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Radverkehr

E-Bike schlägt Auto um Längen

von Werner Korn am 25.10.2012 | 09:09 | Kommentare: 4 |

Falls jemand noch nicht von der Überlegenheit des Fahrrads in Innenstädten überzeugt sein sollte: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat am Mittwoch (24.10.12) bei einem Wettrennen mit seinem elektrischen Dienst-Fahrrad ein Auto um Längen hinter sich gelassen. Schüler hatten Palmer zu dem Rennen eingeladen. Die Rennstrecke führte über vier Kilometer vom Tübinger Bahnhof zur Geschwister-Scholl-Schule. Am Ziel hatte Palmer zwei Minuten Vorsprung - und das, obwohl es steil bergauf ging und er unterwegs zwei Minuten lang damit beschäftigt war, eine abgesprungene Kette wieder auf die Ritzel zu heben.

Palmer war zu dem Wettrennen in seiner klassischen Oberbürgermeister-Montur gekommen: Grauer Anzug, schwarzer Mantel, knallroter Sturzhelm. Nur die Krawatte hatte er abgelassen. "Die fliegt einem immer im Gesicht rum", sagte der 40-Jährige.
Die Schüler wollten mit dem Rennen herausfinden, ob ein E-Bike im Stadtverkehr eine gute Alternative zum Auto ist.
Coole Marketing-Idee!

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Kommentare

Werner Korn am 26.10.2012 9:24:56

Für Ulm/Neu-Ulm bedeutet das, dass die Stadtpromis mit gutem Beispiel vorangehen müssen, wenn sich die Einstellung zum Radverkehr deutlich wandeln soll. BM Wetzig auf dem FahrRad-Flyer ist ein prima Ansatz. Aber Öffentlichkeitsarbeit für das Fahrrad ist eine Daueraufgabe. Je fantasievoller, desto besser ...

Jimmy am 25.10.2012 15:59:53

Nun, wenn"s um das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel geht, stoße ich immer auf positive Resonanz ("Find ich klasse!"). Wenn"s aber drauf ankommt, höre ich immer wieder dieselben Ausreden ("dauert zu lang, man kommt verschwitzt an, man kann nichts transportieren, ist mir zu anstrengend").

Gerade mit dem E-Fahrrad trifft das jedoch einfach nicht zu. Man muss die Leute halt informieren und überzeugen, und zwar auf eine Art, dass sie das Radfahren "cool" finden. Sowas wie die Palmer-Aktion eben.

Moderation am 25.10.2012 15:29:22

Hallo Werner Korn, liebe Teilnehmende,
inwiefern können Ulm und Neu-Ulm Ihrer Meinung nach von diesem Beispiel lernen?

Viele Grüße,
Birgit Hohberg (Moderation)

Jimmy am 25.10.2012 9:20:52

Tolle Idee, danke für den Beitrag!

In Ulm wären die Fahrzeuge vermutlich vertauscht. Jetzt mal völlig ohne irgendwelche Wertung: ich würde gerne mal gegen Gönner und Kulitz bei einem solchen Rennen antreten - ich wähle das Fahrrad, von mir aus auch ohne E-Unterstützung.

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