⇐ Zurück

Verkehrsmanagement

Kreisverkehr

von AnnaESüd am 24.10.2012 | 10:17 | Kommentare: 10 |

Wäre es nicht sinnvoll die Ampeln auf der memminger straße zwischen ludwigsfeld und der ratiopharm Arena durch Kreisverkehre zu ersetzen?
Man hätte dann mehrere fliegen mit einer Klappe geschlagen: die Autos werden automatisch zu gedrosselter Geschwindigkeit angehalten, somit ist es sicherer für die Kinder, der Straßenlärm wäre geringer, es wäre ökonomischer, da keine unnötigen Wartezeiten an roten Ampeln und man könnte an den energiekosten sowie Wartungskosten sparen.

Um den Beitrag zu kommentieren, müssen Sie sich kurz anmelden oder einloggen.

 

Kommentare

Klee am 26.10.2012 10:37:49

Ohje, zu früh abgesendet.

Womit ich abschließen wollte: Kreisverkehre mit dem Status Quo des Straßenverkehrs sähe ich derzeit noch eher etwas nachteilig, Kreisverkehre mit auf die Schiene verlagerten Pendlerströmen dagegen ideal - dürfte sich dann auch gegenseitig verstärken: mehr Straßenbahnfahrer > weniger MIV, weniger MIV > kein Bedarf an breiten Stadtautobahnen, rückgebaute Straßen > Attraktivität der Straßenbahn steigt weiter.

Für Neu-Ulm wäre das in der Tat auch eine städtebauliche Chance: Ludwigsfeld und das Wiley könnten, so die Politik und die Bürger das wollen, zusammenwachsen, auf der anderen Seite könnte die Stadt das Ulmer Ried entwickeln. Eine zweistreifige Memminger Straße wäre dann keine große Trennung mehr.

Klee am 26.10.2012 10:33:16

Also stemmen tue ich mich sowieso nicht gegen die Kreisverkehre, ich mag solche Dinger eigentlich ganz gern und kann ihre Vorteile schätzen ;-)

Meine Ideallösung hier wären einstreifige Kreisverkehre mit Bypässen, wo diese sich der Verkehrsströme wegen anbieten. Verbunden mit einem Rückbau der Memminger Straße, natürlich, zumindest ab der Kreuzung mit der Kennedy-Straße. Dafür müsste aber der Straßenverkehr auf der Memminger Straße spürbar reduziert werden, denke ich, und da setze ich einfach mal große Hoffnungen in die Straßenbahn.

AnnaESüd am 26.10.2012 9:58:34

@Klee
Das ist natürlich ein valides Argument. 2-streifige Kreisverkehre sind eine Herausforderung. Insbesondere der beim IKEA, wo doch nicht wenig Unfälle passieren. Auch ich sehe diese 2-streifigen Kreisverkehre immer wieder als Herausforderung an. Insbesondere, da es viele unsichere und auch egoistische Autofahrer gibt (wobei ich denke, dass es eher die Unsicheren sind, die dann auch entsprechend mit "Augen zu und durch" fahren und somit ein Einfädeln / Spurwechsel erschweren).
Nichtsdestotrotz bin ich immernoch für die Kreisverkehre an der Memmingerstraße.

Auch ist mir aufgefallen, dass viele die Memmingerstraße zwischen den Ampeln überqueren - sogar Kinder. Dies sehe ich als weiteres Argument für die "Entschleunigung" der Memmingerstraße durch Kreisverkehre.

Was die Zebrastreifenregelung angeht, da sehe ich kein Problem. Ob ein Auto nun an einer roten Ampel warten muss, oder beim Verlassen eines Kreisverkehres um einen Fußgänger über die Straße zu lassen .... in diesem Fall tendiere ich auch hier für den Kreisverkehr. Erstens, da die Ampelschaltungen für Fußgänger nicht optimal sind (man muss schon flott unterwegs sein, um die Fußgängerampel-Grüne-Welle auch zu schaffen, bzw. man muss auf der Insel mitten auf der Straße warten, bis die andere Ampel auf grün schaltet) - ich habe beobachtet, dass nicht nur die Schulkinder schon loslaufen wollen, obwohl erst eine der beiden Ampeln auf Grün geschaltet ist. Durch einen Kreisverkehr, legt man die Verantwortung und Aufmerksamkeit mehr auf die einzelne Person. Nicht eine Ampel entscheidet, wann man über die Straße kann (und schaut dann häufig nicht noch extra, ob die Autos auch wirklich halten, oder ob nicht noch einer bei "fast" grün (also orange/rot) doch noch "schnell" über die Ampel fahren möchte), sondern der Einzelne.

Klee am 25.10.2012 17:42:18

Sorry, das hätte ich sauber ausformulieren sollen.

Die Memminger Straße ist in diesem Abschnitt ja überwiegend vierstreifig, dementsprechend würden die Kreisverkehre auch zweistreifig ausfallen. Mir persönlich macht das nichts aus, aber ich kenne durchaus einige Menschen, denen dabei mulmiger wird, zumal oft genug dann nur der rechte Streifen befahren wird.

Auch die Fußgängerübergänge müssten anders geregelt werden: ein Zebrastreifen quer über die Memminger Straße würde oft genug den Verkehr im Kreisel arg zum Stocken bringen, eine Ampel wiederum würde das Ziel verfehlen, und Unterführungen sind weder sonderlich zeitgemäß noch werden sie (vor allem von Frauen und Kindern) gerne angenommen. Überführungen wiederum sind besser, aber eben auch recht teuer und immer noch mit Treppensteigen bzw. Aufzug fahren (behindertengerecht) verbunden. Im konkreten Fall mit der John-F.-Kennedy-Straße kommt hinzu, dass hier die Linie 3, so sie denn kommt, von der Memminger Straße in das Wiley einschwenken würde, was die Sache zusätzlich verkompliziert.

Insofern bin ich bei Kreisverkehren hier etwas skeptisch, auch wenn es stimmt, dass viele die Strecke als Rennstrecke missbrauchen; als ich da letztes Mal durchgefahren bin, musste ein Neureicher in seinem dicken Panamera von roter Ampel zu roter Ampel Gas geben wie ein Gestörter, vor mir auf der B10 war er aber auch nicht...

Wo ein Kreisverkehr zur Tempoentschärfung Sinn machen würde, finde ich, wäre der Ortseingang von Ludwigsfeld.

AnnaESüd am 25.10.2012 17:01:22

Noch ein Argument, das für die Kreisverkehre spricht:
Es würde der Autoverkehr auf der Busspur, die vom Wiley nach Ludwigsfeld führt sicherlich auch reduzieren.
Der Abschnitt, der nur für die Busse erlaubt ist, wird gerne von den Autofahrern als "Ausweichstrecke" benutzt - sicherlich wegen den Ampeln auf der Memminger Straße.

AnnaESüd am 25.10.2012 16:58:50

@Klee:
welche Begründung gibt es für das "nicht sinnvoll" eines Kreisverkehrs an dieser Stelle? Die Vorteile, die durch Kreisverkehre an dieser Stelle entstehen würden, habe ich ja bereits in meinem Beitrag aufgelistet.

@UL/NU UL/NU UL/NU:
"schon wieder ein Kreisverkehr" - na und? Wenn sie gut sind, warum denn nicht?
Sind meine Argumente: Null Energiekosten, geringere Geschwindigkeit was auch zu erhöhter Sicherheit - nicht nur für die vielen Kinder, die in der Gegend wohnen - führt, flüssigerer Verkehr, geringere Spritkosten durch konstantere Fahrweise (werde ich gleich noch mit einem Beispiel belegen), Verringerung des Straßenlärms, etc. denn nicht gut genug? Welche Vorteile müssen sich denn noch ergeben, damit hier zwei Kreisverkehre gerechtfertigt und als sinnvoll erachtet werden?
Auch wenn die Memminger Straße eine Hauptverkehrsstraße ist, so würde es keinen Schaden für den Autoverkehr meines Erachtens in welcher Weise auch immer, ergeben. Ich sehe in der Schaffung der Kreisverkehre für alle Parteien nur Vorteile.
Zur Energiebilanz kann ich nur folgenden Kommentar abgeben:
Wenn man bei Ludwigsfeld schon sehen kann, dass die nächste und übernächste Ampel grün ist, dann soll man mir bitte einen Autofahrer nennen, der sich in dieser Situation tatsächlich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50km/h bzw. 60 km/h hält. Sprich, die meisten fahren schneller - teilweise bis zu schätzungsweise und streckenweise 100 km/h um noch die "Grüne Welle" zu erwischen > Folge: schlechte Energiebilanz. Welche negative Auswirkung dies auf die Reifen hat, brauch ich hier, denke ich, nicht extra zu erwähnen.

Also wenn mir nun jemand bitte eine gute, wirklich gut argumentierte Begründung geben kann, warum an dieser Stelle 2 Kreisverkehre nicht sinnvoll sind, dann ziehe ich meinen Hut. Argumente wie "schon wieder ein Kreisverkehr" sind für mich kein rationales Argument.

Jimmy am 25.10.2012 9:29:32

Zitat UL/NU usw.:"Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung."

Ich kann"s mir nicht verkneifen: Er ist besorgt wegen der Abnutzung seiner Reifen in Kreisverkehren - niedlich irgendwie.

Klee am 25.10.2012 1:47:23

Ich glaube nicht, dass an jeder Kreuzung/Hauptstraße Kreisverkehre gefordert werden oder sinnvoll sind. In diesem konkreten Fall, der Memminger Straße südlich der Kreuzung mit der B10, würde ich auch keinen Vorteil sehen.

Generell sind Kreisverkehre aber eine tolle Geschichte, die den Verkehrsfluss stabilisieren und die Unfallgefahr verringern. Wo auch immer sie Sinn ergeben und Platz haben - immer her damit, z.B., wie hier im Forum schon völlig richtig vorgeschlagen (  Link ), die Kreuzung NU8/ST2023.

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:39:20

Bitte nicht noch mehr Kreisverkehre ....
Die Region ist schon völlig von Kreisverkehren gesättigt.
An einigen Stellen ist es meines Erachtens nach sinnvoll, aber nicht jede Kreuzung braucht einen Kreisverkehr. Und schon gar nicht die Hauptstraßen.
Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung.
Ich persönlich nehme gern eine Wartezeit an einer Kreuzung mit oder ohne Ampel in Kauf, das finde ich wesentlich entspannter als eine Kreisverkehrsdurchfahrt nach der anderen.

UL/NU UL/NU UL/NU am 25.10.2012 0:38:34

Bitte nicht noch mehr Kreisverkehre ....
Die Region ist schon völlig von Kreisverkehren gesättigt.
An einigen Stellen ist es meines Erachtens nach sinnvoll, aber nicht jede Kreuzung braucht einen Kreisverkehr. Und schon gar nicht die Hauptstraßen.
Die Energiebilanz würde zudem durch das ständige Abbremsen und Beschleunigen zu dem man gezwungen wird, eher schlecht ausfallen, ganz zu schweigen von der Reifenabnutzung.
Ich persönlich nehme gern eine Wartezeit an einer Kreuzung mit oder ohne Ampel in Kauf, das finde ich wesentlich entspannter als eine Kreisverkehrsdurchfahrt nach der anderen.

FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 589 Livediskussion Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 155
Öffentlicher Personennahverkehr: 197
Verkehrsmanagement: 145
Radverkehr: 136
Weitere Hinweise: 123
Stadtraum und Mobilität: 83
Strukturierung des Straßennetzes: 60
FREUNDE EINLADEN
FREUNDE EINLADEN!