Zusammenfassung

Von neuen ÖPNV-Verbindungen, Donaubrücken und Anreizen für rücksichtsvolles Verkehrsverhalten - Zusammenfassung 9.-10.10.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

erneut wurden im Forum zahlreiche Aspekte des Verkehrsentwicklungsplans Ulm/Neu-Ulm erörtert und auch ganz neue Aspekte eingebracht. Eine kurze Zusammenfassung der Diskussionsstränge wollen wir Ihnen hier nach Diskussionsschwerpunkten sortiert wiedergeben:

- ÖPNV:

Es wird eine Straßenbahn vom Ehinger Tor nach Neu-Ulm vorgeschlagen, da Wiley und Ludwigsfeld noch weiter wachsen würden und auch die stark expandierende Hochschule und die Ratiopharm-Arena einen noch besseren Anschluss an die Innenstädte benötigten (  Link ). Bei der Diskussion Ausbau des Busnetzes versus Ausbau des Straßenbahnnetz wurden noch weitere Argumente für die Straßenbahn eingebracht, unter anderem die Anbindung zum zukünftig weiter zu entwickelnden Eselsberg oder die Verspätungen der Busse (  Link )

Es wird Interesse an dem Punkt des VEPs bekundet, auf Bahnstrecken eventuell Haltepunkte zu reaktivieren oder neu zu bauen. So seien auf der Filstalbahn Halte bei Jungingen und im neuen, massiv ausgebauten Gewerbegebiet Ulm-Nord denkbar. Eine Strecke nach Günzburg wiederum sollte unbedingt Haltepunkte in Burlafingen und Unterfahlheim erwägen oder die Wiederaufnahme von Planungen für eine neue Stichstrecke von Erbach nach Ehingen, die mindestens Oberdischingen und Öpfingen tangieren würde (  Link ).
Angedacht wird auch eine Fortsetzung der Strab Pfuhl/Ludwigsfeld auf Ulmer Seite: so ließen sich eventuell die Linien 3 (Ludwigsfeld) und 4 (Pfuhl) auch auf Ulmer Seite schlüssig verlängern, eine Linie vom Westplatz über die Einsteinstraße (neues Magirus-Areal, Stadtregal, Blautalcenter in 2 Minuten Fußweg...), Lupferbrücke, Bahnhof Söflingen, Weinbergweg und Ruländerweg auf den neuen Eselsberg Die meisten Straßen wären dort auch von der Breite her exzellent geeignet, und gerade der Eselsberg ist dicht besiedelt. Mit der Linie 2 über den Mähringer Weg und einer Linie 3 über den Weinbergweg ließen sich weite Teile des Eselsbergs mit der Straßenbahn erfassen, der 5er und der 6er könnten mit entsprechenden Korrekturen der Linienführung die Lücken (Wanne, Stifterweg, Heilmeyersteige) schließen. Eine vierte Linie könnte Blaustein, das über das Blautal leicht zu erreichen ist, erschließen (  Link )

- Strukturierung des Straßennetzes:

Zu diesem Schwerpunkt wird eingebracht, dass im Osten eine fehlende Donauquerung den Verkehr in das Zentrum zwinge. Dabei würde eine zusätzliche Donaubrücke etwa auf Höhe der Kreuzung Böfinger Steige/Böfinger Straße/Talfinger Uferstraße nicht nur die Zentren von UL und NU vom MIV entlasten, sondern könnte auch vom ÖPNV genutzt werden (Stichwort: Straßenbahn NU-Pfuhl). Ein anderer Teilnehmer findet eine Querung entlang der Talfinger Uferstraße sinnvoll — als Verknüpfung mit der West- und Nordtangente bis Böfingen (  Link ).

Ein weiterer Nutzer bringt den Vorschlag ein, die Straße zum Oberberghof (über der Straße Oberer Hasenkopfweg) auszubauen und zum Berliner Ring zu verlängern, den Mähringer Weg zur Uni zu öffnen und vor der Uni einen großen Parkplatz anzulegen als auch den Mähringer Weg zur Kreuzung Berliner Ring zu verlängern (  Link ).

- Radverkehr:

Es wird bekräftigt, dass Fahrradgaragen am neuen Citybahn wünschenswert seien (  Link )

- Verkehrsmanagement:

Die Diskussion zum Thema Parkraum fokussierte sich heute auf den von der TSU betriebenen Parkplatz an der Uni, der nun für Unibesucher und Studierende kostenpflichtig sei. Dies wird insbesondere von denjenigen kritisch betrachtet, die aus dem Umland mangels geeigneter ÖPNV-Verbindungen mit dem PKW anreisen müssten (  Link ).

In Bezug auf die generelle Ausrichtung des VEPs wird angemahnt, auch ökologische Aspekte, Verkehrserziehung, rücksichtsvolles und sparsames Fahren stärker miteinzubeziehen und die Fahrer selbst zu adressieren und Anreize zu schaffen. Bei Car2Go beispielsweise würde sich der eingebaute Ökozähler auf das Verhalten auswirken. Zudem werden Leihräder bzw. Call a Bike für Ulm/Neu-Ulm in Betracht gezogen. Es wird andererseits auch dafür plädiert, den motorisierten Individualverkehr nicht zu sehr zu benachteiligen. So sei ein attraktives ÖPNV-Angebot sehr viel motivierender als ein auferlegter Zwang, diesen zu benutzen (  Link ).

Im Zusammenhang mit den Wünschen nach einer generellen Geschwindigkeitsbegrenzung im Stadtgebiet wird um eine Differenzierung der „kommunalen Straßen“ gebeten. So sei Tempo 30 vielerorts sinnvoll, mit pauschal Tempo 30 auch bei Tag, also bei größtem Durchgangsverkehr, auf Verkehrsachsen wie der Olgastraße etwa täte man sich überhaupt keinen Gefallen (  Link ).

Was halten Sie von diesen Vorschlägen und Argumenten?
Welche Aspekte sollten Ihrer Meinung nach berücksichtigt werden?

Diskutieren Sie mit im Forum:  Link

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