⇐ Zurück

Öffentlicher Personennahverkehr

Kurzstreckenticket

von martin am 09.10.2012 | 16:31 | Kommentare: 11 |

Ich finde es seit langem ärgerlich, dass ein DING-Fahrschein im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm immer 2 Euro kostet, ganz gleich, ob man nur ein oder zwei Haltestellen weit fährt oder einmal quer durchs Stadtgebiet. Wäre es nicht möglich, ein Kurzstreckenticket einzuführen, beispielsweise für bis zu vier oder fünf Haltestellen. Wer weiter fahren will, müsste dann die 2 Euro bezahlen. Das wäre meinem Empfinden nach "gerechter". Aus anderen Städten, z.B. aus Erlangen, kenne ich es zudem, dass ein Parkschein für die gelöste Parkzeit gleichzeitig auch als Kurzstreckenticket für den Bus gilt. Wäre das für Ulm/Neu-Ulm nicht interessant?

Um den Beitrag zu kommentieren, müssen Sie sich kurz anmelden oder einloggen.

 

Kommentare

stk am 26.10.2012 12:38:45

Wie waere es denn mit einem kontaktlosen System wie „Oyster“, das Transport For London einsetzt? Beruehrt wird bei Ein- und Ausstieg; abgerechnet wird nach in Anspruch genommener Fahrleistung. So liessen sich Kurzstrecken abbilden; ausserdem werden bei Inanspruchnahme mehrerer Fahrten an einem Tag die Kosten erstmal beim Preis eines Tagestickets gedeckelt; bei mehreren Tagestickets in Folge deckelt eine Wochenkarte, etc.

Solch ein System geht als Nebeneffekt immer zugunsten der KundInnen aus, da nie mehr bezahlt wird, als in Anspruch genommen wurde (z.B. Wochenkarte gekauft, aber Fahrtkonstellationen gewaehlt, die guenstiger mit anderen Ticketkombinationen zu haben gewesen waeren)

Christian Frank am 26.10.2012 12:14:29

Hallo,

wohne zur Zeit in Amsterdam. Hier wird im öffentlichen Nahverkehr eine Chipkarte benutzt, auf die man Geld aufladen kann. Beim Einsteigen in den Bus / die Straßenbahn wird mit der Chipkarte an einem Lesegerät eingecheckt und beim Aussteigen ausgecheckt. Je nachdem welche Strecke mit dem Bus / der Straßenbahn zurückgelegt wurde, wird ein unterschiedlicher Betrag von der Chipkarte abgebucht. Vielleicht wäre das ja auch mit der DING Karte möglich?

benutzer100 am 21.10.2012 14:04:17

@ Frau Hohberg: leider führt der Link nicht direkt zur Stellungnahme der fachlichen Ebene.
Deswegen ist das Kommentieren darauf schwer und ich weiß nicht, vor welchem Hintergrund die Verkehrsunternehmen zu ihrer Beurteilung gelangt sind, z.B. sind es hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, die eine Einführung eines Kurzstreckentarifs als nicht sinnvoll erscheinen lassen?
Auf jeden Fall erscheint es mir vor dem Hintergrund sinnvoll, Kurzstreckentarife einzuführen, um damit Menschen an die Nutzung des ÖPNV zu gewöhnen, die bisher für Kurzstrecken das Auto nutzten.

Moderation am 19.10.2012 10:22:27

Liebe Teilnehmende,
zu der Frage nach einem Kurzstreckenticket möchte ich auf eine Antwort der VEP-Projektgruppe aus der gestrigen Livediskussion verweisen, die sich auf dieses Thema bezog:

"Aufgrund der kurzen Distanzen in Ulm / Neu-Ulm sind Kurzstreckentickets orgnisatorisch, tariflich und bei der Abrechnung schwierig. Das Thema wurde bereits intensiv diskutiert. Auf fachlicher Ebene (mit den Verkehrsunternehmen) ist man bisher zu den Schluss gekommen, dass die Einführung nicht sinnvoll ist":  Link 1163 &id_viewback=174

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Birgit Reiß am 19.10.2012 10:01:34

Ich finde auch, dass ein Kurzstreckenticket für Ulm längst überfällig ist. Es würde den ÖPNV wirklich attraktiver machen. Es leuchtet nicht ein, warum man vom Ehinger Tor bis zum Bahnhof das selbe bezalht wie von Söflingen nach Böfingen.

Chilis am 18.10.2012 18:35:25

Ich bin auch absolut für das Kurzstreckenticket.
Ich glaube auch nicht, dass es wesentlich zur Verwirrung am Fahrkartenautomaten beiträgt, denn den meisten dürfte dieses Konzept, welches es in den meisten größeren Städten bereits gibt, bekannt sein. Ich finde auch, dass zwei Haltestellen völlig ausreichend wären. Ein Preis von einem knappen Euro wäre dafür angemessen.

FloDiehl am 17.10.2012 17:26:54

man möge mich Lügen strafen, aber sind Tickets in Berlin und München nicht auch Richtungsbegrenzt?

Cortauri am 17.10.2012 13:24:28

In Berlin gibt es das Kurzfahrticket für € 1,40, ist aber dort extrem großzügig ausgelegt im verhältnis zum Ulmer Netz.

Einzelfahrausweise für Kurzstrecken gelten im Tarifbereich Berlin für bis zu drei Stationen mit der S-Bahn, U-Bahn oder bis zu sechs Stationen mit Bus oder Straßenbahn.

Für Ulm würde ich den Preis von € 90 für bis zu 3 Stationen für Straßenbahn und Bus als preislich attraktiv sehen.

FloDiehl am 17.10.2012 7:37:01

@Seb. Kaupper

das stimmt. Aber das Problem mit dem Haltestellenabstand haben sie unabhängig vom Ticketsystem...

St83 am 12.10.2012 8:47:36

Das Einheitsticket von 2,00 (1,80) ist nicht für alle Strecken gleichmäßig. In Österreich (Salzburg und Wien) kosten Tickets etwas weniger, z.B. Wochenkarte 13,60 in Salzburg, dort sind auch die Preise im Stadtgebiet nach Zonen gestaffelt.

Sebastian Kaupper am 11.10.2012 20:44:47

Ich bin auch für das Kurzstreckenticket. Allerdings sind 4 oder 5 Haltestellen für ein Kurzstreckenticket schon viel zu viel das wäre z.B. vom Ehinger Tor bis zur Sonnenstraße. Also da ist dann glaub der normale Einzelfahrschein schon richtig so. Außerdem kommt es immer auf den Haltestellenabstand an. Für mich ist die Strecke zwischen Haßlerstraße und Gasthof Donautal der Linie 10 keineswegs eine Kurzstrecke, da dies ein Haltestellenabstand von mehrern Killometern ist. Eine Kurzstrecke könnte z.B. von Söflingen zur Sonnenstraße sein.
Außer das Kurzstreckenticket das Ticketsystem wieder kompliezierter weil dieses Kurzstrekenticket nicht für jeden Haltestellenabstand gilt Wie eben im obrigen Beispiel Haßlerstraße - Gasthof Donautal.

FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 589 Livediskussion Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 155
Öffentlicher Personennahverkehr: 197
Verkehrsmanagement: 145
Radverkehr: 136
Weitere Hinweise: 123
Stadtraum und Mobilität: 83
Strukturierung des Straßennetzes: 60
FREUNDE EINLADEN
FREUNDE EINLADEN!