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Verkehrsmanagement

Geschwindigkeitsbegrenzung

von barbara am 08.10.2012 | 11:21 | Kommentare: 20 |

Ist eigentlich bei der Planung daran gedacht, im gesamten Stadtbereich eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30km einzuführen?
Die Erfahrungen mit der König-Wilhelmstraße sind doch nicht schlecht?

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Kommentare

akula715 am 26.10.2012 12:50:16

Als Anwohner der Karlstraße kann ich bestätigen, dass die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung eine deutliche Lärmentlastung gebracht hat. Am schlimmsten stören jedoch Beschleunigungsvorgänge, so dass vermutlich durch eine grüne Welle bei Tempo 30 noch eine weitere Lärmreduktion erreicht werden könnte. Die Leute, die meinen, nachts vollgasheizen zu müssen, werden dadurch natürlich nicht abgeschreckt.

Jimmy am 26.10.2012 9:48:22

@UL/NU UL/NU UL/NU:

Zitat: "Nein ich bin kein mit fettem Wagen sinnlos in der Gegend rumfahrender Zeitvertreiber ;-)"

Das freut mich ehrlich, denn davon gibt es meiner Meinung nach leider viel zu viele!

Zitat: "Vielmehr berufstätig stark eingebunden, von daher viel unterwegs und auf zügigen Verkehrsfluss angewiesen. Ich bin gegen ein generelles oder weitgehendes Tempoli mit 30 oder 40 km/h für eine gesamte Stadt."

Dein Argument, beruflich auf ein Kfz angewiesen zu sein, akzeptiere ich sofort ohne wenn und aber. Egal ob Außendienst in jeglicher Form, Handwerker, Lieferanten, Polizei, Ärzte - hierfür irgendwelche "Rikscha-Phantasien" zu spinnen, wäre ja absurd.

Aber vielleicht liegt hier ja der Schlüssel, wie wir in unseren unterschiedlichen Positionen doch noch eine Schnittmenge finden. Um dem o.g. beruflich bedingten Verkehr eine hohe Priorität einzuräumen, könnte es doch sinnvoll sein, den reinen Bequemlichkeits- und Freizeitverkehr entsprechend einzudämmen. Den Weg dahin kann man ja diskutieren (ein generelles Tempoli mit wäre m.E. eine Möglichkeit die Attraktivität des Pkw-Verkehrs zu in diesem Sinne zu vermindern).

Aber mal generell und auf "gut deutsch" gesprochen: je weniger "Auto-Mami"s" ihre Kinder zur Schule chauffieren, je weniger "Sesselfurzer" sich nur per SUV in"s Büro bewegen und je weniger "Möchtegern-Supersportler" vorzugsweise mit dem Porsche ihre Sportlichkeit beweisen, desto besser für beruflich bedingte, sinnvolle Nutzung von Kraftfahrzeugen.

PS: Berufstätig stark eingebunden bin ich ebenfalls, auch einen Arbeitsweg von (einfach) 15 km habe ich mehrere Jahre lang mit dem Rad zurückgelegt. Allerdings bin ich nicht im Außendienst tätig und muss auch nichts transportieren, das macht die Sache für mich natürlich recht einfach.

Jimmy am 26.10.2012 9:29:26

@Klee:
Vielen Dank für Deine Antwort, ich kann Deine Überlegungen nun gut nachvollziehen.

Allerdings möchte ich der Ansicht, dass dem Durchgangsverkehr "schnelle" Straßen zur Verfügungen gestellt werden sollen, eine zugegebenermaßen einfache Rechnung gegenüberstellen (ich weiß, Zahlenspiele sind Dir suspekt, aber in diesem Fall glaube ich hilfreich):

Im innerörtlichen Verkehr Ulm/Neu-Ulm beträgt die maximale Entfernung etwa 10 km (z.B. Böfingen-Söflingen oder Lehr-Ludwigsfeld). Die Fahrzeit bei konstanter Geschwindigkeit beträgt somit:

* bei 50 km/h: 12 Minuten,
* bei 40 km/h: 15 Minuten,
* bei 30 km/h: 20 Minuten.

Da 50 km/h an Kreuzungen und Abzweigungen nicht durchgängig eingehalten werden können, sinkt die mittlere Geschwindigkeit, sagen wir auf 40 km/h. Bei 30 km/h wird der Verkehrsfluss eher gleichmäßiger und die mittlere Geschwindigkeit dürfte kaum sinken.

Differenz somit ungefähr 5 Minuten. Über den Sinn und den Preis für diese 5 Minuten Zeitgewinn pro Stadtdurchfahrt können wir nun streiten.

Ein weiteres Problem bei wechselnen erlaubten Höchstgeschwindigkeiten ist das "Gefühl" für Geschwindigkeit. Menschliche Sinneseindrücke sind sehr stark relativ und eher weniger absolut (Beispiel: 1°C Temperaturdifferenz kann mit den Händen "erfühlt" werden, eine absolute Temperaturangabe auf 1°C Genauigkeit ist unmöglich). Genauso verhält es sich bei Geschwindigkeitsangaben. Man kann das sehr gut bei Autobahnabfahrten erkennen. Ein Beispiel ist die Abfahrt B10 in Lehr: von dort kommende Autofahrer "rasen" normalerweise mit einem enormen Tempo auf die Abzweigung nach Lehr zu - sehr gefährlich für Radfahrer, die dort abbiegen.

Wenn nun also ein Autofahrer von einer "50er-Straße" in eine "30er-Zone" fährt, muss er seine Geschwindigkeit fast halbieren. Geschwindigkeitsübertretungen werden damit provoziert, denn welcher Autofahrer "klebt" mit den Augen ständig am Tacho? Außerdem ist "30" im Vergleich zu "50" ein gefühltes Schneckentempo, eine gefährliche Fehleinschätzung in Wohngebieten mit spielenden Kindern.

Wenn also schon Autoverkehr in der Stadt, so würde ich stark für barabaras Vorschlag einer flächendeckenden Einführung von "30" plädieren.

UL/NU UL/NU UL/NU am 26.10.2012 1:01:58

@klee
Was z.B. den neuen Übergang im Zentrum betrifft, kann ich nur vollends zustimmen - alle profitieren.

Geschwindigkeitsbegrenzungen kann man nie pauschal ablehnen oder befürworten, natürlich kommt das auf die jeweilige Stelle an. Deswegen finde ich eben auch eine generelle Beschränkung Quatsch.
Man darf dem Autofahrer zudem schon noch zutrauen gewisse Dinge selbst richtig einzuschätzen und nicht alles überregulieren zu müssen. Nicht jeder bekommt schließlich den Führerschein einfach so, sondern unterzieht sich einer ausführlichen Ausbildung/Prüfung.

@jimmy
Schublade auf und rein ?!? - Nein ich bin kein mit fettem Wagen sinnlos in der Gegend rumfahrender Zeitvertreiber ;-)
Vielmehr berufstätig stark eingebunden, von daher viel unterwegs und auf zügigen Verkehrsfluss angewiesen.
Ich bin gegen ein generelles oder weitgehendes Tempoli mit 30 oder 40 km/h für eine gesamte Stadt.

Klee am 25.10.2012 17:30:23

Ich geb"s zu, dass war etwas arg platt, da habe ich den Ivo wohl etwas zu genau gelesen ;-)

Selbstverständlich gehören zur Lebensqualität gut gestaltete Verkehrswege, und gerade die Zonen ohne Autoverkehr - allen voran die Fußgängerzone - sind ja nicht von ungefähr diejenigen mit der besten Aufenthaltsqualität. Absolute Zustimmung, ich fühle mich da auch am wohlsten und würde - wie anderswo geschrieben - auch die Frauenstraße ähnlich umgebaut sehen wie die Neue Straße im Bereich des Rathauses. Das wäre ein großer Gewinn für die Innenstadt in ihrer Gesamtheit.

Ich bin nur immer etwas unglücklich über pauschale Forderungen, die alle Teile der Stadt und alle Straßen gleichermaßen behandeln. Ich würde lieber nach dem Prinzip verfahren, einige wichtige Durchgangsstrecken zu definieren und auf diesen eine zügige Fortbewegung per MIV zu gestatten (also Tempo 50), auf allen anderen aber Tempo 30 einzurichten. Das ist für mich ein Kompromiss, der sowohl den Anwohnern (durch Verkehrsberuhigung) und den Durchreisenden (durch schnelle Passage) dient.

Beispiel Dichterviertel: Wenn die neue, dreistreifige Schillerstraße in ein paar Jahren auch dazu dienen wird, Pendlerverkehr in das neue Parkhaus zu lenken und die Friedrich-Ebert-Straße bzw. die Innenstadt vom Nord-/Süd-Durchgangsverkehr zu entlasten, sollte sie für meine Begriffe bei Tempo 50 bleiben. Alle von ihr abzweigenden Straßen hingegen sind mit Tempo 30 gut bedient, in der Gartenstraße und in der Bleichstraße sollte das Tempo also reduziert werden, wenn das li mit nicht schon besteht (bei der Gartenstraße bin ich mir nicht sicher).

Dergleichen ließe sich auch an anderen Stellen so definieren. Die Wagnerstraße etwa ist die wichtigste Verbindungsstraße in die Weststadt und sollte weiterhin angemessen schnell zu passieren sein, ausnahmslos alle von ihr abgehenden Straßen hingegen sollten (weiterhin?) als Tempo-30-Zonen deklariert bleiben.

Für den Ausdruck entschuldige ich mich, das war doof; ich denke allerdings dennoch, dass einer expandierenden Doppelstadt wie Ulm/Neu-Ulm ein verhältnismäßig drastischer, flächendeckender Einschnitt wie die pauschale Quasi-Halbierung des Tempos (das ja auch für Busse und Straßenbahnen gelten würde...) in der Summe eher schadet.

Jimmy am 25.10.2012 16:29:51

Zitat Klee: "Ulm/Neu-Ulm kann und darf nicht in den Status einer verschlafenen Provinzstadt zurückfallen, damit tun wir uns keinen Gefallen."

Bisher schätzte ich Deine Beiträge sehr, das sie gut begründete Argumente vorbrachten und verschiedene Ansichten gegeneinander abwägten. Aber mit dieser Aussage hast Du dich m.E. etwas "verrannt".

Was hat denn die Wahl des Verkehrsmittels und die Art der Verkehrsführung mit Großstadt-Ambitionen zu tun? Das erinnert mich stark an die Aussage unseres Herrn OB (Südwest-Presse 25.Oktober), der auf Beschwerden über die Auswirkungen des Autoverkehrs sinngemäß antwortete: Was wollen Sie denn, bei uns brummt halt die Wirtschaft.

Das halte ich für eine überkommene Ansicht, die sich hoffentlich in Zukunft in"s Gegenteil verkehren wird. Das Gefühl in einer modernen Großstadt zu leben, drückt sich m.E. auch aus durch die Gestaltung eines für alle angenehmen Lebensumfelds aus und nicht in der Anzahl von Autos, die dort möglichst schnell herumfahren.

Klee am 25.10.2012 15:07:53

Dass sich eine Tempo-Reduzierung positiv auf die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer auswirken würde, ist denke ich unbestritten. Die Behauptung, dass dadurch Verkehrslärm und Schadstoffausstoß gemindert würden, finde ich fraglicher; die Autoschlange wird dadurch eher länger als kürzer, würde ich im Gegensatz behaupten. Deswegen glaube ich, dass man sich mit einer pauschalen und undifferenzierten Forderung nach einer Tempobeschränkung um fast die Hälfte in den eigenen Fuß schießen würde.

Und um mal offen zu sein: Ulm/Neu-Ulm ist eine gefühlte 200"000-Einwohner-Stadt, ein Oberzentrum mit politischer, verkehrlicher und infrastruktureller Zentralfunktion mit einer derzeit florierenden Wirtschaft - was nicht jede Stadt in Deutschland von sich behaupten kann. Bei uns herrscht Betrieb, und darüber sollten wir froh sein; wo sollen die teuren Infrastrukturprojekte denn bitte herkommen, wenn nicht aus den guten Steuereinnahmen?

Da werden wir es doch wenigstens akzeptieren müssen, auf einigen Durchgangsstraßen den Straßenverkehr zügig durch die Stadt zu leiten. Zum Ausgleich können wir uns davon einige schöne Projekte leisten - die Straßenbahn, weitere Radwege, Straßenumbauten -, und können punktuell, wo auch immer erforderlich, die Balance zwischen MIV und Umweltverbund neu austarieren.

Ulm/Neu-Ulm kann und darf nicht in den Status einer verschlafenen Provinzstadt zurückfallen, damit tun wir uns keinen Gefallen.

Wie man so schön sagt, no ned hudle.

Walter Radtke am 25.10.2012 14:14:36

Eine Tempo-Reduzierung (30 km/h) wäre auf engen, vielbefahrenen städtischen Straßen ohne Radwege ein großer Sicherheitsgewinn auch für Radfahrer. Zudem würde der Schadstoffausstoß und der Verkehrslärm vermindert. Also eigentlich (fast) nur Positives. Der "Zeitverlust" für Autofahrer ist gering. Das wäre ein echtes Bekenntnis beider Städte zur Erreichung selbst aufgestellter Ziele im VEP.

Jimmy am 25.10.2012 8:53:57

Zitat UL/NU usw.: "Tempo 30 ??? - Trifft man als Autofahrer bald nur noch auf Beschränkungen?"

Endlich melden sich auch mal "eingefleischte" Autofahrer hier zu Wort!

Ich frage mal zurück: von welchen Beschränkungen redest Du eigentlich? Du kannst mit Deinem Fahrzeug so gut wie jeden Ort in Ulm und Umgebung problemlos erreichen und zwar 24 Stunden am Tag, 365 Tag im Jahr. Du kannst Dir ein noch so sinnloses Vehikel zulegen und mit mehreren Tonnen Blech und x PS alleine zum Spaß oder aus Bequemlichkeit durch die Gegend fahren. Es werden ständig neue Straßen gebaut oder bestehende ausgebaut (Tangenten, A8-Ausbau, Parkplätze, Parkhäuser etc.).

Empfindest Du es wirklich als Beschränkung, gelegentlich nur 30 statt 50 zu fahren (in der Realität wohl eher 45 statt 65)? Vielleicht "verlierst" Du damit ein paar Sekunden oder sogar eine Minute. Ist das wirklich so schlimm? Ich kann"s einfach nicht nachvollziehen.

Klee am 25.10.2012 1:54:07

Naja, wenn man sich nur und ausschließlich als Autofahrer sieht, dann dürfte man es tatsächlich bald nicht mehr ganz so gut haben wie bisher. Die unmäßige Bevorteilung des MIV wird zugunsten umweltfreundlicherer Fortbewegung zurückgefahren.

Ich als Autofahrer bin dabei durchaus zu Einschnitten bereit, wenn ich als Fußgänger, ich als Straßenbahnfahrer und ich als Radfahrer davon profitiere. Durch die Neue Straße zwischen Steinerner Brücke und Donaustraße etwa kommt man heute als Autofahrer gefühlt zehn Sekunden langsamer als noch bis vor fünfzehn oder zwanzig Jahren. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer - ÖPNV, Fußgänger, Radfahrer - ist der Abschnitt aber unendlich viel attraktiver geworden. Unterm Schnitt gewinnen wir alle also.

Dass dabei in allem ein gewisses Maß gehalten wird, darauf vertraue ich mal den Verkehrsplanern - als Privatmensch will man wohl vor allem seine eigenen Maximalforderungen durchgesetzt sehen, wie man auch hier im Forum sieht. Tempo 30 wird es wohl auch weiterhin nicht flächendeckend und jederzeit geben (zum Glück, wie ich finde) - aber mehr Tempo 30-Zonen, die nachts gelten? Gerne.

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:45:11

Tempo 30 ??? - Trifft man als Autofahrer bald nur noch auf Beschränkungen?

Moderation am 23.10.2012 16:58:20

Liebe Teilnehmende,
zum Thema Geschwindigkeitsbegrenzungen lassen die Städte Ulm und Neu-Ulm folgende Hintergrundinformation ausrichten:
"Die Einrichtung eines generellen Tempo 30 li mits wird momentan deutschlandweit kontrovers diskutiert. Die Städte Ulm und Neu-Ulm verfolgen mit dem MIV-Vorbehaltsnetz in der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) das klare Ziel, die Beruhigung von Straßen besonders in Wohngebieten und den Verkehr auf Straßen aus dem Vorbehaltsnetz zu bündeln. Die eingeführten Tempoli mits (König-Wilhelm-Straße, Karlstraße, Zinglerstraße, etc.) in den Abend und Nachtstunden resultieren aus dem Lärmaktionsplan."

Viele Grüße,
Biorgit Hohberg (Moderation)

TanteJu am 17.10.2012 12:11:28

Warum denn gleich so radikal von 50 auf 30 km/h runter?

Schließlich gibt es ja auch noch etwas dazwischen: Tempo 40.

Denn schon mit 10 km/h weniger wird das Rollgeräusch der Reifen deutlich reduziert. (Ich wohne in der Wagnerstraße und ich weiß wovon ich rede...)

Das wäre doch, wie ich finde, ein guter Kompromiss.

Zudem kommen Autofahrer mit dieser Geschwindigkeit noch durchaus flüssig durch den Verkehr und auch Motorroller, die maximal nur 45 km/h schnell fahren können sind nicht mehr so stark gefährdet.


Oder ginge es der Stadt am Ende eher um Einnahmen durch "Blitzer" an, die bei vorgeschriebenen Tempo 30 deutlich höher ausfallen würden als bei Tempo 40 wenn jemand versehentlich doch (Macht der Gewohnheit) an einer solchen Stelle mit 50 km/h fahren würde...

Jimmy am 14.10.2012 12:39:48

Der Autoverkehr ist generell viel zu schnell. Ich unterstelle, dass es für die meisten Autofahrer nur zwei Motive gibt: Bequemlichkeit und Spaß am Autofahren. Beide Motive würden durch drastische Geschwindigkeitsreduzierung erheblich gestört. Im Interesse der Reduzierung des Autoverkehrs muss deshalb sein: flächendeckende Einführung von Tempo 30, auch auf den Hauptverkehrsstraße und dem Tangentenring!

St83 am 12.10.2012 7:58:45

Es gibt schon viele 30er Zonen in Wohngebieten, auch auf der Hauptstraße sollte man nur 30-40km/h fahren, Ausnahmen: Lieferverkehr und Rettungsfahrzeuge. Generell Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen bis max. 120, außerhalb geschlossener Ortschaften max. 80. Nachtfahrten noch langsamer, zugunsten von Sicherheit und Umwelt!

Klee am 11.10.2012 19:21:05

Bei Nacht kann ich das sehr gut verstehen auf einigen Straßen, die dicht bewohnt sind (Zinglerstraße, Wagnerstraße, König-Wilhelm-Straße z.B.), da wäre das Auto zwar theoretisch schneller weg, aber wegen Dopplereffekt und allgemeiner Stille hört man es trotzdem noch sehr lange. Zumal der meiste Krach ja beim Beschleunigen kommt, und auf 30 ist man erstens schneller und zweitens schnell konstant als auf 50. Und wer"s in der Nacht noch eilig hat...

Tagsüber aber müssen alle Straßen mit wichtigem Durchgangsverkehr selbstverständlich bei 50 km/h bleiben. Ich würde die Unterscheidung vor allem beim Verhältnis der Wohnbebauung zu anderer Bebauung (Läden, Restaurants, Büros) treffen. Wo ganz überwiegend Leute wohnen, wäre 30 bei Nacht in Durchgangsstraßen und 30 allgemein bei einfachen Wohnstraßen ausreichend. Bei gemischter Bebauung sollte auch nachts 50 km/h kein Problem sein: etwa in der Olgastraße, der Neutorstraße, der Münchner Straße. Das würde analog auch für Neu-Ulm gelten.

Und bei aller Verkehrsberuhigung: man lebt halt nun mal in einer Großstadt, da muss man zwangsläufig einen gewissen Lärmpegel in Kauf nehmen. Dramatisch sehe ich die Lage in Ulm sowieso nicht.

Palmer71 am 11.10.2012 18:14:44

Ich verstehe die Idee von Tempo 30 auf Hauptstraßen nicht. Ist ein Auto wirklich soviel leiser mit Tempo 30 als mit Tempo 50? Die Zeit bis das Auto vorbeigefahren ist steigt damit doch noch an. Zudem müssen dann auch die Busse mit 30 km/h fahren.

Moderation am 11.10.2012 8:57:33

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

wo sind Ihrer Meinung nach Geschwindigkeitsbegrenzungen hilfreich und sinnvoll, wo eher nicht?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Klee am 09.10.2012 23:47:39

Mir ist das mit den "kommunalen Straßen" viel zu undifferenziert. Generell denke ich auch, dass Tempo 30 in vielen Nebenstraßen und vor allem in Wohnstraßen absolut ausreichend ist und durchaus nachts auch auf vielen Durchgangsstraßen seine Berechtigung haben kann. Mit pauschal Tempo 30 auch bei Tag, also bei größtem Durchgangsverkehr, auf Verkehrsachsen wie der Olgastraße etwa tut man sich überhaupt keinen Gefallen. Nicht vergessen: diese Straßen sind nicht etwa nur belastend, sondern auch entlastend für den MIV.

Werner Korn am 09.10.2012 10:33:24

Die Idee finde ich gut, wichtig und richtig. Auf kommunalen Straßen sollte die Einrichtung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit kein großes Problem mehr sein. Außerdem kostet eine solche Maßnahme im Gegensatz zu Infrastrukturausbauten praktisch nichts und ist mehr oder weniger von heute auf morgen umsetzbar.
Mehr Infos gibt"s bei der Tempo 30-Kampagne des VCD: tempo30.vd.org

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