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Öffentlicher Personennahverkehr

DING und ÖPNV-Konzessionen

von Tram-Kenner am 18.10.2012 | 16:05 | Kommentare: 8 |

Liebe VEP-Projektgruppe,
ich stelle hier mal eine These in den Raum:
Der ÖPNV und der Verkehrsverbund in Ulm bzw. besonders in Neu-Ulmsiind zum Scheitern verurteilt!
Begründung:
1.) Auf bayerischer Seite des DING verkehren bis auf wenige Ausnahmen private Busunternehmen. Grund ist die Tatsache, dass jedes Unternehmen seinen eigenen, per Konzession eingeräumten Verkehrsraum mit allen Mitteln verteidigt.
2.) Der DING ist ein reines Abrechungsintrumentarium
3.) Die Fahrpläne macht aufgrund von 1 und 2 immer noch jedes Unternehmen für sich allein.
4.) Es gibt keine Kontrolle der Qualitätsmerkmale der Privaten (Fahrzeugqualität, Fahrgastinformation etc.)
5.) Ein gesamter, gemeinschaftlicher und einheitlicher ÖPNV scheitert an den o.g. Punkten.
6.) Die SWU kocht in Sachen Busspuren, Fahrgastinformtionssysteme, Ampelbeeinflussung und Anschlüsse an den Übergangs-Haltestellen ihr eigenes Süppchen.
7.) Durch die o.a. Punkte werden die Fahrgäste der Privaten zu Fahrgästen der zweiten Klasse.
8.) Durch den DING muss für mindere Qualität der Leistungen trotzdem der selbe Fahrpreis bezahlt werde, ohne Anspruch auf die selbe Behandlung.
9.) Durch die Jahrhunderte alten napoleonischen Grenzen von 1805 und die Tatsache, dass die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm zwei sich wiedersprechende "Wasserköpfe" aufweist, wird es nie zu eiinem vernünftigen, verlässlichen, einheitlichen, gemeinsamen, gemeinschaftlichen und einheitlichen Nahverkehr kommen können.

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Kommentare

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:58:25

Danke!

VEP-Projektgruppe am 18.10.2012 16:57:32

@Tram-Kenner:
Bitte entschuldigen Sie die fehlende Antwort der VEP-Projektgruppe. Auch die Nutzer Stadt Ulm und und Stadt Neu-Ulm beantworten Ihre Fragen. Wir sitzen gemeinsam an drei Rechnern (VEP-Projektgruppe, Stadt Ulm, Stadt Neu-Ulm) und stimmen antworten untereinander ab.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:47:20

@VEP-Projektgruppe
Kein Interesse an meiner Konzeption? Wär doch mal ein Quantensprung ...

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:33:03

@VEP-Projektgruppe
Lösungsansätze für die geschilderte Problematik, von der ich glaube, dass sie Ihnen nur allzu bewusst ist:
1.) Stärkung der Aufgabe und Funktion des DING
2.) Zusammenführung ALLER Konzessionen in der Hand des DING
3.) Ermittlung des verkehrlichen Bedarfs durch den DING in Absprache mit den politischen Gremien
4.) Zentrale Planung von Linienführungen, Bedienungsdichte und Bedienungskonzepten durch den DING
5.) Erstellen VERTAKTETER Fahrpläne durch den DING für ALLE Linien unter Berücksichtigung von Anschlüssen auf Umsteigeknoten
6.) Ausschreibung von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
7.) Vergabe von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
8.) Kontrolle von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
9.) Abrechnung von Leistungen zur Bedienung und Erfüllung der vorgegebenen Fahrpläne
10.) Planung neuer Fahrwege und Bedienungskonzepte z.B. durch Straßenbahnausbau
Damit wird dem Lobbyismus einzelner Unternehmer weitgehend ein Riegel vorgeschoben, dem Fahrgast ein vernünftiges, qualitativ hochwertiges Nahverkehrssystem geboten und eine flexible Reaktion auf existierende, neu entstehende oder sich verändernde Verkehrsströme ermöglicht.
Reaktion der VEP-Projektgruppe?????

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:27:00

@ Tram-Kenner
Der angestrebte gesamtheitliche ÖPNV wird auf Grund der Siedlungsstruktur eine regionale Komponente und innerstädtische Komponente aufweisen. Sowohl die regionale (DING) und die innerstädtische (SWU) sind "auf beiden Seiten der Donau" gleich organisiert. Die durch Bundesländergrenze getrennte Stadtverwaltung ist historisch bedingt. Die Kooperation funktioniert wie z.B. beim gemeinsamen VEP.

Tram-Kenner am 18.10.2012 16:20:11

@Klee
Warst Du schon mal in Städten, in denen der Verbund das Sagen hat und die Zusammenhänge regelt? Da flutscht das Alles, auch das Zusammenspiel mit den Privaten ... ich komme da nachher nochmal, ich möchte nur erst mal die Meinung der VEP-Gruppe dazu hören!

Stadt Ulm am 18.10.2012 16:18:54

@ Klee
Der DING wurde in den 90er-Jahren gegründet und hat sich gut etabliert. Es gibt keine Überlegungen, den Verkehrsverbund grundsätzlich neu zu organisieren.

Klee am 18.10.2012 16:13:04

Ich würde mich Tram-Kenner hier anschließen, wenn auch nicht ganz so fatalistisch sein mit dem Ausblick.

Der DING ist ein organisch gewachsenes Gebilde, entsprechend hat er auch seine Haken und Ösen, wie oben beschrieben. Aber: wären nicht Citybahnhof und entsprechende Projekte eine gute Möglichkeit, den Verbund auf völlig neue Füße zu stellen? Gab, gibt es dazu Überlegungen?

Auch bei der Doppelstadtproblematik bin ich ganz bei Tram-Kenner, und ehrlich gesagt denke ich, dass Neu-Ulm sich mit einer derart zögerlichen ÖPNV-Politik keinen Gefallen tut, wenn es eine Nahverkehrsentwicklung mit zwei völlig unterschiedlichen Qualitäten in der Doppelstadt zulässt. Ich verstehe nicht, wieso v.a. der Bürgermeister die Straßenbahn nach Ludwigsfeld (und die nach Pfuhl) nur als lästigen Klotz am Bein ansieht statt als einmalige Chance und als Standortvorteil.

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