Zusammenfassung

Zusammenfassung 13. — 15.10.12: Von Sammelbussen, Carsharing, Parkplätzen, Radverkehrskonzepten und Verbindungsstraßen

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

am Wochenende nahm die Diskussion nochmal Fahrt auf und die folgenden Aspekte wurden thematisiert:

- ÖPNV:

Für Senden wird vorgeschlagen, die ohnehin so gut wie nicht genutzte und verkehrstechnisch nur schwierig zu erreichende Haltestelle "Wiblinger Steig" in Neu-Ulm zu streichen, die Anbindungsdichte von "Waldeck" zu reduzieren oder mehr Direktlinien von der Haltestelle "Kirche St. Josef" zum ZOB einzurichten. Langfristig wird eine S-Bahn-Haltestelle bzw. eine Art sternförmige S-Bahn auf den bestehenden Bahntrassen mit den Endpunkten Blaubeuren, Lonsee, Langenau, Günzburg, Illertissen und Erbach angeregt (  Link )

Zur besseren Erreichbarkeit und Entlastung des Donautals (B30) wird vorgeschlagen, in Zusammenarbeit mit den ansässigen Firmen wieder sogenannte Sammelbusse einzuführen, um den Individualverkehr zu reduzieren. Als Einsatzgebiete werden folgende Linien angeführt: Sammelbusse aus Richtung Biberach, aus Richtung Dornstadt, aus Richtung Senden, aus Richtung Elchingen/Pfuhl, aus Richtung Ehingen, die alle Viertelstunde zwischen 5.30 - 9.00, 14.00 - 14.30, 15.30 - 18.30, 22.00 - 22.30 Uhr fahren (Orientierung an Arbeitszeit-Beginn und -ende bzw. Schichtbeginn und -ende):  Link

In der Diskussion um die Frage Ausbau Busnetz oder Straßenbahnnetz wird eingebracht, dass Busse zwar flexibler und kostengünstiger seien, Straßenbahnen aber mehr Komfort lieferten. Zudem gäbe sie einer Stadt ein besonderes Gesicht und Charakter. Das Bus- und Straßenbahnnetz müsse sich aber nicht gegenseitig ausschließen, sondern könnte sich gegenseitig bereichern bzw. dort flankieren, wo es notwendig sei. Jetzt haben man noch die ökonomische und finanzielle Chance, um Weichenstellungen für die Zukunft vorzunehmen und ein modernes Fortbewegungsmittel im ÖPNV als Standortfaktor zu nutzen (  Link ).
Im zweiten Diskussionsstrang zu dieser Frage werden Vorzüge der Straßenbahnen aufgezählt, wie z.B. ihre stabile und ruhigere Fahrlage, mehr Platz, aber auch darauf hingewiesen, dass die neuen Modelle mit ihrer Plastik-Inneneinrichtung, der kalten "Neon-Beleuchtung" und der tieferen Sitzposition ungemütlicher seien als die alten Modelle. Die Bewohnern des Umlandes indes wollen eine bessere Anbindung - egal, ob es sich dabei um Bus, Straßenbahn oder Bahn handelt:  Link


- Stadtraum und Mobilität:

Für den Anreiz zur Verhaltensänderung im Straßenverkehr werden in Anlehnung an den Ökozähler bei Car2Go spielerische Elemente bzw. eine „Gamification“ vorgeschlagen: Vielleicht könnte jeder interessierte Bürger über ein Internetkonto zum Beispiel seine individuelle Ökobilanz einsehen, gefüttert aus Daten der DingCard, des car2go-Kontos, eines Schrittzählers, eines Fahrradcomputers. Mit entsprechenden Belohnungen (etwa eine kostenlose Monatskarte bei so-und-so-vielen Ökokilometern) und Social Network-Einbindung könnten Leute motiviert werden, vor allem Schüler, die später einmal als Erwachsene vielleicht ihr Konto gleich weiterpflegen wollen. Hierbei müsse jedoch der Datenschutz berücksichtigt werden (  Link ).

Auch das Thema CarSharing wurde weiter erörtert: so werden solche Angebote für alle DING-Gemeinden gefordert — insbesondere für Familien, ältere Personen und Fahrgemeinschaften. Als Beispiel aus anderen Regionen wird die Möglichkeit zu Sammelfahrten eingebracht, deren Angebote über Displays an ÖPNV-Haltestellen bzw. eine App auf dem IPhone zugänglich seien. Zudem wird die Erweiterung existierender Angebot um die Möglichkeit ergänzt, schwere Lasten oder sperrige Gegenstände transportieren zu können oder mit mehr als 2 Personen fahren zu können (  Link ).

Diskutiert wird, ob das neu entstehende Baugebiet in der Marchtaler Straße sowie das neue Sanierungsprogramm Karlsstraße nicht dafür genutzt werden könnte, das gesamte Gebiet aufzuwerten und mit besseren Anbindungen zu versehen:  Link

Angeregt wird, Sportstätten nicht zu Gunsten von Parkplätzen zu reduzieren (Beispiel HaLo), sondern diese geringfügigen Raum optimaler aufzuteilen, z.B. Einrichtung von Parkplätzen in geringer Anzahl im Randbereich, ansonsten nur Rad- und Fußwege, oder eine durch Parkgebühren finanzierte Tiefgarage am Anfang der Stadionstraße. Das Wohngebiet Eichenhang wird hier als Vorbild genannt (  Link ).


- Strukturierung des Straßennetzes:

In Bezug auf die Verbindung Schützenstraße — Augsburgerstraße wird die Frage erörtert, ob eine mögliche Verbindung über den nördlichen Petrusplatz für zentrale Neu-Ulmer Ost-West-Verbindung sinnvoll ist oder nicht. Die genannten Möglichkeiten, um die Situation zu beheben (Untertunnelung, Verlegung des zentralen Platzes), werden als zu kostspielig bewertet (  Link )


- Strukturierung des Straßennetzes:

Angefangen wurde eine Diskussion darüber, ob die Fraußenstraße und die Karlstraße langfristig eher verkehrsberuhigt oder als Verbindungsstraßen genutzt werden sollten (  Link )


- Radverkehr:

Für Neu-Ulm wird ein umfassendes Radverkehrskonzept gefordert, das sich an den Entwicklungen Ulms (FahrRad) orientiert. So würden hier bisher geeignete Abstellanlagen, Aktionen, Anreize und die Gleichbehandlung dieser Verkehrsteilnehmer fehlen (  Link )

Da derzeit immer mehr vergleichsweise teure E-Bikes angeschafft werden, wird ein Neustart der Fahrradboxen als sinnvoll angesehen - inklusive Lademöglichkeit, Abrechnung per Ding-Card oder wie ein klassisches Bahnhofsschließfach, von denen es in der Stadt mehr geben könnte (  Link )


- Verkehrsmanagement:

Für die Hauptverkehrsstraßen und den Tangentenring wird die Einführung von Tempo 30 eingefordert (  Link )


Was halten Sie von diesen Vorschlägen?
Welche Ideen sollten noch berücksichtigt werden?
Diskutieren Sie mit im Forum:  Link

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