen. Wohlgemerkt, "hinterschauen" nicht mitfahren. Selbst wenn die Züge aufgrund eines Gegenzuges sich in Gerlenhofen kreuzen und somit einer auf dem Ausweichgleis steht, ist es untersagt in diese Züge einzusteigen. Was gegen diese Option spricht, ist mir ehrlich gesagt schleierhaft. Wenn man diese Züge offiziell in den Fahrplan integrieren würde, würde es zum ersten zu keinen Verzögerungen kommen, da der Zug ja sowieso steht und zum anderen würde man die Akzeptanz einer zukünftigen S-Bahn (die dann hoffentlich nicht nur durch Gerlenhofen durchfährt, sondern dort auch anhält) steigern.

Wenn ich mit einem der 10 Züge die momentan täglich in Gerlenhofen "offiziell" halten fahre, benötige ich bis zur Uni in Ulm circa 30 Minuten (inklusive umsteigen am Bahnhof in die Linie 3).
Nehme ich hingegen einen Bus bin ich circa 60 Minuten unterwegs.
Es liegt also auf der Hand, dass die S-Bahn bzw. momentan auch die Regionalbahn von Memmingen nach Ulm zu einer erheblichen Zeitersparnis für all diejenigen führt, die von Gerlenhofen aus in die Stadt wollen (dies gilt natürlich ebenfalls auch für den Rückweg).
Ich plädiere somit dafür, die Gerlenhofener bei der Planung und Realisierung der S-Bahn Linie Ulm - Weißenhorn nicht zu vergessen.

Jcobson am 22.10.2012 18:00:22

Es wäre schön, wenn der bestehende Radweg von Aufheim nach Hausen Richtung Gerlenhofen fortgesetzt werden würde.
Wenn man abends mit dem Rad ins Fussballtraining von einem Ort in den anderen Ort fahren will, sollte man zuvor sein Testament eingereicht haben. Auf dieser Kreisstraße wird zum einen gerasst und zum anderen sind Radfahrer auf der Straße für Autofahrer bedingt durch die topographischen Gegebenheiten teilweise erst spät zu erkennen. Hoffentlich nicht zu spät.
Von daher denke ich, dass ich im Sinne aller Jedelhausener, Hausener, Aufheimer und Gerlenhofener spreche.

Klee am 22.10.2012 15:20:28

Der damalige Bahnhof in Burlafingen wurde ja 1987 aufgelöst - damals galt noch das Primat des Motorisierten Individualverkehrs, und von Burlafingen aus kam man ja auch recht schnell mit dem Wagen nach Ulm und Neu-Ulm.

Aber an sich dürfte heute doch wirklich nichts mehr gegen einen reaktivierten Haltepunkt sprechen. Ich bin kein Verkehrsplaner und kenne die Parameter nicht, aber Burlafingen ist verhältnismäßig groß (~4000 Einwohner) und kompakt, und mit einem RB oder einer S-Bahn käme man in wenigen Minuten bis Neu-Ulm Bf und Ulm Hbf, während ein Bus noch diverse Haltestellen in Pfuhl und Offenhausen abzuklappern hat. Die Strecke durchschneidet den Ort auch nicht brutal, ein Haltepunkt würde dennoch einen großen Teil des Ortes abdecken. Eigentlich ideal.

Einen Haltepunkt im ähnlich großen Lonsee würde niemand abschaffen wollen, und Lonsee ist erstens relativ weit verzweigt (der große Ortsteil Urspring hat seinen eigenen Haltepunkt!) und zweitens weiter von Ulm entfernt. Burlafingen ist, S-Bahn hin oder her, eigentlich ein absolutes Muss. Von allen diskutierten Haltepunkten ist das für mich der logischste und sinnvollste.

CG am 22.10.2012 15:13:28

Ist ein guter Vorschlag.

CG am 22.10.2012 15:09:21

Bitte, im Sinne der Demokratie, zu ALLEN wichtigen Themen der Städte Ulm, Neu-Ulm ein Forum diesen Formats einrichten!!

CG am 22.10.2012 15:06:25

Was spricht dagegen, dass der Regionalzug von und nach Augsburg bzw. München einfach an einer wiedererrichteten Haltestelle in Burlafingen hält????

CG am 22.10.2012 14:58:52

Mein Vorschlag: die Friedenstrasse wird Einbahnstrasse mit Fahrtrichtung Ost West. So würde der Verkehr Richtung Osten Bzw. Norden über die Bahnhofstrasse/Reuttierstrasse abgeleitet.

Moderation am 22.10.2012 12:53:22

Hallo Radi, liebe Teilnehmenden,
zu der Beteiligung von Kindern an der Planung haben uns die Städte Ulm und Neu-Ulm folgende Information gegeben:
"Alle Planungen sind grundsätzlich neutral. Bei der Stadt Neu-Ulm wird darüberhinaus für alle Planungen eine sog. "Familienfreundlichkeitsprüfung" durchgeführt. Auch die Stadt Ulm berücksichtigt im Rahmen der Prüfung der Barrierefreiheit die Belange aller Nutzergruppen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 22.10.2012 12:26:09

Eben habe ich mir noch einmal kurz die Unterlagen des Entwicklungsszenarios angeschaut (  Link ), und da wird auf der letzten Seite die vierte Donaubrücke, die wir hier diskutiert haben, ausdrücklich nicht empfohlen, ebenso wenig wie die Querspange B10/B30.

Wieso?

Radi am 22.10.2012 11:39:48

@FrauHohberg: am einfachsten wäre es Menschen, die mit Kindern als Fußgänger oder Radfahrer in Ulm unterwegs sind beratend hinzuzuziehen, oder die Verkehrsplaner(innen???) verstärkt einzubinden, die selbst Kinder haben und Ulm nicht nur als Auto(mit)fahrer kennen.

Radi am 22.10.2012 11:30:35

An der Ampelschaltung an der Schießhausalle/Schützenstraße in Neu-Ulm zeigt sich die autofreundliche Verkehrsplanung in Neu Ulm. Hier wäre ohne großen Aufwand eine radfahrer- und fußgängerfreundliche Schaltung möglich, um Richtung Ringstraße und weiter nach Ludwigsfeld zu kommen!!

Klee am 22.10.2012 10:49:21

Im Zweifelsfall würde ich auf die Zahlen eines Dudenhöffers, der sich seit Jahr und Tag ausschließlich mit Verkehr beschäftigt und mit wissenschaftlichen Methoden arbeitet, etwas mehr geben als auf aus einem exzeptionellen Jahr hochgerechneten Prognosen von Laien, sorry.

Aber: Das ist ja auch gar nicht unsere Aufgabe hier. Wir wollen hier nur signalisieren und deutlich machen, dass wir uns wesentlich mehr Fahrradverkehr statt Autoverkehr wünschen, und da würde ich mich dir total anschließen wollen; nur mit den Zahlen habe ich so meine Schwierigkeiten...

Jimmy am 22.10.2012 7:31:41

@Klee:

Zitat: "Ich kann euren Wunsch nachvollziehen, aber mit Zahlen wie der Zulassungsstatistik von Autos so umzugehen, ist leider nicht wirklich valide"

Ich hatte bewusst den Zuwachs von 2011 gewählt, da er äußerst moderat ist. Informiere Dich mal über die Zuwachsraten 1960 - 1970 - 1980 - 1990 - 2000.

Warum sollte der genannte Artikel "substantielle Absatzkrise" valide Voraussagen enthalten? Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt einen ständigen, z.T. sehr starken Anstieg des Autobestands. Ich sehe im Moment keinen Ansatz zur Umkehrung dieses Trends.

Jimmy am 22.10.2012 7:24:07

@JoBe:
Das Jugendparlament hat doch formuliert:
"Die Entwicklung unserer Gesellschaft weg von der Auto-Gesellschaft hin zur ÖPNV-, Fußgänger- und Fahrradgesellschaft ist wichtig und sollte mit allem nötigen Druck geschehen."
Eine der Voraussetzungen hierfür ist ein hinreichendes ÖPNV-Angebot und dazu gehören auch die angesprochenen Nachtbusse und ein für Benutzer weitgehend kostenloses ÖPNV-Netz. Hierbei handelt es sich nicht um das Privatvergnügen einzelner sondern um Voraussetzungen für eine funktionierende, moderne Stadtgesellschaft.

JoBe am 21.10.2012 21:49:07

Was Sie hier Vorschlagen war bereits früher vorhanden. Im Sinne der Reduzierung des Verkehrs über die Herdbrücke - also für beide Innenstädte - wirkt die heutige Lösung sicher positiv. Der betroffende Autofahrer mag die heute Situation sicher als umständlich empfinden - aber, es wirkt im Sinne des Gesamten.

JoBe am 21.10.2012 20:55:23

Was die Forderungen zu einer ordentlichen Bewältigung des Weges zur Schule, Ausbildung, Studium betrifft, sind Ihre Vorstellungen sicher berechtigt. Ihre Forderungen zum verstärkten Einsatz von Nachtbussen, insbesondere ab Donnerstag, halte ich für etwas daneben - es sei denn - dass man sich gleichzeitig für das Selberzahlen stark macht.
Generell halte ich es für höchst unsozial, dass man die der Vergnügung des Einzelnen dienenden Fahrten der Nachtbusse am Wochenende dem Steuerzahler aufbrummt.

JoBe am 21.10.2012 20:23:43

Ich schließe mich Ihrem Vorschlag an. Es gibt ein paar wirklich lobenswerte Beispiele - z.B. Karlstraße NU. Bäume kosten nicht viel - bringen aber sehr viel Lebensqualität.

Klee am 21.10.2012 18:39:22

Ich kann euren Wunsch nachvollziehen, aber mit Zahlen wie der Zulassungsstatistik von Autos so umzugehen, ist leider nicht wirklich valide

Man kann nämlich schlicht nicht die Zulassungszahlen eines Jahres nehmen und dann nach Belieben daraus eine Prognose interpolieren. Zumal 2011 ein ausgesprochen starkes Jahr war ( siehe z.B.  Link ), für 2013 und die folgenden Jahre allerdings eine substantielle Absatzkrise vor allem in Europa prognostiziert wird (siehe  Link ).

Zahlen und Statistiken sind immer so eine Sache. Man kann mit ihnen hervorragend arbeiten, wenn man sie richtig wählt, aber in vielen anderen Fällen schießt man sich selber ins Bein.

Jimmy am 21.10.2012 18:24:44

1. An jeder Kreuzung Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer in jeder Richtung, so dass auch Diagonalquerungen möglich sind.

2. Anpassen der "grünen Welle" für Pkw-Verkehr auf 30 km/h.

Jimmy am 21.10.2012 18:14:19

benutzer100 hat völlig recht. Wenn wir den Zuwachsrate von Pkw in Deutschland im Jahr 2011 von 1,5% hochrechnen, wird es im Jahr 2020 12,6% und im Jahr 2025 21,4% mehr Autos in Deutschland geben als heute. Die angestrebte Verschiebung im niedrigen einstelligen Prozentbereich ist im Vergleich dazu gar nicht spürbar. Eine echte Verbesserung müsste mit ganz anderen Größenordnungen operieren, z.B. mit Zielen wie "Halbierung des Pkw-Verkehrs".

Klee am 21.10.2012 18:10:50

Konkret an dieser Haltestelle wird sich ja die Situation insofern ändern, als dass sie demnächst in Richtung Bahnhof verlegt wird. Generell fände ich es aber immer überlegenswert, eine komplette Grünphase für alle Fußgängerampeln in Erwägung zu ziehen. Wobei ich mir da bewusst bin, dass ich als Laie die einzelnen Abläufe nicht kenne - kann ja auch sein, dass sich durch diese nur offensichtlich bessere Lösung sogar eher Nachteile ergeben.

Klee am 21.10.2012 18:07:14

Fände ich sehr gut!

Die Frage ist, welche Kandidaten da in Frage kommen. In den Plänen für die Karlstraße war ja eine ziemlich großzügige Bepflanzung vorgesehen (was vor allem in dieser Straße auch ein paar weniger schöne Häuser etwas kaschiert...), aber die könnte vielleicht weggespart werden, weil die Belagsarbeiten so teuer sind - fände ich schade.

Die Neue Straße zwischen Ehinger Tor und Steinerne Brücke soll noch in den 2010er Jahren umgebaut werden. Da könnte es vielleicht etwas knapp werden, wenn man MIV und ÖPNV und vor allem Rad unterbringen will, aber wenn die Chance schon da ist... ich könnte mir z.B. vorstellen, dass die ÖPNV und Fahrradtrassen wie ab der Steinernen Brücke auf der Nordseite verlaufen (also direkt am Xinedome entlang), der MIV aber auf der Südseite, und eine Baumreihe in der Mitte MIV vom Umweltverband trennt. Auch in der ziemlich nackten Frauenstraße könnten, wenn man den Platz findet, neue Bäume Platz finden und die Straßen deutlich aufwerten.

Klee am 21.10.2012 17:54:42

Auch aus Marketinggründen hatte ich mir überlegt, dass die Fahrradwege bzw. zukünftigen echten Fahrradtrassen vielleicht grün statt rot sein könnten? Grün kommt ja immer schick in Imagewerbung... und das blasse Rot nimmt sowieso keiner mehr so recht wahr.

benutzer100 am 21.10.2012 15:09:12

Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der beabsichtigten Energiewende und dem Motto "Global denken, lokal handeln" halte ich die Modalsplitszenarien (  Link ) auch für dürftig. Eine Verschiebung um 3% (Szenario A) bzw. 4% (Szenario B) in Richtung ÖPNV/Rad/Fuß bis zum Jahr 2025 ist m.E. zu gering, denn immerhin gehen 18% des durchschnittlichen CO2-Ausstoßes eines Bundesbürgers auf den Verkehr zurück (siehe:  Link

benutzer100 am 21.10.2012 14:33:52

Sorry, im Kommentar gerade eben führt der zweite Link vermutlich aufgrund eines mitübermittelten Kommas am Ende der URL nicht zu der gewünschten Seite. Der korrekte Link ist:  Link

benutzer100 am 21.10.2012 14:30:53

Angenehm, dass an dieser Stelle so viel diskutiert wird. Es wäre klasse, wenn die Idee der Nachhaltigkeit das alte Denken in den Köpfen vertriebe.
Nicht nur Bildung in den Kindergärten und Schulen halte ich für ein Muss, Teil des Verkehrsmanagements könnte auch ein Marketing- und Aufklärungs-/Bildungsmanagement für alle Bevölkerungsschichten sein. Beispiel: "anstupsende Maßnahmen", um den Kauf von Fahrrädern, E-Bikes zu unterstützen; immer wieder Plakatserien, die auf die Vorteile des ÖPNV aufmerksam machen; Hilfestellungen, z.B. wie diese: Mobilagenten (  Link ) oder DB-Automatenschulung (siehe z.B.  Link PDF-Seite 4, Heft-Seite 6) auch für DING-Automaten etc.
ÖPNV-Image, -Nutzungsmöglichkeiten und Kenntnisse über den und das Nutzen sollten auf verschiedenen, zusammenspielenden Wegen verbessert werden.

benutzer100 am 21.10.2012 14:04:17

@ Frau Hohberg: leider führt der Link nicht direkt zur Stellungnahme der fachlichen Ebene.
Deswegen ist das Kommentieren darauf schwer und ich weiß nicht, vor welchem Hintergrund die Verkehrsunternehmen zu ihrer Beurteilung gelangt sind, z.B. sind es hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, die eine Einführung eines Kurzstreckentarifs als nicht sinnvoll erscheinen lassen?
Auf jeden Fall erscheint es mir vor dem Hintergrund sinnvoll, Kurzstreckentarife einzuführen, um damit Menschen an die Nutzung des ÖPNV zu gewöhnen, die bisher für Kurzstrecken das Auto nutzten.

Gast am 21.10.2012 13:46:04

Ich denke, wir können hier den Fußgängerverkehr im Allgemeinen und die Innenstadt-Situation im Besonderen betrachten.

Es ist absolut richtig, weite Teile der Innenstadt autofrei zu halten und diese Teile stellenweise auszuweiten. In den Randbereichen müssen wir aber auch Mischverkehr akzeptieren, der für Lieferverkehr und Anwohner offen steht, die Anteile aber abwägen.

Die reinen Fußgängerzonen können wir stellenweise sicher ausweiten: die Sedelhöfe werden ja zum Glück autofrei gestaltet, und dass die Anwohner des Wengenviertels dem gegenüber aufgeschlossen sind, finde ich gut. Sollte jemals die Glöcklerstraße entlang der Blau umgebaut/neu bebaut werden können, wäre ich auch da stark dafür (könnte ein nettes kleines Nebenquartier neben der Blau werden) - ähnlich wie beim Judenhof.

Aber schon bei Dreiköniggasse, Herrenkellergasse, Rosengasse und Hafenbad wäre ich dafür, für Anwohner (nicht aber für Besucher!), insofern in Innenhöfen etc. Parkmöglichkeiten bestehen die Straßen nicht völlig dicht zu machen. Leute, die zum Einkaufen fahren, sollten hingegen die Tiefgaragen nutzen. Falls es absehbar ist, dass durch die Ausweitung der Fußgängerzone Parkplatzprobleme aufkommen, sollte die Stadt vielleicht eine weitere Tiefgarage projektieren für den Fall, dass eine Fläche sich irgendwann anbietet.

Ich könnte mir da z.B. vorstellen, dass die Gebäude entlang der Frauenstraße zwischen Schuhhausgasse und Hafengasse, vor allem ihrer einstöckigen Zwischenbauten wegen, irgendwann ersetzt werden. Dort könnte ich mir recht gut Platz genug für eine Tiefgarage vorstellen.

Beim Fußgängerverkehr im Allgemeinen (ich bin in der Stadt überwiegend zu Fuß unterwegs, danach in einigem Abstand in etwa gleichermaßen mit dem ÖPNV oder dem Wagen, da ich auf dem Land lebe) sehe ich keine wirklich kolossalen Probleme. Das Nadelöhr an der Friedrich-Ebert-Straße wird ja hoffentlich durch das Citybahnhof-Projekt mit einer großzügigen und hellen Untergrundpassage gelöst, bei einigen Großkreuzungen v.a. entlang der Olgastraße, der Neutorstraße und der Karlstraße, aber auch über die B10 auf Höhe Ehinger Tor, könnte und müsste man Ampelschaltungen überarbeiten, insofern das möglich ist.

Für die Frauenstraße könnte ich mir sehr gut an vielen Stellen eine Lösung ähnlich wie in der Neuen Straße zwischen Rathaus und Scholl-Platz vorstellen. Zugegeben, einige Autofahrer nutzen das Fehlen eines Zebrastreifens aus und ignorieren wartende Fußgänger, andererseits scheren sich manche Fußgänger und vor allem Radfahrer auch manchmal nicht um den querenden Verkehr. Aber insgesamt - und das erstaunt mich - kann ich hier schon so etwas wie eine Kooperation und ein Miteinander im Verkehr. Man sucht Augenkontakt, achtet aufeinander, regelt die Vorfahrt einfach auf persönlicher Ebene und oft kommen Autofahrer einem auch entgegen. Ich zum Beispiel mache mir einen Spaß draus, wenn ich mit dem Wagen durch die Neue Straße fahre, so vielen Fußgängern wie möglich die gefahrlose Passage zu ermöglichen.

Und wie gesagt - für die Frauenstraße könnte ich mir, ähnlich wie in ihrem Nordteil bei der Lichtburg auch im Mittelteil und im Südteil verschiedene solcher Übergänge vorstellen.

benutzer100 am 21.10.2012 13:40:25

Hallo.

Gestern Abend bin ich mit einem Bus an der Haltestelle Theater (auch auf der Seite des Theaters) ausgestiegen und schätze ungefähr die Zeit ab, die man vom Aussteigen bis zum Erreichen der Straßenbahnhaltestelle in der Olgastraße braucht. Das waren knapp zwei Minuten. Dazu wartet man kurz an der Neutorstraße bis zum ersten Grün für Fußgänger, um die Straßenmitte zu erreichen. Dort wartet man etwas länger aufs zweite Grün, um die Ecke Neutor-/Olgastraße auf der Seite der Bundesbank zu erreichen. Und dann muss man dort noch einmal warten, um das Grün für Fußgänger zu erhalten, das zur Straßenbahnhaltestelle führt. Das ist einfach ein Zuviel an einzelnem Warten und an Zeitaufwand. Habe auch schon ein paar Mal beobachtet, wie Leute von der Straßenmittenwartestelle direkt zur Straßenbahnhaltestelle quer rüberrennen, wenn die Straßenbahn in Sicht ist. Nicht ungefährlich, falls ein Auto übersehen würde.

@ Frau Hohberg: ich würde mir wünschen, dass Fußgänger mindestens ohne zwischendrin anhalten zu müssen durchgängig die andere Straßenseite erreichen können.
Vielleicht könnte aber ja sogar erreicht werden, dass der gesamte KFZ-Verkehr stillsteht, sodass Fußgänger und Radfahrer solche Kreuzungen kreuz und quer passieren können (wobei dieses konkrete Beispiel wahrscheinlich zu groß ist?).

benutzer100 am 21.10.2012 13:23:44

Hallo.

Danke für diesen Forumsbeitrag, den ich gerne in allen Punkten unterstreichen möchte.

Den Stichpunkt "gefährdet Kinder, da unübersichtliche Situationen erzeugt werden" möchte ich dahingehend ergänzen, dass auch Radfahrer gefährdet werden, z.B. in Kreuzungsbereichen.
Konkretes Beispiel: Im Bereich Kreuzung Zeitblomstraße/Karl-Schefold-Straße - eigentlich nach Umbau vor einiger Zeit ganz gut gelungen, etwas frei wirkend - steht immer mal wieder alles mit parkenden Fahrzeugen voll. Wenn man auf der Zeitblomstraße mit dem Rad unterwegs ist, sollte einem - trotz Vorfahrt - der Einblick in die kreuzende Straße möglich sein, um die Verkehrssituation abschätzen zu können.
Durch die parkenden Fahrzeuge, ab und zu sogar größere Transporter, wird die Möglichkeit dieses Abschätzens aber deutlich eingeschränkt.

Beim Punkt "zwingt Personen, auf Straßen auszuweichen" möchte ich gerne bei den Beispielen neben den Kinderwägen noch deutlich die Personen hervorheben, die mit Krücken, Rollatoren oder Rollstühlen unterwegs sein müssen. Manchmal versperren parkende KFZ auch deren Zugang zu abgesenkten Bordsteinen. Sehr ärgerlich für die Betroffenen!

Jimmy am 21.10.2012 10:55:10

Fakt ist, dass Fußgängerräume bei völliger Abwesenheit von Pkw am besten angenommen werden.

Am Beispiel Herrenkellergasse - Platzgasse wird das sehr deutlich: die Zwitterlösung Herrenkellergasse ist mit Fußgängern deutlich geringer frequentiert als die echte Fußgängerzone Platzgasse.

Für die wirklich gute Gestaltung von Fußgängerräumen ist m.E. erste Bedingung die Abwesenheit von Autoverkehr (einschließlich Parkplätzen). Alles andere, wie z.B. Barrierefreiheit, ist dann Kosmetik.

Jimmy am 21.10.2012 9:49:54

Liebe Frau Schmid,
ich war selbst in den 70ern und 80ern als Schüler dort per Straßenbahn fast täglich unterwegs. Volle Straßenbahnen und Busse gab es auch damals. Was niemals vorkam, waren die von Ihnen beschriebenen, chaotischen und lebensgefährlichen Zustände. Es hat also viel besser funktioniert als heute bei mindestens gleicher Anzahl von Schülern, fragt sich woran das lag.

Zur Taktfrequenz des ÖPNV damals kann ich keine genauen Angaben machen, ich kann mich jedoch erinnern, dass in den Stoßzeiten immer mehrere Straßenbahnen nacheinander kamen, ungefähr im 3-Minuten-Rhythmus. Vermutlich ist das heute ähnlich.

Die Verkehrssituation in der Innenstadt insbes. der Olgastraße war jedoch völlig anders. Heute ist die Olgastraße eine extrem befahrene, vierspurige Stadtautobahn. Damals konnte relativ gefahrlos an der Haltestelle gequert werden, denn die Verkehrsdichte war gering. Es war sogar ohne weiteres möglich, mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren (als ca. 10-jähriger benutzte ich dazu Olgastraße, Bahnhofstraße und Wagnerstraße - heute undenkbar!).

Die Lösung des beschriebenen Problems liegt m.E. im Rückbau der Stadtautobahnen und dem Zurückdrängen des Pkw-Verkehrs zugunsten des ÖPNV.

Jimmy am 21.10.2012 9:25:56

Selbst die Ausweisung von Parkplätzen auf breiten Gehwegen empfinde ich als Zumutung. Als Beispiel führe ich den östlichen Teil der Frauenstraße an: hier wurde vor einigen Jahren ein sehr schöner und bestimmt auch teurer Gehweg angelegt - ein erster Schritt in die richtige Richtung. Leider wurden auf diesem Gehweg kurze Zeit später Parkplätze markiert. Nun ist alles wieder mit Pkw zugestellt und die gewonnene Qualität ist wieder dahin. Nicht zuletzt auch zum Schaden der anliegenden Läden.

Zum Parken auf Gehwegen ohne entsprechende Markierung ist folgende Formulierung aus  Link interessant:

"...auf Gehwegen ist das Parken verboten, solange es nicht durch Schilder und/oder Markierungen explizit erlaubt wird."

Ich weiss nicht, ob das rechtlich so haltbar ist. Falls ja, wird verbotenes Verhalten in Ulm massenhaft praktiziert und nicht sanktioniert.

Reparierbar am 21.10.2012 1:03:18

fahrradläden dafür aufkommen lassen....die profitieren ja auch bei dem % zuwachs an bike usern

Bürger am 20.10.2012 23:29:15

@ Klee: guter Vorschlag.

@ Yannik: Könnte man dem Vandalismus vorbeugen, indem die Station im Aufnahmebereich einer Webcam (  Link ) aufgestellt wird?

Dann könnte man sich zukünftig per Web-Cam vielleicht nicht nur "in Echtzeit über die aktuelle Verkehrssituation an den neuralgischen Punkten der B 10" sondern auch über die Warteschlange an der Fixit-Station informieren :-)
Das wäre doch mal wieder echte Spitze im Süden ;-)

Bürger am 20.10.2012 22:57:40

@ Jimmy: 100 % Zustimmung.

Mich würde interessieren, mit welcher Begründung die Stadt Ulm hier sogar vereinzelt die Straßenbaurichtlinien missachtet (Mindestgehwegbreite 2,50 m, siehe  Link )?

Konkrete Anfrage zur Bockgasse:
Wenn schon ein Verbot des Gehwegparkens kurzfristig nicht machbar ist: wäre es möglich, die 2,50 m Gehwegbreite durch einen weißen Strich auf dem Gehweg zu markieren?
Der Strich war schon mal vorhanden, wurde aber seit Jahren nicht mehr nachgezogen und ist nun nicht mehr sichtbar. Die Parkplätze haben sich in letzter Zeit immer mehr auf den Gehsteig verlagert.
Das ist praktisch für den Kfz-Verkehr: Autos kommen nun wieder zügig im Begegnungsverkehr aneinander vorbei.
Das ist unpraktisch für Fußgänger: Wenn die sich begegnen, kann es schon mal eng werden ...

JoBe am 20.10.2012 20:44:00

In NU war bis vor ca. 2 Jahren die Brötchentaste auf 30 Minuten eingestellt. Dann wurde auf 20 Min. eingekürzt. Die Verkürzung hat meines Erachtens überhaupt keine Wirkung gehabt - außer vielleicht ein paar Euro für die Stadtkasse. Auch kann man davon ausgehen, dass wenn der Parker schon zum Zahlen gezwungen wird, er seine bezahlte Zeit auch ausnutzt.
Außerdem hat die neue Regelung dazu geführt, dass die Leute in die Parkscheiben-Zonen ausweichen wo man längere Zeit kostenlos
bleiben darf.

Yannik Heide am 20.10.2012 19:00:44

die sind zwar nicht teuer aber die reperatur kosten werden der hacken sein da diese wohl regelmäßig beschädigt werden

Yannik Heide am 20.10.2012 13:15:14

Immerhin vor ein Paar jahren wurde noch nicht mal der 9er angezeigt. Aber diese Busse fahren alle im Ding Gebiet deshalb sollten sie auch angezeigt werden.

Klee am 20.10.2012 13:12:13

Ein paar nicht-SWU-Linien werden ja angezeigt, an der Rosengasse habe ich z.B. den 46er und der 59er schon gesehen. Bei RAB scheint es zu klappen, bei Gairing und den anderen (kommt mir so vor, als ob das v.a. bayrische Linien sind...) nicht. Da sollte der DING auf jeden Fall Druck machen und die Linien nachrüsten lassen.

Jimmy am 20.10.2012 12:59:24

@CG3: bitte nicht aufregen deshalb, das lohnt sich nicht. Heute ist eben alles auf das Auto ausgerichtet und entsprechend ist das Verhalten pubertierender Jugendlicher (dazu zähle ich auch 25-jährige Möchtegern-Rennfahrer).

Auch die Polizei trifft keine Schuld, denn welche Möglichkeiten hat sie schon? Ein paar Euro und vielleicht einige Wochen nicht Autofahren - das ist doch vergleichsweise keine Strafe und schreckt kaum ab. Was dazu kommt, sind diese unsäglichen "Blitzer-Warnungen" im Rundfunk, da kann doch jeder "Blitzer" nach kurzer Zeit sowieso einpacken.

Vielleicht würden härtere Strafen helfen. Wer wie beschrieben mit 90 km/h direkt neben Gehwegen auf der Busspur fährt, ist m.E. nicht ganz zurechnungsfähig und sollte die Fahrerlaubnis mindestens für einige Jahre verlieren.

Klee am 20.10.2012 12:38:25

Jimmy: das ist wohl wahr, ja, ein durchgehender Tangentenring würde z.B: Böfingen, Thalfingen (Verlängerung Osttangente), Ludwigsfeld und Wiley-Süd (B30 zu B10) zu sehr belasten. Schade.

Klee am 20.10.2012 12:33:44

CG3: könnte schwierig werden mit der Tiefgarage, da im Untergrund ist jetzt eine Turnhalle drin... falls wir dieselbe Fläche meinen. Die Idee, das Ehinger Tor noch weiter zum Pendler-Umsteige-Punkt auszubauen finde ich aber generell prima!

Klang vielleicht so, als ob ich am Ehinger Tor den status quo wahren will - will ich aber gar nicht, im Gegenteil, und ich stimme meisten hier vollkommen zu. Ich würde sogar soweit gehen und behaupten, dass die neuerlichen Bauarbeiten (UZ, Y) und anstehenden Bauarbeiten (Ehinger Tor selber mit Wendeschleife, Schillerrampe, Schillerstraße) uns auch eine große Lösung erlauben könnten.

Wie gesagt, dieser flache Vorbau des Universum-Centers könnte der Schlüssel sein, die Probleme zu beheben. Ohne ihn hätten wir mehr Möglichkeiten, mehr Platz, eventuell einen weiteren Ort für eine Parkgarage, und könnten einige Restflächen auch noch attraktiver innenstädtisch bebauen.

Parallel dazu könnte man sich auch überlegen, die Neue Straße an dieser Stelle (geb"s gerne zu, elend breite Betonwüste...) bis fast zur B10 etwas abzusenken und, wieder mein Vorschlag, gleichzeitig einzuhausen. Dann könnte man für Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV eine durchgehende Zone vom neuen Hochhaus am Südende über eine leicht ansteigende, begrünte Einhausung ( 2m?), die ungefähr die Osthälfte der Neuen Straße auf Höhe des Ehinger Tores abdecken würde, hin zu einer Art neuen Platz auf Ebene 1. Wer es superurban mag, könnte das sogar bis zur neuen Bebauung auf der Schillerrampe verlängern über eine große Grünbrücke, die die Schillerstraße an dieser Stelle überspannen könnte. MIV wäre dann auf den Ebenen -1 und 0, Radfahrer und Fußgänger auf 1.

Aber: auch so etwas wäre ein Projekt, wie es sich selbst eine große Stadt nur einmal alle paar Jahrzehnte leisten kann und will, sowohl finanziell wie auch vom Aufwand her. Und in Ulm stehen uns so einige dieser Projekte bevor... insofern wird das wohl nur ein pipe dream bleiben. Der Vorbau des Universum Centers darf aber trotzdem weg :-)

Klee am 20.10.2012 12:18:10

Da bin ich schwer dafür. Wie manche unsere Straßen missbrauchen, ist schon lebensgefährlich. Und ich hätte absolut kein Problem mit mehr Blitzern in Straßen, in denen potentiell viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind.

Klee am 20.10.2012 12:14:21

Ich habe mir heute noch einmal den alten S-Bahn-Plan von 2010 angeschaut (Link von unten, S. 47) und mich gefragt, ob manche untersuchte Streckenführung nicht viel zu lang wäre.

Die Pilotstrecke nach Weißenhorn hinaus finde ich von der Länge der Strecke, der Fahrtdauer und der Zahl der Halte eigentlich so gut gelungen, dass sie Vorbildcharakter haben könnte. Andere projektierte Strecke wie bis nach Tannheim, Aalen oder Riedlingen finde ich wiederum zu lang - müssten die Streckenarme nicht halbwegs symmetrisch sein?

Klar, diese drei projektierten Strecken (S3, S5, S6) bedienen auch den Umlandverkehr von und nach Ehingen, Memmingen und Heidenheim. Aber muss das die Aufgabe einer Ulmer S-Bahn sein? Soll der S-Bahn-Verkehr so weit über das DING hinausgreifen?

Ich würde dafür plädieren, lieber kürzere Strecken wie eben nach Weßenhorn anzugehen, die erstens günstiger sind (weniger Wagen, weniger Bauarbeiten) und zweitens im Bedarfsfall immer noch ausgebaut werden können.

Ausgehend von den sma-Planungen von 2010 würde ich dann folgende Durchmesserstrecken vorschlagen:

* S1: Günzburg-Ulm-Geislingen/Altenstadt (also mit Endhalt in Günzburg statt in Nersingen, zu errichtenden Halten in Burlafingen und Pfuhl/Max-Eyth-Straße, Jungingen und Ulm-Nord und mit einer reaktivierten Strecke ins Geislinger Zentrum); 9 6 Halte ausgehend von Ulm.
* S2: Weißenhorn-Ulm-Ehingen; 10 9 Halte
* S3: Munderkingen-Ulm-Langenau; 7 6 Halte, optional Heidenheim statt Langenau, dann 7 10 Halte

Die Strecken, die Ulm als Endhalt haben (S4, S5, S6), sind etwas schwieriger; die Südbahn ist jenseits von Erbach herzlich blöd gelegen, und im Norden haben sie keine Entsprechung. Dennoch sollten Illertissen, Laupheim/Stadt und Biberach unbedingt abgedeckt sein.

Wenn ich mal die Finanzen beiseite lasse, könnte ich mir S-Bahnen auf neuen Stichstrecken sehr gut vorstellen. Erbach-Ehingen wird ja hoffentlich hartnäckig verfolgt, daneben könnte ich mir aber auch z.B. eine Strecke nach Laichingen vorstellen, die über Dornstadt geht. Die könnte dann den NBS-Tunnel mitbenutzen, beim Portal nach Dornstadt abzweigen, einen Halt im Westen einrichten und dann über Tomerdingen-(Temmenhausen-Bermaringen-)Berghülen-Machtolsheim nach Laichingen oder Westerheim geführt werden. Gerade Dornstadt, Tomerdingen und Bermaringen haben viele Ulm-Pendler, sind aber nur über das Auto oder einen eher lahmen Bus angebunden.

Ein anderes Riesenprojekt könnte versuchen, Laupheim-Stadt neu anzubinden und dabei das Gebiet zwischen Südbahn und Illertalbahn für die S-Bahn zu erschließen. Ich war lange nicht mehr in Laupheim-Stadt, aber ich meine, dass eine Fortführung des Gleises nach Norden zumindest nicht vollkommen unmöglich ist. Von dort aus ließen sich auf die ein oder andere Weise eventuell Stetten, Dellmensingen, Gögglingen und Donaustetten oder Oberholzheim, Hüttisheim, Staig, Oberkirchberg und Illerkirchberg einbinden. Oder sogar beide Strecken? Die Premiumlösung wäre es, in Wiblingen einen attraktiven Halt einzurichten.

Aber das hat erstens vielfältige bautechnische Probleme, zweitens immense Kosten zur Folge, und drittens kann ich mir nicht vorstellen, dass wir das Bund und Ländern als dringlich und damit finanzierungswürdig verkaufen würden. Schade, damit ließen sich ein paar Bevölkerungsschwerpunkte und Hauptquellen für Straßenpendlerverkehr attraktiv einbinden...

CG3 am 20.10.2012 11:59:10

Man könnte sich aber mal am Finanzamt treffen, und reihenweise schwere LKW anzeigen, die eigentlich die Abkürzung durch Ulm gar nicht fahren dürften! Sollten sie zu recht einen Auftag in Ulm/NU haben, könnten sie gegen eine Anzeige ja Einspruch erheben.

CG3 am 20.10.2012 11:46:14

Vielleicht sollte man den ganzen Bismarckplatz umgestalten und dabei wäre ein P R Platz mit (mit ÖPNV-Ticket kostenloser?) Tiefgarage auf der Grünfläche vor dem Scholl-Gymnasium eine Möglichkeit. Dann wären weniger Spuren für den MIV nötig (in beide Richtungen). Und keiner müsste als Radfahrer die lästigen Fussgänger ertragen, die (auch völlig zu Recht) im Tageslicht das Universumcenter passieren wollen, nicht unterirdisch oder mit 2 Rampen über wackeligen Waschbeton. Im Prinzip ist das Ehinger Tor perfekt als "West-Pendler-Umsteigepunkt" geeignet. Vielleicht mit einem zusätzlichen Steig Richtung Nord. Abgesehen davon: Nadelöhre für den MIV führen eher zum Umsteigen auf den ÖPNV als Vorfahrt und grüne Welle für den Autoverkehr! Wenn man mehr ÖPNV will, sollte man eben diesem mehr Raum geben, auf Kosten des MIV.

Jimmy am 20.10.2012 9:04:46

@Klee:
Ich finde Dein Anliegen, den Durchgangsverkehr durch die Innenstadt zu vermeiden, berechtigt. Der Vorschlag, eben diesen Verkehr in den Ulmer Westen und damit in Wohngebiete zu verlagern, will mir jedoch nicht so recht einleuchten. Mit den angeführten baulichen Veränderungen könnte sicher ein akteptabler Zustand geschaffen werden, sogar viel besser als der momentane Zustand. Aber wie ja schon mehrfach betont, wären die Kosten so exorbitant hoch, dass man sie gar nicht nennen will...

Dasselbe haben wir bei der von Cortauri angesprochenen Umfahrung im Ulmer Osten. Auch diese würde Wohngebiete stark belasten, es sei denn, man baut Tunnel, Einhausungen oder was auch immer - jedenfalls unbezahlbar.

Man sieht, dass die Idee des Tangentenrings, also eine Stadt quasi von außen durch schnelle, ringförmige Verbindungen erreichbar zu machen, einfach nicht funktioniert. In den Randbereichen liegen nun mal hauptsächlich Wohngebiete und diese werden von solchen Tangenten viel zu stark belastet.

Was mit Sicherheit schneller, kostengünstiger und einfacher zu realisieren wäre, ist

a) eine Einhausung bestehender Stadtautobahnen
b) eine Umgestaltung bestehender Tangenten zu reinen Anwohner- und ÖPNV-Straßen mit entsprechender Geschwindigkeitsbegrenzung und Lkw-Verbot.

Mit a) könnte der "notwendige Verkehr verträglich abgewickelt werden" wie es ja so schön heißt und mit b) wäre die Erreichbarkeit der Wohngebiete gewährleistet.

FloDiehl am 19.10.2012 23:04:57

@Jimmy: ich wär für eine neue Art von Reifen, die bei Geschw. >50km schmelzen... ;-)

Ne, ernsthaft. Zentralisierte Kontrolle ist teuer. Die Stadt "kassiert" zwar mit jedem Blitzer, aber der will auch gekauft werden und die Hansel die das Zeug auswerten, verschicken etc.pp. kosten auch alle Geld.

Ich will hier wiedr einen früheren Gedanken aufgreifen. Die Car2Go Idee mit den Öko-Punkten. Warum nicht FAIRNESS PUNKTE? Autofahrer können durch langsames, defensives Fahren Punkte sammeln, und die dann z.B. gegen Parktickets in Ulmer Parkhäusern eintauschen.

Da es keine interne Blackboxen in Autos gibt, wäre die nächste Möglichkeit eine App für GPS-fähige Handys; das Handy muss dafür als Navi genutzt werden und misst die Geschwindigkeit und die Beschleunigung.

Reparierbar am 19.10.2012 20:13:35

@Sebastian Kauper
Einwenig stört mich ihr Letzter Satz."Mann sollte mit dem Fahrrad ja auch selbst fahren und es nicht mit in einen Bus oder eine Straßenbahn nehmen".Erst durch die Kombination beider Beförderunsmittel läst sich das "Böse Auto" noch besser aus der City ausschliessen.Mir scheint auch hier wird das Fahrrad nicht ernst genommen.

Klee am 19.10.2012 19:11:39

Wie wir in der Livediskussion diskutiert haben, fände ich es prinzipiell schon interessant, dem Durchgangsverkehr B10/B311 bzw. B10/B30, über die Nordtangente und Westtangente aus der Stadt herauszuholen. Aber die Finanzierbarkeit...

Für meine Begriffe hätte so ein Ausbau, der die Stadt nicht be-, sondern entlastet, fünf Aspekte:
* bestehende Nordtangente und Westtangente fit machen (Lärmschutz für Kliniken und Science Park, geschickte Kreuzungs-/Abzweigungslösungen, vierstreifiger Ausbau)
* Ausbau und Einhausung der Westtangente südlich der Einstein-Allee, wo sie zwischen Eselsberg (weißer Eselsberg) und Blaustein (Pfaffenhau, Ehrenstein) verläuft, um Lärm und Abgase aus dem Wohngebiet rauszuhalten und zusätzlich einen weiteren Grünstreifen zu schaffen
* vierstreifiger Ausbau der Brücke am Fuße des Eselsbergs zwischen Berliner Ring und Kurt-Schumacher-Ring
* Tunnel zwischen Brücke und Donautal (knapp 2,8 km...), der Kurt-Schumacher-Ring würde nur noch für den Anliegerverkehr/Ansässigenverkehr zum Kuhberg dienen
* neuer Verkehrsknotenpunkt B311/Wiblinger Allee, letzere würde im ausgebauten Zustand) den Verkehr vom Tunnel weiter zur B30 bringen

Für meine Begriffe wäre das eine gute Möglichkeit, den Durchgangsverkehr von der B10 bzw. A8 nach Westen und Süden, also ins Hohenzollerische und zum Bodensee, der bisher direkt durch Ulm gerollt ist, verhältnismäßig berührungsfrei und rasch durchzuleiten. Aber: Kernstück wäre ein fast 3km langer Tunnel - und so etwas ist pervers teuer. Eine Einhausung des Berliner Rings ist nicht völlig unrealistisch, ein neuer Verkehrsknoten B311/Wiblinger Allee (eh schon teils hoffnungslos überlastet!) wäre auch vorstellbar, ebenso ein vierstreifiger Ausbau der Tangente bis zur Einstein-Allee - aber der Tunnel, autsch.

Jimmy am 19.10.2012 18:49:03

Zitat TanteJu:
Was eventuell etwas Entlastung bringen könnte wäre ein Ausbau der Nord-/Westtangente (Berliner Ring - Kurt-Schumacher-Ring - Wiblinger Allee), um dem Durchgangsverkehr von der A8 Richtung B28, B311 und B30 eine Alternative zu bieten.

... und damit noch mehr Verkehr durch die Wohngebiete Eselsberg/Kuhberg/Lindenhöhe zu leiten. So ein Unsinn!

Jimmy am 19.10.2012 18:42:23

Ich schließe mich Cortauri an aus dem genannten Grund.

Sinnvoll wäre lediglich eine Möglichkeit zum kostenfreien Parken, wenn schwere Lasten transportiert werden. Aber wer will das schon kontrollieren.

Cortauri am 19.10.2012 16:56:20

Da bin ich absolut dagegen, sowas fördert nur das schnelle mal fahren um die Ecke um was zu holen, wofür man auch hätte laufen können.

jutta am 19.10.2012 16:05:51

Das Ehinger Tor und die Bahnunterführung sind für viele Kuhbergler, Weststädter und Söflinger das Nadelöhr zur Innenstadt. Deshalb wäre es wünschensert, wenn dieser Bereich für Fußgänger und Radler attraktiver gestaltet werden könnte.
Die bereits von CG3 beschriebene Ampelschaltung mit garantiert "roter Welle" für Fußgänger und Radler ist nochmals zu prüfen. Vielleicht besteht die Möglichkeit zumindest an der Rechtsabbiegerspur Richtung Norden die Ampel durch einen Zebrastreifen zu ersetzten.
Entlang des Universum-Centers habe ich für jeden Fußgänger Verständnis, der nicht durch die Passage laufen möchte und statt dessen den Radweg nutzt. Doch leider ist der Weg momentan viel zu schmal, insbesondere bei Gegenverkehr.
Für die Rampe bis zur Bahnunterführung würde ich mir wünschen, dass dieser Bereich im Rahmen der Neugestaltung des südwestlichen Bahnareals mit eingebunden und aufgewertet wird. Es wäre toll wenn die Stützmauer entfallen und hierdurch die stark frequentierte Bahnunterführung optisch verkürzt werden könnte.
Passiert man als Radler das Ehinger Tor auf der anderen Straßenseite, also im Bereich der Bushaltestellen, so muss man sich irgendwie zwischen linksparkenden Taxis und rechtsparkenden Bussen hindurchzuwursteln. Fährt man weiter Richtung Ampelanlage an der Schillerstraße sind paradoxerweise gerade die Bereiche, auf denen man Kurven fährt, mit besonders glattem Stein abgesetzt. Bei Raureif oder Schnee hat der Radler hier keine Chance.
Grundsätzlich würde es mir schon reichen, wenn auch nur auf einer Straßenseite ein richtig attraktiver Radweg und Fußweg (getrennt) vorhanden wäre und die Schneise, die durch B 10 und Bahntrasse entsteht, etwas abmildert.

jutta am 19.10.2012 14:43:36

Die kostenlose Fahrradmitnahme ist scheinbar nicht nur bei einigen Busfahrern nicht bekannt. In einigen Bussen und Straßenbahnen weisen noch immer Aufkleber darauf hin, dass für Fahrräder Tickets zu lösen sind. Es wäre schön, wenn diese Hinweise aktualisiert werden könnten.

Klee am 19.10.2012 14:34:22

Scout: kannst du das noch einmal erläutern? Verstehe ich das richtig - du bist dagegen, dass Fahrradfahrer und Fußgänger die neue Straßenbahnbrücke auf einer eigenen Trasse mitbenutzen?

Cortauri am 19.10.2012 14:17:12

Auch hierzu gabs keine Antwort!

Cortauri am 19.10.2012 14:16:14

Gibt es hierzu noch eine Antwort?

Jimmy am 19.10.2012 14:07:04

Ich habe ebenso wie Falko Schulte den Eindruck, dass Radwege manchmal ohne die notwendige Konsequenz angelegt werden. Es soll halt etwas für die Radfahrer getan werden, aber mit der Vorgabe, nur ja nicht den Autoverkehr zu beeinträchtigen. Das führt dann zwangsläufig zu den beschriebenen Engstellen.

Den idealen Radweg stelle ich mir so vor: breit, baulich vom Kfz-Verkehr getrennt, durchgängig befahrbar ohne Querungen.

Die idealen Straßen hierfür sehe ich in Wohngebieten. Hier könnten jeweils "Achsen" entstehen, die komplett vom Autoverkehr befreit werden und zu Fahrrad/Fußgänger/Spielstraßen werden.

Jimmy am 19.10.2012 13:59:05

Ich teile die Meinung von FloDiehl. Die geforderte Geschwindigkeitsbegrenzung ist m.E. aber nur der erste Schritt, der zweite ist, sie auch sicherzustellen. Da so gut wie nicht kontrolliert wird, müssen bauliche Maßnahmen getroffen werden, so dass schnelles Fahren erst gar möglich ist.

Jimmy am 19.10.2012 13:52:48

Zum Radweg entlang der Römerstraße möchte ich anmerken:

1. Der Radstreifen vom Römerplatz bis Rewe bergauf entlang der Straße ist viel zu schmal. Es kann z.B. kein langsamer Radler (z.B. mit Anhänger) überholt werden. Dazu müsste man unter extremer Gefahr auf den Autofahrweg ausweichen. Der Radstreifen muss mindestens doppelt so breit werden.

2. der Radstreifen von Rewe bis zum Schulzentrum auf dem Grünstreifen ist durch die Mehrfachnutzung Rad/Fußgänger und durch Einmündungen unfallträchtig. Es muss ein separater Radweg angelegt werden und die Einmündungen baulich so gestaltet werden, dass Autofahrer dort vor dem Queren halten müssen.

Dasselbe gilt für die Ostseite (bergab), wo ja bislang meines Wissens gar kein Radweg vorhanden ist.

Jimmy am 19.10.2012 13:46:10

@Autoradler:

Das HaLo war nur exemplarisch gemeint. Selbstverständlich sind auch Parkplätze an den anderen genannten Orten fehl am Platz, zumindest in der aktuell völlig überdimensionierten Form.

Über die Tatsache, dass es schmerzt, in der Stadt Parkraum vorzuhalten, sind wir uns ja einig. Leider wird es trotzdem in extremem Ausmaß getan.

Cortauri am 19.10.2012 12:43:19

Je weniger freiverfügbaren Parkplatz es gibt, desto mehr "müssen" die Leute ins Parkhaus.

Ich finde das in Ulm sehr gut gelöst, denn hier fährt jeder sofort ins Parkhaus und fängt nicht großartig an irgendwo einen Parkplatz suchen. Deshlab wäre es für Neu-Ulm gut, diese Parkplätze massiv zurückzufahren und die Anwohnerparkplätze deutlich zu reduzieren.

Dafür muss aber entsprechender Ausbau der Parkhäuser geschaffen werden und hierzu auch Öffnungszeiten und Vereinfachungen in Miete und Parkgebühr geschaffen werden (siehe Ulmer Model).

Eine Kopie des Ulmer Rathhaustiefgarage in Neu-Ulm wäre ein solcher Schritt.

Moderation am 19.10.2012 12:21:24

Hallo Radi, liebe Teilnehmende,
die Stadt Ulm hat mir zu diesem Thema folgende Hinweise ausrichten lassen:
"Danke für Ihre konstruktiven Vorschläge. Da Ihr Anliegen unmittelbar mit dem Neubau der Linie 2 in Verbindung steht bitten wir Sie ihr Anliegen auch zur nächsten Informationsveranstaltung vorzutragen:  Link "

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 19.10.2012 12:19:26

Hallo Scout, liebe Teilnehmende,
die Stadt Ulm hat mich gebeten, folgenden Hinweis zu Ihrem Thema einzustellen:
"Bitte tragen Sie Ihr Anliegen direkt an die entsprechenden Planer der Straßenbahnlinie 2 vor. Es gibt dazu bereits genaue Planungen, die nächste Möglichkeit die Planer direkt an zusprechen bietet sicher die nächste Informationsveranstaltung:
Link:  Link "

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 19.10.2012 12:14:48

Hallo Falko Schulte,
was ist Ihrer Meinung nach nötig, um Radwege sicherer zu machen? Wie sollten diese gestaltet werden, damit sie auch gern genutzt werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

FloDiehl am 19.10.2012 10:58:43

@Tramkenner & @Cortauri:

wenn Sie mir genauer zugelesen hätten, wäre Ihnen aufgefallen, dass ich nicht die Effizienz & Sicherheit der StraBa an sich kritisch sehe, sondern die Implementation in Ulm. Die Studien die @Cortauri zitiert beziehen sich auf Metropolen wie Paris, Shangai etc. Ich wüsste gern in wiefern das mit der Situation in Ulm vergleichbar ist?!

FloDiehl am 19.10.2012 10:54:47

@Fr. Hohberg (& Radi):

das wichtigste in puncto Kinder & Straßenverkehr ist wohl Sicherheit. Kinder sind per definitionem keine vollwertigen StV-Teilnehmer, weil sie ja noch lernen müssen. Daher ist von vorne herein mehr Rücksichtnahme der anderen Verkehrsteilnehmer gefragt. Aktive Rücksichtnahme ist von jedem Fahrer geboten der Kinder im Gefahrradius seines Fahrzeugs wahrnimmt. Diese aktive Rücksichtnahme ist jedoch nicht anwendbar auf Gefahrensituationen die vom Fahrer selbst nicht antizipiert werden können; z.B. wenn ein spielendes Kind aus einer Reihe parkender Autos hervorspringt.

Hier sollte man die passive Rücksichtnahme definieren, etwa durch eine allgemeine Geschw. Beschr. auf

Moderation am 19.10.2012 10:22:27

Liebe Teilnehmende,
zu der Frage nach einem Kurzstreckenticket möchte ich auf eine Antwort der VEP-Projektgruppe aus der gestrigen Livediskussion verweisen, die sich auf dieses Thema bezog:

"Aufgrund der kurzen Distanzen in Ulm / Neu-Ulm sind Kurzstreckentickets orgnisatorisch, tariflich und bei der Abrechnung schwierig. Das Thema wurde bereits intensiv diskutiert. Auf fachlicher Ebene (mit den Verkehrsunternehmen) ist man bisher zu den Schluss gekommen, dass die Einführung nicht sinnvoll ist":  Link 1163 &id_viewback=174

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Birgit Reiß am 19.10.2012 10:01:34

Ich finde auch, dass ein Kurzstreckenticket für Ulm längst überfällig ist. Es würde den ÖPNV wirklich attraktiver machen. Es leuchtet nicht ein, warum man vom Ehinger Tor bis zum Bahnhof das selbe bezalht wie von Söflingen nach Böfingen.

Moderation am 19.10.2012 9:09:57

Hallo Radi, liebe Teilnehmende,
das ist ein wichtiger Hinweis. Wie könnten die Kinder bzw. ihre speziellen Bedürfnisse Ihrer Meinung nach besser in die Planung einbezogen werden? Welche Aspekte sollten hier möglicherweise stärker beachtet werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Radi am 19.10.2012 9:01:28

vielleicht würde die Verkehrsplanung davon profitieren, wenn alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt in die Planung einbezogen würden. Im Moment scheinen mir die Bedürfnisse von Kindern eher unterrepräsentiert, ebenso wie die Beteiligung von Frauen an den entscheidenden Stellen der Planung und Umsetzung. Kinder haben in einer Stadt nur die Möglichkeit selbst mobil zu sein, wenn man sie als Verkehrsteilnehmer ernst nimmt und eine kindgerechte Planung nicht als Kuschelplanung deklariert.

Moderation am 19.10.2012 8:06:59

Hallo Reparierbar, liebe Teilnehmende,
auch an anderer Stelle wurden Ideen entwickelt, inwiefern bessere Anreize zum nachhaltigen Verkehrsverhalten entwickelt werden könnten, zum Beispiel durch Mobilitätserziehung, aber auch spielerische Elemente in Anlehnung an den Ökozähler bei Car2Go:  Link
Wo sehen Sie Möglichkeiten, ein anderes Bewußtsein zu fördern?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 18.10.2012 18:50:26

Hmm... da die Haltestelle in dieser Form ja nur noch ein paar Jährchen steht, könnte man das doch auch für ein paar Experimente nutzen und daraus vielleicht gleich Erkenntnisse für die neue Haltestelle ziehen.

Die Idee mit den definierten Einstiegs-/Ausstiegszonen finde ich interessant. Man könnte da ja ruhig flächig mit Farben arbeiten - einen großen grünen Bereich mit dem Wort EINSTIEG, einen gelben mit dem Wort AUSSTIEG, aufgetragen auf der Fahrtrasse und der Bordsteinkante, gerne auch in mehreren Sprachen (Englisch, Französisch, Türkisch,...). Und wenn"s nur für ein Jahr wäre: viel kostet das ja nicht.

Chilis am 18.10.2012 18:35:25

Ich bin auch absolut für das Kurzstreckenticket.
Ich glaube auch nicht, dass es wesentlich zur Verwirrung am Fahrkartenautomaten beiträgt, denn den meisten dürfte dieses Konzept, welches es in den meisten größeren Städten bereits gibt, bekannt sein. Ich finde auch, dass zwei Haltestellen völlig ausreichend wären. Ein Preis von einem knappen Euro wäre dafür angemessen.

Gast am 18.10.2012 17:11:47

a) geht es um Zukunftsvisionen, bis dahin kann jeder so bleiben, wie er ist - wobei es z.b. bei Car-Sharing wie car2go in ulm doch schon funktioniert...
b) wird / soll es dann sicher auch Terminals geben, wo man
solche Planungen vornehmen kann
c) und heute sind wir Sklave der nicht funktionierenden Verkehrssysteme bzw dem antiquierten "Premium-"Auto...

Stadt Ulm am 18.10.2012 17:07:02

@ Radler
Ihre Frage wurde bereits beim Thema: "Herzlich Willkommen bei der Livediskussion!" beantwortet.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 17:06:33

Liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen am Live-Forum,

die VEP-Projektgruppe und die Städte Ulm und Neu-Ulm bedanken sich ganz herzlich für Ihre Teilnahme und die interessanten Fragen und Beiträge.

Bitte nutzen Sie sich auch weiterhin am Internetforum!

Freundliche Grüße
VEP-Projektgruppe
Stadt Ulm
Stadt Neu-Ulm

Radler am 18.10.2012 17:02:13

Eine Frage möchte ich noch anschließen: Welche Rolle soll in Ulm/Neu-Ulm der Radverkehr spielen und soll ihm in Zukunft mehr Bedeutung zugemessen werden?

Stadt Ulm am 18.10.2012 17:01:59

@Rainer-designer:
Ihre Frage zum Fahrradverleihsystem wurde im Thread "Leihahrräder" behandelt.

Reparierbar am 18.10.2012 17:00:44

Auch die grundsätzliche Einstellung zum Fahrrad muss sich ändern.
Der Wert des Fahrrades als Fortbewegungsmittel muss gesteigert werden.Das Kfz sollte immer mehr einen "Kuck der fährt mit dem Auto" Fingerzeig-Effekt hervorrufen.

Tram-Kenner am 18.10.2012 17:00:31

Hat Spaß gamacht und war aufschlussreich - deshalb meiin offizieller Dank an die "Offiziellen" ...

Klee am 18.10.2012 17:00:00

Ich würde das Projekt gerne pushen, auch wenn ich es selber nie in Anspruch genommen habe ;-)

Mir gefällt hier vor allem die Idee des Sozialen, das uns bei allem Verkehrsdesign und modernen Städtebau vielleicht abhanden kommen könnte. Ein solches Projekt könnte ich mir zwar eher an einer Off-Location vorstellen (wie eben der Kulturfahrschule) als in den Sedelhöfen, aber ich hoffe, dass das Aktionsbündnis die Idee aufgreift und vielleicht an einem bahnhofsnahen Ort, oder einem Ort in der Nähe einer zukünftigen/ausgebauten Fahrradachse, eine Chance bietet.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:58:25

Danke!

Rainer-designer am 18.10.2012 16:58:23

kombinierbare, kostengünstig radleihsysteme würden ulm / nu sich gut zu Gesicht stehen... vielleicht könnte sogar das neue e-smart-Bike z.b. mit dem car2go Schlüssel genützt werden...!?

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:58:02

@Jimmy:
Es gibt derzeit keine grundsätzliche Haltung der Verwaltung in diesem Punkt. Unterschiedliche Parkzwecke oder verschiedene Gegebenheiten (Gehwegbreite etc.) führen zu individuellen Lösungen.
Nochmal die Aufforderung: Genau solche Punkte können Sie im Forum miteinander diskutieren und evtl. gegensätzliche Ansichten einbringen. Daraus erhalten wir einen allgemeinen Überblick zum Diskussionspunkt; evtl. kristallisiert sich eine vorherschende Meinung heraus und kann dann entsprechend berücksichtigt werden.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:57:32

@Tram-Kenner:
Bitte entschuldigen Sie die fehlende Antwort der VEP-Projektgruppe. Auch die Nutzer Stadt Ulm und und Stadt Neu-Ulm beantworten Ihre Fragen. Wir sitzen gemeinsam an drei Rechnern (VEP-Projektgruppe, Stadt Ulm, Stadt Neu-Ulm) und stimmen antworten untereinander ab.

Jimmy am 18.10.2012 16:56:59

Von mir ebenso vielen Dank und viele Grüße,
Jimmy

Reparierbar am 18.10.2012 16:54:39

ähm...und wenn ich kein smartphon habe?

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:53:02

... und der Mensch wird Sklave von smart-phone, iPhone, PC und Konsorten

Radler am 18.10.2012 16:52:47

Eine Frage möchte ich noch anschließen: Welche Rolle soll in Ulm/Neu-Ulm der Radverkehr spielen und soll ihm in Zukunft mehr Bedeutung zugemessen werden?

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:51:57

Die Lebensdauer von Brücken ist kein Bestandteil der Verkehrsentwicklungsplanung. Ob die Adenauerbrücke saniert oder ersetzt werden muss, ist dafür nicht wichtig, lediglich die Verkehrsfunktion ist maßgebend.
Für die Adenauerbrücke sollen nach Gesprächen mit dem staatlichen Bauamt Krumbach ab 2013 nochmals umfassende Unterhaltsmaßnahmen durchgeführt werden und der Neubau konkret geplant werden.

Jimmy am 18.10.2012 16:51:15

Und dann, weil ja direkt von der Herdbrücke tangiert, die Frauenstraße und Augsburger Straße zur Fußgängerzone gemacht - da würde die Kasse klingeln!

Radler am 18.10.2012 16:49:45

Hallo,
existiert für Neu-Ulm und Ulm ein gemeinsames Konzept für den Radverkehr? Gibt es beim Ausbau bzw. der Gestaltung von Radwegen eine Zusammenarbeit?
VG
Radler

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:49:02

AU ja, und dann gleich die Straßenbahnschienen mit rein (-;)

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:47:20

@VEP-Projektgruppe
Kein Interesse an meiner Konzeption? Wär doch mal ein Quantensprung ...

Jimmy am 18.10.2012 16:46:23

Was heißt " in jedem Punkt einzeln diskutiert"?

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:46:09

Genau Ihr Ansatz ist auch unser Ansatz.
Radverkehrsförderung besteht aus einer Reihe von Bestandteilen. Der Ausbau der Radwege ist dabei nur ein Teilaspekt. Das Aktionsbündnis FahrRad zeigt weitere wichtige Ansatzpunkte auf.

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:45:37

Vielen Dank für Ihre Hinweise! Wir arbeiten durchgehend an drei Terminals auf Ihre Fragen und bemühen uns um zeitnahe Antworten.

Moderation am 18.10.2012 16:45:07

Diese Frage ist noch unbeantwortet, daher schiebe ich sie nach oben.

Jimmy am 18.10.2012 16:43:40

Das sehe ich genauso und mir ist auch bekannt, dass "Spielstrassen" nur umgangssprachlich so heißen. Manche dieser verkehrsberuhigten Bereiche sind aber so angelegt, dass sie nur die Belange von Autofahrern bedienen: breite Fahrstraße, große Parkplätze. Der Vorrang von Fußgängern kommt dann nicht mehr zum Tragen. Darauf wollte ich anhand des Beispiels aufmerksam machen.

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:43:04

@Jimmy:
In diesem Punkt handelt es sich um eine Abwägungsproblematik, die in jedem Punkt einzeln diskutiert werden muss. Hier stehen die Belange der Bewohner und Gewerbetreibenden den Interessen der Fußgänger (und Fahrradfahrer) entgegen. Eine allgemeine Diskussion der Forumteilnehmer kann auch in diesem Punkt die weitere Gestaltung unserer Stadt beeinflussen.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:42:59

Ist OK, so lange es Verkehr auf die (neue) Schienen, aber auch in die Busse bringt ...

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:42:19

Der VEP weißt für den Haltepunkt Ulm-Ost Handlungsbedarf aus, um die Nutzung und Akzeptanz zu erhöhen.

Reparierbar am 18.10.2012 16:42:15

*Push*

Klee am 18.10.2012 16:41:45

Ach, hat Zeit ;-)

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:41:29

@Stadt Neu-Ulm
Warum nich zeitgleich als Alterntive auch die Linie nach Pfuhl(-Burlafingen)? Damit die Straßenbahn wenigstens Fuß in Neu-Ulm fassen kann ...

Moderation am 18.10.2012 16:40:34

Diese Frage wurde auch noch nicht beantwortet, daher schiebe ich sie nach oben.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:39:27

Diese Themen werden im Innenstadtkonzept detailliert behandelt, das auch vom Gemeinderat beschlossen wurde. Das Konzept wird bei der Bearbeitung des Verkehrsentwicklungsplanes berücksichtigt. Grundsätzlich sind innerstädtische Plätze wertvolle städtebauliche Räume.

Moderation am 18.10.2012 16:39:23

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet, daher schiebe ich sie nach oben.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:38:43

Die Händlerschaft ist anfänglich immer und generell dagegen, die sich an ihren Geschäften vorbeischiebenden Automassen von eben diesen Straßen zu verbannen. Nachherfreuen sie sich über die hohe Qualität der Lage ihrer Geschäfte in der Fußgängerzone ...

Jimmy am 18.10.2012 16:37:03

Liebe Frau Hohberg,

Sie haben Recht! Jeder wartet eben ungeduldig auf die Beantwortung seiner eigenen Fragen...

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:36:55

@Jimmy:
Die Ausweisung von Verkehrsberuhigten Bereichen dient in erster Hinsicht zur Beruhigung des Verkehrs in Wohngebieten. Die Planung strebt grundsätzlich die Einheit zwischen Verkehrsbeschilderung und Straßenraumgestaltung an. Selbst wenn es Diskrepanzen zwischen diesen beiden Aspekten gibt, gilt der Grundsatz der gegenseitigen Rücksichtsnahme und im Verkehrsberuhigten Bereich der Vorrang der Fußgänger.

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 16:36:46

@Klee
Derzeit wird aufgrund des Stadtratbeschlusses eine 2. Standardisierte Bewertung für eine Straba (Hbf Ulm - NU Ludwigsfeld) durchgeführt. Ergebnisse hierzu werden voraussichtlich im Stadtrat NU Anfang 2013 grundsätzlich beraten.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:35:47

@Klee, Jimmy
vgl. meine Thread zu den Konzessionen

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:33:03

@VEP-Projektgruppe
Lösungsansätze für die geschilderte Problematik, von der ich glaube, dass sie Ihnen nur allzu bewusst ist:
1.) Stärkung der Aufgabe und Funktion des DING
2.) Zusammenführung ALLER Konzessionen in der Hand des DING
3.) Ermittlung des verkehrlichen Bedarfs durch den DING in Absprache mit den politischen Gremien
4.) Zentrale Planung von Linienführungen, Bedienungsdichte und Bedienungskonzepten durch den DING
5.) Erstellen VERTAKTETER Fahrpläne durch den DING für ALLE Linien unter Berücksichtigung von Anschlüssen auf Umsteigeknoten
6.) Ausschreibung von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
7.) Vergabe von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
8.) Kontrolle von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
9.) Abrechnung von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
10.) Planung neuer Fahrwege und Bedienungskonzepte z.B. durch Straßenbahnausbau
Damit wird dem Lobbyismus einzelner Unternehmer weitgehend ein Riegel vorgeschoben, dem Fahrgast ein vernünftiges, qualitativ hochwertiges Nahverkehrssystem geboten und eine flexible Reaktion auf existierende, neu entstehende oder sich verändernde Verkehrsströme ermöglicht.
Reaktion der VEP-Projektgruppe?????

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:32:59

Zur Elektromobilität, z.b. die verstärkte Nutzung von Pedelec, Stromtankstellen, Hybridbussen usw. werden Aussagen im VEP getroffen.
Das konkrete Thema erneuerbare Energien ist kein reines Verkehrsthema und wird deshalb so nicht aufgegriffen.

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:27:00

@ Tram-Kenner
Der angestrebte gesamtheitliche ÖPNV wird auf Grund der Siedlungsstruktur eine regionale Komponente und innerstädtische Komponente aufweisen. Sowohl die regionale (DING) und die innerstädtische (SWU) sind "auf beiden Seiten der Donau" gleich organisiert. Die durch Bundesländergrenze getrennte Stadtverwaltung ist historisch bedingt. Die Kooperation funktioniert wie z.B. beim gemeinsamen VEP.

Klee am 18.10.2012 16:26:52

Unbedingt in Neu-Ulm, deswegen ärgert mich die Haltung von Noerenberg auch so. Er hat beste verkehrliche Voraussetzungen in seiner Stadt, hat große Bevölkerungsschwerpunkte in gut erreichbaren Stadtteilen, in denen die Straßenbahn ohne weiteres ins Herz der Orte fahren können (Pfuhl, Ludwigsfeld*) - und nichts außer Verzögerungstaktik und einem seltsamen Konservatismus. Als ob Neu-Ulm nicht die andere Hälfte einer funktionalen 180"000 Einwohner-Stadt wäre...

* man denke an Böfingen: Straßenbahn in Ortsrandlage, trotzdem ein großer Erfolg!

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:26:38

@Jimmy, Tram-Kenner:
Auf Grund der hohen Anzahl an Beiträgen, können wir leider nicht in jedem Thread umgehend reagieren.
Zum einen müssen zur Reduzierung des Kfz-Verkehr Alternativen im Umweltverbund vorhanden sein, die eine Verlagerung ermöglichen. Ziel des Verkehrsentwicklungsplan Ulm / Neu-Ulm ist es, diese Alternativen zu schaffen.
Zum anderen wird bereits aus der Diskussion deutlich, dass die Belange der Verkehrsteilnehmer sehr unterschiedlich sind, welche sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:24:56

@Jimmy, Tram-Kenner:
Auf Grund der hohen Anzahl an Beiträgen, können wir leider nicht in jedem Thread umgehend reagieren.
Zum einen müssen zur Reduzierung des Kfz-Verkehr Alternativen im Umweltverbund vorhanden sein, die eine Verlagerung ermöglichen. Ziel des Verkehrsentwicklungsplan Ulm / Neu-Ulm ist es, diese Alternativen zu schaffen.
Zum anderen wird bereits aus der Diskussion deutlich, dass die Belange der Verkehrsteilnehmer sehr unterschiedlich sind, welche sorgfältig gegeneinander abgewogen werden müssen.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:22:28

@Klee
Da muss man gar nichts mehr schmuggeln - ich gehe davon aus, dass die Bürgerschaft hier heute ganz anders dahinter steht. Und es muss ja nicht alles auf einmal sein. Kontinuierlich Scheibchen für Scheibchen, aber eben AUCH Neu-Ulm.

Klee am 18.10.2012 16:20:18

Na, auf die Straßenbahn können wir uns ja alle einigen ;-)

Ich ärgere mich immer noch schwarz, dass die Ulmer Bürger damals das Fünf-Linien-Konzept in die Tonne gekloppt haben. Und nichts wäre mir lieber, als das jetzt wieder durch die Hintertür in die Stadt zu schmuggeln... Ludwigsfeld, Pfuhl, weißer Eselsberg, Blaustein, Wiblingen, mit Kusshand, hehe.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:20:11

@Klee
Warst Du schon mal in Städten, in denen der Verbund das Sagen hat und die Zusammenhänge regelt? Da flutscht das Alles, auch das Zusammenspiel mit den Privaten ... ich komme da nachher nochmal, ich möchte nur erst mal die Meinung der VEP-Gruppe dazu hören!

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:18:54

@ Klee
Der DING wurde in den 90er-Jahren gegründet und hat sich gut etabliert. Es gibt keine Überlegungen, den Verkehrsverbund grundsätzlich neu zu organisieren.

Moderation am 18.10.2012 16:18:49

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet, daher schiebe ich sie mal nach oben.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:17:27

@Moderation:
Ziel dieser Diskussion ist es, Maßnahmen festzustellen, die bisher nicht berücksichtigt wurden. Diese können dann in einem zusätzlichen Szenario geprüft werden. Die Erarbeitung eines zusätzlichen Szenarios erfordert erfahrungsgemäß etwa einen Monat Bearbeitungszeit.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:16:57

@Jimmy,
ich habe sowieso den Eindruck, dass sich die Nutzer hier einen Wolf diskutieren, die VEP-Gruppe mitliest und hier und da mal einen Kommentar einstreut, wo es Allgemeinplätze als Antworten gibt ...
@Klee und @VEP-Projektgruppe
Richtig, jedem Verkehrsmittel seinen Raum - aber die Neuerschließung von Verkehren insbesondere durch die Straßenbahn darf nicht an irgendwelchen kleinkarierten politischen Querelen scheitern. Hier sollten die Beteiligten das Große und Ganze und damit das Wohl des Bürgers im Auge behalten!

Klee am 18.10.2012 16:16:18

Jimmy: Leider habe ich genauso wenig Ahnung wie du ;-). Im Forum haben wir ja vor ein paar Tagen in einem anderen Thread die Westtangente diskutiert, ich hab den Gedanken dort zu Ende gedacht - konsequent wäre ja nur ein Lückenschluss B10-B30, der so wenig Stadt wie möglich tangiert -, musste dann aber schlucken, als ich die Karte gesehen habe. So ein Kuhbergtunnel wäre prima, aber ich fürchte, Bund und Land zeigen uns da nur den Vogel...

Klee am 18.10.2012 16:13:04

Ich würde mich Tram-Kenner hier anschließen, wenn auch nicht ganz so fatalistisch sein mit dem Ausblick.

Der DING ist ein organisch gewachsenes Gebilde, entsprechend hat er auch seine Haken und Ösen, wie oben beschrieben. Aber: wären nicht Citybahnhof und entsprechende Projekte eine gute Möglichkeit, den Verbund auf völlig neue Füße zu stellen? Gab, gibt es dazu Überlegungen?

Auch bei der Doppelstadtproblematik bin ich ganz bei Tram-Kenner, und ehrlich gesagt denke ich, dass Neu-Ulm sich mit einer derart zögerlichen ÖPNV-Politik keinen Gefallen tut, wenn es eine Nahverkehrsentwicklung mit zwei völlig unterschiedlichen Qualitäten in der Doppelstadt zulässt. Ich verstehe nicht, wieso v.a. der Bürgermeister die Straßenbahn nach Ludwigsfeld (und die nach Pfuhl) nur als lästigen Klotz am Bein ansieht statt als einmalige Chance und als Standortvorteil.

Jimmy am 18.10.2012 16:10:49

Nun, da sind wir bei einer Grundsatzdiskussion, bei der wir vermutlich kein Ergebnis finden werden.

Schade finde ich, dass die VEP-Gruppe sich nicht weiter äußert.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:09:50

@Walter Radkte:
Der Verkehrsentwicklungsplan nimmt die Vorgaben aus dem Aktionsbündnis und dem Radverkehrskonzept Neu-Ulm auf. Eine weitere Zusammenführung bei der weiteren Radverkehrsplanung ist vorgesehen.
Eine ausführlichere Antwort bezüglich der Zielmarke 2020 20 % im Radverkehr finden Sie im Thread "Fragen von Nutzer Bürger zum Radverkehrsanteil".

Jimmy am 18.10.2012 16:07:26

Die Tangente/Blautalbrücke ist eine große Belastung für Wohngebiete.

@Klee: Du schreibst etwas geheimnisvoll, dass Du Ahnung davon hast. Mich würde genaueres dazu interessieren.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:05:09

@Maike
Der Verkehrsentwicklungsplan nimmt die Vorgaben aus dem Aktionsbündnis und dem Radverkehrskonzept Neu-Ulm auf. Eine weitere Zusammenführung bei der weiteren Radverkehrsplanung ist vorgesehen.

Moderation am 18.10.2012 16:04:06

Seine zweite Frage richtet sich an Frau Stahl:
"Bis wann kann eine weitere Planungsvariante erarbeitet werden, in der diese klare Zielvorgabe in konkrete Maßnahmenvorschläge umgesetzt wird?“

Klee am 18.10.2012 16:01:04

Klar ist die Finanzfrage eine, die uns beschränkt. Das finde ich aber auch okay, wenn wir nicht irgendwo im luftleeren Raum rumfischen wollen.

Ich fände es extrem hilfreich, den Kuhberg von Nord nach Süd zu untertunneln und die Westtangente auf direktem Wege zum Donautal und zur B30 zu führen. Aber das ist eine unrealistische Schnapsidee, weil völlig unfinanzierbar. Lieber habe ich eine Ahnung, was denn ungefähr realistisch ist, und beschäftige mich damit.

Walter Radtke am 18.10.2012 16:00:27

zu meiner ersten Frage (15:07 Uhr) wurde noch nicht geantwortet. Mit dem Radverkehrskonzept werden in Neu-Ulm die Ziele des VEP (Verminderung des Kfz-Verkehrs zugunsten.....) keinesfalls erreicht!

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:00:24

Die Zielmarke 2020 20 % ist insbesondere als plakative Aussage zu verstehen, den Radverkehr in Ulm durch das Aktionsbündnis deutlich voran zu bringen und zu fördern. Vor diesem Hintergrund wurden die Handlungsempfehlungen des Aktionsbündnisses FahrRad im Gemeinderat diskutiert. Wichtigstes Ziel ist die Schaffung einer fahrradfreundlichen Stadt. Bislang wurde nur eine geringe Anzahl von Szenarien (zwei) im Verkehrsentwicklungsplan diskutiert. Ein möglicher Ausfluss des Internetforums könnte auch die Erhöhung der Anzahl der Szenarien sein.

Klee am 18.10.2012 15:53:38

Hehe, hätte nicht gedacht, dass ich die Diskussion an dieser Stelle führen würde.

Tram-Kenner, völlige Zustimmung - nur geraten wir dann in eine Situation, in der wir Rechtsgüter abwägen müssen, und das ist schwierig. Vor allem der Operationalisierung wegen, die schwer zu quantifizieren ist - sprich, wie viel sind 2 dB weniger Lärm wert? Wie viele Minuten Fahrzeitverlängerung sind zumutbar? Dafür gibt es keine zuverlässigen Werte, weswegen die Diskussionen oft versanden und zu nichts führen.

Ich persönlich glaube nicht an ein Nullsummenspiel; es muss Mittel und Wege geben, oder geschaffen werden, dass alle Verkehrsteilnehmer von einer guten Lösung profitieren. Stellenweise wird das eine Fortbewegungsmittel, je nach konkreter Situation, vielleicht mehr Vorteile haben und ein anderes einen Nachteil erleiden. In der Summe sollte es sich aber mindestens ausgleichen, wenn nicht eben zu einem Plus für alle führen.

Jimmy am 18.10.2012 15:52:19

Das Argument "persönliche Freiheit" musste hier kommen, ebenso das Beispiel von der gestressten Mami mit drei Kindern und dem Hund.

Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: die große Masse der Autofahrer sind alleine entweder zu ihrer Arbeitsstätte oder in der Freizeit unterwegs und hätten die Option, den Weg auch per Rad oder ÖPNV zurückzulegen.

Ich rede hier nicht von Personen, die auf Kfz angewiesen sind, wie von Klee angesprochen, sondern von Leuten, die aus reiner Bequemlichkeit Auto fahren. Im übrigen bringt meine Frau die drei Kinder tatsächlich mit dem Fahrrad zur Oma, einschließlich eines Fahrradanhängers mit den Einkäufen - auch das ist möglich.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:51:46

Liebe VEP-Projektgruppe,
spielt hier nicht vielmehr auch die komplexe Struktur der Zusammensetzung der teilnehmenden Verkehrsunternehmen eine Rolle? Wie will man eine derartige Vielzahl von Betrieben auch unter einen Hut bekommen? Sysyphus läßt grüßen ...

Maike am 18.10.2012 15:51:41

Wieso gibt es das Aktionsbündnis eigentlich nur in Ulm und nicht in Neu-Ulm?

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 15:48:54

@Tram-Kenner
Aufgrund der kurzen Distanzen in Ulm / Neu-Ulm sind Kurzstreckentickets orgnisatorisch, tariflich und bei der Abrechnung schwierig. Das Thema wurde bereits intensiv diskutiert. Auf fachlicher Ebene (mit den Verkehrsunternehmen) ist man bisher zu den Schluss gekommen, dass die Einführung nicht sinnvoll ist.

Stadt Ulm am 18.10.2012 15:48:15

@Jimmy:
Der Einsatz von Pedelecs im geplanten Fahrradverleihsystem war ursprünglich eine Zielsetzung. Nach einer Abfrage von zahlreichen Firmen ist jedoch festzustellen, dass Verleihsysteme mit Pedelecs technisch noch nicht ausgereift und sehr teuer sind. Für die initiale Implementierung ist daher der Einsatz von Pedelecs nicht vorgesehen; eine spätere Erweiterung in das System ist nicht ausgeschlossen.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:47:25

Nochmal, da haben sich die Buchstaben verhaspelt ...
@Klee
Das grundgesetzlich eingeräumte Recht der freien Entfaltung der Persönlichkeit endet dort, wo ich in die Rechte anderer eingreife, z.B. in deren Recht auf ungehinderte Fortbewegung oder in deren recht auf körperliche Unversehrtheit, vulgo Gesundheit und Lärm ...

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:46:03

@Klee
Das grundgesetzlich eingeräumte Recht der freien Entfaltung der Persönlichkeit, wo ich in die Rechte anderermeingreife, z.B. in dessen Recht auf ungehinderte Fortbewegung oder in dessen recht auf körperliche Unversehrtheit, vulgo Gesundheit und Lärm ...

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:45:41

@Wermaynu
Aus unserer Sicht ist der neue Bahnhof in NU funktional i.O..

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:44:21

@VEP-Gruppe
Ein Beispiel aus Aachen, wo es innerhalb einer gewissen Grenze (z.B. Stadtkern) ein 1-Euro-Ticket für die Kurzstrecke gibt. Seither haben
a.) Schwarzfahrten und
b.) Individualverkehr
in diesem Bereich nachweislich und sprübar abgenommen.
Warum nich so etwas für Ulm?

Stadt Ulm am 18.10.2012 15:44:10

Die Stärkung der Schillerstraße als wichtige zusätzliche Erschließungsstraße von der Westseite des Hauptbahnhofs stellt ein wichtiges Ziel aus dem City-Bahnhof-Projekt dar. Zielsetzung der Stadt ist die Entlastung der Innenstadt von Parkverkehr und damit verbunden die Schaffung von Parkraum auf der Westseite des Bahnhofs. Unabhängig davon ist eine stadtverträgliche Gestaltung der Schillerstraße geplant. Zur Realisierung ist die Aufgabe von Gleisen im westlichen Gleisfeld erforderlich.

Klee am 18.10.2012 15:42:50

Wenn ich mit meiner Meinung einspringen darf - in einer freien Gesellschaft müssen wir auch akzeptieren, wenn einer die Kurzstrecke mit dem Wagen fahren will. Zumal jede Menge sehr unterschiedlicher Autofahrer unterwegs sind, auch viele Ulmbesucher, Geschäftsreisende, Handwerker, Taxen... ich will einer gestressten Mutter gerne zugestehen, lieber im Wagen die Kinder zur Oma zu bringen als sich in einen überfüllten 3er zu quetschen.

Ich bin aber auch grundsätzlich eher für attraktive Angebote, die von sich aus zum Umstieg verlocken, als für restriktive Zwangsmaßnahmen. Also steht meine Meinung unter Vorbehalt ;-)

Moderation am 18.10.2012 15:41:20

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet, daher schiebe ich sie nach oben.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:40:51

Hinzu kommt eine kurze Wartezeit durch kurze Taktzeiten im Fahrplan. Versuche mal einer, am Samstagnachmittag oder gar am Sonntag in den Verkehrsbereichen der Privaten auf bayerischer Seite zu fahren - maximal alle Stunde eine Verbindung und ewige Wartezeiten an den Haltestellen ... wo bleibt da die Qualität, liebe VEP?

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:40:46

@moderatorin
... diese Frage wurde beantwortet.

Moderation am 18.10.2012 15:39:27

Diese Frage wurde ebenfalls noch nicht beantwortet und wird daher nach oben geschoben.

Moderation am 18.10.2012 15:38:37

Diese Frage wurde noch nicht beantwortet, daher scheibe ich sie mal nach oben.

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:38:32

@Maike
aus fachlicher Sicht ist ein gemeinsames Fahrradverleihsystem auf jeden Fall sinnvoll - letzendlich entscheidet in NU der Stadtrat.

Jimmy am 18.10.2012 15:38:19

Warum halten Sie PkW-Verkehr auf Kursstrecken für erforderlich?

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:38:13

Sorry, aber diese Kostendiskussion ist zwar nichts Neues, und hat sicherlich auch Ihre Berechtigung, ist aber bei den hier diskutierten Themen immer wieder ein Totschlag-Argument - zum einen zu kurzsichtig, verstellt es den Blick auf längerfristige Perspektiven, zum anderen hat es immer so etwas endgültiges und verhindert weitere, tiefergehende Untersuchungen.

Klee am 18.10.2012 15:38:09

Das Problem der Experten ist ja leider, dass sie in offizieller Funktion unterwegs sind - mal eben lockermachen ist schwer, noch schwerer sind verbindliche Aussagen über Projekte, die noch in der Planung. Ist schade, aber auch gleichermaßen verständlich.

Walter Radtke am 18.10.2012 15:37:59

Die Marienstraße in Neu-Ulm ist für Radfahrer sehr gefährlich. Gründe: Sehr starker Verkehr, Bushaltestellen, eng (zwei Busse kommen gerade aneinander vorbe!), Tempo 50. Hier sollen auch Kinder und Senioren sicher sein auch bei Dunkelheit und Nässe!
Vorschlag: Fußwege auf beiden Seiten für Radfahrer freigeben (Schrittgeschwindigkeit). Das funktioniert auch in Ulm am Rathaus.
Oder Verkehrsberuhigung Tempo 30 auch bis über die Herdbrücke.

Moderation am 18.10.2012 15:36:46

Liebe Teilnehmende,
hier nochmal der Hinweis: eröffnen Sie für ein neues Thema lieber einen eigenen Diskussionsstrang (Beitrag schreiben). Das ist dann übersichtlicher als wenn viele verschiedene Fragen in einem ganz langen Strang geklärt werden müssen.

Vielen Dank,
Birgit Hohberg (Moderation)

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 15:36:05

@Jimmy: Die Oberziele des Verkehrsentwicklungsplans zielen schwerpunktmäßig auf die Stärkung des Umweltverbundes ab. Insofern sind im Verkehrsentwicklungsplan bereits wichtige Maßnahmen z. B. für den Radverkehr vorgesehen. Die verträgliche Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) ist für eine leistungsfähige Stadt aber auch zukünftig erforderlich.

Jimmy am 18.10.2012 15:36:01

Angesichts der topographischen Gegebenheiten in Ulm werden doch sicher auch Elektro-Fahrräder im Angebot sein, nicht?

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:35:16

Liebes VEP-Team,
ich hätte mir hier etwas konkretere Aussagen und nicht derartige Allgemeinplätze als Antworten gewünscht. Ich meine, wir Ulmer und Neu-Ulmer sollten hier konstruktiv zusammenarbeiten, sowohl Bürger als auch "Offizielle". Eingebrachte Ideen sollten aufgenommen, aber auch diskutiert und gewertet werden.

Stadt Ulm am 18.10.2012 15:33:35

@ Walter Radtke
1. Das Aktionsbündnis FahrRad hat sich in der Arbeitsgruppe Infrastruktur und Planung bereits über dieses Thema gedanken gemacht. Eine erste moderne Abstellanlage wurde beispielsweise am Bahnhofsteg in der Schillerstraße errichtet. Es wird eine Maßnahmenliste über gewünschte und zu verbessernde Fahrradabstellanlagen in einer nächsten Arbeitsgruppe erarbeitet.
2. Wir werden Ihren Vorschlag zu den City-Gutscheinen der AG Marketing (Ulmer City Marketing e.V. - beteiligt) im Aktionsbündnis aufnehmen.

Klee am 18.10.2012 15:33:33

Sehr gerne :-). Weiterlesen kann man dazu immer, auch wenn ich Habermas selber nicht empfehlen würde - zu obskur, bis man sich da zu den klugen Gedanken durchbuddelt, ist das Hirn schon ganz weich. Aber wahrscheinlich hat Wikipedia dazu auch ein paar ordentliche Infos ;-)

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:32:22

@Cortauri
S-Bahn und Straßenbahn haben unterschiedliche verkehrliche Funktionen, und Sie haben Recht, dass hierzu eine sorgfältige Planung notwendig ist.

Jimmy am 18.10.2012 15:31:27

Danke! Der Exkurs war kurz und lehrreich.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:31:17

Zitat Jimmy: "Ich frage mich, warum hier nicht sehr viel schneller und radikaler eingegriffen wird, also Angebote an Autofahrer stark reduziert werden." ... und zugleich die Angebote und Rechte des ÖPNV gestärkt, verstärkt und ausgebaut werden?

Jimmy am 18.10.2012 15:29:22

Prima, dass wir einer Meinung sind :-) Nun wird aber trotzdem mit mehr als moderaten Zahlen gearbeitet. Ich denke dabei an die angepeilte Erhöhung des Radfahrer-Anteils von 14% auf 20% innerhalb fast eines Jahrzehnts. Gleichzeitig bleiben viele Angebote an Autofahrer bestehen, wie z.B. Parkplätze, Stadtautobahnen, Tangentenring etc.

Ich frage mich, warum hier nicht sehr viel schneller und radikaler eingegriffen wird, also Angebote an Autofahrer stark reduziert werden.

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:25:58

@Walter Radke
Die Behandlung der Thematik "Kampagnen" für den Radverkehr ist spätestens bei der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes (2013/2014) vorgesehen. Die Entscheidung liegt letztendlich beim Stadtrat Neu-Ulm.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:25:21

@Stadt Neu-Ulm
Da lehr mich einer die DB kennen - wenn der neue Bahnhof Ulm erst mal "zementiert" ist, ist der 5. Bahnsteig nur noch Utopie. Lasst Euch da kein X für ein U vormachen, dann gibt es plötzlich Probleme mit Wiechenstraßen, kreuzenden Fahrstraßen und Fahrplanengpässe, womit ein 5. Bahnsteig nicht mehr realisiert werden kann.

Klee am 18.10.2012 15:24:58

Hallo Jimmy,

Deliberation ist eine Form von Willensbildung, die der olle Habermas ins Spiel gebracht hat.

Er meint, dass die qualitativ beste Demokratie diejenige ist, in der ausnahmslos alle Bürger durch respektvolle und vernünftige Diskussion zu irgendeiner Art von Konsens kommen. Also nicht Kompromiss, sondern wirklich ein Konsens, mit dem alle gleichermaßen gut leben können.

Sowas gab es im antiken Athen schon mal, ist auch eine nette Idee, mit den heutigen Millionenstaaten ist das aber eigentlich nicht machbar. Dafür gibt es aber einen Haufen Experimente, die es im kleinen Rahmen versuchen - wie z.B. dieses hier. Verbindlichkeit ist schwierig (gerne tragen alle bei, aber wer würde dann die Verantwortung übernehmen?), gab es aber auch schon in Ansätzen, z.B. bei Projekten in Kanada.

In Deutschland muss man sich erstmal an solche Demokratieformen reinfühlen, dafür sind Projekte auf kommunaler Ebene auch ganz gut.

Sorry, war jetzt ein kleiner Exkurs ;-)

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:23:19

@Jimmy - deshalb ja die Standardiseirte Bewertung, die volkswirtschafliche Berechnungen mit umfasst ...

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:23:12

@Tram-Kenner
1. Der 5. Bahnsteig im Hbf Ulm kann nach den aktuellsten Infos jederzeit nachgerüstet werden.
2. Ob und welche neuen oder zu reaktivierenden Haltepunkte im Zuge eines Regio-S-Bahn-Konzeptes berücksichtigt werden, wird im Laufe der weiteren Planungen erarbeitet.

Maike am 18.10.2012 15:22:36

Oh, wie schön! Wird es die dann auch in Neu-Ulm geben?

Walter Radtke am 18.10.2012 15:22:28

1)Beispielhaft bez. z.T. nicht vorhandenen bzw. völlig veralteteten
Fahrradabstellanlagen im Stadtgebiet schlage ich eine Imagekampagne der Stadt gemeinsam mit den verschiedenen Interessensvertetern/Institutionen/Verbänden zur Beschaffung neuer, sicherer und bequem zu benutzenden Anlagen vor.
2)Das Einkaufen/mit dem Fahrrad zur Arbeit/Schule usw.(mit Fahrrad) kann mit einem Bonus gefördert werden.
Aktionen solcher Art fehlen bisher.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:22:18

Eine Straßenbahn durch Offenhausen und Pfuhl müsste schon durch Offenbachstraße und Hauptstraße in Pfuhl führen, da gibt es den meisten Bedarf - der dort begrenzte Platz lässt sich durch eine eingleisige Streckenführung auffangen. Dass dies durchaus möglich und praktikalbel ist, zeigen Heidelbergs ganz neue Linie 23, 26 und 22, wo dies in den Außenästen überaus erfolgreich prkatiziert wird!

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 15:22:12

Grundsätzlich sehen wir das genau wie Sie. Vor allen in diesen kurzen Wegen sehen wir die Potenziale zur Verlagerungen auf den Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖV).

Jimmy am 18.10.2012 15:21:58

Außerdem sollte man m.E. hier nicht nur betriebswirtschaftlich argumentieren. Straßenbahnen bringen z.B. im Vergleich mit weiteren Autostraßen einen enormen Gewinn an Lebensqualität.

Cortauri am 18.10.2012 15:19:34

Ist es nicht eher taktik der stdat Neu-Ulm, lieber vom Staat Geld für den Ausbau der Europastraße zu bekommen und nach diesem Ausbau dann die Querspange finanziert zu bekommen?

Dazu kommt, das die Kreuzung Memminger Straße (Dietrich) ja jetzt schon überlastet ist, da die Ludwigsfelder/Wiley-Bewohner ja immer zu dieser Kreuzung müssen. Die Querspange mit einer Ein-/Ausfahrt zwischen Wiley und Ludwigsfeld würde hier für viel Entlastung sorgen.

Dazu käme der positive Effekt für Schwaighofen. Da die Gewerbegebiete über die Querspange angefahren werden würden.

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 15:19:23

Lieber Klee,

zunächst gestehen wir, dass dies auch für uns ein Experiment ist. Bei der Fortschreibung des VEP geht es nicht um enorme Kosten und weitere Infrastrukturprojekte sondern vorrangig um das Thema stadtverträglicher Verkehr. Hauptschwerpunkte stellen insbesondere im Basisszenario bereits beschlossenene Maßnahmen dar.
Die letzendlich aus dem Prozess Verkehrsentwicklungsplanung resultierenden Projekte sind hinsichtlich der Kosten noch zu bewerten (Phase 4 - Realisierungskonzept).

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:19:08

@Moderation: Sollen wir uns nun hier "verausgaben" und erhalten hier Anwort, oder eine Stufe höher auf "Livediskussion" - das Prozedere ist etwas unklar ...

Stadt Ulm am 18.10.2012 15:18:25

In der aktuellen Beschlussvorlage für den Gemeinderat für die Sitzung im November soll ein finanzieller Betrag zur Implementierung eines konventionellen Fahrradverleihsystems bereitgestellt werden. Wenn der Beschluss bestätigt wird können wir für das Jahr 2013 die Ausschreibung vorbereiten.

Klee am 18.10.2012 15:18:14

Das Problem mit einem S-Bahn-Halt in Pfuhl an Stelle einer Straßenbahn wäre, dass dieser im äußersten Süden des Ortes liegen, eigentlich sogar außerhalb des Ortes - das ist nur begrenzt attraktiv. Eine Straßenbahn kann ich mir bei der Breite der Haupstraße (alternativ: Leipheimer Straße) aber auch baulich ganz gut vorstellen, und sie würde mitten durch den Ort führen.

Jimmy am 18.10.2012 15:16:25

Lieber Klee,

ich finde Ihre Idee als Forumsteilnehmer sehr interessant. Nur um sicher zu gehen, dass ich es richtig verstanden habe: meinen Sie eine Art direkte Demokratie mittels des Forums mit mehr oder weniger bindenden Beschlüssen?

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:14:37

Jeder Straßenbahnausbau ist teuer, aber im Endeffekt bringt er immer einen hohen Nutzen, der diesen Aufwand mehr als rechtfertigt. Also blicken wir nach Heidelberg und in all die anderen Städte wie Saarbrücken, Freiburg oder Stuttgart, oder ganz vor der Haustüre, nach Böfingen, wo der Straßenbahnausbau stets einen gewaltigen Zustrom an Fahrgästen nach sich gezogen hat!

Klee am 18.10.2012 15:14:36

Hat man bei der Freihaltetrasse nicht eventuell das Problem, dass Wiley-Süd und Ludwigsfeld sehr rasch gewachsen sind und langfristig vielleicht sogar zusammenwachsen werden? Ich kann mir eigentlich keine autobahnähnliche Bundesstraße zwischen den beiden Stadtteilen vorstellen... bliebe nur ein Tunnel, aber Tunnel sind ja pervers teuer.

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:12:17

@cortauri
im Flächennutzungsplan ist die sog. Querspange B 10/B 28/B 30 als Freihaltetrasse enthalten. Hier ist noch keine abschließende Entscheidung getroffen.

Cortauri am 18.10.2012 15:10:30

Ein Ausbau der Straßenbahn nach Pfuhl klingt bestimmt schön, ist aber extrem teuer.

Wäre der Ausbau einer S-Bahn auf dem Streckenast (Ulm - Günzburg) wie hier im Forum beschrieben, nicht günstiger und effektiver?

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:09:28

Sehr geehrte Experten,
Nun soll also das Konzept für ein S-Bahnsystem fertiggestellt werden, mit dem man der DB AG zu Leibe rücken möchte, nachdem offensichtlich die Forderung nach einem fünften Bahnsteig im Ulmer Hbf verpennt wurde.
Was mir genau so wichtig erscheint, wäre die schon vor Jahren im Neu-Ulmer Rathaus einmal diskutierte Einrichtung eines S-Bahn-Haltes beim heutigen Fußgängersteg zwischen Heinrich-Heine- und Max-Eyth-Straße. Hier steht eine große Fahrgastklientel bereit, eine schnelle Verbindung in die Innenstadt bzw. eine schnelle Anbindung an den Fernverkehr zu nutzen. Dieser Haltepunkt liegt noch innerhalb des viergleisigen Streckenabschnittes und wäre m.E. mit einem nicht allzugroßen Aufwand zu realisieren.
Zugleich würde ein hier angesiedelter Haltepunkt und eine Wiedereinrichgung des Haltes in Burlafingen eine S-Bahnlinie (Geislingen-)Ulm-Günzburg ebenso erheblich aufwerten wie den bereits hier angesiedelten Nahverkehr der S-Bahn Augsburg bzw. der Agilis auf der Donaubahn Richtung Günzburg-Regensburg!

Cortauri am 18.10.2012 15:09:22

Ein Ausbau der Straßenbahn nach Pfuhl klingt bestimmt schön, ist aber extrem teuer.

Wäre der Ausbau einer S-Bahn auf dem Streckenast (Ulm - Günzburg) wie hier im Forum beschrieben, nicht günstiger und effektiver?

Stadt Neu-Ulm am 18.10.2012 15:07:39

Sehr geehrter Tram-Kenner,
beide Relationen - nach Ludwigsfeld und nach Pfuhl - sind fachlich sinnvoll, deshalb sind sie auch beide im VEP enthalten. In einem ersten Schritt hat der Stadtrat NU die Standardisierte Bewertung für die Relation nach Ludwigsfeld beschlossen.

Walter Radtke am 18.10.2012 15:07:06

Guten Tag zusammen,

wird der VEP in NU zukünftig umfassender (ähnlich Ulm mit FahrRad) umgesetzt als bisher?
Die selbst genannten Ziele des VEP werden sonst nicht erreicht!

Grüße Walter Radtke

Stadt Ulm am 18.10.2012 15:06:41

Danke für Ihre Frage zu diesem sehr speziellen Projekt Citybahnhof Ulm. Wir werden dazu Ergebnisse für den Realisierungswettbewerb über ein externes Büro präsentieren. Derzeit liegen Ideenentwürfe vor und Ziel ist es am Citybahnhof für alle Verkehrsträger idealerweise zu verknüpfen.

Moderation am 18.10.2012 15:05:30

Hallo Jimmy, richten Sie Ihre Fragen jetzt auch direkt an die Vertreter der Städte Ulm und Neu-Ulm im Livediskussionsforum:

 Link

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 15:04:38

Es gibt ja einen bestehenden Verkehrsentwicklungsplan von 1995 mit dem Prognosehorizont 2005. Dieser ist unter Beihaltung der verkehrlichen Oberziele fortzuschreiben mit dem neuen Prognosehorizont 2025, um die aktuellen Entwicklungen zu berücksichtigen, die 1995 noch nicht bekannt waren.

Klee am 18.10.2012 15:04:06

Bin mir nicht ganz sicher, ob das nun ein Livethread oder ein Liveforum ist... aber darum wird sich die Moderation schon kümmern müssen ;-)

Anders als der Tram-Kenner wundere ich mich eher, wieso der SPD-Vorschlag, eine Linienführung 2 durch das Vorfeld, das ja bald zu bebauende Wiley-Nord und die Wileybrücke nicht untersucht werden sollte? Als Laie sehe ich zwar, dass die Memminger Straße schön breit und ausbaufähig ist, aber mehr Menschen erreicht man wohl eher anders...

Cortauri am 18.10.2012 15:03:46

Hallo,

wieso werden Millionen in den Teilausbau der Europastraße investiert, anstatt den Lückenschluss (B30-B10) endlich anzugehen.

Durch den Ausbau der Europastraße holt man sich doch extra den Schwerlastverkehr in die Stadt!

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:00:58

Guten Tag Herr Borgmann,
warum muss es bei den Straßenbahnplanungen unbedingt und ausschließlich Ludwigsfeld sein? Hier sucht man händeringend nach einem positiven K-N-Faktor. Da aber die Stadtväter von Neu-Ulm immer noch von einer Autolobby gegängelt werden, wird eine Linie nach Pfuhl(-Burlafingen) fleißig unter den Tisch gekehrt. Denn eine standardisierte Bewertung würde dieser Relation mit Sicherheit sofort einen sehr hohen K-N-Faktor bescheinigen, der eine Umsetzung geradezu erzwingen würde. Das hier derzeit herrschende schlechte Angebot, insbesondere in den Tagesrandlagen und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen verhindert geradezu eine Steigerung der Fahrgastzahlen auf diesen Linien. Noch in jedem Fall hat die Einrichtung einer Straßenbahnverbindung mit schnellem, zuverlässigem und dichtem Angebot die Nachfrage über das prognostizierte Maß hinaus ansteigen lassen.
Deshalb meine Forderung:
1. Zumindest vorübergehende Abkehr von den Straßenbahnplänen für Ludwigsfeld, das unter der Ägide der Stadtwerke bereits eine sehr gute ÖPNV-Anbindung besitzt.
2. Rasche (Wieder-)Aufnahme der Planungen für eine Straßenbahn Ulm - Neu-Ulm - Offenhausen - Pfuhl — Burlafingen mit Anbindung des Schulzentrums Pfuhl!

Cortauri am 18.10.2012 14:58:33

Darum gibt es doch mittlerweile Busse mit 4 Ein-/Ausgängen als mit 3 (Gelenkbusse). Grund ist es hier schnell die Leute rein und rauszulassen. Das ist ja auch der enorme Vorteil von Straßenbahnen. Alle ebenerdig, große Türen und viele Türen.

Ulm hat ja im Vergleich zu anderen Städten kleine (=kurze) Straßenbahnen und Wartezeiten vor den Türen ist hier ja schon sehr niedrig.

Jimmy am 18.10.2012 14:57:43

Ich teile das subjektive Gefühl von Bürger. Die Aufwendungen betreffen fast immer den KfZ-Verkehr, auch bei Mehrfachnutzung (ohne KfZ-Verkehr wären z.B. keine Ampeln notwendig). In der öffentlichen Wahrnehmung werden die Ausgaben m.E. auch unterschiedlich gewichtet. Für den Bau von Radwegen wird wegen ein paar 100 T€ diskutiert, aber z.B. für die Tunnelsanierung der B10 werden bedenkenlos zig-Millionen € ausgegeben.

Cortauri am 18.10.2012 14:56:17

Hierfür gibt es mehrer Studien, wieso die Straßenbahn hier überlegen ist:

z.B.:

 Link

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:51:35

Danke Cortauri, der Ansatz ist sehr gut, nur sollte ein S-Bahnsystem etwas weitreichender gefasst sein, also

- über Herrlingen hinaus nach Blaubeuren-Ehingen,
- über Erbach hinaus nach Laupheim-Biberach
- zusätzlich Ulm - (Jungingen) - Beimerstetten - Westerstetten - Lonsee - Urspring - Amstetten - Gesilingen
- und zusätzlich die bereits werdende Verbindung Ulm - Neu-Ulm - Senden - Weißenhorn/Vöhringen - Illertissen

umfassen.

Cortauri am 18.10.2012 14:45:07

folgende S-bahn(Teil)-Strecken sollte man mal genauer untersuchen:

Günzburg - Leipheim - (Unterfahlheim) - Nersingen - (Burlafingen) - (Pfuhl/Offenhausen) - Neu-Ulm - Ulm

Langenau - Unterelchingen - Oberelchingen - Tahlfingen - (Messe Ulm) - Ost (Verlegung zwischen Stuttgarter und Heidenheimer Straße) - Ulm

Ulm - (Bismarckbrücke) - Donautal - (Einsingen) - Erbach

Ulm - (Blaubeurer Straße / zwischen Ikea & Media Markt) - Söflingen - Blaustein - Herrlingen

Wichtig wäre das versucht wird, gerade im Außenbereich, dies gleichzeitig zu einen P&R auszubauen und hier Buslinien zu verknüpfen.

Jimmy am 18.10.2012 14:42:36

Ich vermute, Tram-Kenner meint das Verhältnis Kosten zu Nutzen, also eigentlich den Kosten-Nutzen-Quotienten. Wie dann Kosten und Nutzen beziffert werden, dürfte ein anderes Problem sein.

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:39:05

Oh, sorry - ein positiver K-N-Faktor, ausgeschrieben Kosten-Nutzen-Faktor bedeutet, dass bei Abwägung aller entstehenden Kosten für Einrichtung, sprich Bau und Betrieb einer neuen Verbindung (hier: auf der Schiene) im Vergleich zum volkswirtschaftlichen Nutzen, der neben den reinen betriebswirtschaftlichen Aspekten auch die "weichen" Faktoren wie Umweltschutz und Lebensqualität mit einrechnet, ein positives Ergebnis, das heißt einen Faktor größer "1" erbringt.

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:29:10

Die Vorteile der Straßenbahn liegen klar auf der Hand - schnelle, zuverlässige, pünktliche, von Individualverkehr unabhängige, umweltfreundliche, komfortable Fortbewegung mit hoher Beföderungskapazität bei dichtem Fahrplan - ÖPNV-Herz, was willst du mehr?

FloDiehl am 18.10.2012 14:25:08

Die Vorteile einer StraBa gg.ü. Bussen sind für mich nicht ersichtlich, da Ulm aufgrund des Durchgangsbahnhofs und der Bebauung für einen weiteren Ausbau des Schienenetzes (v.a. i.Ri. Eselsberg) nicht genug Kapazitäten besitzt. Meines Erachtens wäre eine graduelle Umlenkung des Verkehrs von bestimmten Nadelören wesentlich effizienter und kostengünstiger zu haben.

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:23:44

Da kann man Herrn Nash nur zustimmen - man beobachte nur einmal die ewig langen Haltezeiten der priveten Busunternehmer mit kontrolliertem Einstieg und langen Schlangen an der vorderen Türe im Vergleich zu den Haltezeiten der SWU-Busse, bei denen alle Türen für Zu- und Ausstieg genutzt werden können..

FloDiehl am 18.10.2012 14:21:07

Ich habe gerade mit Mr. Andrew Nash gemailt, der bereits in Zürich bei Verkehrsplanungen tätig war. Er meint, dass das Zusteigen an nur bestimmten Eingängen eher abträglich ist, und zu längeren Staus führt, v.a. wenn Leute Bar bezahlen...
Er meinte, es sei effizienter Aussteige-Zonen zu definieren an denen der Bus das erste mal an der Station anhält. Der Zweite Halt ist dann in der "Einsteige-Zone".

Er empfahl mir ein Buch:  Link

Human Transit by Jarrett Walker. Kommt definitiv auf die Reading-List.

Moderation am 18.10.2012 14:18:25

Hallo Tram-Kenner,
vielleicht mögen Sie allen, denen der Begriff nicht bekannt ist, erklären, was ein K-N-Faktor ist?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:14:08

Zitat Sebastian Kaupper: "Nach dem die Strecke Wissenschaftsstdt - Hauptbahnhof - Kuhberg fertig gestellt ist ist villeicht erst mal Neu-Ulm - Ludwigsfeld dran." Ja, das ist ja genau die Crux an der Sache, dass es unbedingt Ludwigsfeld sein muss und man hier händeringend nach einem positiven K-N-Faktor sucht. Da aber die Stadtväter von Neu-Ulm immer noch von einer Autolobby gegängelt werden, wird eine Linie nach Pfuhl(-Burlafingen) fleißig unter den Tisch gekehrt. Denn eine standadisierte Bewertung würde dieser Relation sofort einen sehr hohen K-N-Faktor bescheinigen, der eine Umsetzung geradezu erzwingen würde. Und - Zitat Herr Hosak: "Nach Pfuhl im 20 Minuten Takt und Bedienung nur mit Solobussen ist jeder Gedanke darüber sinnlos." - es ist immer wieder der selbe Fehler, der hier gemacht wird: Ein schlechtes Angebot verhindert geradezu eine Steigerung der Fahrgastzahlen auf diesen Linien. Noch in jedem Fall hat die Einrichtung einer Straßenvbahnverbindung mit schnellem, zuverlässigem und dichtem Angebot die Nachfrage über das prognostizierte Maß hinaus ansteigen lassen. Deshalb meine Forderung:
1. Zumindest vrübergehende Abkehr von den Straßenbahnplänen für Ludwigsfeld, das unter der Ägide der Stadtwerke bereits eine sehr gute ÖPNV-Anbindung besitzt.
2. Rasche (Wieder-)Aufnahme der Planungen für eine Straßenbahn Ulm - Neu-Ulm - Offenhausen - Pfuhl - Burlafingen!

Klee am 18.10.2012 14:02:32

In Stuttgart wurde vor einiger Zeit die Regelung eingeführt, dass in Bussen nur noch vorne eingestiegen wird. Das hatte in der Anfangszeit einige Probleme zur Folge, insbesondere, wenn dickköpfige Busfahrer auf renitente Fahrgäste gestoßen sind, hat sich aber mittlerweile recht gut eingespielt.

Tram-Kenner am 18.10.2012 13:58:02

Grundsätzlich gebe ich Cortauri hier recht, jedoch ist ein geradliniger Umbau m.E. hier wohl nicht möglich, die zudem eine Ampelschaltung mit vier Hauptphasen nach sich ziehen würde. Mit Verlaub sind zudem die Zeiten der Autogerechten Stadt vobei. Jedoch wäre ein Umbau dahingehend sinnvoll, die beiden mittigen Linksabbiegespuren in Richtung Reuttier Straße bzw. zur Gänstorbrücke aufzugeben und die bestehenden Spuren AUS Richtung Reuttier Straße bzw. Gänstorbrücke hierfür zur nutzen, was mit Siecherheit eine vereinfachte Ampelschaltung und Verkehrsbeschleunigung bringen würde.

Klee am 18.10.2012 13:57:05

Ich würde zu dem Thema (bei dem ich voll zustimme) gerne noch die Frage hinterherschieben, wieso das Konzept von 2010 die Strecke lediglich bis Nersingen laufen würde? Für meine Begriffe wären Leipheim und Günzburg erstens ohne weiteres zu erreichen, hätten zweitens (educated guess) auf Grund ihrer Größe beachtliches Fahrgastpotential, und drittens wäre Günzburg eine logische Endhaltestelle für eine S-Bahn, analog zu anderen Städten wie Ehingen, Geislingen oder Weißenhorn.

Wenn ich Zeit habe, schaue ich bei der Livediskussion vorbei...

Moderation am 18.10.2012 13:51:48

Hallo Tram-Kenner,

vielleicht mögen Sie ab 15 Uhr diese Fragen auch in unserer Livediskussion direkt mit den städtischen Vertretern erörtern. Die findet ab 15 Uhr hier statt:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 13:42:05

Hallo Tram-Kenner,

vielleicht mögen Sie ab 15 Uhr Ihre Hinweise auch in unsere Livediskussion mit den städtischen Vertretern einbringen. Die findet hier statt:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Tram-Kenner am 18.10.2012 13:33:39

Ketzerische Frage an Gustav: Warum mit dem Auto von Ludwigsfeld in die Oststadt fahren, wenn der ÖPNV in dieser Relation eine mindestens genau so schnelle Verbindung bietet? Einfach das Auto stehen zu lassen ist der beste Weg, Staus zu vermeiden ...

Moderation am 18.10.2012 12:59:44

Hallo Reparierbar,

vielen Dank für Ihre Anregungen. Vielleicht mögen Sie die auch ab 15 Uhr in unsere Livediskussion mit den städtischen Vertretern einbringen. Die findet hier statt:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 12:03:31

Hallo Bürger, liebe Teilnehmende,
zu Ihrer Frage hat uns die Stadt Neu-Ulm folgende Informationen zukommen lassen:
"Dass diese Frage nicht leicht zu beantworten ist, erkennt man schon daran, dass verkehrliche Einrichtungen (Straßen, Beschilderung, Ampeln, etc.) häufig von mehreren Verkehrsmitteln gleichzeitig genutzt werden. Daneben werden diese nicht selten aus mehreren "Töpfen" finanziert (Kommune, Landkreis, Land, Bund). Eine detailierte Antwort auf Ihre Frage würde zu einer derart umfangreichen Übersicht führen, die in dieser Form leider nicht vorliegt und aus vielzähligen Quellen erstellt werden müsste. Leider können wir Ihnen eine derart umfangreiche Aufarbeitung im Zuge dieser Diskussion nicht anbieten. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die (Finanz-) Haushaltspläne der Stadt Ulm für die einzelnen Jahre seit dem letzten VEP anzuschauen. Diese sind für BürgerInnen einsehbar (siehe Link). Link:  Link &__sgo=Suchen&go=Suchen"

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 11:59:48

Hallo GM, liebe Teilnehmende,
zu den angefragten Begriffen wurden uns von dem Büro Dr. Brenner-Ingenieure folgene Erläuterungen zugeschickt:
"Eine Strecke, die von besonders vielen Bus- und/oder Straßenbahnlinien befahren wird, wird als (ÖV-)Stammstrecke bezeichnet. Eine Stammstrecke ist besonders wichtig für den ÖPNV, weil sich dort die meisten Linien überlagern.

Mit "notwendiger Kfz-Verkehr" ist Kfz-Verkehr gemeint, der sich nicht auf andere Verkehrsmittel verlagern lässt.

Als "Weg" wird eine Ortsveränderung einer Person bezeichnet, die einen Ausgangspunkt (eine "Quelle") und ein Ziel hat. Fährt oder geht eine Person morgens von ihrer Wohnung zum Arbeitsplatz, ist das ein Weg. Fährt oder geht die Person nachmittags vom Arbeitsplatz zurück zur Wohnung, entsteht ein zweiter Weg. In der Verkehrsplanung werden i. d. R. vier Arten unterschieden, wie ein Weg zurückgelegt werden kann: zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem ÖV oder mit dem Kfz. Ein Weg kann sich aus mehreren Verkehrsarten zusammensetzen."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 11:57:13

Hallo GM, liebe Teilnehmende,
zu Ihrer Frage hat uns das Büro Dr. Brenner-Ingenieure folgende Antwort zugesendet:
"Die mittlere Weglänge einer Pkw-Fahrt innerhalb des Stadtgebietes beträgt rund 5,6 km. Insgesamt wird bei rund 50 % aller Pkw-Fahrten eine Weglänge zwischen 0 und 5 km zurückgelegt, bei rund 30 % zwischen 5 und 10 km und 20 % sind weiter als 10 km."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 11:51:04

Hallo Bürger, liebe Teilnehmende,
auf die Frage nach der Subventionierung der PKW-Tiefgaragen in Ulm wurde uns von der Parkbetriebsgesellschaft mbH (PBG) folgende Antwort überliefert:
"Die Tiefgaragen und Parkhäuser werden nicht subventioniert. Darlehensverbindlichkeiten aus Investitionen in (Bau-) Projekte, wie z.B. Parkhaus Am Rathaus, gibt es gegenüber der Stadt Ulm und dem Kapitalmarkt mit entsprechend marktüblicher Verzinsung.Die Ulmer Parkbetriebsgesellschaft mbH (PBG) ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Ulm.Die Garagen sind Eigentum der PBG. Die PBG bestreitet mit den Umsatzerlösen sämtliche finanzielle Verpflichtungen, die sich aus dem Betrieb und Unterhalt der Einrichtungen ergeben.Überschüsse aus dem Betrieb der Parkierungseinrichtungen werden für zuk. erforderliche Neuinvestitionen bzw. zuk. erforderliche Sanierungsprojekte hinterlegt und verwendet. Der Geschäftsbericht wird jährlich veröffentlicht und ist im Bundesanzeiger bzw. bei der Stadt Ulm auf der Homepage einzusehen. Die Ulmer Parkbetriebs-Gesellschaft mbH bewirtschaftet derzeit in Ulm 8 öffentliche Parkhäuser und Tiefgaragen mit insgesamt rd. 3.270 Stellplätzen. Weitere Informationen stehen Ihnen unter  Link zur Verfügung."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 18.10.2012 10:05:43

Hallo Bürger,
ich werde Ihre Fragen sehr gern in der Livediskussion für Sie einbringen.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Bürger am 18.10.2012 6:25:41

Hallo Frau Hohberg,
leider kann ich aus Termingründen nicht live an der Diskussion teilnehmen. Ich reiche meinen Beitrag deshalb schon mal vorab schriftlich ein. Könnten Sie diesen bitte Herrn Feig und Frau Stahl heute nachmittag weiterleiten?:

>> Der Ulmer Gemeinderat hat im Dezember 2011 beschlossen, "2020 einen Radverkehrsanteil von 20% am Gesamtverkehrsaufkommen (Modal Split) zu erzielen".
Leider wurde bisher noch kein Planungsszenario vorgelegt, das diesen Beschluss umsetzt. Mit den vorgestellten Maßnahmen lässt sich der Radverkehrsanteil von bisher 11% auf nur 13-14 % in 2025 steigern.

Frage 1 (an Herrn Feig):
Warum wurde bisher kein Szenario entwickelt, das die zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Maßnahmen beinhaltet? War evtl. die Vorlaufzeit seit Beschlussfassung zu kurz?

Frage 2 (an Frau Stahl):
Bis wann kann eine weitere Planungsvariante erarbeitet werden, in der diese klare Zielvorgabe in konkrete Maßnahmenvorschläge umgesetzt wird?

Radlerin am 18.10.2012 0:04:49

"Die Zeitblomstraße als Ost-West-Achse wird mit geplanter Fahrradstraße weiter gestärkt."

sehr gut! Bisher ist die Zeitblomstraße wohl mehr als Parcour für Mountainbiker gedacht.

Radlerin am 17.10.2012 23:48:34

noch so seine gefährliche Hürde:
wenn ich von Ulm kommend am Peter & Paul vorbei über die Augsburger Straße fahren will, ist der Bordstein am Fußgängerüberweg teilweise nicht abgesenkt! Eine äußerst gefährliche Stelle für Radler!

Radlerin am 17.10.2012 23:34:25

@Klee: Ihre Bedenken in Sachen ZOB / Problemecke teile ich, wenn unter einem "Dienstleistungszentrum". Wie wäre es in dem Fall mit einem freundlich gestalteten, beheizten Wartesaal mit Teebar - quasi als Aufsicht.

FloDiehl am 17.10.2012 22:04:30

@Klee: das stimmt, am ZOB stehen viele Busse rum, aber die nutzen die Bussteige nicht. Die stehen alle am Strassenrand. Ich hab natürlich nicht die Zeit das jeden Tag zu beobachten, aber so sieht es am 2x tägl. Vorbeifahren aus.

Naja, man kann nur hoffen, dass sich mit dem Bahnhofsumbau was ändert...aber dann wird halt der Bahnhof, Busbahnhof und PKW-Parkplatz gleichzeitig umgebaut, was bauplanerisch vielleicht Sinn macht, verkehrstechnisch aber Quatsch ist, weil alles gleichzeitig beeinträchtigt wird.

Sebastian Kaupper am 17.10.2012 21:38:30

Mit mehr Platz in den Fahrzeugen wird es schwierig, denn die anderen Fahrgäste wollen sich schießlich ja auch noch setzen (ist auch abhängig vom Hersteller) und die Mitanhmezeiten sind derzeit bei der SWU zumindest immer auserhalb der Hauptverkehrszeiten. Und auch jetzt mal erlich, mann sollte mit dem Fahrrad ja auch selbst fahren und es nicht mit in einen Bus oder eine Straßenbahn nehmen.

Sebastian Kaupper am 17.10.2012 21:20:22

Das macht keinen Sinn. Denn der Bus fährt z.B. am Kuhberg Schulzentrum los und dort steigen 10 Personen ein. Dann fährt der Bus ohne Halt bis zum Ehinger Tor durch. Am Ehinger Tor steigen die ersten 8 aus weitere 20 steigen ein. Dann haben wir einen Gelenkebus der auf der ganzen Fahrt mit nur 32 Personen besetzt ist. Und was machen die Fahrgäste die an den anderen Haltestellen stehen? Die sollen also mit dem Bus fahren der alle haltestellen bedient?

Sebastian Kaupper am 17.10.2012 21:20:06

Das macht keinen Sinn. Denn der Bus fährt z.B. am Kuhberg Schulzentrum los und dort steigen 10 Personen ein. Dann fährt der Bus ohne Halt bis zum Ehinger Tor durch. Am Ehinger Tor steigen die ersten 8 aus weitere 20 steigen ein. Dann haben wir einen Gelenkebus der auf der ganzen Fahrt mit nur 32 Personen besetzt ist. Und was machen die Fahrgäste die an den anderen Haltestellen stehen? Die sollen also mit dem Bus fahren der alle haltestellen bedient?

Sebastian Kaupper am 17.10.2012 21:08:14

Ich nehme mal an Sie meinen die Haltestelle Hauptbahnhof und nicht den Ulmer Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB). Ja, es stimmt, dass die Haltestelle Hauptbahnhof total überlastet ist und ich finde es unverständlich, warum im Projekt Ulmer Citybahnhof es nicht geht zwei weitere Bussteige zu errichten damit die Fahrzeutge mehr Platz bekommen.

Erik am 17.10.2012 20:38:12

@ Klee: Eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zw. Ulm Hbf und NU Glacis gibt es auf der Eisenbahnbrücke. Innerstädtisch sind die Verbindungen in dieser Hinsicht wahrscheinlich absolut ausreichend.

Ich glaube zwar nicht an den Ausbau einer geschlossenen Ulm/Neu-Ulmer Tangente, aber reizvoll ist der Gedanke schon. Und zwar als Verbindung zwischen der Einmündung der Böfinger Steige am Ostende der Friedrichsau und der Kammer-Krummen-Straße zwischen Offenhausen und Pfuhl.

Für die Straßenbahn nach Pfuhl sehe ich hier keinen Gewinn: diese muss über die Neu-Ulmer Innenstadt geführt werden und damit über die Herdbrücke. Hier würde sich in der Tat die Frage stellen, ob die alte Brücke all diesen Anforderungen überhaupt gerecht werden kann. Da eine Neu-Ulmer StraBa in ferner Zukunft liegt, bleibt genug Zeit, dies mit einem möglichen Herdbrücken-Neubau zu koordinieren-oder eben nicht.

Klee am 17.10.2012 20:34:21

Das Problem ist ja, dass es auf dem ZOB auch nicht viel besser aussieht. Auch da drängen sich die Busse, auch da läuft ein Haufen Menschen durcheinander. Nutzlos ist der auch nicht gerade, für den Überlandverkehr zu Orten ohne Bahnanschluss ist er nun mal die Drehscheibe.

Ich glaube nicht, dass sich bis zum Bau des Citybahnhofs irgendwas auf der Friedrich-Ebert-Straße tun wird, da lohnen sich die Investitionen wohl nicht, obwohl die Situation auch jetzt richtig ärgerlich ist.

Mit dem Citybahnhof sollte man sich überlegen, wie man die Haltestelle vor dem Hbf besser gestaltet, unbedingt. Dabei muss man wohl zukunftsfest planen: eine zwei Straßenbahnlinie kommt ja, eine dritte wird angestrebt, und was die Zukunft bringt, weiß man nicht.

Noch gespannter bin ich aber auf den neuen ZOB, der nach den letzten Plänen ja von einem "Dienstleistungszentrum Süd" (einem was?) überbaut und in diesem Zuge neu gestaltet werden soll. Vor allem befürchte ich, dass durch den Wegfall des Sonnenlichts und die Bahnhofsnähe so ein ZOB schnell zu einer Problemecke werden kann. Vor allem für Frauen und Kinder stelle ich mir das problematisch vor. Wie kann und soll ich mir so einen ZOB vorstellen?

Erik am 17.10.2012 20:12:54

Der Haltepunkt ist an sich eine schöne Sache; leider ist er vom sonstigen ÖPNV abgeschnitten und liegt sehr versteckt und schlecht zugänglich. Eine Erschließung bzw. bessere Anbindung wäre ein absoluter Glücksfall für das schöne und sich entwickelnde Viertel.

Erik am 17.10.2012 20:08:35

Straßenbahn, die Gründe wurden ja hier schon oft genannt.

FloDiehl am 17.10.2012 17:26:54

man möge mich Lügen strafen, aber sind Tickets in Berlin und München nicht auch Richtungsbegrenzt?

Cortauri am 17.10.2012 17:18:21

Na so blöd wär das gar nicht, z.B.

Expressbus fährt in Böfingen (Endhaltestelle) los, hält dann erstmals wieder am Willy-Brandt Platz, dann Bahnhof.

Genauso sehe ich das mit Überlandbussen, also Busse die aus den Teilorten kommen. Die Busse fahren also nicht die normale Route, sondern die Schnellstmögliche. Ideal wäre es natürlich es gäbe eine S-Bahn, dann würden die Busse nur zu den S-Bahn Umsteigepunkte fahren. Also z.B. von Reutti nur zum Bahnhof Gerlenhofen (natürlich muss die Taktung hier optimal passen)

Moderation am 17.10.2012 15:03:03

Hallo Cortauri, liebe Teilnehmende,
zum Thema Expressbusse wurden auch von anderen Teilnehmenden schon Anregungen eingebracht. Schauen Sie mal in diesen Diskussionsstrang:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Cortauri am 17.10.2012 14:01:56

Das Problem ist hier die absolute Unflexibilität der Stadt!!! Das hat mich extrem aufgeregt.

Einen Dauerparkplatz dort zu mieten, ist extrem kompliziert, da das Parkhaus auch nicht 24x7 offen ist, zudem ein Dauerparkplatz auf das Kennzeichen fixiert ist.

Wir wollten dort unsere Firmenfahrzeuge und Mitarbeiterfahrzeuge unterbingen (Firmenbüros nicht weit vom Parkhaus am bahnhof entfernt), jedoch hat es aufgrund der Unfelxibiltät nicht funktioniert.

In Ulm funktioniert das besser. Dort bekommt man eine Ein- und Ausfahrkarte (egal welches Fahrzeug) und man kann das Auto auch 24x7 reinfahren und wieder rausfahren.

Ich versteh das nicht, zumal das Parkhaus auch nicht ausgelastet ist!

Moderation am 17.10.2012 13:57:30

Hallo Maike,
vielen Dank für diesen Aspekt. Vielleicht mögen Sie sich mit dem Thema auch in die morgige Livediskussion, 15-17 Uhr am Donnerstag, einbringen und direkt mit den Vertretern Ulms und Neu-Ulms diskutieren.
Hier startet die Diskussion am Donnerstag um 15 Uhr:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Cortauri am 17.10.2012 13:56:42

Hallo bezogen auf die Anfrage wo den ein ÖPNV-Anbindung mit Park&Ride sinnvoll wäre, sehe ich eine schnelle Erreichbarkeit mit dem ÖPNV vorraus.

Beispiel Park&Ride Burlafingen nur im Bereich des wieder in betriebzunehmenden Bahnhofs. Dieser gleich als wichtiger Umsteigebahnhof für Überlandbusse nutzen.

Cortauri am 17.10.2012 13:42:51

Am sinnvollsten sehe ich einen Äußeren Ring für Ulm und Neu-Ulm. Dieser besteht ja schon teilweise (Berlinger Ring, etc.)

Ideal wäre es, wenn am Kreisverkehr vor Böfingen (B10 aus Seligweiler), die Ringstraße an Böfingen vorbei Richtung Talfingen über die Donau bis zur B10 gebaut wird, am besten natürlich 4-spurig.

Cortauri am 17.10.2012 13:31:04

@ Jimmy:

Die Aussage das die aktuelle Situation den Autoverkehr behindert ist durchaus richtig, jedoch bedeutet das damit nicht, dass weniger Verkehr unterwegs ist, sondern das dieser Verkehr stockt. Das hat wiederum zu mehr Lärm, Abgase und genervte Autofahrer (-> aggressives Fahren) zur Folge.

Cortauri am 17.10.2012 13:28:14

Die aktuelle Situation finde ich auch unerträglich. Also entweder wieder eine sinnvolle Verbindung schaffen oder alternativ noch konsquenter sein, z.B. die Herdgasse für Autos tec. sperren. Jedoch verlangt dass dann einen Ausbau der Augsburger Torplatz Kreuzung, sowie weitere Donaubrücken neben der B28/B10 und im osten (Pfuhl/Offenhausen<->Donauhalle/Böfingen)

Cortauri am 17.10.2012 13:24:28

In Berlin gibt es das Kurzfahrticket für € 1,40, ist aber dort extrem großzügig ausgelegt im verhältnis zum Ulmer Netz.

Einzelfahrausweise für Kurzstrecken gelten im Tarifbereich Berlin für bis zu drei Stationen mit der S-Bahn, U-Bahn oder bis zu sechs Stationen mit Bus oder Straßenbahn.

Für Ulm würde ich den Preis von € 90 für bis zu 3 Stationen für Straßenbahn und Bus als preislich attraktiv sehen.

Cortauri am 17.10.2012 13:11:34

Ich denke langfristig würde eine autobahnähnliche Umgebung im östlichen Bereich von Ulm nur eine Entlastung bringen. Das wird aber nie kommen! Leider!

TanteJu am 17.10.2012 12:11:28

Warum denn gleich so radikal von 50 auf 30 km/h runter?

Schließlich gibt es ja auch noch etwas dazwischen: Tempo 40.

Denn schon mit 10 km/h weniger wird das Rollgeräusch der Reifen deutlich reduziert. (Ich wohne in der Wagnerstraße und ich weiß wovon ich rede...)

Das wäre doch, wie ich finde, ein guter Kompromiss.

Zudem kommen Autofahrer mit dieser Geschwindigkeit noch durchaus flüssig durch den Verkehr und auch Motorroller, die maximal nur 45 km/h schnell fahren können sind nicht mehr so stark gefährdet.


Oder ginge es der Stadt am Ende eher um Einnahmen durch "Blitzer" an, die bei vorgeschriebenen Tempo 30 deutlich höher ausfallen würden als bei Tempo 40 wenn jemand versehentlich doch (Macht der Gewohnheit) an einer solchen Stelle mit 50 km/h fahren würde...

Moderation am 17.10.2012 11:43:21

Hallo Herr Radtke,
vielen Dank für die wichtigen Hinweise. Vielleicht mögen Sie sich mit Ihren Anliegen auch in die Livediskussion, 15-17 Uhr am morgigen Donnerstag, einbringen und diese direkt mit den Vertretern Ulms und Neu-Ulms erörtern.
Hier startet die Diskussion am Donnerstag um 15 Uhr:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

TanteJu am 17.10.2012 11:33:39

Solange es die beiden Tunnel zwischen Hindenburgring und Adenauerbrücke und damit die Abkürzung B10/B28 von der A8 zur A7 gibt wird diese auch genutzt.

Um eine wirkliche Entlastung des Stadtverkehrs zu erreichen und den Fernverkehr A8/A7 langfristig aus Ulm draußen zu halten müsste man diese beiden Tunnel dicht machen.

Das kann aber nicht wirklich gewünscht sein, denn dadurch würden wir Ulmer uns ja auch selber "ins Knie schießen".

Was eventuell etwas Entlastung bringen könnte wäre ein Ausbau der Nord-/Westtangente (Berliner Ring - Kurt-Schumacher-Ring - Wiblinger Allee), um dem Durchgangsverkehr von der A8 Richtung B28, B311 und B30 eine Alternative zu bieten.

Walter Radtke am 17.10.2012 11:32:45

Hallo Frau Hoberg,

NU hat sich zum VEP bekannt. Zur Erreichung der dort genannten Ziele (Reduktion des Motorisierten Individualverkehrs zugunsten des Öffentlichen Nahverkehrs, der Fußgänger und Radfahrer/Erhöhung des Radfahranteils) reicht das Neu-Ulmer Radverkehrskonzept keinesfalls aus!
Zur Verbesserung der Bedingungen im Innenstadtbereich habe ich der Stadtverwaltung und dem Stadtrat bereits Vorschläge unterbreitet. Diese hier alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen.
Zusammengefasst bestehen im Stadtzentrum an vielen Stellen erhebliche Gefährdungen für Radfahrer.
Einige wenige Verbesserungsvorschläge:
1. Marienstraße: Radfahren erlauben auf den beiderseitigen Fußwegen (ähnlich Ulm im Rathausbereich).
Besser noch: Verkehrsberuhigung durch Tempo 30 im gesamten Bereich Marienstraße, Donaucenter, Herdbrücke.

2. Donauuferweg durchgängig ausführen.

3. Radwegeführung Reuttierstraße über Bahnhofstraße, Wallstraße, Augsburger-Tor-Platz zur Gänstorbrücke.

Vorschläge zu Aktionen und Anreize:

Werbekampagnen z.B. mit den Einzelhändlern (W.I.N), IHK, Handwerk- und Industrieverbänden und anderen Institutionen das Radfahren zu deren eigenen Imageverbesserung zu nutzen. (z. B. "Einkaufen mit dem Fahrrad" ."Mit dem Rad zur Arbeit" - dafür gibt es einen kleinen Bonus!)
Aktionen z. B. mit Ärzten, Apotheken, Kirchen, Schulen, Sportvereinen, Betreibern von Freizeiteinrichtungen.

Aktionen der Stadtverwaltung, Landratsamt auch als allgemeines Vorbild.

Abstellanlagen:
Ersetzen von z.T. völlig veralteter und unpraktischer Abstellanlagen durch solche an denen das Fahrrad einfach eingestellt und am Rahmen bequem (!) abgesperrt werden kann. Am besten sind überdachte Abstellanlagen.
Hinweis: Es gibt sogar verschiedene Einrichtungen mit großen Kunden- und Publikumsverkehr ohne jegliche Abstellanlagen.

Zweckmäße Abstellanlagen gehören zu einer guten "Radfahrinfrastruktur", jedoch sind noch viele andere Maßnahmen erforderlich, den Radfahranteil nachhaltig zu steigern.

Walter Radtke

Gustav am 17.10.2012 8:41:52

Ich meine, durch aufeinander abgestimmte Grünphasen für Autofahrer, soll der Verkehr auf den Hauptzufahrtswegen einen langen Rückstau verhindern. Morgens wollen die Berufstätigen meiner Beobachtung nach zwischen 7:00 Uhr und 7:45 Uhr und abends zwischen 16:00 und 17:00 Uhr z.B. von Ludwigsfeld nach Ulm Oststadt und abends wieder zurück. Dabei ist, ob man über die Donau herüber oder hinüber will, immer Rot mit Rückstau. Oft wartet man 4 - 5 Ampelphasen. Bsp. 16:30 Ampel König-Wilhelm-Straße Richtung Münchner Straße und dann weiter über die Donau nach Neu-Ulm hinüber. Ich finde durch abgestimmten Grünphasen zwischen den Städten könnte der abendliche Stau vermieden werden.

FloDiehl am 17.10.2012 7:40:38

ich frage mich ernsthaft wie wir das früher ohne Handys und Twitter geschafft haben Fahrgemeinschaften oder designated-drivers zu bestimmen...irgendwie hat das immer geklappt :-)

sorry, aber so lange ich auf dem Rad zur Uni zig Studis mit dem eigenen Auto alleine um Campus fahren sehe, weil sie nicht fähig sind Fahrgemeinschaften zu bilden, brauchen diese auch keinen ÖPNV Trinktourheimbringungsdienst.

FloDiehl am 17.10.2012 7:37:01

@Seb. Kaupper

das stimmt. Aber das Problem mit dem Haltestellenabstand haben sie unabhängig vom Ticketsystem...

FloDiehl am 17.10.2012 7:33:59

der Mähringer Weg zur Uni ist deshalb gesperrt, weil er durch ein bepflanztes Waldgebiet führt, und der Ausbau (man korrigiere mich) schon seit Jahren auf die Lange Bank geschoben wird, weil zu teuer.
Die Sperrung für PKW ist sinnvoll, weil sie sonst die Universität Süd zusätzlich belasten würde; im Kreuz O26 und N27 die direkt an der jetzigen Straße um die Uni herum liegen, ist der Störfaktor jetzt schon grenzwertig. Bei starkem Autoverkehr Vorlesungen zu halten ist dann einfach nicht möglich.
Die Rufe nach mehr Parkplätzen und dabei einfach die ganze Natur, die den großen Reiz des Campus ausmacht, wegzumachen nur um mehr besch*** Parkplätze zu haben ist zu falsch. Wo wollen Sie die denn hinhauen? In den botanischen Garten? TiGa unter die Mensa, wie es auch schonmal angedacht war?
IMHO alles bullshit. Es müssen zwei Dinge geschehen:
1. kann gut und gerne das Gelände westlich der Uni fürs Parken erschlossen werden, ggü. Daimler &Tanaka. Oder nordwestlich, Ri. Lehr. Da ist Platz und es ließe sich Shuttlesysteme einrichten.
2. Ein ordentliches Parkleitsystem muss her, das es ermöglicht, dass Besucher der Klinik und Mitarbeiter bevorzugt kliniknah parken können. Genauso für Mitarbeiter und Studenten der Uni.
"Normale" Besucher, oder Spätaufsteher müssen dann halt auf die weiter entfernten Parkplätze Uni-West ausweichen. Dafür gibts ja dann die kostenlosen Busshuttle.
3. Für PKW Fahrer die ihr Auto abstellen, egal wo, und dafür zahlen, muss Busfahren kostenlos sein (innerh. Stadtgebiet).
4. Die Uni muss ihr Gastro-Monopol endlich aufgeben, und mit der Fertigstellung des Studie-WH hinter Uni-West Versorgungs-Infrastruktur zulassen (Restaurants, Supermarkt, etc.). Das würde auch die Rush-Hour auf die Busse nachm. und abends stark verringern, weil dann mehr Leute auf Campus blieben, und nicht von der Toten Uni abhauen würden.

Sebastian Kaupper am 16.10.2012 22:21:37

Eine Straßenbahnlinie nach Pfuhl ist vorerst nicht geplant, das wollen villeicht viele Bürger aber von Pfuhl ist erst mal nicht die Rede. Nach dem die Strecke Wissenschaftsstdt - Hauptbahnhof - Kuhberg fertig gestellt ist ist villeicht erst mal Neu-Ulm - Ludwigsfeld dran. #
Ob sich eine Straßenbahnlinie nach Wiblingen lohnt ist fragwürdig. Denn die Linie 3 würde den Personenverkehr nach Wiblingen auch alleine abwickeln können.

Sebastian Kaupper am 16.10.2012 21:56:42

Sebastian Kaupper am 16.10.2012 21:56:21

kann mir nicht vorstellen das sich soetwas lohnt, da ja am Freitag auch viele leute Arbeiten müssen. Und muss man wirklich immer bis nach 00.00 Uhr weg bleiben?

Sebastian Kaupper am 16.10.2012 21:56:10

kann mir nicht vorstellen das sich soetwas lohnt, da ja am Freitag auch viele leute Arbeiten müssen. Und muss man wirklich immer bis nach 00.00 Uhr weg bleiben?

Pest am 16.10.2012 21:05:23

Das mit der Verunsicherung verstehe ich nicht ganz. Die Expresslinien könnten doch eigenständige Linien mit eigenen Nummern sein. Bei den regulären Linien muss ich doch auch wissen, wo sie hält...

Autoradler am 16.10.2012 19:44:00

In der Stadt schmerzt es immer Parkraum vorzuhalten, er verhindert immer eine anderweitige Nutzung. Für eine überschaubare Stadt wie Ulm sollte es aber noch gut möglich sein ausreichend Platz für Autos anzubieten.

Mit der Begründung, dass die Besucher alle fit sind, müsste man auch den Parkplatz am Wonnemar, an der Uni, an allen Schwimm-, Turnhallen und Badeseen auflösen.

Das HaLo wird nicht nur von Ulmer Innenstadtbewohnern genutzt. Die Bereitstellung von Parkraum ist daher sinnvoll - die tatsächliche Nutzung des Angebots zeigt das auch. Bei regelmäßigen Besuchen sind Parkgebühren schlecht zumutbar. Aus Sicht der Straßenführung wäre es natürlich besser gewesen, wenn die Straße hinter dem Haus verlaufen würde, dann kreuzen sich Fußgängen/Radfahrer und Autofahrer weniger.

Für Besucher des Stadions macht das Vorhalten von stadtnahem Parkraum weniger Sinn, da dieser Parkraum nur in wenigen Stunden pro Woche Auslastung wird. Hier ist ein Park&Ride-Angebot mit einem Kombi-Ticket (Fahrt und Eintritt) sinnvoll.

stk am 16.10.2012 19:42:34

Wie gerne ich ja in der Frauenstrasse als Radfahrer die Busspur mitbenutzen wuerde!

stk am 16.10.2012 19:33:36

Ein Problem ist, dass die kostenlose Fahrradmitnahme in den zugelassenen Zeiten noch nicht bei allen BusfahrerInnen angekommen zu sein scheint…

Moderation am 16.10.2012 15:03:12

Hallo Gustav,
was meinen Sie mit solchen zusätzlichen Fahrwegen? Welche Verkehrsführung könnten Sie sich in diesem Zusammenhang vorstellen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 16.10.2012 14:52:35

Mir fehlen da natürlich die Daten, um sagen zu können, welche Strecken welches Verkehrsaufkommen haben. Frei Hand sind es wohl alle Bundesstraßen, die Ulm tangieren: B10, B19, B28, B30, B311.

Da ein echter Anreiz für Autofahrer/Berufspendler bestehen muss, schon außerhalb auf den ÖPNV umzusteigen, müssten die Knoten entweder entlang der zukünftigen S-Bahn liegen oder einen Straßenbahnanschluss haben - der Bus erscheint mir da zu unattraktiv.

Auf den ersten Blick fielen mir da ein paar Standorte ein: Neben Ulm-Nord (für B10 und A8, möglicher S-Bahn-Halt) auch Senden-Nord (B28 und A7, geplanter S-Bahn-Halt) und Burlafingen (A7 und B10, reaktivierter S-Bahn-Halt) als beste Kandidaten, jeweils in unmittelbarer Nähe zu großen Durchgangsstraßen bzw. Autobahnen und mit Platz in der Nähe eines zukünftigen S-Bahn-Haltes für ein Parkhaus oder einen Parkplatz. Ein Haltepunkt Ulm-Einsingen wurde ja schon als unrentabel wieder fallen gelassen, aber auch dort gäbe es eventuell die Möglichkeit, Pendler von der B311 und aus Richtung Gögglingen-Donaustetten umsteigen zu lassen. Mit der S-Bahn wären das dann von allen genannten Punkten (teils deutlich) weniger als 10 Minuten zum Hbf Ulm bzw. Bf Neu-Ulm.

Die B19 aus Langenau und die B28 aus Blaubeuren sind schwieriger. Im ersteren Fall wäre ein Anschluss an die Straßenbahn denkbar (nur, wo?), im letzteren aber würde es kniffliger. Andernorts angesprochene mögliche Haltepunkte in Klingenstein und Ehrenstein könnten eventuell mit einem Parkplatz oder Parkhaus kombiniert werden, auch, um sie für die Wirtschaftlichkeitsberechnung attraktiver zu machen.

Einzig für die B30 sehe ich gar keine wirklich gute Option. Die Ausfahrt Wiblingen wäre ein attraktiver Standort mit ausreichenden Freiflächen, doch ein Anschluss, der die Leute zum Umsteigen bringen würde, ist da nicht so recht gegeben; eine Stichstrecke zur Südbahn entlang der Wiblinger Allee z.B. würde sich sicher nicht rechnen, selbst, wenn man damit Wiblingen an das Bahnnetz anschließen könnte.

Moderation am 16.10.2012 13:47:16

Hallo David Forstner, Klee und andere Teilnehmende,
auch an anderer Stelle wurde die Verbindung von Parkhäusern am Stadtrand mit ÖPNV-Anschluss angesprochen. Wo wären denn aus Ihrer Sicht wichtige Knotenpunkte am Stadtrand, die sich für eine solche Kombination eignen würden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 16.10.2012 13:42:14

Hallo Autoradler und Klee, liebe Teilnehmenden,
ich möchte diese Anregungen aufnehmen und nachfragen, ob es noch weitere Vorschläge gibt, inwiefern der Fernverkehr langfristig stärker aus Ulm und Neu-Ulm herausgehalten werden könnten?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 16.10.2012 11:51:30

Ich glaube auch, dass der Erfolg auf dem Oberen Eselsberg den Berliner Ring überholt hat.

Ich finde, ein vierstreifiger Ausbau bis zur Einstein-Allee wäre eine Überlegung wert, um zumindest den Autoverkehr zur Uni und zum Science Park schnell durchzuleiten. Platz sollte gerade noch genug da sein, Kliniken und Institute/Unternehmen weit genug entfernt, um nicht unter dem eventuellen Mehr a n d Lärm, Vibrationen (Präzisionsinstrumente!) und Emissionen zu leiden.

Dann müsste man aber irgendwie die Kreuzungen zu den Straßen Oberer Eselsberg und Wilhelm-Runge-Straße neu gestalten. Auch hat die Stadt ja jetzt schon Ausbaupläne für die Linie 2 in der Tasche, die den Ring auf Höhe der Wilhelm-Runge-Straße kreuzen und in den neuen Science Park III führen soll; da wäre immerhin noch eine Brücke denkbar. Auch wenn das natürlich alles massiv ins Geld geht.

Südlich der Einstein-Allee kommen wir dann halt in die Nähe von Wohngebieten, wo eine Stadtautobahn nun wirklich nicht wünschenswert ist. Da könnte man sich allenfalls eine Einhausung vorstellen, aber das liebe Geld... und unten im Tal ist die zweistreifige Brücke nun mal ein reelles Nadelöhr. Auch der Kurt-Schumacher-Ring und der Kuhbergring wären eigentlich kaum vernünftig auszubauen, außer durch eine Untertunnelung - absolut unrealistisch und nicht zu finanzieren.

Um den Innenstadtverkehr zu reduzieren wäre es sicher wünschenswert, Verkehr von der A8/B10 über diese Tangente schnell zum Donautal, zur B311, zur B30 und der B28 zu bringen. Aber ich glaube, abgesehen von punktuellen Verbesserungen (wie am Oberen Eselsberg) muss man sich hier wohl mit dem Bestand abfinden.

Klee am 16.10.2012 11:39:34

Mähringen hat leider das Pech, ein bisschen abseits zu liegen und schwer erreichbar zu sein.

Ich finde, man könnte eine solche Linie auch nach Böfingen fortführen. Dann hätte man eine Verbindung Böfingen-(Jungingen-)Lehr-Mähringen-Uni/Science Park, die den Ulmer Norden mit der Uni und dem Science Park verbindet - gerade in Böfingen, Lehr und Jungingen leben ja viele, die auf dem Oberen Eselsberg arbeiten und studieren.

Klee am 16.10.2012 11:26:34

Ha, dann würde ich glatt mal wieder mein Parkhaus im Gewerbegebiet Ulm-Nord vorschlagen, direkt an einem möglichen S-Bahn-Haltepunkt.

Der A8-Ausbau an dieser Stelle wird uns ja eine neue Ausfahrt an dieser Stelle bescheren, unmittelbar an der Filstalbahn. Kann man unter diesem  Link ECT=5644 schön einsehen. Da das alles in städtischer Hand ist und der Baugrund billig, könnte die Stadt unmittelbar an der A8 1) ein modernes, helles Parkhaus hochziehen, 2) direkt daneben einen S-Bahn-Haltepunkt realisieren, und 3) eine sehr bequeme Radverbindung via Jungingen sowohl hinunter in die Stadt als auch zur Uni (über Lehr) realisieren. Hätte auch den Vorteil, dass man bei Regen stattdessen das Rad in der Bahn mitnehmen könnte (und nicht unbedingt mehr den Berg raufstrampeln müsste, hehe). Ob aber nun Radverkehr oder Bahnverkehr, die Autos bleiben draußen aus der Stadt.

Reparierbar am 16.10.2012 9:37:49

hi
ideales Konzept für den Fahrrad-Schwertransport:
 Link
einzig die Anhängerkupplung müsste mit größeren Aufwand Montiert werden.
P.S die Idee gibts schon von 1893 (Bilder aus dem Link ganz nach unten Scrollen)

Glinka am 16.10.2012 9:29:18

Liebe Diskussionsteilnehmer,
als Bewohner eines Ulmer Stadtteils (Mähringen) ist mir die ÖPNV-Anbindung "von neuen Wohngebieten und Umland" natürlich persönlich wichtig.
Was mir hierbei auffällt ist die relativ schlechte - und m.E. ungünstig ausgelegte - Anbindung unseres Stadtteils, derzeit mit ca. stündlichem Angebot. Natürlich wäre ein halbstündliches Angebot wünschenswert. Wenn man sich allerdings die Busauslastung anschaut scheint, außer zu den Hauptverkehrszeiten, schon das stündliche Angebot zuviel zu sein.
Dies liesse sich aber m.E. durch eine Fahrtstreckenänderung ohne Mehrkosten deutlich verbessern.
So fährt die Linie 48 im wesentlichen stündl. zum ZOB, manchmal auch über die Uni, von wo aus sie dann der Linie 3 zum Bahnhof "hinterherfährt" - wozu?
Gäbe es einen Ringverkehr Uni-Lehr-Mähringen, könnte dieser (mit derselben Anzahl Busse/Fahrer!) die beiden Vororte halbstündlich mit der Uni verbinden.
Zum Einen wohnen in diesen Vororten sehr, sehr viele die auf dem Oberen Eselsberg arbeiten oder studieren, zum Anderen ist die Anbindung zur Innenstadt von dort aus über die Linien 3, 5 und 6 über kurze Taktzeiten bereits sehr gut.
Dadurch liesse sich doch (ohne Mehrkosten!) die Anbindung dieser beiden Vororte deutlich verbessern...

Grüße
Oliver Glinka

Klee am 16.10.2012 9:17:36

Finde ich eine prima Idee. Momentan laufen die Arbeiten zum sechsstreifigen Ausbau der A8 in unserer Nähe ja schon, da ließe sich das technisch sicher im Zuge der Maßnahmen zumindest auf der A8 umsetzen.

Klee am 16.10.2012 2:03:36

Ja, die Verkehrssituation im südlichen Teil ist ziemlich gefährlich - wie oft mir da schon ortsunkundige Autos und Laster fast reingerauscht sind, wenn ich auf der linken Seite in Richtung Erhardbrücke abgefahren bin, der andere Verkehrsteilnehmer aber auf der rechten Seite nach links weiter wollte...

Zum Glück existiert ja schon der Plan, genau diese Stelle zu entschärfen. Die Ausfahrt der B10 soll dann steiler auf den Ring geführt werden, ein Bypass den Verkehr zur Erhardbrücke direkt weiterleiten, und die Schillerstraße kriegt auch eine neue Ausfahrt verpasst. Im Zuge dieser Arbeiten wäre es unbedingt notwendig, die Verkehrsführung an dieser Stelle wesentlich deutlicher zu gestalten, wenn man eh schon straßenbaulich eingreift.

Ich könnte mir z.B. sehr großformatige Fahrbahnmarkierungen vorstellen, die ab der Auffahrt von der Blaubeurer Straße bis zur Abfahrt Erhardbrücke aud die Fahrbahn aufgebracht werden: auf der linken Spur das eckige Spiegelei (Vorfahrtstraße), auf der rechten das rote Dreieck (Vorfahrt gewähren).

Klee am 16.10.2012 1:52:48

Ich kann dem Autoradler da nur zustimmen, vielleicht mit dem Hinweis, dass in Neu-Ulm größerer Handlungsbedarf besteht als in Ulm. An anderer Stelle haben wir ja schon die Achsen in Ulm diskutiert, und obwohl diese schon noch ausbaufähig sind (z.B. Neue Straße, zukünftig wohl Zeitblomstraße), haben wir zumindest schon mal eine Grundstruktur. In Neu-Ulm hapert"s, da sind die Straßen aber auch schlicht eng und die Freiräume in der Innenstadt rar - wenn man nicht gerade einen Straßenzug opfern will, könnte es haarig werden.

Um meinen eigenen Vorschlag noch einmal zu wiederholen, die Eisenbahnbrücke bzw. die Gegend drumherum würde sich anbieten, um eine gute Fahrradtrasse zwischen den Bahnhöfen in Ulm und Neu-Ulm herzustellen. Dazu müsste man auf Neu-Ulmer Fahrradseite einen guten Fahrradweg z.B. via Dammstraße und Turmstraße zum ZUP bzw. zur Memminger Straße führen. Von dort aus hätte man einige Möglichkeiten, den Rest der Stadt zu erschließen, z.B. über das Glacis an der Ringstraße entlang oder nach Norden zum Petrusplatz.

Auf Ulmer Seite könnte ein relativ kurzer Fahrradweg über den Kobelgraben rasch zum Ulmer Bahnhof führen, alternativ wäre auch eine Wegführung Schillerstraße-Ehinger Tor-Dichterviertel denkbar, wenn man sie entsprechend fit für zügigen Radverkehr macht.

Im nördlichen Dichterviertel soll ja entland der Kleinen Blau ein schöner Radweg angelegt werden, der an der Blau entlang (schön gelegen :-)) bis mindestens zur Lupferbrücke führen kann. Blieben als letzte Teilabschnitte Weinbergweg (immerhin schön breit), Ruländerweg, Heilmeyersteige, Ochsensteige - klingt für mich lösbar. Alternativ kann man in Richung Uni Süd ja der Trasse der Linie 2 folgen: durch das neue Theaterviertel, über die neue Brücke, den Mähringer Weg rauf; da dieser ja eh für die Linie 2 umgebaut wird, sollte da auch ein guter Radweg zu realisieren sein...

So oder so, Respekt für jeden, der sich da mit dem Rad hochquälen will... ich werde wohl eher die Linie 2 bevorzugen ;-)

Autoradler am 16.10.2012 1:20:11

Die Stadt kann sich über eine positive Entwicklung am oberen Eselsberg freuen. Die Science Parke werden von den Firmen gut angenommen und auch die Hochschulen entwickeln sich gut.

Seit die Brücke den Berliner Ring über den Kuhberg mit dem Donautal verbindet, ist der Berliner Ring zu einer stark befahrenen Straße geworden. Neben den Pendlern nutzen diese Stecke auch viele LKW aus dem Donautal in Richtung A8. Inzwischen ergeben sich hier täglich Staus.

Auf der Strecke ist mit steigender Belastung zu rechnen. Ein Erhöhung der Leistungsfähigkeit diese Strecke ist perspektivisch sinnvoll und ermöglicht auch eine leistungsfähige Alternative, wenn die B10 um das Nadelöhr Adenauer-Brücke dicht ist.

Autoradler am 16.10.2012 0:59:35

Die Donau stellt als natürliche Barriere für den Verkehr eine Herausforderung dar.

Die Adenauer-Brücke leistet hier sehr gute Dienste - sollte diese aber einmal gesperrt oder verstopft sein, so gibt es kaum Alternativen und in ganz Ulm/Neu-Ulm ist mit Verkehrschaos zu rechnen.

Die Gänstorbrücke ist in der Leistungsfähigkeit durch die LSA im Zu- und Abfluss begrenzt. Ein Brückenbau ist recht teuer, vielleicht sollte man zunächst die Knotenpunkte beiderseits der Gänstorbrücke baulich verbessern und die LSA-Phasen optimieren.

Autoradler am 16.10.2012 0:32:41

Liebe Moderatorin,

Ulm liegt für die Radfahrer nicht gerade günstig.
Die Iller und Donau bilden natürliche Barrieren, die vorhandenen Brücken sind eher für die Autofahrer optimiert.
Und dann gibt es noch die Berge, die lassen sich nur langsam unter erhöhter Anstrengung überwinden. In dieser Situation können sich Radler und Autofahrer eine Strasse schlecht teilen.

Konkret würde ich gern auf der Strecke Senden - Science-Park öfters auf Rad umsteigen:
Ich radle von Ludwigsfeld nach Neu-Ulm. Dort habe ich noch keinen durchgängigen Weg durch die Stadt in Richtung Eselsberg gefunden - ich habe immer das Gefühl man muss sich "durchwursteln". Die Donau überquere ich gerne über die Eisenbahnbrücke, aber davor und dahinter versandet der Radweg irgendwie im Nichts. Mit dem Auto kann ich da kerzengerade die B10 durchfahren, mit dem Fahrrad muss man Zick-Zack fahren - das ist umständlich.
Rauf zum Science-Park würde ich mir einen Radweg wünschen, der nicht direkt neben der Auto- und Busstrecken verläuft.

Ich würde es sehr begrüßen, wenn man einige "Schnellwege" für Radfahrer durch Ulm zieht. Dabei aber bitte nicht die Nord (Science-Park)-Süd-Richtung vergessen.

Bürger am 15.10.2012 22:37:17

@ Radi: Immerhin macht sich der Ulmer Gemeinderat dafür stark. Er hat einen eindeutigen Beschluss gefasst (  Link ) der ein ambitioniertes aber machbares Ziel in harten Zahlen vorgibt: 20 % Fahrradanteil in 2020!
Für diesen zukunftsfähigen Beschluss bin ich unseren Gemeinderäten echt dankbar!
Wichtig finde ich jetzt, dass die Politik dieses Ziel auch in den Fachbereichen der Verwaltung konkret nachverfolgt.

Bürger am 15.10.2012 22:20:33

@Radi: Die 8 Spuren sind die Summe der von Radi genannten "4 Spuren stadteinwärts und 4 stadtauswärts". Und die halbe Fahrradspur bedeutet, dass die Spur schmäler ist als eine MIV-Spur ;-)

Aber Spaß beiseite: An der Engstelle vor dem Universum-Center stehen auf ca. 100 m Länge sogar 5 MIV-Spuren zur Verfügung. Eine Umwidmung einer dieser Spuren zugunsten der Fußgänger könnte doch möglich sein, oder? Halte ich jedenfalls für realistischer als die Passage umkrempeln...

Radi am 15.10.2012 22:15:58

ich frage mich immer wieder, ob ein Ausbau des Radverkehrs wirklich gewollt ist, Fahrradfahrer werden doch immer wieder als Störfaktor bezeichnet und wirtschaftlich sind sie extrem unattraktiv (mit dem ÖPNV werden immerhin Arbeitsplätze geschaffen und es lässt sich Geld verdienen...). Trotzdem: Schön, dass es dieses Forum gibt!

Klee am 15.10.2012 19:32:41

Eine Straßenbahn nach Wiblingen (über das Muthenhölzle) war ja in den 1990ern geplant, bevor die Stadtbevölkerung den Plan abgesägt hat. Mich würde auch interessieren, an welche Streckenführung man da konkret gedacht hatte und ob diese vielleicht, wenn auch erst zum übernächsten VEP (2040?), mal wieder durchgedacht werden will? Wiblingen liegt halt doch etwas fern ab vom Schuss, ist aber auch ein sehr dicht besiedelter Stadtteil mit über 15,000 Einwohnern... eine Überlegung wär"s allemal wert.

Ich könnte mir eine Linie vorstellen, die von einer zukünftigen Neu-Ulmer Strab-Trasse von der Memminger Straße dort abzweigt, wo die Linie 3 zur Hochschule in die John-F.-Kennedy-Straße schwenken würde - nur eben in die andere Richtung, in die Albert-Schweitzer-Straße. Ich glaube, dass Neu-Ulm irgendwann nach 2018 in diesem Bereich ein neues Wohngebiet ausweisen will - eine Straßenbahn könnte es prima abdecken. Dann aber würde es schwierig werden, irgendwie müssten Illerkanal, Iller, B28 und B30 gequert werden - gleichzeitig müsste die Straßenbahn möglichst schnell nach Wiblingen gelangen, sie muss ja auch eine schnelle Anbindung darstellen. Wie das gehen soll, keine Ahnung. Alternativ könnte man eventuell die Strab 2 von Ludwigsfeld nach Wiblingen verlängern, wobei die Strecke dann noch länger würde. Schwierig, wünschenswert wäre das sehr, aber ich glaube, das ist zu schwierig.

Die Beringerbrücke wird ja in einigen Jahren ersetzt werden, auch wenn ich sie persönlich vermissen werde. Die Neutorbrücke ist ja zum Glück denkmalgeschützt...

Klee am 15.10.2012 17:52:42

Ein bisschen konkreter wird der Regionalverband. Momentan wird an einem aktualisierten Entwurf gearbeitet, auf Grundlage einer Studie von 2010, die man unter diesem  Link einsehen kann.

Auf Seite 35 findet man eine schöne Karte der damaligen Planungen, mit schon jetzt bestehenden und möglichen zukünftigen Haltepunkten. Allerdings kann und wird sich da noch viel tun. Trotzdem wäre es schön - wie ich schon anderer Stelle mit Hinweis auf Ulm-Nord und Jungingen getan habe -, wenn man möglichst nahverkehrsfreundlich plant und die S-Bahn ganz eng, möglichst sogar verbindlich, in den VEP integriert.

Moderation am 15.10.2012 17:00:26

Hallo Eva-Maria Glathe-Braun, liebe Teilnehmende,
aus Neu-Ulm haben wir folgende Antwort auf diese Frage erhalten:
"Auf das gemeinsame Oberzentrum Ulm/Neu-Ulm laufen insgesamt 6 Schienenstrecken zu. Ziel des S-Bahn-ähnlichen Betriebes ist es, dass hier künftig die regionalen Züge (RB, RE, IRE) im Halbstundentakt fahren. Auf diese Weise hätten die Pendler/innen aus/in die Region eine attraktive Alternative zum motorisierten Individualverkehr. Dadurch erhoffen sich beide Städte, weniger Autoverkehr in Ulm und Neu-Ulm."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 15.10.2012 14:31:13

Hallo Herr Radtke,
vielen Dank für den umfassenden Beitrag.
Auf welche Besonderheiten sollten in einem Radverkehrskonzept für Neu-Ulm geachtet werden?
Wo sehen Sie besonderen Handlungsbedarf?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Werner Korn am 15.10.2012 13:47:41

@Bürger

Ihrer Forderung schließe ich mich vollumfänglich an.

Klee am 15.10.2012 13:39:05

Prinzipiell kann ich beide Argumentationen sehr gut verstehen.

Dass man gerade in der Innenstadt autofreie Zonen braucht, ist klar, das Ulmer Beispiel ist da prima. Bis vor gar nicht mehr so langer Zeit waren Bahnhofstraße und Hirschstraße gewöhnliche Durchgangsstraßen, der Münsterplatz ein unwürdiger Parkplatz. Der großräumige Ausschluss des Autoverkehrs aus der Innenstadt war ein krasser Einschnitt - aber er war zum besten der Stadt.

Ulm hat aber auch den Vorteil des Altstadtrings Friedrich-Ebert-Straße/Olgastraße/Frauenstraße/Neue Straße, der den Verkehr immer noch ohne große Umwege verteilt und einige Parkhäuser am Rand der Innenstadt platziert. Das Verhältnis ist gewahrt, keiner muss zu große Einschnitte hinnehmen.

Den Versuch Neu-Ulms, das im Kleinen nachzumachen, finde ich eher unglücklich gelöst. Wer von der Herdbrücke in den Süden Neu-Ulms kommen will, muss einen verhältnismäßig großen Umweg durch dicht besiedelte Straßenzüge nehmen, ob westlich (Krankenhausstraße, Luitpoldstraße, Friedenstraße z.B.) oder östlich (Augsburger Straße, Ludwigstraße). Der Transitverkehr steht länger in der Stadt, direkt vor den Wohn- und Schlafzimmerfenster der Menschen, und Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV müssen in zu klein und eng ausgelegten Straßen mit dem MIV konkurrieren.

Nur, der Petrusplatz ist halt eine vollendete Tatsache, u.a. des Aufzugs zur Tiefgarage wegen, der eine Straßenführung von der Ecke Augsburger/Marienstraße aus unmöglich macht. Auch braucht eine Stadt ja öffentliche Plätze, für Märkte, Veranstaltungen, als Treffpunkt, und die Funktion nimmt da halt fast nur der Petrusplatz ein. Insofern sehe ich die Neu-Ulmer da leider in einer Sackgasse.

Die einzigen Auswege, die ich da sehe, sind zu teuer. Wenn man den Verkehr schnell von Nord nach durchleiten will und umgekehrt, könnte man eventuell an eine Untertunnelung denken; alternativ sucht man sich einen neuen Standort für einen innerstädtischen Zentralplatz, z.B. an Stelle der eher hässlichen Bebauung zwischen Marienstraße und Kleiner Donau, und gestaltet den Petrusplatz (und die Tiefgarage) um. Ist aber beides zu teuer und steht eh nicht zur Debatte; ich fürchte, an dieser Stelle wird nichts passieren.

Jimmy am 15.10.2012 13:37:09

Liebe Frau Hohberg,
das Wohngebiet Eichenhang könnte als Vorbild dienen: Parkplätze in geringer Anzahl im Randbereich, ansonsten nur Rad- und Fußwege. Auf die Situation am Stadion/SSV/HaLo übertragen wäre eine Tiefgarage am Anfang der Stadionstraße denkbar, finanziert durch Parkgebühren. Ansonsten sollte der gesamte Bereich um die Sportanlagen autofrei sein. Damit könnten Autofahrer nach wie vor mit dem PkW anfahren und die freiwerdenden Flächen könnten sinnvoll genutzt werden.

Jimmy am 15.10.2012 12:32:44

Wenn man bedenkt, welcher technischer Aufwand für ein Verkehrsleitsystem notwendig wäre, müsste auch das vorgeschlagene System möglich sein. Ich finde die Idee klasse.

Jimmy am 15.10.2012 12:30:10

Ich halte Ihre Argumentation für falsch. Mehr Autostraßen führen nicht zu weniger Lärm- und Abgaßemissionen, sondern zu mehr. Die angesprochene, für Autofahrer umständliche Verkehrsführung durch Neu-Ulm ist m.E. sinnvoll, weil sie Rad- und Fußgängerverkehr fördert und Autoverkehr behindert.

Maike am 15.10.2012 11:12:45

Ich finde die Idee ganz reizvoll. Wie sich sowas realisieren lassen könnte, weiß ich aber auch nicht. Da muss wohl zunächst jeder Anbieter selbst Ideen entwickeln.

Maike am 15.10.2012 8:24:44

Wieso gibt es das nicht auch mit Rädern: Leihräder und Fahrradstationen?

Moderation am 15.10.2012 8:20:03

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
es ist nicht immer einfach, den geringen Raum in der Stadt optimal aufzuteilen. Wie können verschiedene Nutzungsansprüche, wie zum Beispiel die hier angesprochenen Sportstätten und Parkplätze, unter einen Hut gebracht werden?
Gibt es Beispiele, wo das besser klappt?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 15.10.2012 8:08:46

Hallo Bürger,
nutzen Sie die Gelegenheit, am Donnerstag, den 18.10., von 15 bis 17 Uhr Ihre Frage direkt mit Vertretern der Städte Ulm und Neu-Ulm zu erörtern. Wir werden dafür das Livediskussionsforum eröffnen:  Link

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 14.10.2012 21:28:03

Besuchsverkehr, Anreise von außerhalb, Transport von Sportgut... ich kann mir einige gute Gründe denken. Dass Sportstätten wirklich ausschließlich von Leuten genutzt werden, die körperlich gut in Schuss sind, ist für mich haltlos.

Aber es geht ja auch nicht um entweder-oder bei solchen Dingen. Du scheinst von der Situation beim HaLo genervt zu sein - völlig legitim. Aber das dann pauschal ausweiten auf wirklich alle Sportstätten?

lorenzo am 14.10.2012 18:45:13

Zu Fuß und per Rad umgehe ich die Frauenstraße soweit möglich. (Entweder per Griesbachgasse oder per Slalomtour-Greifengasse-Schlegelgasse)

Keine Ahnung, ob es Absicht ist, dass in der Frauenstrasse auch Verkaufsgeschäfte angesiedelt sind...

lorenzo am 14.10.2012 18:35:42

es ist wirklich ein Witz, wie vollgestopft die Regionalbahnen auf den letzten par Stationen vor Ulm sind - eine Art sternförmige S-Bahn auf den bestehenden Bahntrassen mit den Endpunkten Blaubeuren, Lonsee, Langenau, Günzburg, Illertissen und Erbach könnte hier für Entlastung sorgen.

lorenzo am 14.10.2012 18:04:18

eines muß man car2go zu Gute halten: es hat dafür gesorgt, dass insgesamt mehr Leute Carsharing nutzen - die beiden anderen Anbieter konnten von dieser Entwicklung durchaus profitieren und haben die Zahl der Mitglieder, wie auch der Fahrzeuge gesteigert. Natürlich nicht annähernd so rasant wie car2go selbst.

Die fehlende Smartphone-Unterstützung ist echt ein Minuspunkt für Confishare/Cantamen. Flinkster hat eine App, beschränkt sich aber nach wie vor auf den Bahnhofsvorplatz.

lorenzo am 14.10.2012 17:41:41

Ich finde es voll in Ordnung, dass ich beim Transport schwerer Lasten auf einen der 3 Carsharing Anbieter in Ulm zurückgreifen kann. Klar wäre eine Rikscha ab und an ganz nett - aber damit so ein Konzept funktioniert, muss es eine gewisse kritische Masse an Teilnehmern erreichen.

Zum Thema Abstellplatz: da derzeit einige Leute ein vergleichsweise teures E-Bike anschaffen (oder wollen) könnte ein Neustart der Fahrradboxen sinnvoll sein. Am besten gleich mit Lademöglichkeit. Abrechnung per Ding-Card oder wie ein klassisches Bahnhofsschließfach.

Apropos Schließfach:
Davon könnte es gerne mehr in der Stadt geben. Denn der Bahnhof ist nicht immer in der Nähe, wenn man mal eins braucht. Und mal eben ins Auto legen geht halt nicht, wenn man mit Fahrrad oder ÖPNV unterwegs ist.

Jimmy am 14.10.2012 12:39:48

Der Autoverkehr ist generell viel zu schnell. Ich unterstelle, dass es für die meisten Autofahrer nur zwei Motive gibt: Bequemlichkeit und Spaß am Autofahren. Beide Motive würden durch drastische Geschwindigkeitsreduzierung erheblich gestört. Im Interesse der Reduzierung des Autoverkehrs muss deshalb sein: flächendeckende Einführung von Tempo 30, auch auf den Hauptverkehrsstraße und dem Tangentenring!

Jimmy am 14.10.2012 12:30:27

Im Prinzip finde ich Straßenbahnen besser. ABER: die neuen Straßenbahnen sind sind mit ihrer Plastik-Inneneinrichtung, der kalten "Neon-Beleuchtung" und der viel zu tiefen Sitzposition einfach zu ungemütlich. Die alten waren besser.

JoBe am 14.10.2012 11:06:11

Ein ganz wesentlicher Beitrag der Straßenbahn -falls sie kommt- wird sein, dass man an außenliegenden Haltestellen Parkplätze einrichtet wo Fernpendler ihr Auto stehen lassen und bequem mit der Straßenbahn weiterfahren können.
Mit Bussen -die sich dann weiter durch den Verkehr quälen müssen-wird eine solche Entlastung nicht erreicht.
Die Erfahrung im Illertal, wo die Leute die Bahnhöfe mit Auto und Fahrrad anfahren um mit dem Zug nach Ulm weiterzufahren, zeigt, dass es funktioniert. In Weißenhorn wird es, sobald der Zug wieder fährt, genauso sein.

Jimmy am 14.10.2012 8:27:55

CarSharing ist m.E. nur dann sinnvoll, wenn die damit verbundenen Autofahrten auch notwendig sind. D.h. für den

* Transport schwerer Lasten oder sperriger Gegenstände,
* Transport mehrerer Personen, wo ÖPNV oder Fahrrad nicht möglich ist.

Mit den zweisitzigen Fahrzeugen von Car2Go ist beides nicht möglich. Car2Go scheidet somit als sinnvolles CarSharing-Konzept aus.

Was die Erreichbarkeit entsprechender Sammelstellen bzw. Stellplätze betrifft: ein CarSharing-Angebot kann und sollte nicht die Bequemlichkeit eigener PkW bieten. Wirklich notwendige Autofahrten sind ohnehin selten, so dass man dann auch längere Wege zu den Stellplätzen in Kauf nehmen kann.

Bikerin am 14.10.2012 7:58:55

Schließe mich Nina Leinmüller an und wünsche mir ebenfalls ein Car-sharing Konzept in allen DING-Gemeinden, das nicht nur von "Singles" genutzt wird sondern auch von Familien und Fahrgemeinschaften (z. B. auch regelmäßige Einkaufsfahrten für Ältere). Die Fahrten könnten auch an bestimmten Haltestellen vorbei geführt werden, damit andere Interessierte zusteigen können. Gibt es schon in anderen Städten. Diese "Sammelfahrten" können auch an den ÖPNV-Haltestellen über die dortigen Displays angezeigt werden. Allerdings müssten diese Displays dann auch an allen ÖPNV-Haltestellen des DING-Verkehrs vorhanden sein und per App ein Zugang auf I-Phones geschaffen werden, in dem man die Fahrt anmelden kann und Fahrten einsehen kann. Außerdem muss die Car-Sharing Sammelfahrt vor der Fahrt und auch noch vom Auto aus aktuell über Internet oder I-Phone oder Display im Fahrzeug angemeldet werden können. Bitte Ältere ohne Zugang zu Internet oder I-Phone nicht vergessen!

Bikerin am 14.10.2012 7:47:08

Wünsche mir zunächst einmal, dass alle Vororte Ulms gleich behandelt werden und eine regelmäßige und zügige Fahrt per städtischer Bus oder Bahn im Halbstunden-Rhythmus angeboten wird. Bahn ist deutlich einfacher zu besteigen, vor allem auch für die demografisch bedingt immer älter werdende und zunehmend gehbehinderte ÖPNV-Kundschaft. Reisebusse eignen sich einfach nicht für ÖPNV.

CG3 am 13.10.2012 16:40:55

Das ist ein sehr schöner Gedanke, dass diese Ecke aufgewertet wird! Städtebaulich ein richtig hübsches Quartier. Da hätte man schon längst was draus machen können... jetzt wäre die Chance da!

Klee am 13.10.2012 12:06:10

Eindeutig und immer die Straßenbahn, meinerseits. Die neuen Busmodelle sind nicht übel, sicher, ein großer Fortschritt zu den älteren. Aber letztlich schwankt und schlingert es immer, beschleunigt abrupt, bremst abrupt, und links und rechts Autos, die sich wenig um den Bus scheren. Man schaue nur, wer jemals so an einem haltenden Bus vorbeifährt, wie in der StVO vorgeschrieben...

Die Straßenbahn bietet dagegen mehr Platz zur Seite und nach oben, fährt der Schienen wegen deutlich ruhiger und sanfter und lärmt deutlich weniger, da ja kein Verbrennungsmotor vor sich hin dieseln muss.

Ich nehme oft genug lieber die Straßenbahn und laufe dann ein Stück länger zum Ziel, als mich in einen Bus zu pressen. Bestes Beispiel: Blautalcenter. Wenn ich vom Hbf zum Blautalcenter will, nehme ich mittlerweile immer die Straßenbahn, fahre zur Sonnenstraße und laufe dann noch einmal sieben bis zehn Minuten zum Hintereingang, statt mit dem vollgepackten 8er über den Ring und die Blaubeurer Straße zu rumpeln. Oder Neustadt: lieber mit der Straßenbahn zum Justizgebäude oder Willy-Brandt-Platz und dann laufen, anstatt mich mit dem 7er durch die Karlstraße fahren zu lassen.

Klee am 13.10.2012 11:52:54

Ich kann Erik eigentlich nur in allem beipflichten.

Es geht ja nicht um eine Systementscheidung Bus ODER Straßenbahn, nirgendwo gibt es ein reines Straßenbahnsystem. Eine Mischnutzung erlaubt es uns, die jeweiligen Vorteile zu nutzen und dabei die Nachteile aufzuwiegen. Straßenbahnen brauchen eine größere Infrastruktur und einiges an Investitionen, transportieren dafür aber auch leiser, schneller und sicherer mehr Menschen. Für Hauptrouten, die die Bevölkerungsschwerpunkte der Außenbezirke mit den Innenstädten verbinden, sind sie prima. Busse hingegen sind zwar lauter, verschleißen schneller, verbrauchen mehr, transportieren weniger Personen - sind dafür aber auch extrem flexibel. Je nach örtlichen Begebenheiten macht das eine oder das andere Fortbewegungsmittel mehr Sinn - Orte wie Böfingen, Söflingen oder auch Ludwigsfeld und Pfuhl bieten sich sehr gut an, können aber immer auch von einem Bus flankiert werden, um Abdeckungsprobleme zu lösen.

Und ja, momentan haben wir einfach eine ökonomische und finanzielle Chance, die vielleicht nicht mehr so bald wiederkommt. Der Doppelstadt geht es fiskalisch prima, die Wirtschaft erleidet im Zuge der Finanzkrise immer mal wieder Rückschläge (z.B. Iveco-Schließung), berappelt sich aber auch oft genug ziemlich schnell (Conti, BMW, Audi beerben Nokia...). Gewerbegebiet Ulm-Nord, sechsstreifiger Autobahn-Ausbau, NBS, neuer Güterbahnhof... das sind alles Weichenstellungen für die Zukunft.

Wir sind gerade in einer Phase, in der wir uns entscheiden wollen wohin wir wollen: schwäbische Provinzstadt, die aus Versehen so groß geworden ist, oder veritable Großstadt an der Südachse Karlsruhe-Stuttgart-Ulm-Augsburg-München. Und ein modernes Fortbewegungsmittel im ÖPNV ist da auch ein Standortfaktor. Wie Erik weiß ich, dass das nach einem soften Argument klingt, aber Emotionen und Außenwirkung können oft genug den Unterschied machen beim Wettbewerb um Unternehmen und Köpfe. Ulm sollte sich nicht an Pforzheim, Reutlingen, Esslingen oder Heilbronn orientieren, sondern an Heidelberg und Freiburg.

Erik am 13.10.2012 11:16:03

Ups, mir ist gerade aufgefallen, ich meinte in meinem letzten Beitrag natürlich nicht Schienen- sondern E-Busse...

Ich glaube nicht, dass der Benzinverbrauch so wesentlich gesenkt werden kann, dass er sich mit den Preissteigerungen die Waage hält. Aber vielleicht geht es in Richtung (mikro-) biologisch oder chemisch erzeugten "Neo-" Sprits. Hätte den Vorteil, dass gerade Deutschland bzw. andere europäische Staaten weniger abhängig von den erdölfördernden Nationen werden. Oder wer weiß, vielleicht wird die Batterietechnologie solche Forstschritte machen, dass die Elektroautos oder gar -busse sich durchsetzen. Das wäre wirklich ein Forstchritt, und ich halte ihn gar nicht mal für so unwahrscheinlich...

Letztendlich geht es ja gar nicht darum, alle Buslinien in einer mittelgroßen Stadt wie Ulm/Neu-Ulm zu ersetzen. Das würde kaum Sinn machen und wäre utopisch. Es gibt auch absolut Straba-ungeeignete Strecken, wie die des 5 (teilweise), 7 oder 13 Busses. Aber auf den stark ausgelasteten Strecken würde es eben schon Sinn machen, gerade im Hinblick auf Kapazität und Fahrkomfort.

Und dann finde ich JoBe"s Kommentar nicht schlecht. Es geht schlichtweg um die Richtung, in die sich die Doppelstadt entwickeln will. Wahrscheinlich wäre ein reiner Bus-ÖPNV mittelfristig günstiger. Aber wenn die SWU schon verstärkt selber Strom produzieren, wieso nicht alles gleich aus einer Hand? Wieso kein komfortables, langfristig ökologisch sinnvolles Fortbewegungsmittel wählen? Zudem ist eine Straba bei den Fahrgästen sehr beliebt und erhöht die Akzeptanz und die Nutzung des ÖPNV. In einer Stadt mit einem ordentlichen Straba-Netz fühlt man sich gleich ein bisschen weniger in der Provinz - zugegeben ein subjektives Argument, aber letztlich geht es bei der Gestaltung von Zukunft auch um Emotionen. Finanziell sind die Freiräume vorhanden, wer weiß, wie lange noch? Man sollte die Chance nicht vertun.

Pocket am 13.10.2012 10:48:08

Also ich wäre für die Straßenbahn, und nicht nur in Ulm/Neu-Ulm und ein bisschen herum sondern auch weiter entwickelt, z. B. in Burlafingen fährt immer wieder ein Zug durch, hält aber nicht nicht mehr d. h. will jemand von burlafingen - weißenhorn so muss er erst mit dem Bus von burlafingen nach neu-ulm zup fahren und dann umsteigen in ein Zug der WIEDER durch Burlafingen durchfährt ! Genau so finde ich, würde sich eine Straßenbahn bis nach Burlafingen (eingeschlossen das Gespräch das schon vorhanden ist mit einem Halt an dem Schulzentrum in Pfuhl) seeeeehr hilfsreich, denn der Bus am morgen ist ab Burlafingen (84. Linie, hier fängt erst die Strecke an) schon so voll, das jeder weiter der hinzu steigen möchte stehen muss, oder auch zuschaut wie der Bus einfach weiter fährt, da es einfach nicht ausreicht !

Danke

Bürger am 12.10.2012 22:24:15

Liebe Frau Hohberg,
ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ich verstehe diese Antwort nicht.
Nach meinem Verständnis gibt der Gemeinderatsbeschluss (= "politisch geäußert") eine klare Zielvorgabe: 20 % Radverkehrsanteil in 2020. Die Verkehrsplaner sind nun dazu aufgerufen, aufzuzeigen welche Maßnahmen erforderlich sind, um dieses Ziel zu erreichen. Und wenn die bisher aufgezeigten Maßnahmen nur 14 % ergeben, dann muss eben der Plan solange nachgebessert werden, bis im "rechnerischen Szenario" 20 % erreicht werden.
Meine Bitte an die Verkehrsplaner: bitte zeigen Sie in einer zusätzlichen Planungsvariante auf, was getan werden müsste, um 20 % zu erreichen.

JoBe am 12.10.2012 21:17:07

Solche "von selbst entstandenen" Wegestrukturen haben Existenzberechtigung
und sind gerade weil sie auf gesundem Menschenverstand entstehen, auch gut so und reizvoll. Ich bin den Pfad auch schon gegangen und freue mich darüber, dass er dann (vielleicht in anderer Form) bleiben soll. Vielen Dank
für Ihren Beitrag.

JoBe am 12.10.2012 20:53:40

Richtig, der Bus ist flexibler, kostengünstiger - und wird sicher auch in Zukunft gebraucht.
Aber, die Straßenbahn gibt einer Stadt ein Gesicht und hat Ausstrahlung. Hier geht es um eine langfristige Schau in die Zukunft bei der am Ende die Frage steht "Wie attraktiv wird unsere Stadt in 1 bis 2 Generationen sein?"
Eine rein wirtschaftliche Betrachtung ist dazu zu kurzlebig. Sowie städtische Architektur Charakter haben muß, so muß auch der Verkehr angelegt werden, damit die Stadt auch nach Jahren emotional wirken kann und nicht in Langeweile erstarrt.

Einfach gesagt: Bei rein ökonomischer Planung wäre kein Ulmer Münster, kein Theater, keine Friedrichsau, kein Petrusplatz, keine Neue Mitte und vieles mehr was Ulm liebenswert macht, nicht da.

Da man sich bei uns hinsichtlich der Frage "neue Straßenbahn" schwer tut, weil man natürlich nicht auf zurückliegende Erfahrungen blicken kann, sollte man die Erfahrungen anderer mittelgroßen Städte, die ein Straßenbahnprojekt ausgeführt haben, intensiv studieren. Die Befragung/Entscheidung von Laien (wie geschehen)liefert dazu sicher keine verwertbare Antwort.

Istanbul als Entscheidungsvorbild zu nehmen, halte ich für absolut unpassend, weil hier die gestellten Forderungen völlig anders liegen. Ich möchte nur sagen, in Istanbul endet der Personentransport auf der Schiene. Einen historisch gewachsenen kommunalen/regionalen Schienenverkehr kennt man nur in Zentraleuropa.

Moderation am 12.10.2012 13:54:51

Hallo Nina Leinmüller, liebe Forumsbesucher,

vielen Dank für Ihren Beitrag. In welchen Gebieten / Stadtteilen sollten Leihautos Ihrer Meinung nach bereit gestellt werden? Gibt es Orte, die Sie für besonders sinnvoll halten?

Viele Grüße
Dorothée Manière

Moderation am 12.10.2012 13:48:32

Hallo,
vielen Dank für den Beitrag und für die Kommentare.
Wie sollte Ihrer Meinung nach der Verkehrsentwicklungsplan auf diese Situation eingehen?
Beste Grüße
Dorothée Manière (Moderation)

Gast am 12.10.2012 13:19:31

Mit einer kategorischen Ablehnung allen Straßenbaus kommen wir aber nicht weit, dann bringen Diskussionsplattformen wie diese herzlich wenig. Ich behaupte nicht pauschal, dass diese Straße kommen muss, aber die Gründe dafür und dagegen sollten fair gegeneinander abgewogen werden.

Für mich ist der Lückenschluss an dieser Stelle ein sinnvoller, unter anderem mit dieser Verlängerung im Hinterkopf ist der Kreisverkehr (mitsamt Brücke und Verlängerung zur Tangente) auch angelegt worden. Zumal das mögliche Vorhaben alles Interessenten an einem Bauplatz im Lettenwald, wie ich selber weiß, bekannt war - man wusste, was eventuell kommen würde. Eine solche Straße würde wohl vor allem den Verkehr zwischen dem Bevölkerungszentrum Böfingens und der B10, den Gewerbegebieten im Junginger Süden und Norden, und der Uni beziehungsweise dem Oberen Eselsberg erleichtern.

Das ist heute schon möglich, aber recht umständlich über die Steige, die Eberhard-Finckh-Straße und dann die B19 wieder zurück zum Kreisel, wohlgemerkt durch besiedeltes und bereits stark befahrenes Gebiet. Kürzere Strecken sparen nicht nur Zeit, sondern auch Kraftstoff und Lärm- und Abgasemissionen; jenseits des Wohngebietes Lettenwald (Teilstück der Straße wären hier kaum 300m) würde diese Straße zudem über freie Felder laufen und nicht durch die ja ebenfalls besiedelte Böfinger Steige, man würde also Transitverkehr aus dem Ort aufs unbesiedelte Land rausholen.

Man müsste also abwägen: eine neue Verbindungsstraße, die planerisch (Baumbewuchs, höhere Gebäude zur Lärmabschirmung) bereits dafür ausgelegt ist würde zweifellos das neue Wohngebiet auf einer kurzen Strecke be-, andere aber entlasten. Zumal ja nicht gesagt ist, dass ÖPNV, Fußgänger und Radfahrer nicht davon profitieren würden: ebenso, wie ich mir hier eine Buslinie Böfingen-Jungingen-Lehr-Uni vorstellen könnte, könnten Radfahrer und Fußgänger vom geringeren Verkehrsaufkommen auf der Steige nach Süden profitieren.

Wie gesagt: ich kämpfe hier nicht für die Straße, aber wohl kämpfe ich dafür, dass wir ausgewogen diskutieren.

Werner Korn am 12.10.2012 12:07:38

Ein Hauptproblem von Carsharing-Anbietern ist m.W. die Stellplatzsuche. Gut erreichbar, bezahlbar ... für Car2Go wurden blitzartig eine Vielzahl von Stellplätzen im Stadtgebiet eingerichtet.
Andere Anbieter - wie Confishare - sollten hier ebenso bevorzugt werden.

Werner Korn am 12.10.2012 12:05:29

@CG3
Das sehe ich genau so. Man kann nicht alle Verkehrsträger gleichzeitig attraktiver machen. Wer mehr Bus-, Straßenbahn-, Rad- und Fußverkehrsanteile haben will, der muss notwendigerweise den MIV einschränken.

Werner Korn am 12.10.2012 12:03:53

Die Idee, ein neues Wohngebiet wie den Lettenwald mit einer Durchgangsstraße zu kreuzen, ist nicht mit dem Leitbild des Verkehrsentwicklungsplans vereinbar. Ich zitiere: Stufenweise Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und Verlagerung von Verkehr auf den Öffentlichen Personennahverkehr, den Fußgängerverkehr und Radverkehr (Stärkung des Umweltverbundes)!
Je mehr Straßen gebaut und durchlässig gemacht werden, desto mehr Autoverkehr entsteht. Das Phänomen heißt "induzierter Verkehr".

St83 am 12.10.2012 8:47:36

Das Einheitsticket von 2,00 (1,80) ist nicht für alle Strecken gleichmäßig. In Österreich (Salzburg und Wien) kosten Tickets etwas weniger, z.B. Wochenkarte 13,60 in Salzburg, dort sind auch die Preise im Stadtgebiet nach Zonen gestaffelt.

St83 am 12.10.2012 7:58:45

Es gibt schon viele 30er Zonen in Wohngebieten, auch auf der Hauptstraße sollte man nur 30-40km/h fahren, Ausnahmen: Lieferverkehr und Rettungsfahrzeuge. Generell Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen bis max. 120, außerhalb geschlossener Ortschaften max. 80. Nachtfahrten noch langsamer, zugunsten von Sicherheit und Umwelt!

FloDiehl am 12.10.2012 7:52:33

@Erik: mein Sarkasmusknopf hat nicht funktioniert, sorry. Natürlich war das mit den PKWs verbieten nicht ernst gemeint.
Wie das mit den fossilen Brennstoffen die nächsten Jahre weitergeht weiss keiner so genau. Klar, die Literpreise werden höher werden. Aber ob sich Innovationen bei der Wirkungsgradsteigerung den Spritkosten die Waage halten weiss man eben nicht vorher.
Ich kann nur sagen, dass man nicht in binäres Denken verfallen sollte. Es gibt nicht Diesel ODER Elektro. Und auch nicht Auto ODER StraBa ODER Fahrrad. Alles sollte zusammen optimal genutzt werden.
Die Car2Go smarts haben Solarpanels aufm Dach und fahren mit Benzin. Die Aufgabe des VEP ist es die Grundlagen zu schaffen damit das alles zusammen funktioniert.

Das mit dem Strom wusste ich nicht. Hätte ja auch sein können dass es billiger ist den Starkstrom aus Frankreich zu importieren...k.a. ich kenn mich da net so aus.

Klee am 11.10.2012 23:07:20

Naja, opfern heißt eben opfern ;-).

Das mit den 8 Spuren MIV ist ja auch etwas gewagt zusammengefasst - ich nehme an, du hast da die 3 Spuren der Zinglerstraße dazugeschlagen? Und wo ist eigentlich die andere Hälfte der Fußgänger/Radspur? ;-)

Ich bin ja ganz bei dir, aber das Ehinger Tor ist halt nun einmal ein neuralgischer Punkt, bei dem (auch auswärtigen!) Autofahrern Platz eingeräumt werden muss.

Wenn ich etwas opfern würde, dann wäre es dieser hässliche flache Vorbau des Universumcenters. Das Experiment ist ja tatsächlich gescheitert, diese halbe Untergrundpassage wird halt nicht angenommen. Wenn man diese ziemlich große Fläche neu überplant, gerne auch mit mehr Grün, dann könnte da eine schöne Trasse für Fußgänger und Radfahrer rausspringen, ohne dass ÖPNV und MIV eingeschränkt werden.

Aber das ist ja hier nicht das Thema...

Erik am 11.10.2012 23:01:38

@FloDiehl:

MIV lässt sich nicht verbieten, einfach weil viele Leute darauf angewiesen sind, der ÖPNV ist nicht auf 100 % Nutzung ausgelegt und kann dies auch gar nicht leisten. Wohl oder übel wird es aber Veränderungen in der Antriebstechnologie geben, da das Erdöl knapp ist.

Schienenbusse schön und gut, aber diese vereinen die Nachteile von Bus und Straba: schlechter Fahrkomfort, geringe Passagierkapazität, störende Oberleitungen im Stadtbild.

Die Rechnung muss man sicher als Ganzes sehen, da haben Sie recht! Um ehrlich zu sein, eine Bilanz ist mir nicht bekannt, würde mich jedoch interessieren. Jedenfalls fährt die Straba in Ulm auch mit regional produziertem Strom aus nichtfossilen Quellen - Wasser, Wind, Biomasse, Solar- wohingegen mir kein gefördertes Ölfeld in der Umgebung bekannt ist, ja nicht einmal eine Raffinerie ;-)

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 22:06:41

Einen dichteren Takt am Sonntag und abends ist wohl schwer durchzusetzen, denn es gibt auf jeder Linie Streckenabschnitte die sind sehr schwach und dann gibt es Abschnitte, die sind für kurze zeit sehr stark belegt. Und solange der Bus nicht immer überfüllt ist werden da wohl eher keine zusätzlichen Fahrten angeboten. Am Sonntag muss ich sogar noch eine zusätzliche Enttäuschung geben. Die Linie 1 fährt ab dem Fahrplanwechsel im Dezember auch Nachmittags alle 15 Minuten. Denn die Nachfrage auf dieser Linie ist nicht größer als auf den Buslinien.
Am Abend gibt es auf der Linie 5 allerdings einen 10 - 20 Minutentakt zwischen Hauptbahnhof und Zentraler Umsteigepunkt Neu-Ulm.
Außerdem gilt am Abend ab etwa 21 Uhr an den Umsteigehaltestellen Ehinger Tor, Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz, Rathaus Ulm und Egertweg die Umsteigegarantie, die angefordert werden kann, wenn der Umstieg fehl schlägt.

Bürger am 11.10.2012 21:59:46

@ Klee: Was meinst Du mit "opfern"? Es ist doch hier genau andersrum: Der MIV hat sich 8 Spuren unter den Nagel gerissen. Der ÖPNV hat 4, und Rad und Fuß haben zusammen gerade noch eine halbe Spur abbekommen (und "opfern" damit seit Jahrzehnten ihren selber dringend benötigten Platz dem MIV ...). Das Experiment, den Fußgängerverkehr durch das Universumcenter schleusen zu wollen, ist ja wohl gescheitert.
Es ist hier an der Zeit, sich vom Credo der autogerechten Stadt zu verabschieden und auch dem Fuß- und Radverkehr einen fairen Anteil am Verkehrsraum einzuräumen.

CG3 am 11.10.2012 21:57:54

Wenn am HBF eine 1 Richtung Söflingen und ein 3er nach Wiblingen bereitstehen, nehme ich lieber die Strampe. Gründe: Weniger rumpelige Schlaglöcher, leiser, mehr Platz und "Raumhöhe"

CG3 am 11.10.2012 21:53:44

Hier wird man als Radfahrer/Fussgänger dazu verführt die Ampeln bei rot zu überfahren/laufen, da eine grüne Welle nur dem Autoverkehr vorbehalten ist. Sobald man die vorderste Ampel grün wird, wird die mittlere rot. Sobald diese grün ist, schaltet die letzte auf rot. Das nervt massivst! und viele "schalten" sich so ihre Welle eigenmächtig grün...gefährlich, aber nachvollziehbar.

Radi am 11.10.2012 21:53:18

richtig!!! dann würde dieser Übergang auch weniger gefährlich, weil weniger Radler über die rote Ampel fahren würden....

Radi am 11.10.2012 21:51:17

angesichts der demographischen Entwicklung sollte man eine solche Rieseninvestition, wie die Umstellung auf Straßenbahn genau durchrechnen, ich sehe keine Vorteile gegenüber dem Bussystem

CG3 am 11.10.2012 21:48:57

Eigentlich sollte jeder Verkehrsplaner die "Bicycle Diaries" von David Byrne lesen müssen... aber eine Idee ist besonders interessant: Staus zu verringern, vermindert wesentlich die Wettbewerbsfähigkeit des ÖPNV. Wer ständig im nervigen Stau steht, steigt eher um oder nimmt das Rad oder geht (soweit möglich) zu Fuss!

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 21:44:46

Das hört sich zwar einfach und gut an aber diese Busse werden nicht voll werden. Denn es würden nur ein paar leute einsteigen die genau wissen dass der Bus an ihrer Haltestelle hält. Doch dadurch sind zu viele Bürger verunsichert und nehmen lieber den sicheren Bus der alle Haltestellen anfährt. Und es gibt ja auch direkte Fahten.
Zum Kuhberg ist es die Linie 4,
Wissenschaftsstadt und Wiblingen die Linie 3
Donautal die Linie 10.

Wie soll denn da noch ein Extressbus angeboten werden?

CG3 am 11.10.2012 21:41:35

Eine gute Möglichkeit zu bestimmten Uhrzeiten. Die Abfahrtszeiten am besten kurz vor Abfahrt der regulären Linie.

CG3 am 11.10.2012 21:39:49

In Istanbul gibt es die Dolmuş-Busse, die erst ab einer ausreichenden Fahrgastzahl losfahren - oder nach einem uhrzeitabhängigen Takt, wenn er unterbesetzt bleibt. Das fände ich eine schöne Ergänzungsmöglichkeit zwischen einigen Knotenpunkten.

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 20:53:19

Es fährt zu den Hauptverkehrszeiten zusätzlich noch von Wiblingen kommend die Linie 9. Aber diese Linie wird spätestens 2018 mit der Inbetriebsnahme der Straßenbahnlinie 2 eingestellt und mit welcher Begründung sollte eine zwei Linien zum Rathaus farhren?

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 20:44:47

Ich bin auch für das Kurzstreckenticket. Allerdings sind 4 oder 5 Haltestellen für ein Kurzstreckenticket schon viel zu viel das wäre z.B. vom Ehinger Tor bis zur Sonnenstraße. Also da ist dann glaub der normale Einzelfahrschein schon richtig so. Außerdem kommt es immer auf den Haltestellenabstand an. Für mich ist die Strecke zwischen Haßlerstraße und Gasthof Donautal der Linie 10 keineswegs eine Kurzstrecke, da dies ein Haltestellenabstand von mehrern Killometern ist. Eine Kurzstrecke könnte z.B. von Söflingen zur Sonnenstraße sein.
Außer das Kurzstreckenticket das Ticketsystem wieder kompliezierter weil dieses Kurzstrekenticket nicht für jeden Haltestellenabstand gilt Wie eben im obrigen Beispiel Haßlerstraße - Gasthof Donautal.

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 20:30:05

Die Linie 8 ist mir ihrer Länge viel zu lange. Aus dieser Linie lassen sich 4 Linien machen. Und auch der Minutentakt ist nicht gerade wirtschaftlich. Denn durch die Verlängerung der Linie 10 vom Hauptbahnhof zum Blauta-Center lässt sich die Linie 10 besser optimieren. Zwischen dem Abschnitt Hauptbahnhof - Ehinger Tor fahren dann immer noch die Linie 1, 3, 7 und 10. Der Abschnitt Ehinger Tor - Kuhberg Schulzentrum wird immer noch im 10 - Minutentakt von der Linie 4 befahren. Zu den Hauptverkehrszeiten werden zwischen Hauptbahnhof und Kuhberg Ersatzbusse eingesetzt. Und die Linie 8 würde man ab dem Jahr 2018 mit Inbetriebsname der Straßenbahnlinie 2 sowieso einstellen. Der Abschnitt Kuhberg - Grimmelfingen wird von der Linie 4 befahren im 20-Minutentakt. Der Abschnitt Kuhberg - Grimmelfingen - Donautal - Wiblingen wird dann von der neuen Linie 14 befahren, die auch einen großen Teil der Ringverkehrlinie 18 ablöst.
Die Zukunft der Linie 8 würde sowieso spätestens im Jahre 2018 mit der Inbetriebsnahme der Straßenbahnlinie 2 enden. Somit begnnt auch jetzt schon eine Linienumstellung für die neue Straßenbahn.

Klee am 11.10.2012 19:21:05

Bei Nacht kann ich das sehr gut verstehen auf einigen Straßen, die dicht bewohnt sind (Zinglerstraße, Wagnerstraße, König-Wilhelm-Straße z.B.), da wäre das Auto zwar theoretisch schneller weg, aber wegen Dopplereffekt und allgemeiner Stille hört man es trotzdem noch sehr lange. Zumal der meiste Krach ja beim Beschleunigen kommt, und auf 30 ist man erstens schneller und zweitens schnell konstant als auf 50. Und wer"s in der Nacht noch eilig hat...

Tagsüber aber müssen alle Straßen mit wichtigem Durchgangsverkehr selbstverständlich bei 50 km/h bleiben. Ich würde die Unterscheidung vor allem beim Verhältnis der Wohnbebauung zu anderer Bebauung (Läden, Restaurants, Büros) treffen. Wo ganz überwiegend Leute wohnen, wäre 30 bei Nacht in Durchgangsstraßen und 30 allgemein bei einfachen Wohnstraßen ausreichend. Bei gemischter Bebauung sollte auch nachts 50 km/h kein Problem sein: etwa in der Olgastraße, der Neutorstraße, der Münchner Straße. Das würde analog auch für Neu-Ulm gelten.

Und bei aller Verkehrsberuhigung: man lebt halt nun mal in einer Großstadt, da muss man zwangsläufig einen gewissen Lärmpegel in Kauf nehmen. Dramatisch sehe ich die Lage in Ulm sowieso nicht.

Palmer71 am 11.10.2012 18:14:44

Ich verstehe die Idee von Tempo 30 auf Hauptstraßen nicht. Ist ein Auto wirklich soviel leiser mit Tempo 30 als mit Tempo 50? Die Zeit bis das Auto vorbeigefahren ist steigt damit doch noch an. Zudem müssen dann auch die Busse mit 30 km/h fahren.

Klee am 11.10.2012 17:29:13

Eine Verbindung zwischen Ulm und Neu-Ulm kann ja nur über die Donau erfolgen, und da sehe ich uns mit Adenauer-Brücke, Herdbrücke und Gänstorbrücke eigentlich überhaupt nicht so schlecht aufgestellt. Anlässlich der Frage habe ich mir überlegt, ob noch ein weiterer Steg für Fußgänger und Radfahrer hilfreich wäre, etwa auf Höhe Schweinmarkt/Jahnufer oder von der Adlerbastei zum Schwal - aber das würde ich in unserer städtischen Donaulandschaft eher als störend empfinden.

Allenfalls eine Verbindung entlang der Bahnbrücke könnte ich mir gut vorstellen, mit einem benachbarten Parallelsteg, der Kobelgraben oder die neue Kommunikationshochschule mit Neu-Ulm verbindet und damit einen Fuß-/Radweg vom Ulmer Bahnhof zum Glacis und zum Neu-Ulmer Bahnhof schafft. Das ist teuer, aber eine Überlegung wert, wenn eh schon eine Brücke in der Landschaft rumsteht.

Zentral ist für mich, wie man die Herdbrücke als DIE Verbindung zwischen den Innenstädten neu aufbauen will, wenn sie unweigerlich mal, und zwar eher früher als später, aus Altersgründen ersetzt werden muss. Damit wird die Zukunftsfähigkeit der zwischenstädtischen Verbindungen stehen und fallen, denn potentiell haben wir hier starken MIV, Busse, ein bis zwei Straßenbahnlinien, Fußgänger, Radfahrer,... in hoher Frequenz, und alle müssen befriedigend geregelt werden.

Angesichts der herausragenden Funktion und auch der Wichtigkeit im Stadtbild würde ich mir da eine kreative und große Lösung wünschen, die auch auf Neue Mitte/Frauenstraße/Donaustraße und die Marienstraße ausstrahlt. Vielleicht auch eine, die die Donauwege integriert? Da sind dann aber vor allem Architekten, Ingenieure und Stadtplaner gefordert, ich selber bin mit meinem Latein am Ende.

Klee am 11.10.2012 16:53:59

Konkret am Theater wird sich indirekt wohl eine Besserung ergeben, wenn die Haltestelle (im Zuge der Bauarbeiten der Linie 2) vorverlegt wird und dann zwischen Theater und Bärengärtle liegt. Vielleicht.

Aber so richtig löst sich das Problem dadurch ja auch nicht, zumal an dieser Stelle mit Olgastraße und Neutorstraße zwei Hauptachsen im Straßenverkehr zusammentreffen. Wenn dann noch mal die Wengengasse noch Verkehr für die Sedelhöfe aufnehmen muss und die Linie 2 ab 2016/2017 fährt... wird das eher noch schwieriger.

Ich fürchte fast, dass es an manchen Stellen wie hier einfach keine wirklich befriedigende Lösung geben kann.

Bei vielen Ampeln auf Nebenstrecken frage ich mich aber auch, wieso da die Handbedienung wieder zurückgerüstet werden musste. Dass auf wichtigen Strecken die Verkehrsströme gezielt gelenkt werden müssen, okay, aber speziell bei Nebenstrecken mit gelegentlichem Autoverkehr könnte man die ein oder andere Ampel noch einmal genau anschauen oder alternativ auf eine Lösung mit Induktionsspulen setzen, wie sie an anderer Stelle hier schon genannt worden ist: grün für alle Radfahrer und Fußgänger, bis sich ein Wagen nähert und für sich selber grün schalten lässt. Klingt auf den ersten Blick nach einer Bevorteilung des MIV, aber letztlich sind die Grünphasen für Fußgänger und Radfahrer deutlich länger und die Rotphasen sind nicht Taktungsschikane, sondern haben einen echten Anlass und warnen vor echten Gefahren.

Werner Korn am 11.10.2012 16:43:33

Die Faltblätter des Aktionsbündnisses "FahrRad" sind prima.
Meines Erachtens muss aber schon viel früher angesetzt werden.
Spätestens, wenn sie in die KiTa kommen, genießen zu viele Kinder die Windschutzperspektive und lerne als Mitfahrer, das das Auto das "normale" Verkehrsmittel ist. In der Stadt ist das aber in den meisten Fällen Quatsch. Die Kinder sollten selbst im Verkehrsraum unterwegs sein ... zu Fuß, auf dem Roller, auf dem Rad. Sie müssen präsent sein, damit sie von anderen auch wahrgenommen. So schulen sie ihre Motorik, stärken ihre Gesundheit und sind entspannter in der KiTa oder Schule.
Damit das sicher gelingen kann, muss es eingeübt werden ... mit Erzieherinnen, Erziehern und Eltern.
Einen umfassenden Ansatz zur Mobilitätserziehung gibt"s beim VCD zu entdecken:  Link
Hier wäre eine flächendeckende Kampagne zur Mobilitätserziehung in Ulmer KiTas und Schulen vorstellbar. Viel billiger als teure Infrastrukturbaumaßnahmen und nachhaltig wirksam. Unterrichts- und Aktionsvorschläge gibt"s ohne Ende.

Werner Korn am 11.10.2012 16:35:35

Konkretes Beispiel: Vorgestern stand ich kurz nach 18 Uhr an der Haltestelle "Theater". Die Straßenbahn vom Hauptbahnhof hatte wenige Minuten Verspätung. Dann kam sie und musste an ihrer Ampel warten. Ich habe versucht mitzuzählen und bin auf mindestens 3 komplette Phasen gekommen, die die Autos in die verschiedenen Richtungen fahren durften, bevor die Straßenbahn endlich in die Haltestelle einfahren konnte. So kann man natürlich locker 10 Minuten Verspätung und jede Menge Ärger bei den Fahrgästen erzeugen.

Klee am 11.10.2012 16:18:42

Also eine der Fahrspuren für eine Fahrradspur opfern? Abhängig von der Verkehrsentwicklung wäre das sicher eine Idee, aber die müsste auch entsprechend fortgesetzt werden in Richtung Stadtmitte oder Weststadt... und da könnte es haarig werden.

Nebenbei: In der Gegend fahre ich nicht oft mit dem Wagen, aber innerhalb der letzten beiden Jahre habe ich vier Mal (!) fast einen Radfahrer abgeräumt. Grund: Allesamt haben die Radfahrer ihre rote Ampel über die Abbiegespur Richtung B10/Dornstadt ignoriert... ist die neuerdings nur optional?

Wer hat eine Idee, wie man diese Gefahrenstelle entschärfen kann? Mittlerweile rolle ich nur noch in Schrittgeschwindigkeit über die Abbiegespur...

Radi am 11.10.2012 15:45:35

Hallo, ich finde Eriks Vorschläge gut, man könnte jedoch auch im Rahmen einer allgemeinen Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer auf der Strecke die Geschwindigkeit auf 30 begrenzen (außer Busse) und auf der Straße breite Radstreifen markieren, so wie unten im Ampelbereich Römerplatz :)

Klee am 11.10.2012 15:27:49

Klingt ja schon einmal toll, dass die Stadt das untersuchen lässt, gerade obwohl der letzte Versuch leider daneben ging. Ich kann mir aber vorstellen, dass eine Lösung, die besser in den Bahnhof integriert ist, auch besser aufgenommen wird.

Gutes Zeichen!

Moedi am 11.10.2012 15:13:27

Radwege direkt an der Landstrasse, z.B. zwischen Breitenhof und Finningen sind bei nacht eine Katastrophe. Wenn da ein Auto mit Fernlicht entgegen kommt hilft nur noch eins, anhalten und warten, anhalten und warten ...

Klee am 11.10.2012 14:41:29

Bei der Neuen Straße muss man mittelfristig mit dem leben, was man hat; langfristig hoffe ich, dass die Stadt ihr Vorhaben aus dem Innenstadtkonzept 2020 (  Link ECT=4900 ) vorantreibt und die Neue Straße zwischen Steinerner Brücke und Ehinger Tor und das entsprechende Areal südlich und nördlich davon völlig neu konzipiert.

Mit dem Verzicht auf die Unterführung und eine moderne, oberirdische Kreuzungsanlage (Kreisverkehr?) ließe sich eine ÖPNV-Trasse auf der Nordseite verwirklichen, wie sie ab der Steinernen Brücke bis zur Kreuzung mit der Frauenstraße schon besteht, in die auch eine Fahrradtrasse integriert werden kann. Dann hätte man vom Maritim über die Neue Mitte eine weitere Fahrradtrasse in Ost-West-Richtung, die sowohl bis zum Bahnhof als auch bis zum Ehinger Tor und weiter zur Weststadt wiederum fast kreuzungsfrei geführt werden kann. Leider aber noch Zukunftsmusik...

Klee am 11.10.2012 14:35:14

Die Planung mit der Zeitblomstraße finde ich gut und ehrgeizig, das neue Theaterviertel und das gegenüberliegende neue nördliche Dichterviertel werden hoffentlich dementspechend für umweltfreundlichere Fortbewegung optimiert werden.

Hoffentlich stellt sich die projektierte Fußgänger- und Fahrradfahrerbrücke als Verlängerung der Zeitblomstraße zwischen Theaterviertel und Dichterviertel nicht doch noch als zu teuer heraus - so weite Brücken kosten nun mal ordentlich Holz. Da aber auch das Dichterviertel entsprechend geplant wird (u.a. mit einer breiten Uferzone an der Kleinen Blau für Fußgänger und Radfahrer, siehe [ Link zwischen Schienen und Hindenburgring), könnte da DIE Ost-West-Verbindung für Radfahrer in Ulm entstehen: so gut wie kreuzungsfrei vom Blautalcenter bis zur Oststadt.

Moderation am 11.10.2012 14:30:09

Liebe Teilnehmenden,

zu der Frage nach dem Ziel, einen Radverkehrsanteil von 20% zu erzielen, haben wir von der Stadt Ulm folgende Antwort erhalten:

"20% Radverkehrsanteil in 2020:
Die 20% sind politisch geäußert und die 14% sind ein rechnerisches Szenario. Das Aktionsbündnis ist momentan aktiv in verschieden Arbeitsgruppen, um die Potenziale des Radverkehrs für die Zukunft besser zu nutzen.

Die 20% bleiben dabei das Ziel des Aktionsbündnisses.

Mehr Informationen dazu finden Sie beim Aktionsbündnis:  Link

Das wichtigste Ziel ist die Erreichung einer Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 11.10.2012 14:21:36

Liebe Teilnehmenden,

zu den genannten West-Ost-Achsen hat uns die Stadt Ulm folgende Hintergrundinformationen gegeben:

"Die genannten Punkte sind gut.

Eine weitere Stärkung durch eine Verbindung nördlich des Hauptbahnhofes (nicht Ludwig-Erhard-Brücke) wird mit dem Bau des Citybahnhofes angestrebt.

Die Zeitblomstraße als Ost-West-Achse wird mit geplanter Fahrradstraße weiter gestärkt.

Die Neue Straße darf und soll durchgängig vom Radfahrer zwischen Glöcklerstraße bis Basteistraße und weiter auf dieser befahren werden. Leider gibt es hohe Verkehrsmengen des motorisierten Verkehrs, die die Attraktivität minden. Mehr Radfahrer machen diese Achse generell sicherer für alle."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 11.10.2012 14:13:38

Liebe Teilnehmenden,

zum Thema Fahrradgaragen/-abstellanlagen am künftigen Citybahnhof Ulm haben wir von der Stadt Ulm die folgenden Hintergrundinformationen bekommen:

"Fahrradgaragen/Abstellanlagen am Citybahnhof:
Fahrradgaragen, die die Stadt anbietet, finden Sie hier:  Link

Die Mietkosten liegen bei 52 Euro im Jahr, das entspricht 1 Euro pro Woche. Anschaffungskosten liegen im gewünschten Design der Stadt bei ca. 1000 Euro/Stk., ohne Tiefbau.

Ein Abstellkonzept für den Citybahnhof wird für den Realisierungswettbewerb von einem externen Büro explizit untersucht (momentan ca. 400 Stellplätze östlich und 400 Stellplätze westlich, für verschieden Nutzergruppen vorgesehen).

Ein Servicebetrieb wurde vor einigen Jahren ausprobiert und hat sich leider nicht gerechnet."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 11.10.2012 14:07:58

Liebe Teilnehmenden,

die Stadt Ulm hat uns gebeten, zum Thema Radverkehrsförderung folgende Hintergrundinformationen in das Forum einzustellen :

"Das Thema Radverkehrsförderung hat im letzten Jahr durch das Aktionsbündnis FahrRad in Ulm (  Link ) einen gewaltigen Sprung gemacht, auch die Stelle eines Radverkehrsbeauftragten wurde eingerichtet. Leider können Veränderungen nicht von jetzt auf gleich umgesetzt werden.

Das Aktionsbündnis unternimmt aktuell vieles, um die Potenziale des Radverkehrs in Zukunft besser zu nutzen. Welcher Verkehrsträger zukünftig Vorrang bei einer Überlagerung von Vorbehaltsnetzen hat, muss im Einzelfall geprüft werden."

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 11.10.2012 13:58:36

Liebe Teilnehmenden,

die Stadt Ulm hat uns zum Thema Mobilitätserziehung folgende Informationen zukommen lassen:

Initiative des Aktionsbündnisses Tipps und Hinweise zur Fahrradnutzung, Link:  Link

Je eines dieser Faltblätter wurde an alle Schulen in Ulm versendet wurden, doch nur eine Schule hat bisher weitere Exemplare für Schüler bestellt.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

FloDiehl am 11.10.2012 12:50:18

@Erik: so gesehen sollten wir in Ulm PKWs komplett verbieten. :-)

Es gibt auch Schienenbusse die mit Strom fahren.

Man betrachtet immer den Wirkungsgrad der E-Motoren. Das ist schön und gut, nur der Strom muss auch in einer verarbeitbaren Form vorhanden sein. Die Infrastruktur die geschaffen werden muss um so ne StraBa fahren zu lassen ist sehr aufwändig (alle 100m Trafos, etc.). Und der Strom kommt ja auch nicht direkt aus der Sonne rausgehüpft.

Man müsste mal einen Fachmann fragen, wie die Energieeffizienz von Anfang (Rohöl aus der Erde holen; Strom generieren) bis Ende (E-Motor, Verbrennungsmotor) aussieht.

Woher kommt eigenltich der Strom für die Straba? Vom HKW in Ulm?

Moderation am 11.10.2012 9:36:39

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
ich möchte diese Diskussion um eine neue Donaubrücke aufgreifen, um zu fragen, inwiefern es weitere Anregungen dazu gibt, wie die Verbindungen zwischen Ulm und Neu-Ulm möglicherweise in Zukunft noch verbessert werden können?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 11.10.2012 8:57:33

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

wo sind Ihrer Meinung nach Geschwindigkeitsbegrenzungen hilfreich und sinnvoll, wo eher nicht?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Erik am 10.10.2012 22:35:10

So schlecht sind die West-Ost Achsen doch gar nicht:

1) Donauradweg von den Ehinger Anlagen bis zur Friedrichsau ;-)
2) Blautalradweg von Blaustein-Blaupark-Bleichstr.-Bf.Steg-Friedrich.Ebert.Str.-Neue.Str.-Glöcklerstr. (ab hier als Ortskundiger durch die Gassen bis zur Oststadt durchkämpfen) ;-)
3) Blautalcenter-Blaubeuerer.Straße-Blaubeurer.Tor-Ludwig-Erhardt.Brücke-Neutorstraße-
a) Olgastraße-Heimstraße-König.Wilhelm.Str.-Böfinger.Str
b) Zeitblomstraße-Karlsplatz-Zeitblomstr.-Alter.Friedhof-Friedensstr.-Stuttgarter.Str.

Verbess erungswürdig ist in erster Linie die Situation im Bereich des Hauptbahnhofs, südlich muss vom Steg an wieder eine klare Verbindung bis zum Tunnelweg an der Neuen Straße hin. Über den ZOB ist nicht gerade einfach, derzeit geht es dort auch nur die Treppe hinunter. Desweiteren fehlt eine komfortable Anbindung vom Bahnhofsplatz zum Radweg entlang der Olgastraße. Im Altstadtbereich kommt man mit dem Rad ja recht gut durch, bis auf die Fugäzo, wo radeln nicht gestattet ist.

Ein Makel ist vielleicht, dass die Neue Straße als Radverbindung mitnichten zu gebrauchen ist. Hier muss man sich eben auskennen und Ausweichrouten nutzen ...

Erik am 10.10.2012 21:55:00

Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen - selbst bis an den Stadtrand ist man dann zu Fuß oft schneller. :-(

Allerdings scheint der Bedarf gerade am Sonntag Abend in Ulm sehr gering zu sein, sind kaum Leute unterwegs.

Erik am 10.10.2012 21:36:53

Hielte auch ich langfristig für denkbar und sinnvoll:
- Filstalbahn: Jungingen, Ulm-Nord
- Donautal-(Blautal-)bahn: Lindenstraße
- Neu-Ulm-Augsburg: Offenhausen und/oder Pfuhl-Süd, Burlafingen, Unterfahlheim

Die Realisierung der Haltepunkte hängt natürlich untrennbar mit der Umsetzbarkeit der S-Bahn-Pläne zusammen. Als Gesamtpaket wäre dies aber ein Quantensprung für den regionalen ÖPNV.

Kapelli am 10.10.2012 21:32:03

Es gibt bereits heute zahlreiche Pendler aus Ludwigsfeld/Pfuhl zum Hbf Ulm. Die Zahl dürfte mit der Neubaustrecke noch steigen. Der derzeitige Verlauf der Buslinie über den ZUP ist zu langsam. Kann man nicht Morgens und Abends eine schnellere Linie auf direktem Weg über die alte B10 einrichten?

Erik am 10.10.2012 21:16:08

Zustimmung!

Ab dem Allewinder Weg bis kurz vor dem Römerplatz stadteinwärts existiert kein ausgewiesener Fahrradstreifen, man muss auf den rumpeligen Straßenrand ausweichen. Ab dem Abzweig zur Waldorfschule wird es dann auch recht eng, bevor man sich ganz unten zwischen der Geradeaus- und der Rechtsabbiegerspur einordnet. Zumindest im oberen Abschnitt könnte man auf einen verbreiterten Gehsteig eine Fahrradspur packen, unten reicht der Platz wohl selbst für eine Radwegmarkierung auf der Straße nicht aus. Auf der anderen Seite stadtauswärts ist die Situation ähnlich, man könnte höchstens den Grünstreifen ab der Warndtstraße einem Radweg opfern, aber ab dem Robert-Dick-Weg wird es wieder eng. Hier könnte eine Straßenmarkierung helfen, denn die Radwegführung ist unklar. Auf dem Gehweg befindet sich ja die Bushaltestelle.

Weiter oben und unten ist alles gut gemacht, aber dieses ca. 400 m lange Nadelöhr ist sehr störend.

FloDiehl am 10.10.2012 21:06:16

Übrigens: wir befinden uns auf sehr hohem Niveau. Ich durfte ein halbes Jahr das Nord-amerikanische Nahverkerhrssystem "geniessen" :-)

FloDiehl am 10.10.2012 21:05:07

@Klee: den SUVfahrenden Yuppie der fuer 120 Euro Super tankt sich aber beim Aldi aufregt wenn das Billo-huenchen 5 cent teurer wird, werden Sie nie in nen Bus kriegen, oder ne StraBa. Selbst wenns billiger wäre.
Der Punkt ist auch nicht die restlichen 95% der Verkehrsteilnehmer in Busse zu klemmen.
Das Verkehrsmanagement muss die Quadratur des Kreises insofern schaffen, als es fuer jeden Verkehrsteilnehmer optimale Bedingungen schafft, und nicht versuchen die Leute auf nur ein Verkehrsmittel zu verlagern.

In Kopenhagen fahren mehr Fahrraeder als Autos. Es gibt Lastenfahrraeder mit E-Motor, da gabs vor ein paar Tagen eine schoene Artikelserie auf zeit.de

Die Planung muss so laufen, das so etwas eben auch prinzipiell moeglich ist. Ob"s die Leute dann nutzen steht auf nem anderen Blatt.

FloDiehl am 10.10.2012 20:58:36

also ich kann das Vorgehen der TSU durchaus nachvollziehen, an anderen Unis wird das genauso gehandhabt. Dass das in den Semesterferien durchgezogen wurde, und viele Studenten nichts davon mitbekamen ist schade und man sollte sich bei der TSU diesbez. mal melden. Ich bin imMitarbeitermailverteiler, und bin mehr als ausreichend über die Umstellung informiert worden, viell. war das bei den Studis anders.
Was man bedenken muss: die Uni besteht nicht nur aus Studenten. Es gibt auch Mitarbeiter die irgendwo parken muessen. Zusaetzlich das Klinikum und die Patienten bzw. Gäste die irgendwo parken müssen.
Darf ich fragen wo sie parken? Meines Wissens nach gibt es an der Uni West auch Parkplätze. Also ein Mangel sollte nicht herrschen, und wie gesagt, dass man 5 Schritte zum Hoersaal laufen muss ist an anderen Unis auch normal, und dass Parken Geld kostet auch.
Ich sehe immer noch haeufig genug Autos an die Uni fahren in denen nur der/ FahrerIn sitzt. Fahrgemeinschaften wie Sie sie bereits machen waere doch das beste. So kann man sich die Kosten fuers parken auch teilen.

Die Leute verwenden Facebook und Twitter fuer jeden Scheiss, aber man koennte es auch verwenden um sich Carsharing-technisch abzusprechen...

Erik am 10.10.2012 20:50:27

Busse haben m.E. einen wesentlich niedrigeren Fahrkomfort (Rumpeln, Bremsen, Hüpfen) und werden daher von den Fahrgästen weniger gut angenommen. Sie sind laut, produzieren (direkt) Abgase und Abwärme (niedriger Nutzungsgrad von Verbrennungsmotoren) und nutzen die stark li mitierten fossilen Energieträger.

FloDiehl am 10.10.2012 20:48:40

@klee: naja, ich hab nur einmal studiert, und zwar inUlm. Aber ich moechte den Campuscharakter nicht missen. Wenn die Fakultaeten überall zerstreut sind, kann es schonmal stressig werden...
Die Erschliessung des Gebiets um den Eselsberg ist zu begruessen, so wird das Unigelände selbst entlastet, und, etwas das ich vorher nicht bedacht habe: kuerzere Wege bringen die leute evtl. dazu mehr nahverkehr zu nutzen, voraussgesetztes gibt anreize dafuer (stichwort kurzfahrticket) was den parkplatzmangel am O.E. auch entgegenwirken sollte, und vielleicht sogar diesen bebauungswahn dort oben stoppt. Die vielen Waldstuecke und Dolinen sollen so bleiben und nicht mit Parkplaetzen fuer die ganzen Fußkranken zugekleistert werden ;-)

walter am 10.10.2012 18:58:40

lieber Straßenbahn schon, weil ruhigere Fahrweise,

aber kaum schneller (vgl Linie1 und Linie4 vom Ehinger Tor über Willy-Brandt-Platz zum Egertweg),

und auch nicht öfter (siehe Fahrplan-Takt)

Bürger am 10.10.2012 18:30:46

@FloDiehl: Am Platz sollte es nicht scheitern. Selbst PKW-Parkplätze lassen sich mit hohem Aufwand unterirdisch anlegen. In Ulm hat man dafür sehr viel Geld übrig, z. B. Neue Mitte (580 Plätze für 22,3 Mio EUR) und 7 weitere Parkhäuser/Tiefgaragen.
Da Fahrräder viel weniger Platz beanspruchen kann man die auch viel preisgünstiger unterirdisch verstauen, siehe z.B. Münster (  Link ) : 3300 Plätze für 13 Mio DM. Die Auslastung in Münster ist gut.
Würde sowas auch in Ulm laufen?

@ Moderation: Wie hoch werden die PKW-Tiefgaragen in Ulm subventioniert?

Bürger am 10.10.2012 18:11:05

Es geht auch Fußgänger/Radfahrerfreundlich:
1.
Ampel an der Kreuzung Friedrichsaustr/Kammerkrummenstr. in NU. Die ist für Fußgänger immer grün. Nur bei Bedarf (Induktionsschleife in großem Abstand) bekommen KfZ Grün. Wenn sie sich ans Tempoli mit halten sogar ohne Anzuhalten.
2.
Fußgängerampel zwischen Maritim und Arbeitsamt. Druckknopfampel die nur wenige Sekunden nach der Anforderung auf Fußgängergrün schaltet.

Bitte mehr von diesen Ampelschaltungen!

Stratege am 10.10.2012 18:04:43

...Busse haben leider nicht das "Privileg" wie es die Straßenbahnen haben. Straßenbahnen haben ihre eigene Strecke ohne Hindernis. Genau dasselbe müsste für Busse hergestellt werden.

Klee am 10.10.2012 11:34:00

Darf ich denn fragen, von welchem Bahnhof aus es nach Ulm geht?

Teil der S-Bahn-Planungen ist ja, soweit ich weiß, von einigen wichtigen S-Bahn-Halten aus den Busverkehr in den ländlichen Raum auszubauen. In Weißenhorn etwa wird ein neuer Busbahnhof direkt entlang des Bahngleises gebaut, von dort aus werden verschiedene Buslinien in die Umgebung ausstrahlen und entsprechend wieder zurückzukommen, den Abfahrtszeiten der S-Bahn entsprechend.

Wäre das für Leute aus deinem und den benachbarten Dörfern ein Angebot, das akzeptabel genug wäre, um auf den ÖPNV umzusteigen? Theoretisch klingt das ja alles schön, aber wenn ich für meine Mutter und meine Tanten Reisen plane, schlagen die schon bei einem Umsteigehalt die Hände über dem Kopf zusammen und fahren dann doch lieber Auto...

KuRe am 10.10.2012 11:10:40

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
Ich wohne in einem eher ländlichen Bereich (knapp 25km von Ulm entfernt.) Der erste Bus, der unseren Ort verlässt, ist ein Schulbuss, der die Grundschüler in das nahegelegene Schulzentrum fährt (Abfahrt 7:20). Von diesem Schulzentrum aus fährt ein anderer Bus zum Bahnhof. Von dort aus mit dem Zug zum Ulmer-HBF und erst dann mit den Stadtbussen an den Eselsberg.
Die Umsteigezeiten sind nicht sonderlich lange, aber letztlich bin ich mit dieser Methode erst um kurz vor 10Uhr an der Universität (meißtens leider viel zu spät).
Ich fahre manchmal trotzdem mit dem Bus, wenn es zeitlich passt. Aber auch nur das ist möglich, wenn ich abends eine gesicherte Mitfahrgelegenheit nach Hause finde. Denn einer der Busse, auf den ich angewiesen bin, ist nur dann unterwegs, wenn die Schüler der Grundschule Sportunterricht haben (?!), was ich aber auf dem Fahrplan nicht einsehen kann. Ein ziemliches Risiko, was im schlimmsten Falle eine Wartezeit bis zum nächsten Bus von knapp 1,5h aus macht. Sehr unschön. Eine reine öpnv-Lösung ist für mich also leider nicht kalkulierbar.
Letztlich habe ich mich damit abgefunden, mit dem PKW untwerwegs zu sein. In der Regel kann ich auch eine Fahrgemeinschaft mit zwei weiteren Personen bilden.
Finanziell lohnt es sich leider auch nicht, nur einen Teil mit dem PKW zurück zu legen, denn ein 7-Waben-Ding-Ticket kostet leider trotzdem mehr, als auch die restliche,verbleibende Strecke mit dem PKW zurück zu legen (auch mit TSU-Gebühr).
Leider kann ich Ihnen keine Lösung anbieten, die gleich einer größeren Gruppe von Nutzen sein wird, denn das Reiseaufkommen aus unserem und den anliegenden Dörfern ist leider sehr gering bis gar nicht vorhanden. Deshalb wird es sich für kein Bus/Bahnunternehmen lohnen, diese Strecke weiter auszubauen. Das verstehe ich auch. Aber so, wie ich den Flyer verstanden habe, liegt die Konzentration bei diesem Planungsunternehmen in Ulm und naher Umgebung, also Bereiche, die meines Erachtens sowieso schon gut angebunden sind. Einziger Anreiz den ich geben könnte, wäre, auch einen Teil der Planung in den Ausbau der Verkehrsabindungen in den ländlichen Regionen zu stecken.
Viele Grüße
MA

Harriet am 10.10.2012 10:27:56

Ich habe von den Details leider keinen Schimmer. Mir scheint aber dass die Busse öfter zu spät kommen als die Straßenbahnen. Weil die im Stau stehen oder so. Auf die Straßenbahnen kann man sich ganz gut verlassen.

Moderation am 10.10.2012 9:59:43

Hallo KuRe,

danke für Ihren Beitrag. Können Sie genauer beschreiben, wen Sie mit "Leute, die öffentliche Verkehrsmittel nicht nutzen können" meinen? Warum sind diese Leute nicht in Der Lage, ÖPNV zu nutzen? Sollte der VEP diesen Personen den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtern? Und wenn ja, wie?

Viele Grüße,

John Heaven
Moderation

Klee am 10.10.2012 9:36:58

Da scheint die Seite der Linie 2 wohl gerade offline zu sein, einfach mal später probieren.

Passt zwar nicht ganz zum Thema, aber der Eselsberg und die weitere Umgebung in Uninähe wird mittelfristig schon noch stark wachsen. 2015 soll die Hindenburgkaserne geräumt werden, ein riesiges Gelände (  Link ), das dann - auch mit Studentenwohnheimen - relativ dicht bebaut werden soll. Eine Straßenbahnhaltestelle von der Uni Süd entfernt. Auf der anderen Seite des Berges wird bis dahin ein neues, noch größeres aber lockerer bebautes Wohngebiet in Lehr entstanden sein, das Wengenholz (  Link ), in dem weitere ~500 Personen leben werden. Über die Brücke nur knapp zehn Minuten Fußweg von der Uni entfernt, dürfte auch mit dem ÖPNV angebunden werden. Im Westen setzt Blaustein Pfaffenhau auf Pfaffenhau, langfrist - auch wenn"s derzeit nicht geplant ist - dürfte auch der weiße Eselsberg mal bis an die Hochschule und die Uni West ranreichen.

Die Uni wird ihren Campuscharakter oben auf dem Berg aber bewahren, und bewahren müssen - wenn man überall Wohnungen hinpflanzt, kann die Uni selber nicht mehr expandieren. Ich finde, dass das auch Sinn macht - mir sind innenstädtische Campi auch lieber, aber wir haben nun mal, was wir haben. Und mit der Straßenbahn dürften so einige Probleme auch behoben oder zumindest gelindert werden.

Maike am 10.10.2012 8:15:04

In Stuttgart gibt es auch Call a Bike, warum eigentlich nicht auch bei uns?

Maike am 10.10.2012 8:10:47

Das Radhaus ist schon gut, aber ich hoffe sehr, dass am neuen Citybahnhof solche Fahrradgaragen entstehen. Da stehen die Fahrräder auch länger und sind stärker gefährdet.

FloDiehl am 10.10.2012 7:57:16

Bei der Diskussion zw. Uni und Stadt war ich nicht dabei. Ich spreche nur aus eigener Erfahrung aus anderen Staedten, wo das mit der Stromversorgung ein Problem war...
Mag sein, dass ich da zu spaet dran bin. Von der Ganzen Beschlussphase hab ich nix mitbekommen...

Ach ja, der Link sendet nen Typo3 Error ;-)

Mein Punkt war der, dass ein Ausbau des Eselsberges was Infrastruktur angeht, vielleicht sinnvoller gewesen waere. So karrt man die Kinder zur Uni, und nach der Uni wieder nach Hause, anstatt etwas mehr Leben auf den o. Eselsberg zubringen, und ihn vielleicht, ich weiss is Träumerei, zu einem eigenen Stadtteil zu machen.

FloDiehl am 10.10.2012 7:51:50

Naja, also abgesehen von den initialen Anschaffungskosten, kostet das betreiben dieser Garagen quasi nix, denn das läuft ja alles vollautomatisch. Die Dinger muessen eigentlich nur geleert werden, und ab und an mal ausgefegt werden.
Ich glaube aber doch nicht, dass die Fahrradmuellhalde vorm Bahnhof verschwinden, und vollends durch Garagen ersetzt wird, dafuer fehlt wohl der Platz, selbst wenn der finanzielle Wille da wäre.

Klee am 09.10.2012 23:50:52

Ich schätze und hoffe, dass das beim neuen Citybahnhof vernünftig realisiert werden kann. Die Chance ist ja gegeben, und mit einer kreativen und innovativen Lösung (vllt. eine Art von bemannter Tiefgarage mit angeschlossenem Servicebetrieb? Morgens abgeben, abends abholen, und bei Bedarf sind dann auch die Reifen wieder aufgepumpt...) könnte man auch überregional vielleicht Vorbildcharakter haben.

Ansonsten muss man halt schauen, wo denn so alles Bedarf für Fahrradgaragen wäre. Das RadHaus war eine nette Idee, aber ob die so gut aufging...

Klee am 09.10.2012 23:47:39

Mir ist das mit den "kommunalen Straßen" viel zu undifferenziert. Generell denke ich auch, dass Tempo 30 in vielen Nebenstraßen und vor allem in Wohnstraßen absolut ausreichend ist und durchaus nachts auch auf vielen Durchgangsstraßen seine Berechtigung haben kann. Mit pauschal Tempo 30 auch bei Tag, also bei größtem Durchgangsverkehr, auf Verkehrsachsen wie der Olgastraße etwa tut man sich überhaupt keinen Gefallen. Nicht vergessen: diese Straßen sind nicht etwa nur belastend, sondern auch entlastend für den MIV.

Klee am 09.10.2012 23:41:25

FloDiehl: Was meinst du mit dem Gleichstrom und dem Bogen und dem sich nicht lohnen der Strab 2? Mir ist das nicht klar. Die Linienführung steht schon längst fest (  Link ), groß Bögen werden da nicht gefahren, Institute und Einrichtungen haben ihre Bedenken wegen Magnetfeldern und Vibrationen vorgetragen und entsprechend wurde gehandelt. Oder worum geht"s?

So nebenbei: in Neu-Ulm werden nur Überland- und Reisebusse montiert, nicht die Citybusse, mit denen man eventuell ein reformiertes Busnetz aufbauen könnte. Die 63 Busse, die die SWU im Einsatz hat, sind im Übrigen allesamt Benz-Modelle (siehe  Link ) - ist ja nun wirklich nicht so, als ob die Städte nichts für den ansässigen Hersteller tun.

Bei den inhaltlichen Argumenten bin ich also ganz beim Tram-Kenner und würde gerne noch hinzufügen, dass sich Straßenbahn und Bus natürlich nicht ausschließen, im Gegenteil. Innerstädtisch würde die Straßenbahn einige Linien übernehmen, außerstädtisch wiederum würden Linien aufgewertet werden (Achtung, Setra!). Dies gilt umso mehr, wenn man eine Art von Donau-Iller-S-Bahn umsetzen würde.

Klee am 09.10.2012 23:26:29

Ich glaube nicht, dass für die Pfuhler eine Straßenbahnführung über eine Donaubrücke und dann die Donauhalle und weiter nach Ulm sonderlich interessant wäre. Die Pfuhler als Neu-Ulmer brauchen in erster Linie eine gute Anbindung an die Neu-Ulmer Innenstadt, und mit der der Augsburger Straße und der Leipheimer Straße oder Hauptstraße hat man bereits eine perfekte Linienführung für diesen Zweck vor der Haustür.

Unbedingt unterschreiben würde ich aber, dass eine weitere Donaubrücke irgendwo entlang der Talfinger Uferstraße realisiert werden sollte, wenn man einen Beitrag dazu leisten will, die Innenstädte vom Automobilverkehr zu entlasten. Optimal wäre es, wenn man den Gedanken der Stadtumfahrung, wie sie die West- und Nordtangente bis Böfingen verwirklichen, damit verknüpfen könnte - also noch einen Baustein mit einer Osttangente hätte, die wohl über die Böfinger Steige laufen müsste, im weiteren Verlauf dann aber die B10 und letztlich die A7 erreichen würde. Ich denke, dass damit viel Durchgangsverkehr aus den Innenstädten abgeleitet werden könnte.

Klee am 09.10.2012 23:15:35

Ich würde das unbedingt unterstreichen wollen, vor allem, da wir mittelfristig mit dem nördlichen Dichterviertel und dem Citybahnhof ein einmaliges window of opportunity erhalten. Eine breite unterirdische Passage von der Innenstadt zum Dichterviertel, das geplante Parkhaus auf den entfallenden Rangiergleisen und der Umbau der Schillerstraße bieten in dieser Konstellation eine ausgezeichnete Lösung an:

Über die umgebaute Abfahrt zur breiteren Schillerstraße kann ausgezeichnet ein Parkhaus (besser noch: ein Parkhaus mit Tiefgeschossen oder gar gleich eine Parkgarage) angefahren werden, das sich auf dem Gelände der jetzigen Rangiergleise befinden und das baulich an die Unterführung andocken könnte. Zwischen dem Westportal der Unterführung und dem neuen Steg wiederum könnten Kurzzeitparkplätze ideal geeignet sein (wenn man sie mit dem neuen Verlauf der Kleinen Blau arrangiert kriegt), um Personen vom Bahnhof abzuholen oder zum Bahnhof zu bringen. Die Verkehrsströme könnten dann über die Schillerstraße zum Ehinger Tor oder die Bleichstraße oder Schillerstraße zur B10 wieder abfließen.

Das wäre natürlich nur eine Teillösung, den Autoverkehr kann und soll man nicht völlig von der Olgastraße und der Friedrich-Ebert-Straße holen. Aber zum Beispiel für Berufspendler, die mit dem Wagen nach Ulm gelanden und von dort aus mit der Bahn weiterfahren, wäre eine solche Lösung optimal.

Klee am 09.10.2012 22:55:59

Die Premiumlösung für das Verbindungsproblem wäre natürlich die Straßenbahn vom Ehinger Tor nach Neu-Ulm, aber dazu müsste die Kleinstadt auf der anderen Seite der Donau mal aus den Puschen kommen.

Wiley und Ludwigsfeld sind jetzt einwohnerstarke Wohngebiete, die in absehbarer Zukunft noch weiter wachsen werden, und auch die stark expandierende Hochschule und die ratiopharm-Arena benötigen einen noch besseren Anschluss an die Innenstädte. Dauerhaft sollte sich Neu-Ulm nahverkehrstechnisch nicht von Ulm abhängen lassen...

Klee am 09.10.2012 22:50:36

Vielleicht sollte ich aber hinterherschieben, dass dieser Beitrag nicht gegen einen anderen Beitrag hier gerichtet war - das waren nur allgemein gehaltene Gedanken.

Klee am 09.10.2012 22:48:08

Vorab: Ich bin ein großer Fan eines klug geplanten ÖPNVs, der so attraktiv ist, dass die Leute von sich aus lieber mit Straßenbahnen oder Bussen oder Fahrrädern fahren als mit dem Auto. Wieso bei zwei Straßenbahnenlinien stehen bleiben? Wir brauchen drei, vier, fünf, nach Blaustein, Wiblingen, Burlafingen, Jungingen,... wieso bei der S-Bahn so defensiv? Holen wir uns die Pendler doch in Scharen mit modernen S-Bahnen in die Stadt!

Nur: das Ideal einer autofreien Stadt ist keines. Ich kann theoretisch nachvollziehen, dass einige allergisch reagieren auf die Begrifflichkeit; faktisch müssen wir aber pragmatisch sein und den MIV nicht über Gebühr benachteiligen. In einer freien Gesellschaft müssen wir auch denjenigen eine faire Chance geben, die mit ihrem übermotorisierten, geleasten Benz auf Geschäftskosten jeden Tag nach Ulm reinfahren und wieder rausfahren wollen.

So sehr ich ÖPNV mag, so wenig halte ich von ÖPNV aus Zwang - aus gesellschaftlichen, aber auch aus Akzeptanzgründen. Auch der MIV muss selbstverständlich fair mitbedacht werden, wenn wir den städtischen und regionalen Verkehr in seiner Gesamtheit betrachten wollen. Wir sollten uns darauf konzentrieren, umweltfreundliche und attraktive Alternativen zu schaffen, die von sich aus Überzeugen und nicht etwa nur, weil wir alle anderen Fortbewegungsmodi behindern. Ein gutes Angebot ist das beste Argument, das zugleich auch den Stadtfrieden nicht nur sichert, sondern ausbaut.

FloDiehl am 09.10.2012 22:21:48

@Birgit Hohberg:
ich plapper einfach mal dazwischen...
Ich vermisse die ökologische Schiene und das Holistische, was denke ich auch parreseux meint.

Ökologisches: ich finde nirgends einen Punkt der die Autofahrer selbst anspricht. Verkehrserziehung, ruecksichtsvolles und sparsames Fahren gehoeren IMHO auch in die Diskussion. Man kann nicht nur über die Infrastruktur reden, und das Wichtigste aussen vor lassen, naemlich die, die sie spaeter benutzen werden.

Um hier wiedermal Car2Go zu zitieren: die haben seit einiger Zeit so einen Öko-Zaehler eingebaut, was dazu fuehrt dass ich wirklich wesentlich defensiver fahre, als zuvor. Man weiss zwar nicht was die Punkte einem bringen, aber man will trotzdem moeglichst viele haben...das Gehirn tickt halt so.
Gaebe es Moeglichkeiten im PPV sowas zu realisieren? Anreize zum sparsamen Fahren zu schaffen?

Was ist mit Leihfahrraedern wie es sie in Berlin undMuenchen gibt?

etc. pp. so viele Ideen :-)
und entschuldigung fuer die Umlaute, ich tippe auf einer Amitastatur...

FloDiehl am 09.10.2012 22:12:07

Ich sag" nur Car2Go. Ist für mich genial, man spart auf den Kilometer gerechnet vielleicht nicht viel, mittlerweile kostete 29ct, aber man hat keinen Stress wegen Versicherung, Parkplatz oder Autowaschen...für mich ist das Zukunft.

Was hier angeprangert wird, kann erst gelöst werden, wenn die Leute aufhören zu glauben sie bräuchten ein eigenes Kfz. So wie sich früher jeder ein Haus bauen musste, weil es das Konzept der Miete nicht gab.
Aber so lange unsere Regierung die alten Strukturen subventioniert (Abwrackprämie) setzen sich neue Gedanken nicht durch. Neu wäre, wenn sich BMW und VW &co nicht als Hersteller sondern als Mobilitätsdienstleister verstehen würden. Car2Go ist ein erster Schritt nur es braucht mehr davon. Erst dann wird sich Infrastruktur ändern koennen.

Deshalb: ich kann Ihre Kritik nachvollziehen und teile sie, aber das Pferd ist von hinten aufgezäumt. Es muss sich zuerst an anderer Stelle etwas ändern.

FloDiehl am 09.10.2012 22:04:03

OK, darüber weiss ich definitiv zu wenig...alles böhmische Dörfer. Aber ich bin ja schonmal froh dass dass überhaupt geht.

stk am 09.10.2012 18:47:29

@FloDiehl, oh wait, von „leicht“ war bei GTFS-Realtime nicht die Rede ;) Ich bin auch gespannt, ob sich die Loesungen der Belgier(?) auf VDV-452 adaptieren lassen.

stk am 09.10.2012 18:02:51

Die Parkraumbewirtschaftung im Umfeld der Uni durch die TSU ist ein gutes Stichwort: Sprechen sich Stadt und Land/Uni eigentlich im Rahmen dieser Planung ab?

stk am 09.10.2012 18:00:25

Im Bus sollte man durchaus nachvollziehen koennen, an welcher Haltestelle der Fahrschein geloest wurde es existiert ja immerhin der IBIS-Bus (…im SWU-Bus ^^), ueber den zum Beispiel auch die Fahrgastinformation mit der folgenden Haltestelle befuettert wird.

Wie viel Geld ein Verkehrsverbund hier den Geraeteherstellern fuer ein (vermutlich) Softwareu pdate in den Rachen werfen muss, ist mir nicht bekannt.

Maike am 09.10.2012 16:00:15

Aus Amsterdam kenn ich die Variante, dass an den Stadtgrenzen Parkhäuser angelegt werden und die Fahrer mit dem ÖPNV in die Innenstadt weiterreisen können.

Moderation am 09.10.2012 15:47:55

Hallo Maike, liebe Teilnehmende,
der Hinweis auf Familien mit kleinen Kindern im Straßenverker ist wichtig. Was sollte in diesem Kontext zukünftig beachtet werden?

So wurde beispielsweise an anderer Stelle auch eine Mobilitätserziehung in KiTas und Schulen vorgeschlagen (  Link ).

Welche weiteren Ideen gibt es dazu?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 09.10.2012 15:43:32

Hallo Radi,
wie könnte eine Verbesserung an dieser Stelle konkret aussehen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Maike am 09.10.2012 13:52:59

Das mit der Mobilitätserziehung in KiTas und Schulen finde ich auch sehr wichtig. Das kann gar nicht früh genug anfangen.

Maike am 09.10.2012 13:48:17

Das mit der Ampelschaltung betrifft nicht nur alte und behinderte Menschen, sondern auch Familien mit kleinen Kindern. Da wird einem manchmal Angst und Bange, wenn man mit denen noch auf der Fahrbahn ist und die Ampel schaltet um.

Moderation am 09.10.2012 10:51:36

Hallo Werner Korn,
der Hinweis auf "weiche Maßnahmen" klingt sehr interessant. Können Sie diese Ideen noch ein bisschen weiter ausführen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Werner Korn am 09.10.2012 10:42:47

Die Belastungsprobe für die Fragestellung gibt"s dann, wenn die Vorbehaltsnetze für den MIV, den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehr sich kreuzen. Welchem Verkehrsträger wird dann der Vorrang gegeben? Welcher Verkehrsträger muss zurückstecken?
Hier sollten deutliche Prioritäten zu Gunsten des Radverkehrs gesetzt werden.

Werner Korn am 09.10.2012 10:40:04

Die Kritik teile ich. Schon der Titel "Verkehrsentwicklungsplan" greift m.E. zu kurz und lebt in der Tradition, Verkehrsentwicklungspläne als Wunschlisten für Infrastrukturausbaumaßnahmen zu gestalten.
In der aktuellen VEP-Fortschreibung fehlen belastbare Ziele z.B. zur Verkehrsvermeidung oder zur spürbaren Veränderung des Modal Split zugunsten des Umweltverbundes (z.B. 20 % Radverkehr), an denen sich die entsprechenden Entwicklungsszenarien orientieren könnten.
Desweiteren fehlen weiche Maßnahmen (eine moderne Mobilitätserziehung in KiTas und Schulen, Werbekampagnen ...), die den VEP zu einem umfassenden Mobilitätsplan machen könnten.

Werner Korn am 09.10.2012 10:33:24

Die Idee finde ich gut, wichtig und richtig. Auf kommunalen Straßen sollte die Einrichtung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit kein großes Problem mehr sein. Außerdem kostet eine solche Maßnahme im Gegensatz zu Infrastrukturausbauten praktisch nichts und ist mehr oder weniger von heute auf morgen umsetzbar.
Mehr Infos gibt"s bei der Tempo 30-Kampagne des VCD: tempo30.vd.org

Werner Korn am 09.10.2012 10:28:10

Viel schlimmer und gefährlicher finde ich, dass an großen Kreuzungen mit Verkehrsinseln (z.B. am Theater oder am Willy-Brandt-Platz) Fußgänger und Radfahrer bis zu dreimal auf eine grüne Ampel warten müssen, weil keine durchgängigen Phasen zur Überquerung der kompletten Kreuzung geboten werden.
Wenn dann bei roter Ampel noch die Straßenbahn einfährt, die man als Fußgänger eigentlich erreichen will, dann fällt es sehr schwer, nicht bei rot über die Straße zu gehen.
Forderung an den VEP: Fußgänger- und radlerfreundlichere Ampelschaltungen!

FloDiehl am 09.10.2012 10:08:46

Es gibt schon das Radhaus beim Rathaus ;-)

FloDiehl am 09.10.2012 10:06:49

Kurzsreckengebühr ist notwendig! Für die Leute die nicht 30-60 Minuten im Bus unterwegs sind, sondern nur 10-20 Minuten sind die 2 Euro pro Fahrt, also mind. 4Euro pro Arbeitstag echt happig.

Natürlich ist es für die SWU einfacher Fahrscheine ohne Haltestellencode auszustellen...aber da sollte für die Automaten doch möglich sein. Jeder Automat hat wohl eine ID-Nummer...
Problematischer wird"s wohl im Bus. K.a. wie man da nachvollziehen will, an welcher Haltestelle man beim freundlichen Busfahrer sein Ticket gekauft oder mit der Ding-Card gestempelt hat...

TanteJu am 09.10.2012 0:10:14

Ein Kurzstreckentarif ist schon lange überfällig (z.B. 1 Euro für bis zu 6 Haltestellen).
Dadurch würden sicher noch mehr "bisher-nicht-ÖPNV-Nutzer" auf Bus und Tram umsteigen.

FloDiehl am 08.10.2012 22:39:30

Ich glaube das Hauptproblem bei "mehr Busse" ist schlicht die bescheidene Infrastruktur bedingt durch den Durchgangsbahnhof. Die Linie 2 die ja die Buslinien 3,5,6 entlasten soll, soll auch gleichzeitig das Nadelöhr an der Neutorstr. & Kienlesbergerstr. etwas auflösen. Da sind die Kapazitäten wohl mit der Fahrplanumstellung im Dez. erreicht. Mehr Busse passen da wohl nicht drüber.

Alles sehr schwierig, aber ich bin mir sicher, dass die StraBa da auch nichts dran ändern wird. Ich kenn mich da nicht so aus, aber ich glaube dass die in Ulm mit Gleichstrom fahren. Aus anderen Universitätsstädten weiss ich, dass die einen Bogen um bestimmte Gebäude machen müssen wegen des E-Magnetfeldes. wenn das bei der geplanten StraBa 2 auf den Eselsberg auch so ist, wird das Projekt nicht finanzierbar. Die Mehrkosten wuerden den Aufwand nicht lohnen, abgesehen davon, dass man ja erst durch"s Wohngebiet durchbauen muss.

Wurde denn mit der Uni geklaert wann das Wohnheim am Eselsberg fertig wird?
Vielleicht waere es langfristig sinnvoller die Stadt zu erweitern und auch den Eselsberg weiter zu erschliessen. Bisher ist das Gelaende um die Uni herum tot, es gibt keine Supermärkte, Restaurants o.ä., da ist es völlig klar dass nach der Vorlesung die Studis wieder alle in die Stadt strömen. Energiesparender wäre es da doch, wenn das Studentenwerk von seinem Versorgungsmonopol zurücktritt, und dafuer Gelände erschlossen wird, anstatt jeden Tag tausende Menschen zwischen Stadt und Uni hin und her zu karren.

FloDiehl am 08.10.2012 22:12:25

@stk: wow, das wusste ich nicht, dass die Realtime Daten auch so leicht überführt werden könnten. Nach meinem letzten Mailgespräch mit der Gruppe der Hochschule habe ich das so verstanden, dass das wohl noch etwas dauert bis das implementiert ist.

Da freut man sich doch gleich noch viel mehr auf das neue Smartphone ;-)

vielen Dank auch fuer die Links...

Angelika am 08.10.2012 21:13:36

stk am 08.10.2012 19:24:40

@Birgit Hohberg, ich bekomme ueber den Feed nur gekuerzte Beitraege, und offenbar auch nicht die neuesten Antworten zuerst, Das ist schade.

Byzantiner am 08.10.2012 18:03:47

Die Langzeitparker aus dem Straßenraum weg zu bekommen, erscheint mir als das wichtigste Ziel, um die Verkehrsprobleme in Zukunft in den Griff zu bekommen. Wegen der parkenden Autos können oft wichtige Maßnahmen (Radwege, sichere Gehwege (ohne Radler), Busspuren, Abbiegespuren usw. nicht gebaut werden.

Dass die Stadt Neu-Ulm die Anwohnerparkplätze zum Spottpreis von 25,-€ verscherbelt ist allerdings ein Skandal; da kostet eine Tankfüllung ja schon mehr. In der Stadtverwaltung versteht offensichtlich niemand etwas von Marktwirtschaft. Wenn man vergleicht, was ein Stellplatz auf einem Privatgrundstück (Carport) Jahresmiete kostet, so beträgt der vernünftige Preis für einen Anwohnerparkausweis mindestens 250,-€.

walter am 08.10.2012 17:17:24

die Prozentanteile der einzelnen Verkehrsarten im Modal Split 2008 ist mir viel zu allgemein und nichtssagend. Es fehlen Zahlen zu den Fahrstrecken insgesamt und die Verkehrsbelastung auf den einzelnen Strecken, etwa bezogen auf die Vorbehaltsnetze.
Und wieviel "Umweltverbund " gibt es dabei?

Werner Korn am 08.10.2012 16:19:04

Bürgermeister Wetzig propagiert das Ziel nach wie vor. Es ist ja auch die Zielmarke auf die sich das Bündnis "FahrRad in Ulm" geeinigt hat.
Leider entwickelt der VEP kein Szenario mitdem die Zielmarke 20 % Radverkehr erreicht werden kann.
Das kann aber wahrscheinlich nicht allein durch eine Förderung des Radverkehrs, sondern nur mit einer gleichzeitigen Einschränkung des MIV erreicht werden.

Stratege am 08.10.2012 16:11:27

an "stk": Natürlich sollte es hier um die Themen Verkehrsentwicklungsplan gehen und nicht um das Thema Arbeit. Da gebe ich Dir völlig recht!
Bezüglich "Arbeit" war ein Zusatzhinweis, dass Ulm / Neu-Ulm das vorhandene Know-how der ansässigen Firmen nutzen sollte. Was gibt es besseres, als einen Spezialisten / Fachmänner Vorort zu haben und nutzen zu können? Man sollte einfach die Produkte aus der eigenen Region schätzen und nutzen (egal in welchem Bereich). Die Region lebt von den Arbeitgeber /Arbeitnehmer. Mehr Arbeitgeber/Arbeitnehmer bedeutet auch mehr Auslastung vom ÖNPV sofern die Verbindung hierfür akzeptabel ist...

Moderation am 08.10.2012 15:52:12

Hallo stk,

ja, genau so sollte es sein. Oben kann der Dienst ausgewählt werden, mit dem der Feed abonniert wird. Und dann werden die neuesten Beiträge und News angezeigt.
Wir lassen das aber nochmal überprüfen.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

stk am 08.10.2012 15:44:46

Kurze Frage noch, oben ist eine Funktion „RSS/Feeds“ zu sehen, der Feed scheint aber leer. Lassen sich denn die neuen Beitraege im Forum per RSS abonnieren?

Moderation am 08.10.2012 15:36:46

Hallo Tram-Kenner,
wir haben den doppelten Beitrag ausgeblendet.

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Tram-Kenner am 08.10.2012 15:32:29

Sorry, da ist mir mein Text wohl einmal zu viel "reingrutscht ...

Tram-Kenner am 08.10.2012 15:29:23

Zu den Einwendungen sei gesagt, dass de Nutzung vorhandener Infrastruktur eben niocht so einfach möglich ist - "einfache" Straßen tragen die Belastungen durch die schweren Omnibusse nicht lange mit, müssen in wesentlich kürzeren Abständen saniert werden, weil sich der Asphalt aufwölbt (die Unfallgefahr für Motorrad- oder Fahrradfahrer hierdurch ist ebenfalls nicht zu verachten). Werden die Starßen der erhöhten Belastung angepasst, potenzieren sich Aufwand hierdurch verursachte Kosten.

Darüber hinaus sind Verbrennungsmotoren NIE umweltfreundlich genug - auch Euro VI-Motoren erzeugen Abgase - gegenüber dem aus regenerierbarer Wasserkraft erzeugten elektrischen Strom.

Ein Omnibus ist nach 4 bis maximale 6 Jahren im Liniendienst verschlissen, danach höchstens noch im Bedarfsverkehr einsetzbar oder gleich zu ersetzen, wo hingegen Schienenfahrzeuge ein weitaus höhere Lebensdauer erreichen. Gleiches glit für die Infrastruktur, die - einmal erstellt - grundsätzlich mit erheblich geringeren Mittel instand zu halten sind als vom Bus deformierte Straßen. Umweltfreundlichkeit ist auch schon allein durch kapazitative Betrachtungen gegeben, vergleicht man die Zahl notwendiger Busfahrten mit der für die selbe Transportaufgabe benötigten Schienenfahrzeuge, dem geringeren notwendigen Energiebedarf für Anfahrbeschleunigung und die Möglichkeit der Stromrückspeisung bei Bremsvorgängen. Also ist das Alles in Allem ebenso keine Augenwischerei und auch keine Schönrechnerei, sondern längst - auch wissenschaftlich - erwiesene Tatsache ...

stk am 08.10.2012 15:22:15

…und noch als Ergaenzung: Diese Bestrebungen koennen natuerlich immer noch „besser“ werden; die Demonstration politischen Willens, hier mit der Innovationsregion Ulm Spitzenreiter in der Bundesrepublik sein zu wollen, fuer den Prozess sicher hilfreich ;)

stk am 08.10.2012 15:19:15

@Birgit Hohberg,

eine automatisierte Veroeffentlichung und Auswertung der Auslastungszahlen waere sicherlich ein interessantes Projekt, anhand dessen womoeglich auch die Fahrgastauslastung gleichmaessiger auf verschiedene Fahrten verteilt werden koennte.

Wir bekamen die Daten damals ueber den Leiter Betriebssteuerung bei der SWU, Herrn Bernd Strohm. E-Mailschema ist vorname.nachname@swu.de

stk am 08.10.2012 15:15:56

Warum ist „Arbeit“ hier ein Argument? Ist Kernkraft gut, wenn ein Kernkraftwerk zufaellig oertlicher Arbeitgeber ist?

Stratege am 08.10.2012 15:02:54

Ich möchte meinen Schreibfehler korrigieren. Natürlich sind es keine Euro IV sondern Euro VI Motoren, welche aktuell im Angebot sind.

Stratege am 08.10.2012 14:50:21

Ich Zitiere von Tram-Kenner "Das ist relativ zu beantworten - weil die Straßenbahn das nachhaltigere, umweltfreundlichere und leistungsfähigere Verkehrsmittel ist."
Diese Aussage würde ich so nicht stehen lassen... Es beginnt doch schon bei dem größeren Aufwand bei der Erstellung der Infrastruktur.
Die Bahn benötigt hier deutlich mehr "Energie" als der Bus. Der Bus kann bereits vorhandene Infrastrukturen nutzen bzw. mit weniger Aufwand eine Infrastruktur aufgebaut werden.
Des weiteren werden nach neuestem Stand der Technik Euro IV Motoren verwendet, welche bereits sehr Umweltfreudlich sind. Die Bahn benötigt Strom, dieser muss auch produziert werden. Es stellt sich schon die Frage ob die Straßenbahn wirklich umweltfreundlicher ist oder ob dies nur eine "Schönrechnerei/Augenwischerei" ist...

Eva-Maria Glathe-Braun am 08.10.2012 14:42:57

Den Vorschlag ein Kurzstreckenticket in Ulm einzuführen finde ich ganz wichtig, dieser Tarif ist in Ulm längst überfällig. Aus Gesprächen mit vielen Nutzern des ÖPNV weiß ich, dass es dringend an der Zeit ist, dafür die Weichen zu stellen.

Tram-Kenner am 08.10.2012 14:39:37

Das ist relativ zu beantworten - weil die Straßenbahn das nachhaltigere, umweltfreundlichere und leistungsfähigere Verkehrsmittel ist.
Die Abstimmung damals war von verschiedenden Seiten her mit unlauteren Mitteln manipuliert worden und ist in der heutigen Zeit darüber hinaus überholt, weder rechtlich bindend noch den heutigen Verhältnissen entsprechend zeitgemäß - tempus fugit et tempora mutantur, wie der Lateiner sagt.

Eva-Maria Glathe-Braun am 08.10.2012 14:25:30

Ein Beispiel, wo es nicht gut läuft, habe ich bereits genannt, ein anderes ist der Wiiy-Brandt-Platz oder auch die Blaubeurer Straße Höhe Kaufland-Ikea. Hilfreich wäre es, wenn Einsicht in die Taktzeiten der Ampelschaltungen genommen werden könnte, um das Thema mit Vertretern auch der Behindertenverbände und anderer Bürger zu diskutieren, die Erfahrungen zu bündeln und Schlüsse daraus zu ziehen.

Moderation am 08.10.2012 13:52:56

Hallo stk,

können diese Daten öffentlich eingesehen werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

stk am 08.10.2012 13:16:44

sollte „plus 1“ heissen, aber das Forum schluckt offenbar sowohl Plus-Zeichen als auch doppelte Bindestriche o.O

stk am 08.10.2012 13:16:10

1 fuer den Kurzstreckenticketvorschlag.

stk am 08.10.2012 13:14:20

Als „Insideranmerkung“: Die SWU _sind_ erfreulich aufgeschlossen und fortschrittlich so fortschrittlich, dass die Schilderung der Situation bei einem Arbeitsgruppentreffen im Abgeordnetenhaus Berlin vor einigen Monaten offene Muender hinterliess. Eine unter cc-by-sa-lizenzierte Fassung des damaligen Fahrplans der SWU gibt es auf https://github.com/UlmApi/swu2gtfs/tree/master/swu fuer EntwicklerInnen, die Dokumentation findet sich auf  Link

Der Prozess, diese Daten weitgehend automatisiert ins GTFS-Format zu ueberfuehren, ist momentan schon recht weit fortgeschritten, siehe die github-Seite, da ist nur noch wenig Handarbeit notwendig. Im Ulmapi-Wiki ist auch die EFA des Verkehrsverbundes beschrieben; das ist das, was Herr Muegge am Freitag mit „verschluesselten Daten“ meinte, die beispielsweise auch von  Link genutzt werden (siehe hierzu auch https://github.com/UlmApi/departure-times-mobile)

Erfreulicherweise konnten am Freitag im kurzen Gespraech mit Herrn Muegge einige Missverstaendnisse ausgeraeumt werden. Ich hoffe noch auf ein Gespraech mit dem DING und dann hoffentlich moeglichst bald die Umsetzung folgender Schritte:

* Ueberfuehrung der SOLL-Fahrplaene aus VDV-452 nach GTFS und Bereitstellung unter offener Lizenz. Mit den SWU koennen wir das vielleicht sogar schon zum Fahrplanwechsel 2012 schaffen, da warte ich noch auf Feedback.
* Anpassung der IST-Fahrplaninformationen, damit diese als GTFS-Realtime bereitgestellt werden koennen.

Schon der erste Schritt wuerde viel helfen, die beschriebenen Gruppen interessierter EntwicklerInnen ihren Teil beitragen zu lassen, den OePNV fuer alle TeilnehmerInnen noch attraktiver zu machen. Seit dem Berliner Treffen haben andere Verkehrsverbuende das Thema fuer sich entdeckt, der Ulmer Vorsprung ist also ein wenig dahingeschmolzen wenn Ulm/Neu-Ulm und der Verkehrsverbund das _wollen_, koennten sie aber trotzdem die erste Region in der Bundesrepublik sein, die hier tatsaechlich Naegel mit Koepfen macht und die freie Veroeffentlichung von Nahverkehrsdaten ankuendigt.

stk am 08.10.2012 12:58:28

Zur Auslastung von Bussen konnten die SWU in der Vergangenheit recht praezise Angaben machen, da offenbar einige Busse mit automatischen Fahrgastzaehleinrichtungen ausgestattet sind.

stk am 08.10.2012 12:50:44

Ich verweise noch einmal auf die Moeglichkeit, die Studierenden der Uni Ulm explizit durch Sie selbst einzuladen. Einen Verteiler hierzu betreut das Studiensekretariat, die Adresse ist studierende at uni-ulm.de

stk am 08.10.2012 12:47:45

Stimmt, die Ampelphasen sind generell eher undurchsichtig; mittags habe ich als Fussgaenger entlang der Olgastrasse in Ost-West-Richtung quasi immer eine „rote Welle“, was die Wegzeit deutlich aufblaeht.

Stimmt es denn, dass die Taktung der Ampelphasen quasi ein „Staatsgeheimnis“ ist? Mir erzaehlte jemand, er habe danach gefragt und gesagt bekommen, die Taktungen (die man mit viel Zeitaufwand und einer Stoppuhr natuerlich von Hand stoppen koennte), duerften auf gar keinen Fall veroeffentlicht werden.

Moderation am 08.10.2012 11:20:08

Hallo Parreseux,
möglicherweise liegt es an der Aufteilung bzw. Separierung der Schwerpunkte, dass nicht überall alle Themen vertreten sind. Inwiefern würden Sie die von Ihnen genannten Themen gern im Kontext des Diskussionsschwerpunkts Verkehrsmanagement wiederfinden?
Wie würden Sie diese Punkte hier formulieren wollen?
Wie kann Ihrer Meinung nach ein neues Verständnis von nachhaltigen Verkehrsstrukturen entwickelt werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 08.10.2012 10:28:02

Hallo Eva-Maria Glathe-Braun, liebe Teilnehmende,

was sollte in Bezug auf Barrierefreiheit und behindertengerechte Verkehrsplanung Ihrer Meinung nach zukünftig stärker beachtet werden? Wo läuft es gut, was kann verbessert werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Moderation am 08.10.2012 10:10:02

Hallo Eva-Maria Glathe-Braun und Bürger, liebe Teilnehmenden,

vielen Dank für diese Informationen.
Wie ist denn generell die Situation für Fußgänger? Was ist hier wichtig und sollte im zukünftigen Verkehrsentwicklungsplan berücksichtigt werden?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Gast am 07.10.2012 17:37:20

Hallo Frau Hohberg,
die konkreten Ansatzpunkte zum Radverkehr sind zusammengefasst in den "Handlungsempfehlung zur Radverkehrsförderung in Ulm" (  Link ). Wenn z.B. die Ziele "Förderung des Fußgänger- und Radverkehrs" wirklich ernsthaft verfolgt werden sollen, müssten so lange überproportional Mittel (Geld, Ampelzeiten, Straßenraum ...) bereitgestellt werden, bis das Ziel erreicht wurde.
Laut den vorgestellten Modal-Split-Szenarien bleibt jedoch Rad Fuß konstant bei ca. 34% - wobei der Fußverkehr sogar abnimmt und der Radverkehr weit von den für 2020 beschlossenen 20 % entfernt ist

Bürger am 07.10.2012 16:45:31

Weiteres Beispiel: die vielgenutzte Fußgängerampel Ecke Hafengasse-Frauenstraße. Wurde kürzlich auf Dauergrün für den Straßen-Verkehr umgestellt. Nur noch auf Anforderung schaltet die Ampel - nach langer Wartezeit - für 6 sec auf Fußgängergrün. Oft steht schon eine ganze Fußgängertraube an der Ampel und wartet, bis jemand bemerkt, dass ohne Drücken nie Grün wird. Wie passt dies zum "Leitbild Förderung des Fußgängerverkehrs"?

Moderation am 07.10.2012 13:08:21

Hallo Bürger,
wir werden Ihre Anfrage gern an die Zuständigen weiterleiten und die Antwort hier einfügen, sobald sie kommt.
Unabhängig davon möchte ich Sie fragen, inwiefern Sie sich mehr Ressourcen für Radfahrer und Fußgänger wünschen? Wo sehen Sie hier konkrete Ansatzpunkte?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

UHUULM am 06.10.2012 16:07:58

Wenn schon daran gedacht wird, den Verkehr in Ulm/NeuUlm sicher UND flüssig zu halten, dann wäre in erster Linie
* ein generelles Tempo-li mit im gesamten Stadtbereich auf 40km/h zu setzen UND dauernd zu kontrollieren! Da können jeden Tag ein paar tausend EURO in die Stadtkasse fließen!
* alle Straßen im Wohnbereich auf EINBAHN einzurichten.
Besipiel: Söflingen "Bei den Quellen" eine unmögliche Situation, daß da in beiden Richtiungen gefahren werden darf!

Yannik Heide am 06.10.2012 15:04:28

Morgens ab 7 uhr bis Schulbeginn um 7:45

Moderation am 06.10.2012 13:58:16

Hallo Yannik,
vielen Dank für deine wichtigen Hinweise.

In welchem Zeitraum tritt aus deiner Sicht diese Überfüllung der Busse der Linie 3 morgens auf?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

Moderation am 06.10.2012 8:25:05

Hallo GM,
Wir reichen Ihre Frage gern an die Zuständigen weiter und melden uns hier, wenn wir die Antwort erhalten haben.
Was sollte Ihrer Meinung nach bei der Strukturierung des Straßennetzes beachtet werden?

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

GM am 05.10.2012 22:33:41

Danke für das herzliche Willkommen. Damit Sie möglichst viele Teilnehmer begrüßen können, schlage ich vor, dass Sie an die E-Mail-Verteiler der Schulen, Hochschulen, Parteien, Verbände, Lokale Agenda 21, Vereine, etc. eine Einladung versenden und um Beteiligung an diesem Forum bitten. Ich hoffe, eine möglichst große Beteiligung ist auch in Ihrem Interesse. Die schwache Beteiligung an der Auftaktveranstaltung zeigt, dass da noch was geht.

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