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Öffentlicher Personennahverkehr

Regelung des Ein- Ausstiegverhaltens der Fahrgäste.

von FloDiehl am 18.10.2012 | 09:28 | Kommentare: 7 |

Warum kommt die Bahn so selten pünktlich? Klar, weil sie alle dort unfähig sind und das Geld falsch verwendet wird...aber, es liegt oft auch daran, dass das Aus- und Einsteigen am Bahnsteig unkontrolliert abläuft, und viel zu lange dauert.

Ich stelle mal einfach die These auf, dass es mit Bussen ähnlich ist. Vor Allem am Hbf-Umsteigeplatz, an dem die Busse hintereinander halten, und der Steig viel zu schmal ist um das parallele Umsteigen zu ermöglichen kommt es ständig zu Gedränge.

Da Zum Umbau weder Platz noch (ich vermute) Geld ist, und der Hbf eh umgebaut werden soll, wäre es doch eine konstengünstige Lösung das Umsteigeverhalten der Leute mit Bodenmarkierungen und Ordnern zu regeln.

Regel 1.: es wird nur vorne beim Busfahrer eingestiegen.

Regel 2: Die anderen Türen sind lediglich zum Aussteigen. Aussteiger gehen immer nach Rechts vom Bus weg.


Dies Bedarf natürlich Markierungen am Bussteig für die Passagiere, aber auch feste Haltepunkte für die Busse an immer der gleichen Stelle am Bussteig.
Möglich wäre auch das Aufstellen mehrerer Digitaltafeln, direkt an dem Haltepunkt des jeweiligen Busses.

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Kommentare

Anwohner am 26.10.2012 10:59:04

Es gibt ja bereits "Regeln" zum Aus- und Einsteigen, nämlich erst aus- und danach einsteigen. Damit würde auch angesichts der vielen Türen, die die SWU-Busse inzwischen haben, ein zügiger Fahrgastwechsel möglich sein. Bei der Bahn klappt das auch, bei Bussen denken offensichtlich viele, wenn sie sich mittig vor die Tür stellen oder durch den Pulk der aussteigenden Fahrgäste hineindrängeln, ging es schneller. Diese Personen wird man auch mit Markierungen auf dem Boden nicht belehren, die "Regeln" werden im ÖPNV nicht respektiert (vgl. auch die Raucherzonen an den Bushaltestellen - haben die (anders als in den Bahnhöfen)irgendeine Relevanz?

Klee am 18.10.2012 18:50:26

Hmm... da die Haltestelle in dieser Form ja nur noch ein paar Jährchen steht, könnte man das doch auch für ein paar Experimente nutzen und daraus vielleicht gleich Erkenntnisse für die neue Haltestelle ziehen.

Die Idee mit den definierten Einstiegs-/Ausstiegszonen finde ich interessant. Man könnte da ja ruhig flächig mit Farben arbeiten - einen großen grünen Bereich mit dem Wort EINSTIEG, einen gelben mit dem Wort AUSSTIEG, aufgetragen auf der Fahrtrasse und der Bordsteinkante, gerne auch in mehreren Sprachen (Englisch, Französisch, Türkisch,...). Und wenn"s nur für ein Jahr wäre: viel kostet das ja nicht.

Tram-Kenner am 18.10.2012 15:40:51

Hinzu kommt eine kurze Wartezeit durch kurze Taktzeiten im Fahrplan. Versuche mal einer, am Samstagnachmittag oder gar am Sonntag in den Verkehrsbereichen der Privaten auf bayerischer Seite zu fahren - maximal alle Stunde eine Verbindung und ewige Wartezeiten an den Haltestellen ... wo bleibt da die Qualität, liebe VEP?

Cortauri am 18.10.2012 14:58:33

Darum gibt es doch mittlerweile Busse mit 4 Ein-/Ausgängen als mit 3 (Gelenkbusse). Grund ist es hier schnell die Leute rein und rauszulassen. Das ist ja auch der enorme Vorteil von Straßenbahnen. Alle ebenerdig, große Türen und viele Türen.

Ulm hat ja im Vergleich zu anderen Städten kleine (=kurze) Straßenbahnen und Wartezeiten vor den Türen ist hier ja schon sehr niedrig.

Tram-Kenner am 18.10.2012 14:23:44

Da kann man Herrn Nash nur zustimmen - man beobachte nur einmal die ewig langen Haltezeiten der priveten Busunternehmer mit kontrolliertem Einstieg und langen Schlangen an der vorderen Türe im Vergleich zu den Haltezeiten der SWU-Busse, bei denen alle Türen für Zu- und Ausstieg genutzt werden können..

FloDiehl am 18.10.2012 14:21:07

Ich habe gerade mit Mr. Andrew Nash gemailt, der bereits in Zürich bei Verkehrsplanungen tätig war. Er meint, dass das Zusteigen an nur bestimmten Eingängen eher abträglich ist, und zu längeren Staus führt, v.a. wenn Leute Bar bezahlen...
Er meinte, es sei effizienter Aussteige-Zonen zu definieren an denen der Bus das erste mal an der Station anhält. Der Zweite Halt ist dann in der "Einsteige-Zone".

Er empfahl mir ein Buch:  Link

Human Transit by Jarrett Walker. Kommt definitiv auf die Reading-List.

Klee am 18.10.2012 14:02:32

In Stuttgart wurde vor einiger Zeit die Regelung eingeführt, dass in Bussen nur noch vorne eingestiegen wird. Das hatte in der Anfangszeit einige Probleme zur Folge, insbesondere, wenn dickköpfige Busfahrer auf renitente Fahrgäste gestoßen sind, hat sich aber mittlerweile recht gut eingespielt.

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