Zusammenfassung

Von Kurzstreckengebühr, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Radwegen und Parkplätzen - Zusammenfassung 8.-9.10.

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
seit Montag nachmittag wurden wieder zahlreiche Hinweise in das Forum eingebracht, die wir hier erneut nach Diskussionsschwerpunkten sortiert kurz zusammenfassen wollen.

- ÖPNV:

Auf große Zustimmung trifft der Vorschlag zur Einführung einer Kurzstreckengebühr (z.B. 1 Euro für bis zu 6 Haltestellen) , die möglicherweise mehr Menschen zur Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel motivieren kann. Probleme werden hierbei im Busverkehr vermutet, da unklar sei, "an welcher Haltestelle man beim freundlichen Busfahrer sein Ticket gekauft oder mit der Ding-Card gestempelt hat". (  Link ). Aus Erlangen wird das Beispiel eingebracht, dass ein Parkschein für die gelöste Parkzeit gleichzeitig auch als Kurzstreckenticket für den Bus gilt (  Link ).

Darüber hinaus wird angeregt, dass die Städte Ulm und Neu-Ulm in dieser Hinsicht noch stärker kooperieren und gemeinsam planen. So hätten "schon bei Einführung des regionalen Verbundes DING alle Konzessionen in einer Hand zusammgefasst werden müssen, was eine zentrale und unabhängige Vergabe der Leistungen ebenso ermöglicht hätte wie eine zentrale Fahrplan-Erstellung mit Planung gegenseitiger Anschlüsse, Öffnung und gemeinsame Nutzung der Verkehrsräume wie z.B. Busspuren für ALLE ÖPNV-Verkehrsmittel, Einrichtung von Fahrgast-Informations-Systemen, die tatsächlich über den gesamten ÖPNV der Region informiert, die Verfügbarkeit einer wirksamen Ampel-Vorrangschaltung zur Beschleunigung des ÖPNV für ALLE Anbieter und Festlegung der Linien und des jeweils besten Verkehrsmittels für die Bedienung derselben aus der Hand einer zentralen Institution". Dem Verkehrsverbund sollten laut des Nutzers hier weitreichende Möglichkeiten, Rechte, Zuständigkeiten und Befugnisse eingeräumt werden, um seiner Aufgabe tatsächlich gerecht zu werden.

Die Frage, ob der Ausbau des Busnetzes oder des Straßenbahnnetzes nachhaltiger und effektiver ist, wird weiterhin diskutiert. Hierbei wird auch der Aufwand für die notwendige Infrastruktur, Wartung und Reparatur, Umweltfreundlichkeit und Energiebedarf verglichen:  Link

- Stadtraum und Mobilität:

Zum Thema Ampelschaltung wurde noch hinzugefügt, dass an großen Kreuzungen mit Verkehrsinseln (z.B. am Theater oder am Willy-Brandt-Platz) Fußgänger und Radfahrer bis zu dreimal auf eine grüne Ampel warten müssten, weil keine durchgängigen Phasen zur Überquerung der kompletten Kreuzung geboten würden. Auch andere finden die Ampelschaltungen undurchsichtig. So habe man als Fussgänger entlang der Olgastraße in Ost-West-Richtung mittags quasi immer eine „rote Welle" (  Link )
Die kurzen Ampelschaltungen seien auch für Familien mit kleinen Kindern schwierig, die manchmal nicht schnell genug über die Straße gingen (  Link ).

- Radverkehr:

Es wird angeführt, dass die Erreichbarkeit der Schulen auf dem Kuhberg vom Römerplatz aus bzw. von oben zum Römerplatz verbesserungswürdig sei. Der Radweg wäre zu Stoßzeiten überfüllt mit Fußgängern, besonders für Kinder sei die Strecke vom Kuhberg zum Römerplatz sehr gefährlich, da in Richtung Stadt gar kein Radweg vorhanden ist (  Link )
Angeregt wird auch, dass dort, wo die Vorbehaltsnetze für den MIV, den ÖPNV, den Fuß- und den Radverkehr sich kreuzen, deutliche Prioritäten zu Gunsten des Radverkehrs gesetzt werden sollte.
Zudem werden Fahrradgaragen vorgeschlagen, wie es sie zum Beispiel am Ulmer Rathaus gibt (  Link )

- Verkehrsmanagement:

Beim Thema Parken scheiden sich die Geister. So wird an einer Stelle gefordert, die Langzeitparker, die wichtige Maßnahmen wie Radwege, sichere Gehwege (ohne Radler), Busspuren, Abbiegespuren usw. behinderten, aus dem Stadtraum zu verbannen und den Preis für Anwohnerparkplätze zu erhöhen (  Link ).
Diejenigen, die außerhalb Ulms/Neu-Ulms wohnen und mangels geeigneter ÖPNV-Angebote mit dem Auto in die Stadt fahren müssen, wünschen sich dagegen eine Verbesserung der Parksituation - zum Beispiel am Eselsberg, wo durch die Privatisierung der Uni/Klinik-Parkplätze ein ganzer Haufen an (kostenlosen) Parkplätzen weggefallen sei. Aus Amsterdam wird das Beispiel eingebracht, Parkhäuser an der Stadtgrenze anzulegen und die Fahrer mit dem ÖPNV weiterreisen zu lassen (  Link )

In Bezug auf den Verkehrsentwicklungsplan wird vorgeschlagen, belastbare Ziele z.B. zur Verkehrsvermeidung oder zur spürbaren Veränderung des Modal Split zugunsten des Umweltverbundes (z.B. 20 % Radverkehr) zu definieren, an denen sich die entsprechenden Entwicklungsszenarien orientieren könnten. Zudem wird die Einbeziehung "weicher Maßnahmen (eine moderne Mobilitätserziehung in KiTas und Schulen, Werbekampagnen ...)" angeregt, die den VEP zu einem umfassenden Mobilitätsplan machen könnten (  Link )

Zum Thema Geschwindigkeit wird der Vorschlag bekräftigt, auf kommunalen Straßen Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit einzuführen Diese Maßnahme koste im Gegensatz zu Infrastrukturausbauten praktisch nichts und sei mehr oder weniger von heute auf morgen umsetzbar (  Link ). Für die B 30 im Bereich Donaustetten indes wird die Einführung von 120 km/h gefordert. Zumal die B311 künftig auf die B 30 geleitet werden soll, was eine drastische Erhöhung des Verkehrsaufkommen auf der B 30 erzeugen würde (  Link ).

Was halten Sie von diesen Anregungen?
Haben Sie weitere Ideen?

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